Hoi An – dieser kleine Ort ist wohl einer der beliebtesten Ziele auf Vietnamrundreisen. Denn durch tausende Laternen am Abend, verspürt die Stadt einen ganz besonderen Charme, den man so schnell nicht wieder vergisst.
Wir nutzen das Flugzeug um von Saigon nach Hoi An zu kommen. Eigentlich hätten wir lieber den Bus genommen, doch wir hatten bereits eine Unterkunft gebucht und der Bus wäre über Nacht gefahren. Und da wir keine Nacht „verschenken“ wollten, buchten wir einen Flug. Die sind hier in Asien relativ günstig, solang man nicht zu viel Gepäck hat. Wir mussten mal wieder ein bisschen „schummeln“
Alle schweren Dinge wanderten in unsere Jacken und Hosentaschen. Und die Bücher wurden in einen Plastikbeutel an den Gepäck Wagen gehangen und erst nach dem Wiegen wieder in den Rucksack gepackt. 😄 nach 6 Monaten sind wir kreativ geworden!
In Hoi An fühlten wir uns dann auf Anhieb sehr wohl. Das lag unter anderem auch daran, dass wir eine ganz tolle Unterkunft bezogen. Für 10 Euro die Nacht, kamen wir im Homestay My Sunshine unter. Das Zimmer geräumig, nett eingerichtet und sehr sauber. Frühstück und Fahrräder waren auch noch inklusive. Und als wäre das noch nicht genug: auch einen tollen Pool konnte man nutzen und von dort Wasserbüffel beobachten.
Wir waren also rund um happy.
Tagsüber haben wir die Gegend um Hoi An erkundet – abends streifen wir durch die von Laternen erleuchtete Stadt. Wir hatten gelesen, dass zu dem Zeitpunkt an dem wir hier sind, das Lichterfest sein soll. Und wirklich – am Abend konnte man sich kaum satt sehen an den tausenden Lichtern. Doch wie sich raus stellte, war das jeden Abend so schön. Eine Reise lohnt sich also nicht nur am Lichterfest.
Durch den Ort fließt auch ein kleiner Fluss und es heißt, wenn man hier eine Kerze rauf schickt, kann man sich etwas wünschen. Und dieser Moment war für uns besonders romantisch, denn wir setzen unsere Wunschkerzen auf das Wasser, umarmten uns und flüsterten dem anderen ganz leise den Wunsch ins Ohr. Und stellten fest, wir hatten uns exakt das selbe gewünscht! 💚
Und was kann man so tagsüber machen?
Wir borgten uns einen Roller für knapp 4 Euro am Tag und düsten nach Da Nang. Die große Stadt ist nicht allzu weit entfernt und hat auf einem großen Marmor Hügel eine schöne Tempelanlage. Die Anlage ist wirklich interessant und wir entdeckten dort auch einige spannende Tiere. Eine riesige Spinne und auch ein frecher Affe, welcher viel Gefallen am Po eines Hundes fand.
Am Nachmittag erkundeten wir den Ortseigenen Freizeitpark. Eigentlich wollten wir nur eine Runde mit dem riesigen Riesenrad drehen – doch dieses gehört nun mal zu dem Park. Doch bei 10 Euro Eintritt pro Person inklusive reichhaltigen Buffet am Abend – kann man nichts sagen. Und so fuhren wir einen Nachmittag Achterbahn. Ganz ohne Anstehen – denn hier war es super leer!
Es gefiel uns sehr und wir hatten eine Menge Spaß. Und auch das Abendessen am Abend war super!
Den zweiten Tag nutzen wir wieder für Kultur und mit dem Roller ging es ca. eine Stunde lang zum „My Son“ Tempel. Dieser ist seit 1999 Weltkulturerbe. Leider wurde im Vietnamkrieg viele der Tempel zerstört. Und doch lohnt sich ein Besuch, denn durch die vielen Moosbewachsenen Ruinen entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Hier lohnt es sich auch sehr, früh da zu sein, denn gegen 10 Uhr kommen die großen Touri Busse an und das mystische Flair geht verloren.
Abends haben wir uns immer durch Hoi An treiben lassen, Streetfood gegessen, die Laternen bestaunt und in die vielen tolle Läden geschaut. Trotz der vielen Besucher kann man hier schön bummeln und das eine oder andere Schnäppchen machen. Für Alex haben wir hier ganz tolle, handgearbeitet Leder Schlappen für 20 Euro gekauft! Und ich werde den Ort wohl nicht so schnell vergessen, weil ich mir doch wirklich hier, beim Essen ein Stück Schneidezahn abgebrochen habe… mal sehen ob ich irgendwo zum Zahnarzt gehe oder doch bis Deutschland warte? 😄
So kam es, dass wir aus Hoi An nur schweren Herzen abgereist sind…




