Buenos Aires

Tag drei in Buenos Aires begann sehr entspannt, denn es war Samstag und somit Wochenende. Die ganze Stadt entschleunigte und auf den Straßen kamen Jung und Alt zusammen.

Bei uns stand jedoch das Viertel „La Boca“ übersetzt „der Mund“, auf der Tagesordnung. Gute Frage warum es ausgerechnet der Mund übersetzt heißt.

Das Viertel liegt in der Nähe des Stadions „La Bombonera“(Pralinenschachtel) des Fußballclubs „Boca Juniors“. Erbaut durch italienische Einwanderer, zählt La Boca heute zu einer top Sehenswürdigkeiten Argentiniens. Die bunten Häuser, gefertigt aus alten Blechen abgewrackter Schiffe laden zum flanieren ein.

Da unsere Unterkunft nicht weit vom Stadion entfernt lag hatten wir es nicht weit. Die letzten Tage waren regnerisch, was sich bei unserer Stimmung bemerkbar machte. Heute hatten wir jedoch Glück: „Bombenwetter“ – Sonne satt, Mega. In der App das Viertel markiert und los ging es. Am Stadion angekommen, viele Fußballgeschäfte und Fans, die Ernüchterung kein buntes La Boca. Weiter machten wir uns auf die Suche. Vorsichtig durchstreiften wir den Großstadtdschungel,denn ein falscher Schritt und man landet in einer Tretmiene, die von den unzähligen Hunden hinterlassen wurde.

Durch Zufall fanden wir dann die bunten Häuser. In den verschiedenen Gassen breiteten Händler ihre Waren aus und boten diese an. Da Ich,(Alex) eh ein Souvenir haben wollte und schon immer einmal Mate-Tee probieren wollte, musste eine „Mate-Tasse“ her. Es müsste aber eine besondere sein, denn jeder Jonnie in Buenos Aires verkauft Mate-Tassen aus China, nicht besonders cool. Da wir ja sowieso eher der Selfmade Typ sind, fiel uns ein Stand gleich auf. Ein älterer Mann der auf Mate Tassen verschiedenste Bilder einhämmerte, dass i Tüpfelchen jedoch war, dass man seinen Namen ein „gravieren“ lassen konnte. So entschließen wir uns (wie sollte es auch anders sein) den Namen „Puschel“ auf die Tasse machen zu lassen.

Denn du bist nicht du ohne deinen Puschel. Was wir eben so gut fanden, dass wir dem alten Mann unterstützen konnten. Keine China Ware und etwas gutes getan.

Jetzt waren wir im Kaufrausch. Wir suchten uns noch einen Magneten aus und entdeckten noch Aufnäher von Argentinien und Brasilien. Wenn wir von jedem Land wo wir jemals waren einen Aufnäher haben wollen wir diese auf eine Decke oder Tuch nähen für unseren Bulli. Also Zack gekauft. Nachdem wir Souvenirs geschoppt und genügend Bilder gemacht haben wollten wir weiter zum nächsten Markt.

In der Touristen App von Buenos Aires haben wir gelesen das am „Plaza Dorrego“ Antiquitäten Markt sein soll. Leider hatte ich mich in Tag geirrt und der Markt sollte erst am Sonntag sein. Nicht weiter schlimm einige Händler boten jetzt ihre Antiquitäten oder selbstgemachte Waren an. Maria verliebte sich in einen Ring, da sie ihren Verlobungsklunger vermisste (Aus Sicherheitsgründen haben wir den nämlich zuhause in Deutschland gelassen) kauften wir ihr noch diesen und Zack ab an den Finger. Der Tag war noch jung und wir wollten unbedingt noch einmal eine Bondiola essen. Also ging es zur „Bondiola Promenade“. Dort war ebenso ein Markt aufgebaut. Wir mögen es ja über Märkte zu schlendern, mal hier und dort zu schauen. Noch schnell ein Schokikuchen gekauft und weiter ging es zur Bondiola. Diesmal suchten wir uns jedoch einen anderen Imbiss aus und wir bezahlten die Hälfte als beim anderen. Also wussten wir, dass die anderen uns über den Tisch gezogen haben, nur weil wir Touristen sind. Wir ließen uns die Bondiola schmecken und gingen zur Unterkunft zurück. Auf dem Weg zur Unterkunft kostete ich noch ein leckeres Stieleis (mit Vanilleeis überzogenes Fruchteis) Mega. Die Sonne ging unter und wir machten uns auf den Rückweg zur Unterkunft. Dort angekommen bereiteten wir unsere Abreise für den nächsten Tag vor.

