Suytun & Maya Cenote

Nachdem wir uns früh einen Wecker gestellt hatten um mit meiner Familie zu telefonieren, gingen wir um kurz nach 8 zum Frühstück. Dies war im Zimmerpreis inklusive und es gab zwei kleine Stückchen Kuchen und zwei Toast mit Butter. Reicht aus um in den Tag zu starten.

Mit unserem Auto ging es raus aus Valladolid zur Suytun Cenote. Diese hatten wir bereits bei anderen gesehen und entschieden besonders früh da zu sein um in Ruhe Fotos zu machen. Am Eingang erwachte auch grad erst das Leben und die Mitarbeiter bauten ihre Stände auf. Wir freuten uns, es sah aus als wäre noch niemand anderes da. Am Eingang der Cenote waren wir dann erstmal erstaunt, eine Treppe führte ziemlich tief unter die Erde. Und da flitze plötzlich eine junge Frau an uns vorbei und sagte „oh – wie dunkel!“. Also auch eine Deutsche! Und doch nicht mehr allein!

Wir stiegen die Treppen hinunter und waren beeindruckt, als wir dass Innere der Cenote erblickten. Eine mysteriöse und mythische Stimmung stellte sich ein. Im Inneren waren noch zwei andere Paare, die bereits Fotos auf der Aussichtsplattform machten. Der Steg im Inneren der Wasserfläche ist nämlich besonders. Wir sprachen die deutsche Frau an und machten gegenseitige Fotos von uns. Und als wir dann selbst auf dem Steg standen und zum kleinen Loch an der Decke schauten, fühlten wir uns wie bei Harry Potter. Am liebsten hätten wir wie Dumbledore & Harry einen Horcrux als Kampf gegen „du weißt du schon wen“ gesucht 😄.

Aber wir mussten vom Steg weichen. Die nächsten wollten ihr besonderes Erinnungsfoto machen.

Und so quatschen wir erstmal eine Runde mit der deutschen Frau. Steffi schnatterte gleich fröhlich drauf los und erzählte uns von ihrem spannenden Leben. So lebte sie bereits in Frankreich und in England und reist nun allein um die Welt. Wir verstanden uns auf Anhieb und als sie uns fragte, ob wir sie morgen mit nehmen würden, sagten wir ohne zu zögern ja. 😊

Wir freuten uns auf einen neuen Gesprächspartner und die Chance jemanden dabei zu haben, der Spanisch spricht. Und so verabredeten wir uns für den nächsten Tag.

Doch nun war uns allen erstmal super heiß und wir wagten uns, ins kühle Cenoten Wasser. Hier schwammen super viele kleine schwarze Fische umher, die ziemlich neugierig waren und immer ganz nah an uns geschwommen kamen. Leider wurde die Cenote immer voller und einige Asiaten machten einen höllischen Lärm. Obwohl Alex ihnen zwei Mal „Schhhhhhh“ entgegen zischte, merkten sie nicht, dass sie die mystische Stimmung zerstörten.

Also packten wir unsere Sachen und zogen weiter zur Maya Cenote. Diese ist eine der größten in Yukatan und wir hatten schon Sorge, auch dort auf viele Menschen zu treffen. Doch der Parkplatz war komplett leer. Komisch? Auch am Eingang war niemand zu sehen und die Kasse war nicht besetzt. Komisch. Wir gingen einfach durch zum Eingang der Höhle und kletterten die Treppe hinunter. Dort hörten wir auch die ersten Stimmen und ein älterer Herr im Trägershirt kam uns entgegen. Er begrüßt uns und fragte, ob wir schwimmen gehen wollen.

Dann sagte er 250 Peso. Wir holten das Geld raus und gaben es ihm. Doch er schüttelte den Kopf und meinte, pro Person. Das war aber extrem! Alex fing schon an Geld zu suchen, doch ich sagte gleich, Nein und signalisierte das wir gehen. Im Durchschnitt kostet der Eintritt um die 80 -120 Peso pro Person. Und hier sollten wir grad mächtig abgezockt werden.

Alex nahm den Rucksack und wollte dann das Geld zurück nehmen und natürlich sagte er in dem Moment: 250 Peso für uns beide sind okay. Na geht doch!

Also stiegen wir weiter ins Kalksteinloch ab und sprangen ins kalte Wasser. Die Cenoten haben alle eine Temperatur zwischen 24 und 25 Grad. Im Vergleich, das Meer hat 30 – 31 Grad!

Außer uns war nur eine kleine Familie noch da und diese verschwand auch ziemlich schnell und so waren wir ganz allein. Wir schnappen uns Ringe die dort bereit lagen und trieben durch die Höhle. Außerdem gab es auch ZIP Lines um sich ins Wasser fallen zu lassen. Ziemlich cool.

Es war unglaublich ruhig. Mystisch und fast ein bisschen unheimlich zwischen durch. Wir genossen unseren Nachmittag.

Grad als wir gehen wollten, kam der alte Mann wieder und zeigte uns doch noch seine nette Seite. Er führte uns zu einem Gang, machte noch Fotos von uns und zeigte uns einige Fossilien. Das linderte Alex Wut auf seinen Abzockversuch.

Wir fuhren wieder nach Valladolid, besorgten uns eine Nudelsuppe, die wir mit Hilfe unserer kleinen Kaffeemaschine auf dem Zimmer aufbrühten und schauten uns endlich den Film „Frida Kahlo“ gemeinsam an. 😊

Hallo „Knutschkugel“ & Valladolid!

Nachdem wir unseren letzten Tag in Cancún entspannt angegangen sind und einfach ein bisschen bummeln waren, war es nun an der Zeit unseren Mietwagen abzuholen.

