Wir flogen nur zwei Stunden ins nächste Reiseland und doch kamen wir uns vor, als wären wir in einer ganz anderen Welt.
In Hanoi hatten wir gefroren und sind mit Jeans und Jacke unterwegs gewesen, in Bangkok schlug uns heiße, schwüle Luft ins Gesicht.
Wir schleppten in der Hitze unser vieles Gepäck zur Unterkunft und checkten in ein tolles kleines Apartment mit wunderbaren Blick über Bangkok ein. Da waren wir nun also: Thailand unser 10. Land auf dieser Weltreise. Hier wollten wir aber alles ein bisschen ruhiger angehen lassen. Wir freuten uns auf ein paar Tage zum Shoppen in der Hauptstadt und wollten dann ein bisschen Inselfeeling spüren!
Doch zu allererst hieß es: abkühlen im Pool!
Den nutzen wir während unseres Bangkok Aufenthalts auch ganz intensiv, denn es war einfach eine Wohltat ins kühle Wasser zu hüpfen!
Eine kleine „Freundin“ lernten wir hier auch kennen. Ein kleines Mädchen das hier lebt und sich im perfekten Englisch mit uns unterhielt! Wir waren beeindruckt und die schien sich, über beide Ohren zu freuen, endlich jemanden zum Spielen gefunden zu haben!
Bangkok ist definitiv ein Paradis um Shoppen zu gehen – ganz gleich ob auf dem bekannten „Chatuckak“ Wochenend Markt – für welche es sogar einen Lageplan und ein Busshuttel einmal drum herum gibt!
Am Markt hat uns vor allem die Ordnung und Sauberkeit beeindruckt. Mittlerweile haben wir so einige Märkte in unterschiedlichen Ländern besucht, doch keiner war so sauber wie der „Chatuckak“! Einziger Nachteil: man darf die vielen tollen Klamotten nicht anprobieren und viele Sachen fallen sehr klein aus. Trotzdem ist ein Besuch am Wochenende definitiv lohnenswert!
Außerdem haben wir das Einkaufszentrum „Terminal 21“ besucht: das besondere hier: man fühlt sich wie auf einem Flughafen und kann von Etage zu Etage in ein anderes Land oder eine andere Stadt reisen. Alles ist sehr schön dekoriert und man kann so einen Abstecher von „Japan“ nach „London“ machen.
Wir haben uns hier aber vor allem den Bauch voll geschlagen. Ganz oben findet man viele Shops und die meisten Gerichte kosteten zwischen 1 und 3 Euro. Wir haben uns also erstmal durch probiert und vor allem Mango Sticky Reis steht seit neustem ganz oben auf unserer Liste!
Wie sollen wir nur je wieder ohne Leben können?
In den großen Shopping Malls gibt es auch fast immer ein Kino und da wir noch nie im Ausland in einem Film waren – probierten wir es hier aus.
Und waren überrascht. Bevor der Film nämlich startet wird ein Trailer vom König abgespielt und alle im Saal müssen ihm zu ehren aufstehen. Wir wussten gar nicht wie uns geschah – machten aber brav mit! Denn die königliche Familie ist hier sehr heilig!
Das MBK Center ist unter Bangkokreisenden wohl die Top Adresse – hier bekommt man einfach alles gekauft! Handeln erlaubt! Aber man sollte aufpassen – manche Dinge sind einfach Schrott – wie zum Beispiel die Handyschutzfolien! Wir haben uns zwei rauf ziehen lassen um unsere Telefone besser zu schützen! 2 Tage haben die gehalten! Naaaa toll!
Ach so und jaaaaa – wir waren nicht nur shoppen! Auch wenn wir es lieben überall entlang zu bummeln und etwas besonderes für uns zu suchen, wollten wir uns natürlich auch die reichhaltige Kultur der Stadt nicht entgehen lassen.
Vor allem den großen liegenden Buddha aus Gold wollten wir sehen – und wurden im Wat Pho Tempel nicht enttäuscht. Wenn man nicht selbst davor gestanden hat, kann man sich einfach nicht vorstellen wie gewaltige die Figur ist. Wir haben aber auch überlegt, was war zuerst da? Die Figur oder das drum herum gebaute Haus?
Auch der Tempel der Morgenröte der gleich auf der gegenüberliegenden Flussseite zu bewundern ist, hat uns sehr beeindruckt. Klar – es war super viele Menschen dort! Aber trotzdem ist der Prachtvolle Tempel einen Ausflug wert.
