Tag drei in Buenos Aires begann sehr entspannt, denn es war Samstag und somit Wochenende. Die ganze Stadt entschleunigte und auf den Straßen kamen Jung und Alt zusammen.
Bei uns stand jedoch das Viertel „La Boca“ übersetzt „der Mund“, auf der Tagesordnung. Gute Frage warum es ausgerechnet der Mund übersetzt heißt.
Das Viertel liegt in der Nähe des Stadions „La Bombonera“(Pralinenschachtel) des Fußballclubs „Boca Juniors“. Erbaut durch italienische Einwanderer, zählt La Boca heute zu einer top Sehenswürdigkeiten Argentiniens. Die bunten Häuser, gefertigt aus alten Blechen abgewrackter Schiffe laden zum flanieren ein.

Da unsere Unterkunft nicht weit vom Stadion entfernt lag hatten wir es nicht weit. Die letzten Tage waren regnerisch, was sich bei unserer Stimmung bemerkbar machte. Heute hatten wir jedoch Glück: „Bombenwetter“ – Sonne satt, Mega. In der App das Viertel markiert und los ging es. Am Stadion angekommen, viele Fußballgeschäfte und Fans, die Ernüchterung kein buntes La Boca. Weiter machten wir uns auf die Suche. Vorsichtig durchstreiften wir den Großstadtdschungel,denn ein falscher Schritt und man landet in einer Tretmiene, die von den unzähligen Hunden hinterlassen wurde.
Durch Zufall fanden wir dann die bunten Häuser. In den verschiedenen Gassen breiteten Händler ihre Waren aus und boten diese an. Da Ich,(Alex) eh ein Souvenir haben wollte und schon immer einmal Mate-Tee probieren wollte, musste eine „Mate-Tasse“ her. Es müsste aber eine besondere sein, denn jeder Jonnie in Buenos Aires verkauft Mate-Tassen aus China, nicht besonders cool. Da wir ja sowieso eher der Selfmade Typ sind, fiel uns ein Stand gleich auf. Ein älterer Mann der auf Mate Tassen verschiedenste Bilder einhämmerte, dass i Tüpfelchen jedoch war, dass man seinen Namen ein „gravieren“ lassen konnte. So entschließen wir uns (wie sollte es auch anders sein) den Namen „Puschel“ auf die Tasse machen zu lassen.
Denn du bist nicht du ohne deinen Puschel. Was wir eben so gut fanden, dass wir dem alten Mann unterstützen konnten. Keine China Ware und etwas gutes getan.
Jetzt waren wir im Kaufrausch. Wir suchten uns noch einen Magneten aus und entdeckten noch Aufnäher von Argentinien und Brasilien. Wenn wir von jedem Land wo wir jemals waren einen Aufnäher haben wollen wir diese auf eine Decke oder Tuch nähen für unseren Bulli. Also Zack gekauft. Nachdem wir Souvenirs geschoppt und genügend Bilder gemacht haben wollten wir weiter zum nächsten Markt.


In der Touristen App von Buenos Aires haben wir gelesen das am „Plaza Dorrego“ Antiquitäten Markt sein soll. Leider hatte ich mich in Tag geirrt und der Markt sollte erst am Sonntag sein. Nicht weiter schlimm einige Händler boten jetzt ihre Antiquitäten oder selbstgemachte Waren an. Maria verliebte sich in einen Ring, da sie ihren Verlobungsklunger vermisste (Aus Sicherheitsgründen haben wir den nämlich zuhause in Deutschland gelassen) kauften wir ihr noch diesen und Zack ab an den Finger. Der Tag war noch jung und wir wollten unbedingt noch einmal eine Bondiola essen. Also ging es zur „Bondiola Promenade“. Dort war ebenso ein Markt aufgebaut. Wir mögen es ja über Märkte zu schlendern, mal hier und dort zu schauen. Noch schnell ein Schokikuchen gekauft und weiter ging es zur Bondiola. Diesmal suchten wir uns jedoch einen anderen Imbiss aus und wir bezahlten die Hälfte als beim anderen. Also wussten wir, dass die anderen uns über den Tisch gezogen haben, nur weil wir Touristen sind. Wir ließen uns die Bondiola schmecken und gingen zur Unterkunft zurück. Auf dem Weg zur Unterkunft kostete ich noch ein leckeres Stieleis (mit Vanilleeis überzogenes Fruchteis) Mega. Die Sonne ging unter und wir machten uns auf den Rückweg zur Unterkunft. Dort angekommen bereiteten wir unsere Abreise für den nächsten Tag vor.