Mit dem Bus ging es in die Stadt zur Autovermietung – und wie soll es auch anders sein? Kaum aus dem Bus gestiegen fing es in Strömen an zu regnen! Wir rannten also los und kamen pünktlich um 10 bei American Rental an. Den Wagen hatten wir über Check 24 ausgesucht und bezahlt.

Doch erstmal dauerte es eine ganze Weile – unsere Buchung konnte nicht gefunden werden. Es wurde hin und her telefoniert und nach langem Warten konnte es endlich los gehen. Doch Stopp! Der Mitarbeiter fragte uns nach der Versicherung. Wir hatten diese durch Check 24 und nicht bei der Autoversicherung direkt. Nun wollte er uns noch eine Andrehen. Wir sollten das Auto doppelt versichern.

Wir verneinten. Erstmal aber mit einem unguten Gefühl. Obwohl wir es schwarz auf weiß hatten, das wir einen Rundumschutz ohne Selbstbehalt haben. Als wir dann das Auto entgegen nahmen, machten wir vor den Augen des Mitarbeiters ca 200 Fotos und ein Video. Wir wollten auf Nummer Sicher gehen.

Und dann war es soweit: wir starteten die kleine Knutschkugel und düsten durch Cancún zu unserer Unterkunft.

Für Alex war es nach fast 10 Wochen erstmal wieder ungewohnt selbst zu fahren.

Wir packten unsere Backpacks ins Auto, stellten ins Handynavi ein, dass wir Mautstraße meiden möchten und machten uns auf den Weg nach Valladolid.

Dort waren wir bereits mit der geführten Tour, wollten von dort aus nun aber allein auf Cenotentour gehen. Der Weg dorthin auf der Mautfreien Straße verlief ohne Probleme. Unsere größte Sorgen war die Polizei. Diese stand auch oft schwer bewaffnet am Straßenrand, doch wir wurden immer durch gewunken. Wir hatten viel gehört, über kurupte Polizeikontrollen. Zur Sicherheit präparierten wir unsere Geldbörsen. Wir ließen nur einen kleinen Betrag drin, der Rest wurde sicher in meinem Bh verstaut.

In Valladolid hatten wir uns in einem kleinen Hotel eingebucht. Wir fühlten uns aber eher wie in einem kleinen Schloss. Die Möbel waren regelrecht königlich.

Da es mittlerweile Abend war, wollten wir erst am nächsten Tag in die erste Cenote starten. Heut Abend wollen wir nur noch lecker essen gehen. Wir entschieden uns für eine Internetempfehlung. Ein kleines Lokal in dem auch viele Einheimische essen gehen. Für kleines Geld erhielten wir riesige Portionen und „kullerten“ danach vollgefuttert ins Hotel und direkt in den Pool.

It‘s Partytime!

Wir hatten uns neben der Tour nach Chitzen Itzá noch für eine Partyboottour zur Isla Mujeres entschieden. Vor allem bei dieser konnten wir gut handeln und machten ein „Schnäppchen“. Statt 110 USD pro Person zahlten wir 50 Doller.

Am Bootsanleger war schon einiges los und wir fragten uns wie all diese Menschen auf einen Katamaran passen sollen? Doch es passte und kaum hatten wir uns ein kleines Plätzchen gesucht, hatten wir auch schon den ersten Becher Bier in der Hand. Ganz nach Alex Geschmack! 😄

Ich saß Stocksteif da und musste mich erstmal an den Gedanken gewöhnen, dass wir nun den Tag auf einem Boot verbringen würden. Ich bin nämlich schrecklich Seekrank. Aber das Meer war ein Glück ruhig und die frische Briese blies alle Übelkeit davon. Und als es die erste Runde Cocktails gab, war ich entspannter und griff auf zu.

Und dann genossen wir erstmal: den Blick auf das türkisfarbene Wasser, die Musik im Hintergrund, den warmen Wind und unsere kühlen Getränken.

Da war es wieder: das pure Glücksgefühl, diese Weltreise gemeinsam zu erleben!

Nach einer Weile stoppte das Boot und die erste Aktion stand an. Wir bekamen unsere Ausrüstung zum Schnorcheln und sprangen ins warme Wasser. Es war richtig angenehm. Gemeinsam mit einem netten Guide schnorchelten wir zu ein paar Unterwasserfiguren aus dem berühmten Unterwassermuseum.

Außerdem konnten wir einige bunte Fische entdecken und der Guide holte einen Seestern den wir uns unter Wasser ansehen konnten. Dabei hatten Alex & ich einiges zu lachen, ein paar andere Deutsche Frauen fragten sich nämlich ganz überrascht: „ooooh, wo kommt der denn her?“ 😄 Alex Antwort, er sei vom Himmel gefallen, fanden sie leider nicht so gut.

Der Guide lobte mich, dass mein erstes Mal Schnorcheln sehr gut war und fand danach wohl gefallen an meinem Namen. So rief er ihn mit Freude immer, wenn er mich sah.

Wir sonnten uns nach dem Schnorcheln auf dem Boot. Die Sonne war einfach traumhaft warm.

Dann hielt der Katamaran an der Insel und wir hatten Zeit in einem Beachclub. Auch hier alle Getränke gratis und ein leckeres Buffet. Hier hatten wir dieses Mal auch genug Zeit, ganz entspannt zu essen und danach im schönen Wasser zu baden. Es war perfekt.

