Auch der dritte Tag unserer Tour startet früh und unsere Gruppe wurde größer. Zu uns kamen zwei junge Männer aus Chile welche ihre Semesterferien in Peru verbrachten. Der eine litt vor allem unter seinen vielen Moskitostichen und so kam unser Stichheiler am Frühstückstisch zum Einsatz. Alle brannten sich eine Runde ihre Stiche weg, um dem furchtbaren Juckreiz wenigstens für eine Zeit zu entkommen.

Unsere erste Aktion des Tages war Zipline fahren. Wir wurden von einem Bus abgeholt und zu einem Sammelpunkt gebracht. Dort trafen nun mehrere Gruppen aufeinander und wir sahen viele Reisende von gestern wieder. Alle bekamen ihre Ausrüstung und dann ging es mit dem Bus ein kleines Stück Berg auf.

An der ersten Zipline bekamen wir unsere Einweisung. Anders als bei der Zipline die wir bereits im Harz gemacht haben, mussten wir hier mit Handschuhen selbst bremsen. Etwas schade, da man dadurch eher mit dem schauen nach Anweisungen beschäftigt ist und die Aussicht nicht ganz so genießen kann.

Insgesamt fuhren wir 4 mal quer über den riesigen Fluss. Die Bahnen wurden ziemlich schnell und das Adrenalin floss durch unsere Adern. Die letzte Bremsung ging dann ein bisschen schief. Irgendwie kam ich mit dem Arm bei bremsen gegen das Drahtseil und es wurde sehr schnell sehr heiß. Also ließ ich los. Bremste dadurch nicht und krachte ins Ende. Der Schrecken war groß. Doch getan hab ich mir nichts. Ich war trotzdem froh, dass es die letzte war. 😄


Nach dieser Aktion ging es mit einem Bus nach Hydroelektrika. Ab diesem kleinen Ort, machten wir uns zu Fuß auf, die Bahngleise entlang nach Machu Picchu. Vorher gab es noch eine Mittagspause und wir nutzen die Chance und kauften uns etwas WLAN. Denn es war ein besonderer Tag. Mein Opa hatte seinen 80. Geburtstag. Wir machten FaceTime und freuten uns kurz die Familie zu sehen 💚 doch da war er: der erste, gemeine Heimwehschmerz. Die ersten Tränchen rollten nach dem Telefonat…

Die zwei stündige Wanderung danach lenkte ein Glück gut ab. Wir liefen ganz entspannt, schauten uns alles in Ruhe an und machten ein paar kleine Pausen. Es war super heiß und Dschungelfeeling kam auf.

Am Ziel angekommen bezogen wir unser Zimmer und erfreuten uns über ein eigenes Bad. Wir erkundet den Ort ein bisschen, gingen eine Kleinigkeit essen und fielen dann sehr früh ins Bett. Wir mussten schließlich fit sein für das Highlight der Tour morgen…