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Buenos Aires. Zum Glück konnten wir unseren Check-out auf 14 Uhr verschieben, da unser Bus erst 16Uhr abfuhr. So durchstreiften wir noch einmal die Stadt nach etwas essbarem, denn wir wollten für die Busfahrt gewappnet sein. Auf der Suche nach einem Bäcker landeten wir dann auf dem kleinen Antiquitäten Markt (jeden Sonntag „Plaza Dorrego“). Hier präsentieren die Händler verschiedenste Antiquitäten, wirklich sehr zu empfehlen. Leider hatten wir keine Zeit mehr und somit mussten wir zurück zur Unterkunft. Auf dem Weg zur Unterkunft holten wir uns noch ein paar leckere Empanadas für die Busfahrt um unser letztes Argentinisches Geld auf dem Kopf zu hauen. In der Unterkunft bestellten wir uns einen Uber-Fahrer, der uns zum Busbahnhof Retiro brachte. Dort angekommen checkten wir beim Ticketshop ein und warteten auf dem Bus.

15:45 Uhr und da kam auch schon der Bus. Schnell die Taschen geschnappt und ab rein damit in den Bus. Denkste. So einfach ging es nicht ganz. Der Kofferjonny, welcher die Koffer in den Bus lud, versuchte uns auf Spanisch klar zu machen das unsere Rucksäcke zu schwer seien. Da fragte ich mich wie will dieses Kerlchen mit seinen Würstchenarmen beurteilen können wie schwer unsere Backpacks sind? Nur weil er zu schwach ist diese einzuladen, diskutierte er mit uns. Bis 30kg stand auf den Tickets, doch unsere Rucksäcke waren keine 30kg schwer! Woher ich das weiß? Sonst hätten wir schon lange Stress im Flieger gehabt.

Irgendwann lies er dann ab und markierte unsere Rucksäcke. Danach wollte er uns klar machen, dass das einladen der Taschen 100 ARS pro Tasche kosten würde. Da wir jedoch das Land verlassen würden und alles Geld ausgegeben hatten, hatten wir nur noch 5 ARS. Alex zeigte ihm unsere Geldbörse und wollte ihm die 5 ARS geben, da fing der Kerl an zu lachen, riss unsere Markierung vom Gepäck und lud unsere Taschen wieder aus. Alex auf 180 schob diesen Wurstzipfel bei Seite und lud unsere Taschen selbst ein. Nach ein paar Wortgefechten von Spanisch und Deutsch nahm er dann unsere Taschen und schmiss diese wieder willig in den Bus.

Aus Angst, dass er unsere Taschen aus Rache wieder ausladen würde standen wir noch eine Weile draußen und beobachteten ihn.

Nach einer Weile war dann alles verstaut (unser Gepäck ebenso) und es ging los.

Unsere Sitze mittlerer Kategorie ließen sich 160 grad verstellen, yes Verbesserung zur vorherigen Busfahrt. Laut Busargentur sollte die Reise 22h dauern, gefahren sind wir jedoch 30,5h. Denn kurz vor Chile mussten wir die Anden überqueren, da hier jedoch zurzeit Winter ist, hat es Nachts über geschneit und die Anden wurden gesperrt. So standen wir dann 4-5 Stunden und wussten zunächst nicht warum wir überhaupt stehen. Erst eine Frau, die für das Argentinische Touristenbüro arbeitete, konnte uns auf Englisch erklären warum wir eigentlich hier so lange stehen. Endlich ging es dann weiter, Santiago de Chile wir kommen. An der Grenze angekommen, wollten es die Chilenen schon etwas genauer wissen, ob wir Fleisch oder Obst mit uns führen. Als erstes ging es zur Passkontrolle, dann musste jeder Passagier aufgereiht warten bis sein auf gegebenes Gepäck durch leuchtet wurde, während wir wartet lief ein Hund Kreuz und quer und suchte nach Drogen. Nix gefunden, komisch eigentlich, wir dachten eigentlich das der Hund 100% bei eins zwei Passagieren anschlägt, so wie die aus sahen. Nach dem großen Gepäck, kam dann das Handgepäck an der Reihe. Alles lief Reibungslos ab und kein Zollbeamter hatte etwas zu mäckern. Zum Glück denn wir hatten keine Lust alles aus zu packen. Da war es dann soweit, Ola Chile.