Bangkok ist eine Stadt die uns definitiv beeindruckt hat und in die wir super gern noch einmal reisen wollen! Vielleicht am Ende unserer Weltreise zum Shoppen? 😄







Wir überlegten kurz – aber da Alex die Uhr so gern haben wollte, machten wir uns auf den Weg zu einem Geldautomaten.


Doch nun zur Beeindruckenden Natur: Ninh Bình ist nämlich auch als trockene Halong Bucht bekannt. Doch trocken bedeutet nicht ganz trocken. Ein langes Flusssystem führt durch die riesigen Kalksteinhügel und kann mit einer kleinen Bootstour erkundet werden. Als Besucher hat man die Wahl zwischen 3 Routen durch die Gegend. Zu 4 teilt man sich ein kleines Boot, oder wie wir es nennen würde: Nussschale und schippert damit gemütlich 3 Stunden durch die Natur.
Mit an Board ein Local der das Boot rudert und lenkt.
Oft mussten wir unsere Köpfe auf die Beine legen, um nirgends anzustoßen. Wirklich cool. Und jedes Mal wenn man aus einer Höhle raus kommt und wieder einen Blick auf die grün bewachsenen Felsen bekam, konnte man sein Glück kaum fassen.
Wir waren sehr froh, diese Tour gemacht zu haben. Auch wenn nach 3 Stunden der Po ein wenig schmerzte.
Deswegen gab es am nächsten Tag, ein bisschen mehr Bewegung. Wir wollten einen Aussichtspunkt erklimmen. Und so düsten wir mit den Roller ein kleines Stück aus der Stadt raus. Wir fuhren durch einen kleinen Ort und hier standen schon viele Locals draußen und versuchten uns zu sich zu winken. Alle hatten auf ihren Grundstücken „Parkplätze“ und wollten natürlich möglichst viele Touristen zu sich locken. Eine Dame sprang uns mit einer Trillerpfeife sogar fast vor unseren Roller. Doch Alex ließ sich nicht beeindrucken.
Doch irgendwann mussten auch wir mal parken – denn auf den Hang Mua Viewpoint führen insgesamt 647 Stufen, die erklommen werden wollen. Vorbei an Schaukeln und andere Fotospots ging es zum Berg. Die unregelmäßigen Stufen führen steil empor, doch so konnte man bereits nach kurzer Zeit einen tollen Ausblick genießen. Perfekt um eine Pause zum Luft schnappen einzulegen oder die anderen Besucher zu beobachten. Denn auch hier war wieder alles dabei: vom Flip Flop Abenteurer bis hin zum voll ausgestatteten Wanderoutfit Typ. Und auch die schicken „ich-trag-beim-Wandern-ein-Kleid-und-werd-nicht-Rot“ Mädchen waren am Start.
Beim Dreiviertel der Strecke teilt sich der Weg und man hat die Chance auf zwei verschieden Spitzen zu klettern. Wir machten natürlich beide und waren beide Mal fasziniert vom wunderschönen Blick in die Ferne.
Auf der einen Spitze war auch eine lange Drachenfigur aus Stein. Hier hoch zu klettern war schon ein bisschen anspruchsvoller und selbst in unseren Turnschuhen fühlten wir uns nicht 100 % sicher. Doch das hielt andere nicht ab sich in Flips Flops noch an uns vorbei zu schlängeln.
Dann doch lieber wieder ein Stück runter und von dort Arm in Arm auf die vielen Kalkstein Hügel blicken. Doch eins steht fest: ganz gleich welcher Ausblick sich uns bietet: „die schönste Aussicht – bist und bleibst: DU!“

Unser Zimmer klein, fein und was die Hauptsache ist, es war sauber. Erschlagen von der Busfahrt ging es ins Bett.
Am Eingang bezahlten wir ca. 20 Euro für uns beide und buchten gleich einen Shuttlebus zur Höhle dazu. Im Nachhinein ärgerten wir uns. Das Geld hätten wir uns sparen können, denn die paar Meter hätten wir locker laufen können. Denn das E-Car bringt einem nicht direkt zum Eingang, sondern nur bis zum Treppen Beginn. Dort muss man dann allein hoch laufen. Da waren wir wieder zu voreilig. Wirklich ärgerlich.
Oben angekommen warteten wir kurz, denn grade vor uns ist eine große Gruppe rein gegangen. Der Eingang der Höhle ist unscheinbar klein, über eine Holztreppe steigt man hinab in eine andere Welt. Es ist einfach Gigantisch, unsere Bilder lassen nur erahnen wie riesig diese Höhle ist und können in keiner Weise das Ausmaß wiedergeben. Ganze Hochhäuser könnten hier erbaut werden.