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Buenos Aires. Zum Glück konnten wir unseren Check-out auf 14 Uhr verschieben, da unser Bus erst 16Uhr abfuhr. So durchstreiften wir noch einmal die Stadt nach etwas essbarem, denn wir wollten für die Busfahrt gewappnet sein. Auf der Suche nach einem Bäcker landeten wir dann auf dem kleinen Antiquitäten Markt (jeden Sonntag „Plaza Dorrego“). Hier präsentieren die Händler verschiedenste Antiquitäten, wirklich sehr zu empfehlen. Leider hatten wir keine Zeit mehr und somit mussten wir zurück zur Unterkunft. Auf dem Weg zur Unterkunft holten wir uns noch ein paar leckere Empanadas für die Busfahrt um unser letztes Argentinisches Geld auf dem Kopf zu hauen. In der Unterkunft bestellten wir uns einen Uber-Fahrer, der uns zum Busbahnhof Retiro brachte. Dort angekommen checkten wir beim Ticketshop ein und warteten auf dem Bus.

15:45 Uhr und da kam auch schon der Bus. Schnell die Taschen geschnappt und ab rein damit in den Bus. Denkste. So einfach ging es nicht ganz. Der Kofferjonny, welcher die Koffer in den Bus lud, versuchte uns auf Spanisch klar zu machen das unsere Rucksäcke zu schwer seien. Da fragte ich mich wie will dieses Kerlchen mit seinen Würstchenarmen beurteilen können wie schwer unsere Backpacks sind? Nur weil er zu schwach ist diese einzuladen, diskutierte er mit uns. Bis 30kg stand auf den Tickets, doch unsere Rucksäcke waren keine 30kg schwer! Woher ich das weiß? Sonst hätten wir schon lange Stress im Flieger gehabt.
Irgendwann lies er dann ab und markierte unsere Rucksäcke. Danach wollte er uns klar machen, dass das einladen der Taschen 100 ARS pro Tasche kosten würde. Da wir jedoch das Land verlassen würden und alles Geld ausgegeben hatten, hatten wir nur noch 5 ARS. Alex zeigte ihm unsere Geldbörse und wollte ihm die 5 ARS geben, da fing der Kerl an zu lachen, riss unsere Markierung vom Gepäck und lud unsere Taschen wieder aus. Alex auf 180 schob diesen Wurstzipfel bei Seite und lud unsere Taschen selbst ein. Nach ein paar Wortgefechten von Spanisch und Deutsch nahm er dann unsere Taschen und schmiss diese wieder willig in den Bus.
Aus Angst, dass er unsere Taschen aus Rache wieder ausladen würde standen wir noch eine Weile draußen und beobachteten ihn.
Nach einer Weile war dann alles verstaut (unser Gepäck ebenso) und es ging los.
Unsere Sitze mittlerer Kategorie ließen sich 160 grad verstellen, yes Verbesserung zur vorherigen Busfahrt. Laut Busargentur sollte die Reise 22h dauern, gefahren sind wir jedoch 30,5h. Denn kurz vor Chile mussten wir die Anden überqueren, da hier jedoch zurzeit Winter ist, hat es Nachts über geschneit und die Anden wurden gesperrt. So standen wir dann 4-5 Stunden und wussten zunächst nicht warum wir überhaupt stehen. Erst eine Frau, die für das Argentinische Touristenbüro arbeitete, konnte uns auf Englisch erklären warum wir eigentlich hier so lange stehen. Endlich ging es dann weiter, Santiago de Chile wir kommen. An der Grenze angekommen, wollten es die Chilenen schon etwas genauer wissen, ob wir Fleisch oder Obst mit uns führen. Als erstes ging es zur Passkontrolle, dann musste jeder Passagier aufgereiht warten bis sein auf gegebenes Gepäck durch leuchtet wurde, während wir wartet lief ein Hund Kreuz und quer und suchte nach Drogen. Nix gefunden, komisch eigentlich, wir dachten eigentlich das der Hund 100% bei eins zwei Passagieren anschlägt, so wie die aus sahen. Nach dem großen Gepäck, kam dann das Handgepäck an der Reihe. Alles lief Reibungslos ab und kein Zollbeamter hatte etwas zu mäckern. Zum Glück denn wir hatten keine Lust alles aus zu packen. Da war es dann soweit, Ola Chile.
Alex












