Alex

Buenos Aires – die ersten Tage…

Buenos Aires, die größte Stadt in Argentinien und eine der best entwickeltsten Lateinamerikas. Uns zog nicht nur ein gutes Steak sondern auch der Friedhof Recoleta und La Boca in die Megametropole.

Schon bei der Ankunft fiel uns auf, hier wird mehr auf Sauberkeit und Ordnung geachtet. Einzig die vielen Hundehaufen, da jeder Einwohner hier einen Hund zu haben scheint, störten das saubere Stadtbild.

Wir entschieden uns trotz bewölktem Himmel am ersten Tag der „Promenade“ Avenida Intendente Hernan M. Giralt zu folgen und dort ein Bondiola zu essen. Wir haben die Empfehlung aus einer Doku gehabt und suchten nach dem richtigen Grillstand. Dort angekommen, gab es ein Brötchen mit argentinischem Steak, Käse, Schinken, Spiegelei und einem speziellen Gewürz. Sehr lecker. Wir bezahlten 600 Peso und dachten uns noch so „Wurden wir über den Tisch gezogen?“

Es schmeckt super und trotz der Kälte genossen wir unser Mittag.

Wir schlenderten weiter in Richtung Innenstadt, durch eine Einkaufsstraße und verschickten die ersten Karten. (Die wir im übrigen seid Rio mit uns schleppen)

Unser erstes Bondiola

Durch Zufall entdeckten wir dann den 67m hohen Obelsik auf dem Plaza de la Republica. Er steht in mitten der breitesten Straße der Welt. Um von der einen zur anderen Straßenseite zu gelangen, muss man nämlich 16 Fahrspuren überqueren.

Leider fing es nun auch leicht an zu tröpfeln und wir entschieden uns weiter zu ziehen. Ich wollte unbedingt zu einer ganz besonderen Buchhandlung. Diese ist in einem ehemaligen Theater und verzauberte mich als Leseratte sofort. Alex schien eher irritiert, wo er nun gelandet ist. Mir zuckte es in den Fingern, wie gern hätte ich ein Buch dort gekauft. Doch der Nachteil an den Backpacks – man muss alles schleppen! 😄

Nach Alex Aussage, einer halben Unendlichkeit, sollte es wieder zur Unterkunft gehen. Der Regen wurde allerdings immer stärker und der Weg irgendwie nicht kürzer.

Mein Gesicht wurde immer länger. Seit ein paar Tagen hatte ich schon mit einer Erkältung zu tun und nun durch den eisigen Regen zu rennen, gab mir den Rest. Meine Glieder schmerzten! Meine Nase lief. Und da waren Sie! Die ersten Tränen der Weltreise! Alex lief gefühlt zwei Meter vor mir, das Ziel fest vor Augen. Als ob diesem Typen der Regen nichts ausmacht!

Nach einigen Kilometern und wirklich tropfenden Klamotten, endlich eine Pause und die erlösende Frage! „Wollen wir ein Taxi nehmen?“

In unserem Zimmer angekommen, bekam Alex dann seine „Strafe“ – ich streckte meine Eisfüße unter seine Decke und nutze ihn als persönliche „Wärmflasche“.