Das ganze Höhlensystem ist ganze 31km lang und davon ist 1km für den Besucher freigegeben. Der Weg durch die Höhle ist als Bretterweg gut ausgebaut und führt an riesige Stalaktiten und Stalagmiten, die so groß sind wie Einfamilienhäuser, vorbei. Wir haben Glück, denn die Besucherzahl ist recht überschaubar und es ist nicht so überlaufen. Uns hat die Höhle wahrhaftig verzaubert. Die Höhle hat den Namen Paradis Cave wahrhaftig verdient und die Tatsache das das ganze erst vor 15 Jahren entdeckt und erforscht wurde, beeindruckte uns noch mehr!
Zurück in der Stadt sind wir dann nochmal die Straße nach einem Café abgefahren. Phang Nha besteht eigentlich nur aus dieser einen Hauptstraße, wo sich alles andere abspielt. Nach ein, zwei Blicken, wurden wir auch schnell fündig. Nur Abends ist hier nichts los. Also gingen wir schlafen früh schlafen.
An unserem zweiten und letzten Tag in Phang Nha erkunden wir die Phang Nha Cave mit einer Bootstour. Im Internet haben wir gelesen, je mehr Leute im Boot sitzen desto günstiger wird die Bootsfahrt. Glücklicherweise warteten bereits sechs Leute auf weitere Passagiere und so bestand unsere Gruppe aus drei Tschechen, zwei Niederländer, einem Vietnamesen und zwei Puschels. 😄
Unser vietnamesischer Freund, wurde unfreiwillig zum Guide ernannt und musste jetzt sämtliche Gespräche ins englische übersetzen, denn unsere Bootsfahrerinnen konnten kein Wort Englisch.Mit dem Boot ging es auf dem Fluss „Son Con“ in Richtung Höhle. Am Eingang erwartete uns dann ein riesiges Höhlentor, durch das wir fuhren. Und auch in dieser Höhle erwartete uns eine andere Welt, fast schon gespenstisch. Was wohl unterhalb der Wasseroberfläche auf einem lauern würde?
Die Höhle selbst ist lange nicht so groß und lang wie die Paradise Cave, steht aber an Schönheit nichts nach. Für die letzten 8km war unser Boot leider zu breit, dass Stück kann man nur mit einem Kajak bewältigen. Auf dem Rückweg hielten wir an einer Anlegestelle an und konnten die Höhle zu Fuß erkunden. Unser „Guide“ erzählte uns, dass das die einzigste Höhle sei in der man einen Sandstrand sehen kann.
Auf dem Rückweg unterhielten wir uns mit den zwei Niederländern, denn wir wollten ein paar Tipps aus ersten Hand haben. Holland steht schon lange auf unserer „Bulli- Reise- Wunschliste“.
Im Ort vertrieben wir uns die Wartezeit auf dem Bus mit Blog und Tagebuch schreiben. Bis es dann abends gegen 22 Uhr los gehen sollte. Leider kam dieser mit einer Stunde Verspätung und wir standen uns die Beine in den Bauch. 


Wir nutzen das Flugzeug um von Saigon nach Hoi An zu kommen. Eigentlich hätten wir lieber den Bus genommen, doch wir hatten bereits eine Unterkunft gebucht und der Bus wäre über Nacht gefahren. Und da wir keine Nacht „verschenken“ wollten, buchten wir einen Flug. Die sind hier in Asien relativ günstig, solang man nicht zu viel Gepäck hat. Wir mussten mal wieder ein bisschen „schummeln“
In Hoi An fühlten wir uns dann auf Anhieb sehr wohl. Das lag unter anderem auch daran, dass wir eine ganz tolle Unterkunft bezogen. Für 10 Euro die Nacht, kamen wir im Homestay My Sunshine unter. Das Zimmer geräumig, nett eingerichtet und sehr sauber. Frühstück und Fahrräder waren auch noch inklusive. Und als wäre das noch nicht genug: auch einen tollen Pool konnte man nutzen und von dort Wasserbüffel beobachten.
Wir waren also rund um happy.
Durch den Ort fließt auch ein kleiner Fluss und es heißt, wenn man hier eine Kerze rauf schickt, kann man sich etwas wünschen. Und dieser Moment war für uns besonders romantisch, denn wir setzen unsere Wunschkerzen auf das Wasser, umarmten uns und flüsterten dem anderen ganz leise den Wunsch ins Ohr. Und stellten fest, wir hatten uns exakt das selbe gewünscht! 💚
Und was kann man so tagsüber machen?