Wieder auf dem Boot, holte die Crew ein großes Segel raus. Auf dieses konnte man sich setzen, in die Luft fliegen und sich dann ins Wasser fallen lassen. Alex war gleich einer der ersten. Er flog hoch in die Luft und der Guide rief, er könne nun einen Ruckwärtssalto ins Wasser machen. Alex setze an, kippte nach hinten und das ganze Boot schrie los!

Die Ironie hatte Alex wohl nicht verstanden. Schaute verwirrt und zog sich wieder hoch. Alle anderen lachten. Ich fragte mich wieder, wie verrückt mein Mann eigentlich ist? 😄

Kurz danach war ich dann dran. Der Guide brüllte „Maria, Maria“ ins Mirko und schon schwebte ich in der Luft. Was für ein tolles Gefühl. Adrenalin schoss durch meine Adern. Und dann fing die Masse auf dem Boot an zu brüllen „Jump, jump, Juuuump“. Alle die mich kennen – ja ich hab erstmal gequietscht! Aber es dann doch wirklich gemacht! Keine Ahnung wie hoch es war. Aber definitiv das höchste was ich je gesprungen bin. ( den 1m Sprungturm zu topen, war nicht ganz schwer 😄) Zurück im Boot, erzählte mir Alex dann, dass er mit dem „Jump“ Brüllen angefangen hat. Dieser Frechdachs!

Genug Aktion für heut – wir hielten am Hafen der Insel und hatten 1.5 Stunden Freizeit. Wir bummelten durch die kleine Gassen und gingen an einen schönen Strand. Die Insel gefiel uns auf Anhieb und wir setzten sie auf unsere „noch mal besuchen“ Liste.

Leider wurde das Wetter dann ein wenig schlechter und es fing an zu regnen. Den Rucksack schützen wir mit einem Regenüberschutz, den wir ein Glück immer dabei haben. Wurden wir auch gleich drauf angesprochen. “ ooooh, wo kommt der denn her?“

Es zog auch etwas Wind auf und die Wellen wurden großer. Ich war ganz froh, dass wir nun dann wieder zurück nach Cancún fahren würden. Die Sonne ging langsam unter, als wir vom Boot stiegen und in Richtung Bus schaukelten…

Chitzen Itzá

Da wir am Abend keinen Geldautomaten gefunden hatten, mussten wir noch vor der Tour in die Stadt laufen um Geld zu holen. Morgens waren nur Männer unterwegs und alle starrten uns an. Lag es an unseren blassen Beinen? 😄 Wir ließen uns nicht beirren, holten Geld und warteten am vereinbarten Punkt auf die Abholung zu unserer Tour.

Der Bus war sehr neu und bis auf den letzten Platz besetzt. Wir fuhren eine ganze Weile und dösten noch ein wenig vor uns hin. Es war ja mal grad 8 Uhr. Dann begann unser Guide uns etwas über den Tagesablauf und Mexiko zu erzählen. Wir hörten gespannt zu, doch der ständige Wechsel zwischen Spanisch und Englisch, macht es nicht ganz leicht.

Nach einer ganzen Weile wurden wir langsamer und fuhren durch ein kleines Dorf. Die meisten Hütten waren aus Holzbretter und man sah einige Bewohner. Der Guide meinte nun, würden wir das echte Leben von Mexiko sehen. Wir kamen uns aber eher vor wie im Zoo – die meisten Touristen klebten an den Fenster und machten Fotos von der Armut, ohne aus ihrem klimatisierten Reisebus auszusteigen. Wir fühlten uns fehl am Platz.

Kurz danach hielten wir dann an einer Cenote. Eigentlich dachten wir diese würden wir als letztens Besuchen, aber gut, dann war es halt so. Beim buchen der Tour, hieß es, dort hätten wir 3 Stunden Zeit zum Baden, entspannen und Buffetessen. Doch bevor es richtig los ging, wurden wir erstmal alle in einen Laden geschoben und sollten dort nun eine halbe Stunde shoppen. Was gab es zu kaufen? Nur kitschigen Blödsinn! 😐

Erst nach dieser halben Stunde, bekamen wir unsere Eintrittsbänder. Und dann wurde gesagt; „In 1,5 Stunden fährt der Bus wieder ab!“ Wir waren genervt und wütend: das war definitiv nicht, was uns versprochen wurde.

Wir zogen uns also in Windeseile um und rasten zur Cenote um dort baden zu gehen. Es war unsere erste Erfahrung mit einer Cenote und wir fanden es unglaublich schön, in solch einem riesigen Kalksteinloch baden zu gehen. Es gab sogar ein kleines Podest zum reinspringen und so hüpften wir mehrmals ins kühle, kalte Wasser. Wenn dann mal Platz war und sich nicht grad wieder eine Bikini Schönheit auf dem Steg regelte, um das perfekte Instafoto zu machen 🙈

Doch die Zeit saß uns im Nacken und wir hetzten wieder zu den Umkleidekabinen, zwängten uns wieder in unsere Sachen und flitzen zum Essen. Wir hatten nur noch 20 min und super Hunger. Man konnte sich frische Tacos machen lassen, doch leider schien der Koch schon Siesta zu machen. Denn er machte in einer Seelenruhe einen Taco nach dem anderen fertig und die Schlange war meterlang. 🙁

Als wir endlich unser Essen hatten, mussten wir regelrecht stopfen. Auch die andere Paare hatten zu tun. Es war super unentspannt.

Im Dauerlauf ging es zum Bus und wir sackten regelrecht erschöpft in die Sitze. Auf der Fahrt nach Chitzen Itzá informierte uns der Guide über die Maschen der Verkäufer vor Ort. Sie locken wohl immer mit einem Preis von 1 Doller. Damit sind aber nicht USD oder Pesos gemeint – sondern „Mayadoller“. Eine Währung die es gar nicht gibt und bei der man sich natürlich wunderbar dann einen Wechselkurs ausdenken kann.

