Arequipa! Die weiße Stadt.

Wir hatten mehrmals gelesen, das Arequipa als die schönste Stadt Perus gelten soll. Und so wollten wir uns den Ort ansehen und ihn gleich als Zwischenstopp nutzen nach Ica. Außerdem lag uns die Stadt quasi im Ohr, denn am Busbahnhof werden die Orte, die angefahren werden, im Sekundentakt in den schrillsten Tönen gebrüllt. Also führte unser Weg nach: „Aaaaaaaaareeequipa, Aaaaaareequipa, AAAAreguipaaaa!“

Wir kamen mit dem Bus an und waren erstmal überrascht. Der Ort sah aus wie alle anderen und wir konnten nichts sonderlich schönes entdecken. Wir machten uns mit dem Taxi auf den Weg zu unserem Zimmer und waren froh bereits morgens um 7 dort Einchecken zu können. Wir gönnten uns eine schnelle Dusche und noch ein paar Minuten Schlaf. Mittags führte uns unser erster Weg dann ins Einkaufszentrum. Eine neue Jeans musste her. Meine war am Abend vorher am Po gerissen! (Sicherlich weil Alex mich immer so scheucht 😄)

Wir wurden schnell fündig und unser Weg führte uns zum Plaza de Armas. In Südamerika in jeder Stadt der Hauptplatz. Meist steht dort eine Kathedrale und Verwaltungsgebäude. Auf den Weg dort hin überquerten wir eine wunderschöne weiße Brücke und langsam zeigte sich die Stadt von ihrer schönen Seite. Von der Brücke aus konnten wir die Vulkane, welche die Stadt umringen, betrachten. Aus ihrem Gestein stammt auch das weiße Baumaterial aus dem die „weiße Stadt“ erbaut ist.

Der Plaza de Armas verzauberte uns gleich. Mit vielen Lichtern. Riesigen Palmen und eine Menge Trubel. Egal wann man dort aufkreuzte. Es gab immer etwas zu sehen. Paraden. Relegiöse Umzüge. Hochzeiten.

Und so verbrachten wir unsere meiste Zeit um den Platz herum und sahen uns das bunte Leben an. Nach langem hin und her, entschieden wir uns gegen eine Tour zum Coca Canyon, da der Preis von 90 Euro für knapp 45 Minuten am Abgrund, uns einfach zu teuer waren. Außerdem hatten wir mehr Lust auf Ausschlafen und ein bisschen Ruhe.

Zwei Vegane Menüs für 8.51 €

So schliefen wir alle Tage lange, schlenderten Nachmittags durch die Stadt und die Geschäfte, probierten unser erstes Veganes Restaurant aus und erkundeten ganz in Ruhe das alte Frauenkloster Santa Catalina.

Dieses war 391 Jahre von der Öffentlichkeit abgeschieden. Seit einigen Jahren, kann man sich nun das Leben hinter den Mauern näher ansehen, die vielen kleinen Wohnungen der Nonnen besuchen und einen kleinen Teil der „Stadt in der Stadt“ kennen lernen. Wir konnten viele tolle Ecken entdecken und das Gelände ist sehr gepflegt. Die bunten Wänden und vielen Blumen, laden zum Verweilen ein. Der Eintritt von 10 Euro pro Person wird gut genutzt.

Die Zeit in Arequipa tat uns gut und auch wenn sie für uns nicht DIE schönste Stadt Perus ist, genossen wir unsere Tage dort. Doch es zog uns weiter. Bevor wir nämlich Südamerika verlassen wollen wir uns unbedingt noch eine Wüstenoase und die Hauptstadt Perus ansehen!

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