Am Nachmittag erkundeten wir den Ortseigenen Freizeitpark. Eigentlich wollten wir nur eine Runde mit dem riesigen Riesenrad drehen – doch dieses gehört nun mal zu dem Park. Doch bei 10 Euro Eintritt pro Person inklusive reichhaltigen Buffet am Abend – kann man nichts sagen. Und so fuhren wir einen Nachmittag Achterbahn. Ganz ohne Anstehen – denn hier war es super leer!
Es gefiel uns sehr und wir hatten eine Menge Spaß. Und auch das Abendessen am Abend war super!
Den zweiten Tag nutzen wir wieder für Kultur und mit dem Roller ging es ca. eine Stunde lang zum „My Son“ Tempel. Dieser ist seit 1999 Weltkulturerbe. Leider wurde im Vietnamkrieg viele der Tempel zerstört. Und doch lohnt sich ein Besuch, denn durch die vielen Moosbewachsenen Ruinen entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Hier lohnt es sich auch sehr, früh da zu sein, denn gegen 10 Uhr kommen die großen Touri Busse an und das mystische Flair geht verloren.
Abends haben wir uns immer durch Hoi An treiben lassen, Streetfood gegessen, die Laternen bestaunt und in die vielen tolle Läden geschaut. Trotz der vielen Besucher kann man hier schön bummeln und das eine oder andere Schnäppchen machen. Für Alex haben wir hier ganz tolle, handgearbeitet Leder Schlappen für 20 Euro gekauft! Und ich werde den Ort wohl nicht so schnell vergessen, weil ich mir doch wirklich hier, beim Essen ein Stück Schneidezahn abgebrochen habe… mal sehen ob ich irgendwo zum Zahnarzt gehe oder doch bis Deutschland warte? 😄




Und nach unserem ersten Geschichtlichen Ausflug in das Kriegsreste Museum, würden wir heute eine Reise zu den Chu-Chi-Tunneln machen.
So reicht auch wieder mit dem Geschichtlichen Exkurs und weiter mit dem Blogeintrag. Wie gesagt, geht es heute zu den Chu Chi Tunnel mit einer geführten Tour. Zwar sind geführte Touren irgendwie immer ätzend aber so würden wir noch ein paar Hintergrund Informationen von einem Guide bekommen. Unsere Tour startete morgens um 7:00 Uhr vor dem Reisebüro und kostete pro Person umgerechnet ca. 11€. Wir stiegen in einen großen Reisebus, zum Glück war dieser jedoch nicht voll. Unsere Gruppe bestand aus 10-15 Reisenden.
Doch zuvor überlegte ich hin und her, wage ich es oder nicht. Mir machte das Gefühl Bauchschmerzen stecken zu bleiben, nicht vor und zurück zu kommen. Ich fragte den Guide, ob genügend Licht im Tunnel sei und man halbwegs ordentlich laufen konnte. Unser Guide spürte meine Aufregung, er meinte keine Sorge es ist genügend Licht und Platz da unten. Seine Worte in Gottes Ohren, dachte ich mir. Die Gruppe stellte sich in einer Reihe auf, vorne die gleich den ersten Ausgang aus dem Tunnel nehmen wollen und hinten die Maulwürfe die bis ganz nach hinten die 100m durch machen würden. Ich wusste nicht wie weit ich gehen würde und stellte mich einfach nach ganz hinten – sobald ich raus will, würde ich raus gehen.
Im Entenmarsch ging es durch den Tunnel. Immer mehr verließen den Tunnel. Ich dachte mir, jetzt aufgeben kann ich nicht, ich zieh das weiter durch. Also ging es für mich weiter zum nächsten möglichen Ausgang. Auch dort dachte ich mir, ich gebe jetzt nicht auf, ich will weiter und so schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte war es dann doch nicht ganz. Im Tunnel war es ziemlich eng, stickig und heiß. Vereinzelt bließen Ventilatoren etwas Luft durch den Tunnel, was wirklich gut tat. Denn ich schwitzte aus jeder einzelnen Pore wie verrückt. Solche Ventilatoren wurden halt nur für die Touristen installiert, der Vietnamesische Widerstand musste hingegen mit der Hitze und der stickigen Luft zurecht kommen. Zum Schluss hin wurde der Tunnel immer kleiner und enger. Eine Passage konnte ich nur kriechend auf dem Po bewältigen, anders wäre ich da nicht durch gekommen. Am Ende des Tunnels wartete bereits Maria und unser Guide, die machten sich schon sorgen wo ich denn nur bleiben würde. Im Tunnel habe ich nämlich noch ein paar Bilder von mir machen lassen und dadurch bin ich ziemlich zurück gefallen. Echt verrückt das in solchen Erdbauten Menschen lebten und kämpften. Für mich unvorstellbar.
