Der Ort Vung Tau ist vor allem bei vietnamesischen Touristen beliebt. Nur ca. 2 Stunden von Saigon entfernt, direkt am Meer, lockt der Ort vor allem am Wochenende die Menschen an.
Ausländische Touristen verirren sich eher seltener hier her. Doch da uns 3 Monate vor Weihnachten die Nachricht erreichte, dass unser eigentlich gebuchtes Haus im Ort Phan Thiet storniert wurde, musste schnell eine Alternative her. Denn ein Haus für 10 Personen zu finden ist nicht ganz leicht.
Und so würden wir in Vung Tau fündig und buchten eine Villa mit Pool. Und dieser wurde nach der lange Anreise natürlich sofort eingeweiht! Und während die einen stundenlang plantschten – genossen die anderen den lauen „Winter/Sommerabend“ – war das cool – Ende Dezember Nachts bei 20 Grad draußen zu sitzen.
Am ersten Tag stand dann natürlich erstmal Strand auf dem Plan. Danach sehnten sich unsere Familien nach dem kühlem Herbst und Winter besonders. Zu Fuß ging es in Richtung „Front Beach“. Auf dem Weg dort hin fiel unsere natürlich ziemlich auf. 10 Europäer die im Pulk laufen… das amüsierte die Einheimischen und lockte viele Kinder ein, die mit uns abklatschen wollten.
Und nach einem kleinen Abstecher über den Markt – erreichten wir am Nachmittag auch endlich das Meer.
Der erste Anfängerfehler ließ hier nicht lange auf sich warten – wir legten uns natürlich alle schön nah ans Wasser und zogen nach nur 10 Minuten schon wieder um… denn die Flut kam.Und dann merkten wir auch – unsere Handtücher sind alle ziemlich nass – da der Sand auch ziemlich nass war.
Doch das trübte die Stimmung nicht – das extrem warme Meerwasser war einfach zu schön!
Das Abendessen an diesem Tag gestaltet sich leider als kleinen Reinfall – das Lokal war völlig überfordert. Die Kellnerin rannte mindestens 6 Mal aus dem Lokal zum Supermarkt um fehlende Dinge zu kaufen. Es dauerte ewig. Die Hälfte fehlte und die Pizza war wohl die schlechteste in meinem Leben…
Zum Glück hatten wir schon einen kleinen Stammkiosk in Hausnähe, der eine riesige Auswahl an Tütensuppen hatte. Lustigerweise waren wir hier auch jeden Abend und natürlich schnell bekannt 😄 Man öffnete uns sogar schon die Tür 🙈
Zu einer Abenteurerreise gehören natürlich auch Wanderungen und so wollten wir gemeinsam das Wahrzeichen der Stadt erklimmen. Auf einem Hügel am Meer steht nämlich ein riesiger Christus – der angeblich sogar größer als der in Rio sein soll.
Alex und ich empfanden das zwar eher nicht so – aber ganz egal ob größer oder nicht, die Wanderung in der Mittagssonne brachte den Großteil der Gruppe an seine Grenzen. Aber ganz gleich wie Rot die Köpfe waren – alle zogen es durch! Und nur darauf kommt es an! Wir waren stolz auf unsere Lieben und froh zeigen zu können, wie unser Reisealltag aussieht.
Die Abkühlung im Meer danach erfreute alle und auch die gut schmeckende Pizza am Abend sorgte dafür, dass alle wieder rund um glücklich waren. Denn eins steht fest: Hunger macht Böse! 😄 Und da gab es so einen Moment, an dem mein Magen mich zum „Teufelchen“ gemacht hat… denn sich als große Gruppe schnell zu einigen, ist doch eher schwer 😄
Und dann war da plötzlich schon der Silvesterabend… wo ist nur die Zeit hin? Wir genossen die gemeinsamen Stunden so sehr, dass wir gar nicht bemerkten, dass sich der Abschied immer näher schlich.
Den Silvestertag verbrachten wir mit Shopping für den Partyabend und danach am Strand. Ziemlich cool in der Sonne zu liegen und zu wissen – bald ist der Jahreswechsel 😄
2020 begrüßten wir dann Lauthals am Pool. Mit viel leckeren Obst, dem ein oder anderen Drink, einem einheitlichen Outfit und lauten Tröten…Alex und ich blickten noch einmal auf das schönste Jahr überhaupt zurück: das Jahr in dem ich seinen Namen annahm und wir unser größtes Abenteuer starteten. Wie verrückt sich das alles immer noch anfühlte. Und gemeinsam mit unseren Familien blickten wir freudig auf das Jahr 2020 – wie wunderbar.
Den 1. Tag des Jahres verbrachten wir traditionell entspannt…den ganzen Tag wurde gedöst und gelesen. Geplantscht und sich unterhalten. Jeder lebte in den Tag hinein und genoss einfach ein bisschen Entspannung.
Am Abend hatten wir dann aber alle Hunger und machten uns auf den Weg in die Stadt. Wir entdeckten ein Lokal in dem sich die Gäste ihr Essen frisch auf einem Ziegelstein zubereiteten. Das sah doch cool aus… und es schmeckt auch super lecker. Wir bestellten eine große Auswahl und ganz gleich ob Frosch oder einfache Bratnudeln… jeder fand etwas. Und auch wenn die Kommunikation etwas schwierig war, da kein Englisch gesprochen wurde, war dieses Abendessen tausend Mal leckerer und günstiger als am ersten Abend hier im Ort.
Definitiv ein Vorteil, wenn man nicht im typischen Touristenort ist.
An unserem letzten Tag in Vung Tau ging es mit einem kleinen Elektroauto zu einem Aussichtspunkt. Diesmal konnten wir niemanden zum wandern motivieren 😄 was aber den großen Vorteil hatte, dass wir bereits Mittags die Aussicht genossen hatten und danach am Strand liegen konnten. Die letzten Sonnenstrahlen wurden ausgesaugt… um sie mit nach Deutschland nehmen zu können.
Am Abend stand dann das verteilen unserer vielen Sachen auf den Plan. Denn in den letzten Monaten sind so einige Schätze in unserem Rucksack gelandet. Und so wurden unsere Taschen endlich wieder etwas leeren und die Koffer der anderen immer schwerer 😄
Nachdem alles gepackt war hieß es am nächsten Morgen Abschied nehmen vom Haus und vom Pool. Die Zeit in Vung Tau hat uns allen sehr gut getan und wir werden sicherlich gern an diesen Teil der Reise zurück denken….




