Höhlenforscher in Phang Nha – Paradis Cave!

Mit dem Nachtbus ging es für uns von der Laternen Stadt Hoi An zur Höhlen Stadt Phang Nha. Das erste mal für uns, dass wir mit einem Bus gefahren sind wo man Liegeplätze hat anstatt Sitzplätze. Im Grunde eine tolle Idee, grade wenn man so lange fährt, kann man besser schlafen. Jedoch fand ich die Liegeplätze viel zu klein. Ich konnte mich nicht wirklich lang machen und habe mir die Knie immer an der Box gestoßen, wo die Füße drin liegen.

Von wegen: nicht schlafen!

Maria konnte wunderbar schlafen, ich bevorzugte in diesem Fall doch eher die Busse von Südamerika. Die Fahrt dauerte ungefähr 8 Stunden und gegen 21:30 Uhr waren wir dann endlich in Phang Nha. Glücklicherweise bietet das Hotel einen Abholservice an, sonst hätten wir nämlich ein Problem gehabt und hätten zum Hotel laufen müssen. Pünktlich auf die Sekunde wartete eine nette Frau mit ihrem Mann auf uns an der Bus Station. Vollgepackt ging es mit dem Roller zum Hotel. Wir waren überrascht das alles gepasst hat.Unser Zimmer klein, fein und was die Hauptsache ist, es war sauber. Erschlagen von der Busfahrt ging es ins Bett.

Am nächsten Morgen haben wir uns gleich einen Roller vom Hotel geschnappt und sind zur Paradise Cave gefahren. Jedoch regnete es wie verrückt und es wollte einfach nicht aufhören. Also zogen wir unsere Regenjacken an und es ging mitten ins Grüne, um uns herum Bäume und Sträucher soweit das Auge reicht. Die Umgebung war wirklich traumhaft schön, mitten im Dschungel. Zeitweise regnete es extrem heftig. Die Straße selbst war sehr holperig und ging ganz schön auf und ab, da hatte der Roller manchmal gut zu tun. Am Eingang bezahlten wir ca. 20 Euro für uns beide und buchten gleich einen Shuttlebus zur Höhle dazu. Im Nachhinein ärgerten wir uns. Das Geld hätten wir uns sparen können, denn die paar Meter hätten wir locker laufen können. Denn das E-Car bringt einem nicht direkt zum Eingang, sondern nur bis zum Treppen Beginn. Dort muss man dann allein hoch laufen. Da waren wir wieder zu voreilig. Wirklich ärgerlich.Oben angekommen warteten wir kurz, denn grade vor uns ist eine große Gruppe rein gegangen. Der Eingang der Höhle ist unscheinbar klein, über eine Holztreppe steigt man hinab in eine andere Welt. Es ist einfach Gigantisch, unsere Bilder lassen nur erahnen wie riesig diese Höhle ist und können in keiner Weise das Ausmaß wiedergeben. Ganze Hochhäuser könnten hier erbaut werden.Das ganze Höhlensystem ist ganze 31km lang und davon ist 1km für den Besucher freigegeben. Der Weg durch die Höhle ist als Bretterweg gut ausgebaut und führt an riesige Stalaktiten und Stalagmiten, die so groß sind wie Einfamilienhäuser, vorbei. Wir haben Glück, denn die Besucherzahl ist recht überschaubar und es ist nicht so überlaufen. Uns hat die Höhle wahrhaftig verzaubert. Die Höhle hat den Namen Paradis Cave wahrhaftig verdient und die Tatsache das das ganze erst vor 15 Jahren entdeckt und erforscht wurde, beeindruckte uns noch mehr!Zurück in der Stadt sind wir dann nochmal die Straße nach einem Café abgefahren. Phang Nha besteht eigentlich nur aus dieser einen Hauptstraße, wo sich alles andere abspielt. Nach ein, zwei Blicken, wurden wir auch schnell fündig. Nur Abends ist hier nichts los. Also gingen wir schlafen früh schlafen.An unserem zweiten und letzten Tag in Phang Nha erkunden wir die Phang Nha Cave mit einer Bootstour. Im Internet haben wir gelesen, je mehr Leute im Boot sitzen desto günstiger wird die Bootsfahrt. Glücklicherweise warteten bereits sechs Leute auf weitere Passagiere und so bestand unsere Gruppe aus drei Tschechen, zwei Niederländer, einem Vietnamesen und zwei Puschels. 😄Unser vietnamesischer Freund, wurde unfreiwillig zum Guide ernannt und musste jetzt sämtliche Gespräche ins englische übersetzen, denn unsere Bootsfahrerinnen konnten kein Wort Englisch.Mit dem Boot ging es auf dem Fluss „Son Con“ in Richtung Höhle. Am Eingang erwartete uns dann ein riesiges Höhlentor, durch das wir fuhren. Und auch in dieser Höhle erwartete uns eine andere Welt, fast schon gespenstisch. Was wohl unterhalb der Wasseroberfläche auf einem lauern würde?Die Höhle selbst ist lange nicht so groß und lang wie die Paradise Cave, steht aber an Schönheit nichts nach. Für die letzten 8km war unser Boot leider zu breit, dass Stück kann man nur mit einem Kajak bewältigen. Auf dem Rückweg hielten wir an einer Anlegestelle an und konnten die Höhle zu Fuß erkunden. Unser „Guide“ erzählte uns, dass das die einzigste Höhle sei in der man einen Sandstrand sehen kann.Auf dem Rückweg unterhielten wir uns mit den zwei Niederländern, denn wir wollten ein paar Tipps aus ersten Hand haben. Holland steht schon lange auf unserer „Bulli- Reise- Wunschliste“. Im Ort vertrieben wir uns die Wartezeit auf dem Bus mit Blog und Tagebuch schreiben. Bis es dann abends gegen 22 Uhr los gehen sollte. Leider kam dieser mit einer Stunde Verspätung und wir standen uns die Beine in den Bauch.

Unsere Aussicht beim Frühstücken

Als der Bus dann endlich ankam, sahen wir gleich: das passt niemals! Wir teilten uns auf: Alex brachte die Gepäckstücke weg, ich ging zum Eingang und sicherte zwei Liegeplätze für uns. Ein Glück, denn der Bus war wirklich extrem überfüllt, weshalb vereinzelt Passagieren und das Gepäck mitten im Gang lagen. Was für ein Chaos und wie unsicher alles. Doch das schien hier niemanden zu interessieren.

Wir fahren froh unsere Plätze und haben und freuten uns auf unser nächstes Ziel!

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