Weiter zeigte uns unser Guide die einfachen jedoch effektiven Fallen, womit der Vietkong ihr Tunnelsystem vor den US-Streitkräfte schützte. Verrückt so etwas zu sehen, es waren Fallen wie im Mittelalter, jedoch waren sie sehr effektiv und gefürchtet.
Etwas befremdlich war es, dass mitten auf der Anlage eine Schießanlage war. Dort hätte man sich Munition kaufen können und mit den unterschiedlichsten Gewehren, sowie Maschinengewehren schießen können. Schon etwas komisch, da das Gelände ja doch eher eine Art Gedenkstätte für den Vietkong ist. Ich ließ es lieber bleiben und entschied mich dagegen, weil ich es irgendwie komisch fand und weil ich mir das Geld lieber für einen Tauchgang sparen wollte. Zum Abschluss unserer Tour gab es dann noch einen kleinen Dokumentarfilm.

Trotzdem mussten wir aufstehen, denn wir hatten eine Tagestour ins Mekong Delta gebucht. Eigentlich sind diese Touren immer nicht so unser Ding, doch da wir nur einen Tag fürs Mekong Delta hatten und es nicht ganz Ausfallen lassen wollten, entschieden wir uns halt zu einem geführten Trip.
Doch das ganze Spektakel dauerte zum Glück nicht lange und unsere Gruppe konnte weiter ziehen. Zu Fuß ging es durch einen Garten und hier zeigte uns unser Guide viele unterschiedliche Früchte. Besonders interessant fanden wir hierbei den Jackfruit Baum. Die Früchte sind riesig und wirklich schwer und hängen trotzdem an einem Baum. Das fanden wir spannenden, vor allem weil wir uns vor kurzem noch gefragt hatten, wie diese Früchte wohl wachsen.
Wieder etwas dazu gelernt.
Danach wurde noch selbstgemachte Schoki zum probieren gereicht, die war uns persönlich aber zu bitter. Wir mögen es halt einfach zuckersüß 😄
Der Guide führte uns danach zurück zum Boot und wir wechselten die Insel. Wieder nur eine kurz Überfahrt und wir fragten uns: wann würden wir denn endlich das brühmte Mekong Delta sehen? Und als wäre es Gedankenübertragung, war genau das die nächste Aktion. Wir stiegen in ein kleineres Boot und das fuhr uns in die Tiefen des Deltas. Überall hingen riesige grüne Plamenblätter… das kam unseren Vorstellungen schon näher.
Nach ein paar Minuten hieß es dann wieder das Boot wechseln. Vom mittleren Kahn ging es nun in eine kleine Nussschale. Grad so 4 Leute hatten hier Platz. Ab hier wurde dann auch nur noch gepaddelt. Kein lauter Motor mehr.
Endlich genießen… dachten wir. Denn an der Ablegestelle waren mehrere Lokale in denen wir nach der Tour ein Mittagessen bekommen sollten. Doch diese beschalten das ganze Gebiet mit Ohrenbetäubender Musik.
Und so paddelten wir durch unglaublich schöne Natur – mit fetten Diskobässen im Hintergrund. War ja fast wie in unserem Hotel hier!
Trotzdem: die Flusslandschaft ist wirklich einmalig schön und es lohnt sich das mal gesehen zu haben! Nur vielleicht lieber nicht in nur einer Tagestour. Außer man will Disko im Dschungel… haha!
Also wieder zurück. Naja gut. Dann halt knutschen unter Palmen…
Am Nachmittag ging es dann wieder zurück. Wir hielten noch an einer Kokusnuss Süßigkeiten Manufaktur und probierten uns wieder durch. Das war auch mehr nach unserem Geschmack. Klebrig und süß! 😄
Zurück am Bus erklärte uns der Guide, dass wir noch einen kurze Stopp an einem großen Buddha einlegen würden. Und dieser war wirklich riesig. Wirklich beeindruckend.
Die Rückfahrt verschliefen wir dann… wir mussten schließlich jede Sekunde nutzen, in unserem Zimmer war an Schlaf ja leider kaum zu denken…

Am Morgen wurden wir von einem Fahrer den wir bereits vor Monaten gebucht hatten, an der Villa abgeholt und ganz entspannt nach Saigon gefahren. Dort hatten wir uns für die letzte Nacht 4 Hotelzimmer gebucht. Diese lagen schön Zentral und als wir gegen Mittag dort ankamen und einige Bars entdeckten, freuten wir uns schon heut Abend noch mal auf die letzten zwei Wochen anzustoßen.
