Schon lange vor unserer Reise haben wir uns Gedanken gemacht, was wir cooles mit unserer Familie machen können. Und was wäre cooler als mit einem Boot durch die Halong Bucht zu schippern? Genau! Nichts! Also buchten wir bereits vor unserem Weltreisestart schon die Bootstour durch die Buchten von Ha Long.
Und nach ein paar aufregenden Tagen in Hanoi, sollte es heute für uns los gehen. Pünktlich um kurz vor 6:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich startete meine Runde durch das Haus, dass auch ja keiner verschläft. Begleitet von dem lieblichen Gesang von Gaby Gildberg mit „Guten Morgen, Sonnenschein“, drehte ich meine Runde. Alle wach… Super, na dann kann es ja los gehen.
Wir sammelten alle Koffer vorne an der Straße und warteten auf das Taxi, was hoffentlich bald kommen wird. Und Gott sei Dank, es kam ein kleiner Van der uns abholte. Nun hieß es Tetris spielen, warum sollte man auch bei einer Gruppe von 10 Personen mit einem großen Van kommen? Wie die Heringe saßen dann alle im Bus, außer ich als Guppenführer hatte das Privileg vorne zu sitzen. 😉
Wir fuhren ca 3h und 30min bis nach Cat Ba, denn dort sollte unser Boot ablegen. Die Fahrt teilte sich jedoch recht gut in eine Pause und der Fährüberfahrt auf.
In Cat Ba wurden wir dann freundlich im Büro unseres Anbieters empfangen. Man bot uns gleich etwas zu trinken an, 1-2 Formalitäten mussten noch geklärt werden aber dann konnte los gehen. Dort lernten wir auch gleich Conny, unseren Guide kennen. Ja genau Conny 😉 , sein vietnamesischer Name wäre so ein Zungenbrecher gewesen, den keiner hätte aussprechen können. Also einfach Conny! Wir stiegen in einen anderen Bus um, welcher uns zum Hafen brachte. Dort verstauten wir all unser Gepäck auf ein kleines Boot, dieses brachte uns wiederum zu unserem „Kreuzfahrtschiffchen“.
Die Crew erwartete uns schon und empfang uns freundlich. Auf dem Schiff ging es dann an die Zimmerverteilung. Komischer Weise sollten wir bei der Zimmerverteilung die Crew mit berücksichtigen. Was wir irgendwo nicht ein sahen, denn das Schiff hatte Zimmer für 10 Personen und wir waren nun mal 10 Personen. Dann dürfen sie das Schiff nicht als geeignet für 10 Personen angeben. Wir teilten jedoch die schönsten Zimmer unter uns auf und gaben der Crew das kleinste Zimmer „ab“.
Als Aktivitäten standen heute Schwimmen und Kanufahren auf dem Plan. Bevor es Mittag gab konnten wir so zunächst eine Runde baden gehen. Es war es recht frisch im Wasser aber dadurch war es eine wirklich angenehme Abkühlung. Und mal ganz ehrlich um zu sagen das man dort schwimmen war, nimmt man einen kleinen Kälteschock doch in Kauf!
Zurück auf dem Boot gab es dann ein sehr schönes angerichtetes Mittagessen. Und beim nächsten Spot ging es dann auch schon ans Kanufahren. Einige aus der Gruppe sträubten sich gegen das Kanufahren aber der „Gruppenzwang“ überwiegte. Und am Ende machten es wirklich alle toll!
Am Abend versuchten wir noch unser Glück beim Tintenfisch angeln. Das Licht der Lampe zog einige der neugierigen Tierchen an, anbeißen wollte jedoch keiner. Erschöpft ging es für alle in die Koje.
Am nächsten Morgen gab es ab 08:00 Uhr leckeres Frühstück. Nicht alle konnten sich an den Mahlzeiten erfreuen, doch ich (Alexander) konnte oftmals garnicht mehr aufhören zu essen. Das Essen schmeckte einfach so gut und durch die Aktivitäten hatte ich einfach immer Hunger. Nachdem dem Frühstück fuhren wir einen nahe gelegenen Hafen an, denn heute fahren wir Fahrrad und würden eine „leichte“ Wanderung machen.
Mit dem Rad ging es durch ein kleines Dorf und Natur belassene Gegenden. Bis wir dann bei einem Einheimischen unsere Fahrräder abstellten und starteten die Wanderung. Eine leichte Wanderung sollte es werden, laut unserem Guide. Nur was versteht der schon unter einer leichten Wanderung? Zunächst ging es erstmal steil Berg auf in den Busch. Und es ging wirklich steil bergauf. Keuchend, schniefend und schwitzend erreichten wir alle den höchsten Punkt.
