Nachdem wir uns früh einen Wecker gestellt hatten um mit meiner Familie zu telefonieren, gingen wir um kurz nach 8 zum Frühstück. Dies war im Zimmerpreis inklusive und es gab zwei kleine Stückchen Kuchen und zwei Toast mit Butter. Reicht aus um in den Tag zu starten.
Mit unserem Auto ging es raus aus Valladolid zur Suytun Cenote. Diese hatten wir bereits bei anderen gesehen und entschieden besonders früh da zu sein um in Ruhe Fotos zu machen. Am Eingang erwachte auch grad erst das Leben und die Mitarbeiter bauten ihre Stände auf. Wir freuten uns, es sah aus als wäre noch niemand anderes da. Am Eingang der Cenote waren wir dann erstmal erstaunt, eine Treppe führte ziemlich tief unter die Erde. Und da flitze plötzlich eine junge Frau an uns vorbei und sagte „oh – wie dunkel!“. Also auch eine Deutsche! Und doch nicht mehr allein!

Wir stiegen die Treppen hinunter und waren beeindruckt, als wir dass Innere der Cenote erblickten. Eine mysteriöse und mythische Stimmung stellte sich ein. Im Inneren waren noch zwei andere Paare, die bereits Fotos auf der Aussichtsplattform machten. Der Steg im Inneren der Wasserfläche ist nämlich besonders. Wir sprachen die deutsche Frau an und machten gegenseitige Fotos von uns. Und als wir dann selbst auf dem Steg standen und zum kleinen Loch an der Decke schauten, fühlten wir uns wie bei Harry Potter. Am liebsten hätten wir wie Dumbledore & Harry einen Horcrux als Kampf gegen „du weißt du schon wen“ gesucht 😄.

Aber wir mussten vom Steg weichen. Die nächsten wollten ihr besonderes Erinnungsfoto machen.
Und so quatschen wir erstmal eine Runde mit der deutschen Frau. Steffi schnatterte gleich fröhlich drauf los und erzählte uns von ihrem spannenden Leben. So lebte sie bereits in Frankreich und in England und reist nun allein um die Welt. Wir verstanden uns auf Anhieb und als sie uns fragte, ob wir sie morgen mit nehmen würden, sagten wir ohne zu zögern ja. 😊

Wir freuten uns auf einen neuen Gesprächspartner und die Chance jemanden dabei zu haben, der Spanisch spricht. Und so verabredeten wir uns für den nächsten Tag.
Doch nun war uns allen erstmal super heiß und wir wagten uns, ins kühle Cenoten Wasser. Hier schwammen super viele kleine schwarze Fische umher, die ziemlich neugierig waren und immer ganz nah an uns geschwommen kamen. Leider wurde die Cenote immer voller und einige Asiaten machten einen höllischen Lärm. Obwohl Alex ihnen zwei Mal „Schhhhhhh“ entgegen zischte, merkten sie nicht, dass sie die mystische Stimmung zerstörten.

Also packten wir unsere Sachen und zogen weiter zur Maya Cenote. Diese ist eine der größten in Yukatan und wir hatten schon Sorge, auch dort auf viele Menschen zu treffen. Doch der Parkplatz war komplett leer. Komisch? Auch am Eingang war niemand zu sehen und die Kasse war nicht besetzt. Komisch. Wir gingen einfach durch zum Eingang der Höhle und kletterten die Treppe hinunter. Dort hörten wir auch die ersten Stimmen und ein älterer Herr im Trägershirt kam uns entgegen. Er begrüßt uns und fragte, ob wir schwimmen gehen wollen.
Dann sagte er 250 Peso. Wir holten das Geld raus und gaben es ihm. Doch er schüttelte den Kopf und meinte, pro Person. Das war aber extrem! Alex fing schon an Geld zu suchen, doch ich sagte gleich, Nein und signalisierte das wir gehen. Im Durchschnitt kostet der Eintritt um die 80 -120 Peso pro Person. Und hier sollten wir grad mächtig abgezockt werden.
Alex nahm den Rucksack und wollte dann das Geld zurück nehmen und natürlich sagte er in dem Moment: 250 Peso für uns beide sind okay. Na geht doch!
Also stiegen wir weiter ins Kalksteinloch ab und sprangen ins kalte Wasser. Die Cenoten haben alle eine Temperatur zwischen 24 und 25 Grad. Im Vergleich, das Meer hat 30 – 31 Grad!

Außer uns war nur eine kleine Familie noch da und diese verschwand auch ziemlich schnell und so waren wir ganz allein. Wir schnappen uns Ringe die dort bereit lagen und trieben durch die Höhle. Außerdem gab es auch ZIP Lines um sich ins Wasser fallen zu lassen. Ziemlich cool.
Es war unglaublich ruhig. Mystisch und fast ein bisschen unheimlich zwischen durch. Wir genossen unseren Nachmittag.

Grad als wir gehen wollten, kam der alte Mann wieder und zeigte uns doch noch seine nette Seite. Er führte uns zu einem Gang, machte noch Fotos von uns und zeigte uns einige Fossilien. Das linderte Alex Wut auf seinen Abzockversuch.

Wir fuhren wieder nach Valladolid, besorgten uns eine Nudelsuppe, die wir mit Hilfe unserer kleinen Kaffeemaschine auf dem Zimmer aufbrühten und schauten uns endlich den Film „Frida Kahlo“ gemeinsam an. 😊


Für Alex war es nach fast 10 Wochen erstmal wieder ungewohnt selbst zu fahren.










Genug Aktion für heut – wir hielten am Hafen der Insel und hatten 1.5 Stunden Freizeit. Wir bummelten durch die kleine Gassen und gingen an einen schönen Strand. Die Insel gefiel uns auf Anhieb und wir setzten sie auf unsere „noch mal besuchen“ Liste.



































Die Frauen kreischten und die Männer lachten. Es hat uns richtig Spaß gemacht, nicht nur die Buggyfahrt war ein Abenteuer, sondern auch das Sandboarding war sehr aufregend. Drei Dünen konnten wir hinunter fahren. Angefangen mit einer leichten und später dann mit einer extremeren Dünenabfahrt. Ich glaube, ich war der einzigste verrückte welcher die Dünen jeweils 2-mal gefahren ist. Denn wenn man unten war, musste man erstmal wieder hochlaufen. Die anderen müssen auch gedacht haben: „Was ist denn mit dem nicht richtig?“. Aber ich muss sagen es war die Mühe wert die ganzen Dünen hoch zu Keulen 😉 .

Nach unserer kleinen Spaßtour haben wir noch ein paar Bilder von der Oase geschossen, da sie in der Dämmerung/Nachts besonders schön zum Vorschein kommt.
