Doch bereits unterwegs landete noch das eine oder andere Andenken in unseren Taschen. Saigon lud auch mehr zum entspannten Bummeln ein. Die Innenstadt ist deutlich geordneter und sauberer als Hanois Altstadt. So fühlten wir uns alle wohl und schlenderten entspannt durch die Straßen.
Auf den Rückweg zog es uns noch zu einer Streetfood Halle. Wir waren zwar alle satt, aber ein Cocktail sollte es noch sein. Und wir hatten Glück – es gab eine Happy Hour! Und so holten wir mehrere Runden von leckeren Cocktails und hatten wirklich eine Menge Spaß. Neben uns saß noch ein nettes Ehepaar aus Schweden und erzählte eine ganze Weile mit Alex. Wir bekamen auch ihre Mailadresse und sollten uns unbedingt melden, wenn wir mal in Schweden sind. Sie würden sich über Besuch freuen 😄
Total glücklich und beschwingt zog unsere Gruppe weiter. Als Abschluss wollten wir noch ein letztes Mal mit einem Bier vor unserem Hotel anstoßen und dann entspannt schlafen gehen.
Und genau hier passierte dann das Unglück… Im dichten Gedränge fühlen sich vor allem Langfinger wohl und so verschwanden in Sekundenschnelle ein Portmonee und ein Handy. Mein Papa merkte seinen Verlust zu erst und sagte Alex und mir Bescheid. Wir wussten sofort, was es heißt, wenn die Kreditkarte weg ist und was zu tun ist. Wir hatten uns vorher schon damit auseinander gesetzt, welche Nummern man im Notfall braucht. Problem! Wir standen in mitten der Menschenmasse. Nichts ging. Weder vor noch zurück. Die anderen am Anfang wussten auch noch nicht was passiert war. Mein Herz klopfte wie wild. Ich wusste, dass schnelles handeln nun wichtig war. Also schubste ich die Leute vor mir weiter. Ein paar böse Blicke kamen zurück – doch das war nun erstmal egal!
Und es hat auch dazu beigetragen, dass Alex und ich wieder mehr auf unsere Wertsachen achten. Wir waren in den letzten Monaten auch etwas „unvorsichtig“ geworden und steckten unsere Handys oder Portmonee auch nur in die Hosentasche. Der Vorfall öffnete uns doch noch einmal die Augen!
Doch uns allen war klar, das dieser Moment kommen würde und wir uns nun für die nächsten Monate drücken mussten. Ein paar Tränchen kullerten und die Herzen wurden schwer…

Am ersten Tag stand dann natürlich erstmal Strand auf dem Plan. Danach sehnten sich unsere Familien nach dem kühlem Herbst und Winter besonders. Zu Fuß ging es in Richtung „Front Beach“. Auf dem Weg dort hin fiel unsere natürlich ziemlich auf. 10 Europäer die im Pulk laufen… das amüsierte die Einheimischen und lockte viele Kinder ein, die mit uns abklatschen wollten.
Und nach einem kleinen Abstecher über den Markt – erreichten wir am Nachmittag auch endlich das Meer.
Der erste Anfängerfehler ließ hier nicht lange auf sich warten – wir legten uns natürlich alle schön nah ans Wasser und zogen nach nur 10 Minuten schon wieder um… denn die Flut kam.Und dann merkten wir auch – unsere Handtücher sind alle ziemlich nass – da der Sand auch ziemlich nass war.
Doch das trübte die Stimmung nicht – das extrem warme Meerwasser war einfach zu schön!
Zu einer Abenteurerreise gehören natürlich auch Wanderungen und so wollten wir gemeinsam das Wahrzeichen der Stadt erklimmen. Auf einem Hügel am Meer steht nämlich ein riesiger Christus – der angeblich sogar größer als der in Rio sein soll.
Alex und ich empfanden das zwar eher nicht so – aber ganz egal ob größer oder nicht, die Wanderung in der Mittagssonne brachte den Großteil der Gruppe an seine Grenzen. Aber ganz gleich wie Rot die Köpfe waren – alle zogen es durch! Und nur darauf kommt es an! Wir waren stolz auf unsere Lieben und froh zeigen zu können, wie unser Reisealltag aussieht.