Ein Haus nach unserem Geschmack 😄

Auch der zweite Tag startete mit Nieselregen. Das kann doch nicht wahr sein! Noch wärmer angezogen, ging es nun auf die Suche nach einem Lokal fürs Abendessen und zum bekannten Friedhof Recoleta. Das Lokal stand schnell fest, ein Restaurant mit argentinischen Grill Buffet und auch der Weg zum Friedhof war schnell gefunden. Unterwegs hielten wir noch am Präsidenten Palast und träumten von einem Eigenen. 😄 und machten halt am Busbahnhof um unser Weiterreisetticket zu kaufen. Wir wollten nach Santiago de Chile nicht wieder Semi Cama reisen, sondern uns die Luxus Sitze gönnen. (Essen + Luxus Sitze? – der Kassensturz am Vorabend hatte ergeben, wir liegen gut im geplanten Monatsbudget)

Leider waren diese auch diesmal ausgebucht und wir konnten nur die mittlere Kategorie buchen. Breite Sitze, einige Fernseher, 160 Grad zu kippen, mit Verpflegung für 5400 Peso (111 Euro für uns beide).

Zufrieden mit unserer Buchung ging es weiter Richtung La Recoleta.

Wir mussten unterwegs immer mal kurze Zwangspausen wegen dem Regen machen.

Diesmal wollten wir nicht klitschnass werden.

Der Friedhof, der für die Oberschicht der Stadt ist, zog uns mit seinen riesigen Mausoleen gleich in seinen mystischen Bann. Teilweise sind die Grabstätten sehr runtergekommen, man sieht die Särge und überall hängen Spinnennetze. Es ist fast ein bisschen gruselig, im Nieselregen durch die kleinen Gassen voller Ruhestätten zu laufen. Auf dem Friedhof liegen viele bekannte Menschen Argentiniens begraben und hält die eine oder andere Schauergeschichte bereit.

So wurde die 19 jährige Rufina Cambaceres angeblich lebendig begraben. Kurz nach der Beerdigung fand man ihren Grabstein verschoben auf, innen voll mit Kratzspuren!

Auch heut ist es noch möglich, sich hier beisetzen zu lassen. Allerdings nur gegen seeeehr viel Geld!

Vom Viertel La Recoleta ging es wieder in Richtung Centrum zum Abendessen. Wir bekamen einen netten Tisch, machten es uns bequem, bestellten ein großes Bier und wurden stutzig. 17.30 und wir waren ganz allein. Das Buffet war reichlich gefühlt, doch irgendwie bauten die Kellner alles um? Wir waren also anscheinend genau in dem Wechsel vom „Mittagstisch“ zum „Abendbrot“. Ein bisschen unsicher, tasteten wir uns zu den Vorspeisen. Am Grill, wussten wir nicht so Recht wie wir bestellen. Also gaaaaanz langsam essen, auf andere Gäste warten und dann mal schauen wie die das machen 😄

Am Ende waren wir 3 Stunden dort, konnten uns bei anderen abgucken, was man bestellt und waren seeehr satt. Wir haben super leckeres Steak gegessen, viele gute Beilagen, Chorizo (Wurst) und einen leckeren Nachtisch.

(Alles Zusammen für: 29 Euro) Der Spaziergang durch die beleuchtetet Stadt war danach genau das Richtige und wir freuten uns, dass wir uns das Essen mal gegönnt haben!

Die Aussicht beim nach „Hause“ laufen

Mit dem Bus nach Buenos Aires!

Unsere erste lange Busfahrt stand an, denn unser Plan war weiter nach Buenos Aires zu reisen und ein gutes argentinisches Steak zu essen. Wir buchten zwei Sitzen in der Kategorie „Semi Cama“ – das sind Sitze die man 140 Grad nach hinten klappen kann. Eher die schlechteste Variante in diesen Bussen hier. Die Luxussitze kann man sogar zum „Bett“ umbauen. Doch die waren natürlich für die 17 stündige Fahrt am nächsten Tag schon ausgebucht. Insgesamt bezahlten wie für die Reise für uns beide 4080 Peso (84.56 Euro).

Wir hatten das Glück zwei Plätze ganz vorn im Doppelstöckigen Bus zu haben und konnten wunderbar raus schauen. Zu unserer Überraschung gab es im Bus sogar eine rundum Verpflegung, bestehend aus Getränken, Schnacks und einer warmen Mahlzeit. Ich glaube es sollte sowas wie Hackbraten sein 😄. Leider war es ziemlich kalt in dem Bus, fanden jedenfalls wir. Ich hatte meine dickste Jacke an, Kapuze auf, Oma Susannes Wollsocken an und eine Decke umgewickelt. Der Argentinier neben uns, saß knallhart 17 Stunden im T-Shirt!