Kurz legten wir eine Pause ein und machten ein paar Erinnerungsbilder, bis es dann an den Abstieg wieder ging. Ab jetzt sollte es nur noch „einfach“ weiter gehen. Puste Kuchen, der Abschnitt der jetzt vor uns lag war alles andere als ungefährlich. Ein falscher Handgriff oder Fuß absetzen und man würde nach unten ab rauschen. Langsam ging es nacheinander an den spitzen Felsen nach unten.
Zwischenzeitlich betete unserer Guide, das er uns alle heil zurück bringt. Hat geklappt, alle sind wohl behalten unten im Dschungel angekommen. Und meine Güte – das war hier ein wirkliches Abenteuer für unsere Lieben!
Weiter kämpften wir uns durch den Dschungel und spielten zwischendurch Tarzan und erkundeten eine Höhle. Wieder bei unseren Fahrrädern angekommen waren wir alle froh wieder heil zurück angekommen zu sein. Und wir alle fragten uns was die „schwere“ Wanderung sein sollte, die Conny eigentlich mit uns machen wollte? Mit dem Fahrrad ging es dann wieder zurück zum Boot. Sichtlich erschlagen vom Ausflug, entspannten nun alle an Deck. 
Für diejenigen die noch nicht genug hatten, die konnten dann noch eine Runde schwimmen gehen, so wie ich. Zur Belohnung gab es am Abend einen traditionellen Reisschnaps, den wir noch bei einem Einheimischen gekauft hatten.
Am letzten Tag entspannten wir bis zum späten Nachmittag auf dem Boot. Unweit von unserem Boot befanden sich 2 kleine, verlassene Strände, die wir mit dem Kanu erkundeten. An sich sehr schön, nur leider wurde hier unglaublich viel Müll angeschwemmt. Ein Thema das uns auf unserer Reise leider schon sehr oft beschäftigt hat.
Nach dem wir uns an Board gestärkt hatten ging es auch schon zur nächsten Kanutour. Hier fuhren wir durch verschiedenen Höhlen und entdeckten verborgene Buchten. Den Abend ließen wir nochmal ausgiebig mit unserem Guide ausklingen. Er erzählte uns viele interessante Dinge über Vietnam und seine Geschichte. Spannend zu erfahren, dass sich hier alles nach dem Mondkalender richtet und das die „Jahrestiere“ entscheiden, ob zwei Menschen zusammen passen. Ein toller letzter Abend!
Am letzten Morgen gegen 6:00 Uhr klingelte der Wecker für alle, denn wir alle mussten pünktlich hoch damit wir wieder rechtzeitig in Hanoi beim Flughafen sind. Es ging Schlag auf Schlag. Nachdem Frühstück kam unser Boot und holte uns ab. Dann ging es zum Reisebüro und dort in einen Van, der und zum Flughafen brachte. Maria und ich hatten Angst, dass wir unseren Flug nicht erwischen, denn der Verkehr ist ein ganz anderer als in Europa. Ich teilte dem Fahrer mit das er Gas geben soll, zum Glück verstand er auch was ich von ihm wolle und fuhr uns mit Vollgas zum Flughafen.
Gott sei Dank noch rechtzeitig am Flughafen angekommen..schnell zum Check in und ab zum Gate. Aber was ist das? Wir haben doch tatsächlich Übergepäck. Na super, nun mussten wir für jedes Kilo einen dicken Batzen Geld zahlen. Maria reagierte als erste… Koffer auf und verteilen der Sachen auf das Handgepäck!So brauchten wir nicht „ganz“ so viel zahlen. Am Gate hatte der Flug dann auch noch 1h Verspätung. Na Toll. Hätte ja doch alles entspannter Laufen können. Aber auf der anderen Seite waren wir einfach froh, dass alles geklappt hatte.
Mit etwas Verspätung erreichten wir Ho-Chi-Minh-City. Wo dann zum Glück auch unser Fahrer wartete. Sein Blick als er unser Koffer sah: Unvergesslich! Aber es passte alles und er brachte uns auf direktem Weg nach Vung Tau zu unserer Unterkunft. Zum Glück lief alles soweit nach Plan und wir können auf eine tolle, erlebnisreiche Zeit mit unseren Lieben in der Halong Bucht zurück blicken. Doch nun heißt es erstmal: Sommer, Sonne, Sonnenschein im Süden von Vietnam!