Und kaum hielt unser Bus, versammelten sich schon die ersten Verkäufer um uns, um Hüte uns anzudrehen. Und dann begann der Jahrmarkt. Ein Stand nach dem anderen reihte sich aneinander und alle Verkäufer buhlten um die Aufmerksamkeit der Touristen. Es wurden Puma Geräusche nach gemacht und um die Wette gerufen. Jeder hatte natürlich den besten Preis für seinen Amigo.

Von unserem Guide bekamen wir eine Führung für das Gelände und ausführlich erklärt, warum grad Chitzen Itzá eins der neuen sieben Weltwunder ist. Die Maya liebten Mathematik nämlich nicht nur, sondern waren regelrecht besessen davon. Und so soll die berühmte Pyramide einen Kalender darstellen und ganz gleich auf welche Weise man die Stufen und Absätze zählt und zusammenrechnet – man wird immer auf 365 Tage kommen.

Doch leider leidet diese faszinierende Tatsache sehr unter dem Verkauftsrummel drum herum. Später erfuhren wir von einem Einheimischen, dass schon mal versucht wurde, die Stände zu reduzieren. Daraufhin gab es große Aufstände und Straßensperren und niemand kam mehr zum Weltwunder.

Nach der Führung, hatten wir noch ein bisschen Freizeit um ein paar Erinnerungsfotos zu machen. Dann ging es mit dem Bus wieder in Richtung Cancún. Es sollte noch einen kleinen Zwischenstop in der Stadt Valladolid geben. Aber auch hier, nur 20 min statt der versprochen Stunde. Und diese 20 min verbrachten wir damit, mit dem Organisatoren zu sprechen. Diese wollten nämlich noch mal 10 Doller von uns haben. Obwohl wir alles bezahlt hatten. Es gab ein großes Hin und Her. Telefonate und schließlich hieß es, der Betrag den wir gezahlt haben, sei okay. Immerhin waren es ja auch 60 Doller pro Person.

Wir waren ein bisschen genervt und entschlossen nun endgültig uns einen Mietwagen zu buchen und allein die nächsten Mayaruinen & Cenoten zu besuchen. In einer Facebookgruppe fragten wir andere nach ihren Erfahrungen und wurden ermutigt es zu wagen.

Und so setzten wir uns hin und erkundigten uns nach einem kleinen Mietwagen 😊

Willkommen in Mexico

Und noch eine Nacht die wir am Flughafen verbracht haben ging zu Ende. Diese war allerdings nicht so anstrengend wie die erste Flughafennacht. Dieses Mal haben wir uns eine Serie Heruntergeladen und bis zum Check-in, welcher morgens um 3:00 Uhr war, geschaut. So verging die Zeit wie im Flug. Endlich konnten wir Einchecken und noch etwas entspannen. Maria hat noch die Augen zu, ich aber kann nicht am Flughafen schlafen, ich muss immer ein Auge auf unsere Sachen haben.

Im Flugzeug unsere dicken Wanderschuhe an, da wir Gewicht in unserem Aufgabegepäck sparen wollten. Den ersten Tequila gab es dann bereits auch direkt im Flugzeug, der Flasche zu urteilen auch einen sehr guten. Auf Mexico haben wir uns mittlerweile schon mega gefreut. Wir waren es leid dieses kalte, unschöne Wetter. Wir wollten die drei-S, nein diesmal nicht Sparen, Sparen und nochmals Sparen, sondern Sommer, Sonne, Strand. Wir sollten nicht enttäuscht werden. Kaum verließen wir den Flughafen traf uns der Schlag, es war total heiß, selbst wo es doch schon längst dunkel geworden ist. Eine ganz neue Situation für uns, denn sonst war es mittlerweile schon immer A*****kalt.

Dank unserer Vermieterin, haben wir schnell den richtigen Bus nach Cancun gefunden. Dort angekommen mussten wir noch ein Taxi zur Unterkunft nehmen. Den ersten Taxifahrer den wir nach dem Preis fragten, wollte uns für 90MXN zur Unterkunft fahren, was viel zu viel war. Als Unwissender Tourist muss man immer ordentlichen Aufschlag zahlen. Die Vermieterin, sagte uns nämlich, dass es grade mal 40MXN kosten sollte. Also verneinten wir und gingen weiter, plötzlich meinte ein anderer Taxifahrer, er würde uns für 50MXN fahren. Zwar keine 40MXN aber 50MXN waren schon OK. In der Unterkunft erwartete uns schon unsere Vermieterin Alejandra. Im Zimmer strahlten erst einmal unsere Augen, da es ein tolles großes Bad, Zimmer und eine gut ausgestattete Küche gab, ach ja und eine Waschmaschine hatten wir auch (ein Traum).