Die Abkühlung im Meer danach erfreute alle und auch die gut schmeckende Pizza am Abend sorgte dafür, dass alle wieder rund um glücklich waren. Denn eins steht fest: Hunger macht Böse! 😄 Und da gab es so einen Moment, an dem mein Magen mich zum „Teufelchen“ gemacht hat… denn sich als große Gruppe schnell zu einigen, ist doch eher schwer 😄
Den Silvestertag verbrachten wir mit Shopping für den Partyabend und danach am Strand. Ziemlich cool in der Sonne zu liegen und zu wissen – bald ist der Jahreswechsel 😄
2020 begrüßten wir dann Lauthals am Pool. Mit viel leckeren Obst, dem ein oder anderen Drink, einem einheitlichen Outfit und lauten Tröten…Alex und ich blickten noch einmal auf das schönste Jahr überhaupt zurück: das Jahr in dem ich seinen Namen annahm und wir unser größtes Abenteuer starteten. Wie verrückt sich das alles immer noch anfühlte. Und gemeinsam mit unseren Familien blickten wir freudig auf das Jahr 2020 – wie wunderbar.
Den 1. Tag des Jahres verbrachten wir traditionell entspannt…den ganzen Tag wurde gedöst und gelesen. Geplantscht und sich unterhalten. Jeder lebte in den Tag hinein und genoss einfach ein bisschen Entspannung.
Am Abend hatten wir dann aber alle Hunger und machten uns auf den Weg in die Stadt. Wir entdeckten ein Lokal in dem sich die Gäste ihr Essen frisch auf einem Ziegelstein zubereiteten. Das sah doch cool aus… und es schmeckt auch super lecker. Wir bestellten eine große Auswahl und ganz gleich ob Frosch oder einfache Bratnudeln… jeder fand etwas. Und auch wenn die Kommunikation etwas schwierig war, da kein Englisch gesprochen wurde, war dieses Abendessen tausend Mal leckerer und günstiger als am ersten Abend hier im Ort.
Definitiv ein Vorteil, wenn man nicht im typischen Touristenort ist.
Am Abend stand dann das verteilen unserer vielen Sachen auf den Plan. Denn in den letzten Monaten sind so einige Schätze in unserem Rucksack gelandet. Und so wurden unsere Taschen endlich wieder etwas leeren und die Koffer der anderen immer schwerer 😄



Und nach ein paar aufregenden Tagen in Hanoi, sollte es heute für uns los gehen. Pünktlich um kurz vor 6:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich startete meine Runde durch das Haus, dass auch ja keiner verschläft. Begleitet von dem lieblichen Gesang von Gaby Gildberg mit „Guten Morgen, Sonnenschein“, drehte ich meine Runde. Alle wach… Super, na dann kann es ja los gehen.
Wir sammelten alle Koffer vorne an der Straße und warteten auf das Taxi, was hoffentlich bald kommen wird. Und Gott sei Dank, es kam ein kleiner Van der uns abholte. Nun hieß es Tetris spielen, warum sollte man auch bei einer Gruppe von 10 Personen mit einem großen Van kommen? Wie die Heringe saßen dann alle im Bus, außer ich als Guppenführer hatte das Privileg vorne zu sitzen. 😉
In Cat Ba wurden wir dann freundlich im Büro unseres Anbieters empfangen. Man bot uns gleich etwas zu trinken an, 1-2 Formalitäten mussten noch geklärt werden aber dann konnte los gehen. Dort lernten wir auch gleich Conny, unseren Guide kennen. Ja genau Conny 😉 , sein vietnamesischer Name wäre so ein Zungenbrecher gewesen, den keiner hätte aussprechen können. Also einfach Conny! Wir stiegen in einen anderen Bus um, welcher uns zum Hafen brachte. Dort verstauten wir all unser Gepäck auf ein kleines Boot, dieses brachte uns wiederum zu unserem „Kreuzfahrtschiffchen“.
Die Crew erwartete uns schon und empfang uns freundlich. Auf dem Schiff ging es dann an die Zimmerverteilung. Komischer Weise sollten wir bei der Zimmerverteilung die Crew mit berücksichtigen. Was wir irgendwo nicht ein sahen, denn das Schiff hatte Zimmer für 10 Personen und wir waren nun mal 10 Personen. Dann dürfen sie das Schiff nicht als geeignet für 10 Personen angeben. Wir teilten jedoch die schönsten Zimmer unter uns auf und gaben der Crew das kleinste Zimmer „ab“.
Als Aktivitäten standen heute Schwimmen und Kanufahren auf dem Plan. Bevor es Mittag gab konnten wir so zunächst eine Runde baden gehen. Es war es recht frisch im Wasser aber dadurch war es eine wirklich angenehme Abkühlung. Und mal ganz ehrlich um zu sagen das man dort schwimmen war, nimmt man einen kleinen Kälteschock doch in Kauf!