Am nächsten morgen wollten wir erstmal zum Strand und Baden. Denn so richtig baden waren wir noch garnicht, denn das Wetter war immer zu kalt. So nahmen wir den Bus R1 in Richtung Hotel Zone, wo die Strände sind. Durch die Stadt, vorbei an riesigen Hotelanlagen und Einkaufszentren waren wir in 20min am Strand Playa Delfines. Kaum ausgestiegen wurden wir auch schon angequatscht, ob wir eine Liege mit Sonnenschirm haben wollen. Da die Sonne mächtig brennt und wir was essen wollten, nahmen wir das Angebot an. Vorne am Wasser eine eigene Liege mit Sonnenschirm, dass hat schon was. Dazu noch eine Sandwichplatte und einen riesigen Cocktailbecher. So lässt es sich Leben. Der Strand war Puder weich und das Wasser Glas klar, wir sind im Paradies. Lange brauchten wir nicht warten und schon wurden uns verschiedene Touren rund um Cancun angeboten. Eigentlich wollten wir ja nur entspannen und uns um Touren später kümmern. Louis lies aber nicht locker und drückte den Preis immer mehr in die Tiefe, bis wir uns schließlich bequatschen ließen und wir zwei Touren buchten. Chichen Itza und eine Segeltour nach Isla Mujeres, mit Schnorcheln, Buffet und trinken so viel man will. Wir wollten erst ablehnen aber dann konnte Louis uns einen Studenten Rabatt geben, weil das Leben eine Schule ist, meinte er. Wo er recht hat, hat er recht. Und so haben wir am ersten Tag gleich zwei Tagestouren gebucht. Ein bisschen Bauchschmerzen hatten wir schon, ob das auch alles richtig war und wir uns nicht wieder zu schnell bequatschen lassen haben. Wir werden sehen. Nachdem wir den Tag über etwas Bräune erhaschen konnten, gingen wir abends noch etwas einkaufen um uns etwas zu kochen. Es lief auf Nudeln mit Tomatensoße raus, dass geht nämlich immer! 😄

Am Abend wollten wir dann noch an einem Bankautomaten Geld abholen, wir liefen im Dunkeln durch eine nicht so gute Gegend und fühlten uns ein wenig Unwohl. Und dann funktionierte der Automat am Ende nicht mal…Also morgen noch eher aufstehen…

Lima – unsere letzte Südamerika Station

Lima: unsere letzte Station in Südamerika und die Hauptstadt von Peru.

Wir kamen am Abend an und waren uns unsicher, wo wir am besten aus den Bus aussteigen sollten. Da sprach uns ein netter Mann hinter uns an und bat uns an, uns zu helfen. Er fragte, wo unsere Unterkunft ist und zeigte uns dann wo wir aussteigen sollten und half uns gleich einen guten Taxifahrer zu finden. Erst waren wir skeptisch. Doch wie so oft lernten wir dazu: die Menschen hier sind unglaublich nett und gastfreundlich.

So kamen wir gut an unserer Airbnb Wohnung an und wurden freundlich von Efron begrüßt. Ausführlich zeigte er uns die ganze Wohnung. Wir hatten ein großes Zimmer mit eigenen Balkon, ein eigenes Bad und konnten die Küche und das Wohnzimmer nutzen.

Manchmal bricht das Chaos aus 🙈

Unsere Tage in Lima verbrachten wir dann zum größten Teil an der wunderschönen Promenade von Miraflores. Man läuft entlang an kleinen Parks und Lokalen und hat währenddessen immer einen wunderbaren Blick auf den Pazifik. Wir schlenderten den Weg auf und ab, schauten uns die Mosaikkunst an und beobachten die vielen Gleitschirmflieger.

Am „Love Park“ kann man eine riesige Statue anschauen. Das küssende Paar sorgt für Romantik! 😄 Dort kann man sich in einem kleinen Shop, super leckere Crêpes kaufen!

Ansonsten irrten wir im Viertel Baranco umher. Dies gefiel uns persönlich aber nicht so sehr. Und wir liefen relativ schnell am Steinstrand zurück nach Miraflores. Am Strand kann man viele Surfer beobachten und das Meeresrauschen anhören. Ich liebe Steinstrände, weil es sich meiner Meinung nach so schön anhört wenn die Wellen über die Steine Rauschen.

Auf dem Inka Markt shoppten wir noch ein bisschen – wir liebäugelten schon eine Weile mit einer Alpakawolldecke und schlugen hier nun endlich zu. Die letzten Karte wurden verschickt und ein Magnet für unsere Sammlung gekauft.

Lima gilt als kulinarisches Highlight. Und so gingen wir einen Abend, zu einem leckeren Buffet bei „Mangos“. Und genossen verschiedene Biersorten in der Bar „Nuevo Mundo“.

Langsam stieg die Vorfreude auf Mexiko ins Unermessliche und wir bereiteten uns vor. Wir steckten die Schlafsäcke und alle unsere Klamotten in die Wäsche und waren bereit für eine Flughafennacht und die Mexikanische Hitze.

Manchmal muss man improvisieren!

( Übrigens ist der Flughafen Lima nicht sehr geeignet für lange Wartezeiten. Es gibt nur 1 Stunde freies WLAN und nicht mal annähert ausreichend Sitzplätze und von Steckdosen fang ich gar nicht erst an! 😐)

Alle liegen auf dem Boden 😐

Die Oase – Huacachina

Nach einer weiteren langen Busfahrt, kamen wir endlich in Ica an. Ich musste erstmal aufs Handy schauen ob wir auch richtig sind, weil der Bus nämlich noch weiter fahren würde. Und wir waren richtig, also schnell raus und Sachen schnappen. Das Wetter war garnicht schön, nass und kalt war es und dann noch morgens um 5:00 Uhr. Doch wie kommen wir nun zur Unterkunft? Laufen wäre zu weit und unser Internetvolumen ist schon aufgebraucht. Plötzlich spricht uns ein Mitarbeiter vom Busunternehmen wo wir hin wollen. Es stellte sich heraus, dass der Mann entweder ein Taxifahrer ist oder er sich einfach was dazu verdienen wollte. Hast genügend Pesos, ist anscheinend jeder das, was du grade brauchst. Uns war es egal, da er uns bis vor die Tür unserer Unterkunft brachte.

Wir hatten zwar ein kleines Zimmer, dafür aber ein eigenes Bad und es war alles sauber, die Hauptsache. Da die Busfahrt ziemlich anstrengend war, entspannten wir erstmal und erholten uns. Gegen Mittag starteten wir dann zu unserem Highlight, die Oase Huacachina.

Im Tuc Tuc zur Oase!

Lange mussten wir nicht auf ein Tuc Tuc warten. Taxis oder Tuc Tucs gibt es immer und überall wie Sand am Meer hier. Endlich haben wir auch Paradiesisches Wetter, denn die Sonne Knallt unerbittlich. Nicht mal 10min Fahrt und wir waren da, im kleinen Paradies. Verrückt wie Riesen groß die umliegenden Dünen sind. Bevor wir aber die komplette Oase genießen konnten, brauchen wir etwas zu essen. Zum Glück gibt es jede Menge Bars und Restaurants in der Oase, so das wir nicht verhungern.

Da wir in Ica nur eine Nacht bleiben würden, mussten wir heute noch eine Buggy Tour machen. Denn ich wollte unbedingt eine Buggy/Sandboarding Tour machen. Maria musste ich wieder zu ihrem Glück zwingen, denn sie war davon nicht so angetan. So musste ich meine geballte Überzeugungskraft einsetzen um Maria zu überreden. Schließlich kam sie dann mit und sie wurde nicht enttäuscht. Mit einem Buggy durch die Wüste zu donnern war die reinste Achterbahnfahrt, nur ohne Looping (schade eigentlich).

Die Frauen kreischten und die Männer lachten. Es hat uns richtig Spaß gemacht, nicht nur die Buggyfahrt war ein Abenteuer, sondern auch das Sandboarding war sehr aufregend. Drei Dünen konnten wir hinunter fahren. Angefangen mit einer leichten und später dann mit einer extremeren Dünenabfahrt. Ich glaube, ich war der einzigste verrückte welcher die Dünen jeweils 2-mal gefahren ist. Denn wenn man unten war, musste man erstmal wieder hochlaufen. Die anderen müssen auch gedacht haben: „Was ist denn mit dem nicht richtig?“. Aber ich muss sagen es war die Mühe wert die ganzen Dünen hoch zu Keulen 😉 .

Nach der ganzen Aktion konnten wir noch ganz entspannt den Sonnenuntergang in der Wüste beobachten, Ramonze pur.

Nach unserer kleinen Spaßtour haben wir noch ein paar Bilder von der Oase geschossen, da sie in der Dämmerung/Nachts besonders schön zum Vorschein kommt.

Am nächsten Morgen haben wir ganz spontan die Bustickets nach Lima gebucht. Wir wussten zwar das wir heute weiter nach Lima fahren wollen aber nicht wann. Denn ich wollten Ica nicht zu früh verlassen, da ich ja noch einmal auf die ganz große Düne wollte, um ein paar Aufnahmen zu machen.

Der Aufstieg war ein wenig beschwerlich (wir müssten viel mehr Sport machen) aber es hat sich gelohnt, die Aussicht auf die Oase und das Umfeld waren traumhaft.

Lange konnten wir jedoch nicht verweilen, denn unser Bus fährt gegen 14:00 Uhr aus Ica los. Also ab zur Unterkunft und unsere Sachen schnappen. Dummerweise hatten wir keinen Plan wo der Bus abfahren würde. Google Maps konnte die angezeigte Adresse nicht finden. So langsam mussten wir aber los, denn die Zeit wurde auch knapp. Schnell raus und Taxi suchen aber nix da ein Tuc Tuc Fahrer belehrte uns eines besseren, dass all unser Gepäck, samt uns, auch in ein Tuc Tuc passt. Dieser wusste dann auch zum Glück von wo der Bus abfahren würde. Wir quetschten uns hinten rein und los ging die Wilde Fahrt ganz nach dem Motto, freie Bahn mit Marzipan.

Im Busbahnhof angekommen, schnell noch eine Cola und ein Wasser besorgt und dann hieß es auch schon Lima, wir kommen!!!

Arequipa! Die weiße Stadt.

Wir hatten mehrmals gelesen, das Arequipa als die schönste Stadt Perus gelten soll. Und so wollten wir uns den Ort ansehen und ihn gleich als Zwischenstopp nutzen nach Ica. Außerdem lag uns die Stadt quasi im Ohr, denn am Busbahnhof werden die Orte, die angefahren werden, im Sekundentakt in den schrillsten Tönen gebrüllt. Also führte unser Weg nach: „Aaaaaaaaareeequipa, Aaaaaareequipa, AAAAreguipaaaa!“

Wir kamen mit dem Bus an und waren erstmal überrascht. Der Ort sah aus wie alle anderen und wir konnten nichts sonderlich schönes entdecken. Wir machten uns mit dem Taxi auf den Weg zu unserem Zimmer und waren froh bereits morgens um 7 dort Einchecken zu können. Wir gönnten uns eine schnelle Dusche und noch ein paar Minuten Schlaf. Mittags führte uns unser erster Weg dann ins Einkaufszentrum. Eine neue Jeans musste her. Meine war am Abend vorher am Po gerissen! (Sicherlich weil Alex mich immer so scheucht 😄)

Wir wurden schnell fündig und unser Weg führte uns zum Plaza de Armas. In Südamerika in jeder Stadt der Hauptplatz. Meist steht dort eine Kathedrale und Verwaltungsgebäude. Auf den Weg dort hin überquerten wir eine wunderschöne weiße Brücke und langsam zeigte sich die Stadt von ihrer schönen Seite. Von der Brücke aus konnten wir die Vulkane, welche die Stadt umringen, betrachten. Aus ihrem Gestein stammt auch das weiße Baumaterial aus dem die „weiße Stadt“ erbaut ist.