Zurück auf dem Boot gab es dann ein sehr schönes angerichtetes Mittagessen. Und beim nächsten Spot ging es dann auch schon ans Kanufahren. Einige aus der Gruppe sträubten sich gegen das Kanufahren aber der „Gruppenzwang“ überwiegte. Und am Ende machten es wirklich alle toll!
Am Abend versuchten wir noch unser Glück beim Tintenfisch angeln. Das Licht der Lampe zog einige der neugierigen Tierchen an, anbeißen wollte jedoch keiner. Erschöpft ging es für alle in die Koje.
Am nächsten Morgen gab es ab 08:00 Uhr leckeres Frühstück. Nicht alle konnten sich an den Mahlzeiten erfreuen, doch ich (Alexander) konnte oftmals garnicht mehr aufhören zu essen. Das Essen schmeckte einfach so gut und durch die Aktivitäten hatte ich einfach immer Hunger. Nachdem dem Frühstück fuhren wir einen nahe gelegenen Hafen an, denn heute fahren wir Fahrrad und würden eine „leichte“ Wanderung machen.
Mit dem Rad ging es durch ein kleines Dorf und Natur belassene Gegenden. Bis wir dann bei einem Einheimischen unsere Fahrräder abstellten und starteten die Wanderung. Eine leichte Wanderung sollte es werden, laut unserem Guide. Nur was versteht der schon unter einer leichten Wanderung? Zunächst ging es erstmal steil Berg auf in den Busch. Und es ging wirklich steil bergauf. Keuchend, schniefend und schwitzend erreichten wir alle den höchsten Punkt.
Kurz legten wir eine Pause ein und machten ein paar Erinnerungsbilder, bis es dann an den Abstieg wieder ging. Ab jetzt sollte es nur noch „einfach“ weiter gehen. Puste Kuchen, der Abschnitt der jetzt vor uns lag war alles andere als ungefährlich. Ein falscher Handgriff oder Fuß absetzen und man würde nach unten ab rauschen. Langsam ging es nacheinander an den spitzen Felsen nach unten.
Zwischenzeitlich betete unserer Guide, das er uns alle heil zurück bringt. Hat geklappt, alle sind wohl behalten unten im Dschungel angekommen. Und meine Güte – das war hier ein wirkliches Abenteuer für unsere Lieben!
Weiter kämpften wir uns durch den Dschungel und spielten zwischendurch Tarzan und erkundeten eine Höhle. Wieder bei unseren Fahrrädern angekommen waren wir alle froh wieder heil zurück angekommen zu sein. Und wir alle fragten uns was die „schwere“ Wanderung sein sollte, die Conny eigentlich mit uns machen wollte? Mit dem Fahrrad ging es dann wieder zurück zum Boot. Sichtlich erschlagen vom Ausflug, entspannten nun alle an Deck. 
Für diejenigen die noch nicht genug hatten, die konnten dann noch eine Runde schwimmen gehen, so wie ich. Zur Belohnung gab es am Abend einen traditionellen Reisschnaps, den wir noch bei einem Einheimischen gekauft hatten.
Am letzten Tag entspannten wir bis zum späten Nachmittag auf dem Boot. Unweit von unserem Boot befanden sich 2 kleine, verlassene Strände, die wir mit dem Kanu erkundeten. An sich sehr schön, nur leider wurde hier unglaublich viel Müll angeschwemmt. Ein Thema das uns auf unserer Reise leider schon sehr oft beschäftigt hat.
Nach dem wir uns an Board gestärkt hatten ging es auch schon zur nächsten Kanutour. Hier fuhren wir durch verschiedenen Höhlen und entdeckten verborgene Buchten. Den Abend ließen wir nochmal ausgiebig mit unserem Guide ausklingen. Er erzählte uns viele interessante Dinge über Vietnam und seine Geschichte. Spannend zu erfahren, dass sich hier alles nach dem Mondkalender richtet und das die „Jahrestiere“ entscheiden, ob zwei Menschen zusammen passen. Ein toller letzter Abend!
Am letzten Morgen gegen 6:00 Uhr klingelte der Wecker für alle, denn wir alle mussten pünktlich hoch damit wir wieder rechtzeitig in Hanoi beim Flughafen sind. Es ging Schlag auf Schlag. Nachdem Frühstück kam unser Boot und holte uns ab. Dann ging es zum Reisebüro und dort in einen Van, der und zum Flughafen brachte. Maria und ich hatten Angst, dass wir unseren Flug nicht erwischen, denn der Verkehr ist ein ganz anderer als in Europa. Ich teilte dem Fahrer mit das er Gas geben soll, zum Glück verstand er auch was ich von ihm wolle und fuhr uns mit Vollgas zum Flughafen.