Der Plaza de Armas verzauberte uns gleich. Mit vielen Lichtern. Riesigen Palmen und eine Menge Trubel. Egal wann man dort aufkreuzte. Es gab immer etwas zu sehen. Paraden. Relegiöse Umzüge. Hochzeiten.

Und so verbrachten wir unsere meiste Zeit um den Platz herum und sahen uns das bunte Leben an. Nach langem hin und her, entschieden wir uns gegen eine Tour zum Coca Canyon, da der Preis von 90 Euro für knapp 45 Minuten am Abgrund, uns einfach zu teuer waren. Außerdem hatten wir mehr Lust auf Ausschlafen und ein bisschen Ruhe.

Zwei Vegane Menüs für 8.51 €

So schliefen wir alle Tage lange, schlenderten Nachmittags durch die Stadt und die Geschäfte, probierten unser erstes Veganes Restaurant aus und erkundeten ganz in Ruhe das alte Frauenkloster Santa Catalina.

Dieses war 391 Jahre von der Öffentlichkeit abgeschieden. Seit einigen Jahren, kann man sich nun das Leben hinter den Mauern näher ansehen, die vielen kleinen Wohnungen der Nonnen besuchen und einen kleinen Teil der „Stadt in der Stadt“ kennen lernen. Wir konnten viele tolle Ecken entdecken und das Gelände ist sehr gepflegt. Die bunten Wänden und vielen Blumen, laden zum Verweilen ein. Der Eintritt von 10 Euro pro Person wird gut genutzt.

Die Zeit in Arequipa tat uns gut und auch wenn sie für uns nicht DIE schönste Stadt Perus ist, genossen wir unsere Tage dort. Doch es zog uns weiter. Bevor wir nämlich Südamerika verlassen wollen wir uns unbedingt noch eine Wüstenoase und die Hauptstadt Perus ansehen!

Der Tag der Tage, Machu Picchu

Da war er also der Tag der Tage. Lange haben wir von diesem Moment geträumt, gespart und nun ist er da. Eines unserer Highlights auf unserer Reise sollte nun in Erfüllung gehen. Eines der sieben Weltwunder, was man sonst nur aus Büchern oder den Geschichtsunterricht kennt, sollten wir nun live zu Gesicht bekommen.

Den Berg selbst kann man auf zwei Arten erklimmen, entweder zu Fuß oder mit dem Bus. Wir wählt doch die komfortablere Lösung und kauften uns den Abend zuvor ein Busticket. So konnten wir doch etwas länger schlafen und kamen nicht abgehetzt oben an. Also Busticket gekauft, Sachen gepackt und schlafen gehen. Den Abend zuvor konnte ich nicht so wirklich einschlafen, da ich wie ein kleiner Schuljunge aufgeregt war. Maria komischerweise ganz entspannt, aber ich aufgeregt.

Um 4:00 Uhr morgens klingelte endlich der Wecker, zwischendurch habe ich öfters auf die Uhr geschaut, um ja nicht zu verschlafen. Unser Guide meinte zu uns, dass es ausreicht wenn wir um 5:30 Uhr bei den Bussen sein würden. Ne ne nix da. Zum Glück sind wir um 4:00 Uhr auf gestanden und waren gegen 4:30 bei den Bussen. Denn nur 10 min später wäre die Menschenschlange so lang gewesen, dass wir den Anfang nicht mehr gesehen hätten. So viele Menschen standen plötzlich hinter uns.

Morgens um 5:00 Uhr

Pünktlich um 5:30 Uhr kamen die ersten Busse. Und weil wir so früh da waren, haben wir es in den zweiten Bus geschafft, denn es kamen zunächst nur drei Busse. Die Fahrt dauerte ungefähr 15 min bis wir oben ankamen, schon wärend der Fahrt nach oben hatte man einen wahnsinnig tollen Ausblick. Oben mussten wir dann wieder einmal warten, bis sich um 6:00 Uhr die Tore zur Stadt Machu Picchu für uns öffneten. Vor uns ältere Herren mit ihrer Begleitung, die dummerweise Tickets für den folgenden Tag hatten. Die wurden natürlich gleich ausgemustert. Da machen die Peruaner keine Gefangenen, wer ein falsches Ticket hat, hat Pech gehabt. Man kann sein Ticket nämlich nur in Cuscus bei der Machu Picchu Government ändern lassen. Die dachten anscheinend, dass es kein Problem sei die Tickets zu tauschen oder zu ändern. Tja hätten sie mal einen der unzähligen Reiseblogs gelesen, dann wüssten sie es.

Der Ansturm begann und wir waren einer der ersten. Geil. Aber dann die Ernüchterung: wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Die dichte Wolkendecke versperrte nämlich die Sicht auf alles und jeden. Na Super, mein erster Gedanke war gleich: „Na hoffentlich, wird dass nicht so ein Reinfall, wie bei der Christus Statue in Rio“.

Zum Glück gab es einige Lichte Momente wo sich die Wolkendecke öffnete und die Sicht auf die Stadt frei gab. Doch man musste schnell sein, um einen Blick zu erhaschen, denn gleich im nächsten Moment umhüllten die Wolken wieder alles und jeden.

Ab um 7:00 Uhr kämpfte sich dann die Sonne durch und es war strahlender Sonnenschein. Bestes Wetter um Machu Picchu zu bestaunen. Oh yes. Zur selben Zeit bekam auch die restliche Gruppe Eintritt. Wir trafen uns alle, damit unser Guide uns noch etwas über Machu Picchu und die Inka Kultur erklären konnte.

Es ist schon sehr beeindruckend zu sehen was die Inka Kultur schon damals alles geleistet hat. Nach dem Vortrag entschieden wir uns die Stadt Machu Picchu zu erkunden und nicht zu dem Aussichtspunkt „Sonnentor“ zu gehen. Wir mussten nämlich um 14:30 Uhr wieder in Hydroelectrika sein und bis dahin würde man ca 3h laufen (andere waren wahrscheinlich schneller). Welchen Weg man geht, sollte mit bedacht gewählt werden, denn wenn man einmal falsch abbiegt darf man nicht mehr zurück. Die Wege in Machu Picchu sind wie eine Einbahnstraße angelegt, will man mal einmal zurück, ertönt gleich ein pfeifen aus der Pfeife eines Aufsehers.

Gerne wäre ich auch auf den Huayna Picchu gestiegen, hierfür muss man jedoch bereits Monate vorher ein extra Ticket reservieren, was bei uns ja nicht möglich war. Nach unserer Erkundungstour durch die Ruinenstadt, entschlossen wir uns kurzerhand den Bus in Richtung Tal zu nehmen. Zum Glück hielt der Bus schon an der Abzweigung nach Hydroelectrica und wir mussten nicht von Aguas Calientes noch bis zum Abzweig laufen, wieder etwas Zeit und Energie gespart. In Hydroelectrica angekommen, stärkten wir uns erst einmal mit einem Burger und einer leckeren Inka Kola. Wir hatten noch gut eine Stunde Zeit bis der Bus fahren würde, also hätten wir noch locker bis zum Sonnentor laufen können und den Ausblick über Machu Picchu genießen können, na toll. Naja egal jetzt, nun warteten wir erstmal auf den Bus.

Wie eine Sardine in der Büchse, ging es dann 6h zurück nach Cusco. Mir schmerzte mein Bein und mein Rücken, ich hatte die Nase voll. Endlich, gegen 22:00 Uhr kamen wir dann in Cusco an. Wir wollten nur noch eins! Ab zur Unterkunft und schlafen. Zum Glück hatten wir vorher alles mit dem Hostel „El Tuco“ abgesprochen und wir brauchten nur noch zum Hostel laufen. Erschöpft fielen wir dann ins Bett.

Rückblickend ist zu sagen: Machu Pichu ist sicherlich ein Ausflug wert. Die Aussicht auf die Stadt ist traumhaft schön. Für uns war der Zeitdruck im Nacken störend. So schön die Tour war, es ist sicherlich entspannter noch eine Nacht in Aguas Calientes zu bleiben.

Kurz vor dem Ziel!

Auch der dritte Tag unserer Tour startet früh und unsere Gruppe wurde größer. Zu uns kamen zwei junge Männer aus Chile welche ihre Semesterferien in Peru verbrachten. Der eine litt vor allem unter seinen vielen Moskitostichen und so kam unser Stichheiler am Frühstückstisch zum Einsatz. Alle brannten sich eine Runde ihre Stiche weg, um dem furchtbaren Juckreiz wenigstens für eine Zeit zu entkommen.

Unsere erste Aktion des Tages war Zipline fahren. Wir wurden von einem Bus abgeholt und zu einem Sammelpunkt gebracht. Dort trafen nun mehrere Gruppen aufeinander und wir sahen viele Reisende von gestern wieder. Alle bekamen ihre Ausrüstung und dann ging es mit dem Bus ein kleines Stück Berg auf.

An der ersten Zipline bekamen wir unsere Einweisung. Anders als bei der Zipline die wir bereits im Harz gemacht haben, mussten wir hier mit Handschuhen selbst bremsen. Etwas schade, da man dadurch eher mit dem schauen nach Anweisungen beschäftigt ist und die Aussicht nicht ganz so genießen kann.

Insgesamt fuhren wir 4 mal quer über den riesigen Fluss. Die Bahnen wurden ziemlich schnell und das Adrenalin floss durch unsere Adern. Die letzte Bremsung ging dann ein bisschen schief. Irgendwie kam ich mit dem Arm bei bremsen gegen das Drahtseil und es wurde sehr schnell sehr heiß. Also ließ ich los. Bremste dadurch nicht und krachte ins Ende. Der Schrecken war groß. Doch getan hab ich mir nichts. Ich war trotzdem froh, dass es die letzte war. 😄

Nach dieser Aktion ging es mit einem Bus nach Hydroelektrika. Ab diesem kleinen Ort, machten wir uns zu Fuß auf, die Bahngleise entlang nach Machu Picchu. Vorher gab es noch eine Mittagspause und wir nutzen die Chance und kauften uns etwas WLAN. Denn es war ein besonderer Tag. Mein Opa hatte seinen 80. Geburtstag. Wir machten FaceTime und freuten uns kurz die Familie zu sehen 💚 doch da war er: der erste, gemeine Heimwehschmerz. Die ersten Tränchen rollten nach dem Telefonat…

Die zwei stündige Wanderung danach lenkte ein Glück gut ab. Wir liefen ganz entspannt, schauten uns alles in Ruhe an und machten ein paar kleine Pausen. Es war super heiß und Dschungelfeeling kam auf.

Am Ziel angekommen bezogen wir unser Zimmer und erfreuten uns über ein eigenes Bad. Wir erkundet den Ort ein bisschen, gingen eine Kleinigkeit essen und fielen dann sehr früh ins Bett. Wir mussten schließlich fit sein für das Highlight der Tour morgen…