Marias Seite war nach 3 Minuten häuslich eingerichtet 😄

Da die Fahrt über Nacht war, verging die Zeit recht schnell und wir trafen bereits am Vormittag in Buenos Aires ein. Der Bus fuhr einmal quer durch die Stadt und uns fiel sofort auf, hier ist es deutlich sauberer als in Rio. Nur die Ankunft am Omnibus Bahnhof war ungewöhnlich. Er befindet sich direkt an einer Art „Favela“, überall stehen total abgewrackte Fahrzeuge umher.Ein Markt an dem die Bewohner den Ankommenden alles mögliche andrehen wollen, befindet sich gleich vor den Haltestellen. Man hat bei der Ankunft erstmal

ein mulmiges Gefühl.

Wir schnallten daher schnell unsere Rucksäcke auf und bewegten uns weg vom Busbahnhof in Richtung Unterkunft. Alex meinte es seien nur 3 km die könnten wir doch schnell laufen. Er hatte sich die Route bereits auf „Maps Me“ an gesehen, so dass wir dann schön am Wasser lang laufen würden. (übrigens eine riesige Empfehlung – da

Man kostenlos Karten runterladen kann, um diese offline zu nutzen. Man kann sich Orte in der Karte markieren, sieht Sehenswürdigkeiten und Namen von Gebäuden. Sehr hilfreich unserer Meinung nach)

Die ersten Meter waren auch okay, doch irgendwann, waren die 3 km geschafft, die Unterkunft aber noch in weiter Ferne. Dazu kam die ständigen Berge. Ich hatte definitiv keine Lust mehr und war heil froh, als wir nach fast 6 km endlich da waren.

Unser Zimmer hatten wir wieder über Airbnb gebucht und waren wirklich zufrieden. Für 17 Euro die Nacht, für uns beide zusammen, hatten wir eine Menge Platz. Wir konnten eine große Küche nutzen, ein Wohnzimmer und sogar einen Garten. Doch leider regnete es ständig! Der Gastgeber selbst wohnte nicht mit im Haus, so waren wir mit 4 anderen Reisenden allein im großen Haus. Das Zimmer war sauber. Das Bad hielt sich in Grenzen und in der Küche haben wir doch lieber unsere eigenen Löffel genutzt. Aber nach 2 Nächten im Mehrbettzimmer, waren wir erstmal zufrieden.

Da sich in den letzten 1,5 Wochen einiges an Wäsche gesammelt hatten, machten wir uns auf der Suche nach einem Waschsalon. Wir irrten stundenlang durch die Stadt, mit der Wäsche auf dem Rücken, fragten Anwohner und googelten. Doch wir fanden nur „Reinigungen“. Also wieder zurück zur Unterkunft und die klassische Handwäsche nutzen.

Aber wenigsten konnten wir so bereits ein wenig von der schönen Stadt sehen und freuten uns auf die nächsten Tage.

Iguazú Falls – Argentinien

Vom Busbahnhof Foz de Iguazu nahmen wir den Bus nach Puerto Igazu. Beim Einstiegen waren wir ein bisschen aufgeregt. Wir hatten nur noch 21 Real. Doch wir hatten Glück, für 16 Real (umgerechnet 3,80 Euro) konnten wir beide nach Argentinien reisen. Der Bus fuhr bis zur Grenze, dort mussten alle aussteigen, zur Pass und Gepäck Kontrolle. Der Bus wartet bereits auf der anderen Seite und die Fahrt ging weiter. Wir stiegen am Busbahnhof aus und liefen von dort aus ein kleines Stück zu unserem Hostel. Dies war eher ein Einfamilienhaus, mit vielen Mehrbettzimmern. Wir hatten 2 Betten in einem gemischten 4 Bettzimmer gebucht. Da wir die ersten waren, suchten wir uns ein Doppelstockbett aus und verstauten unsere Sachen.

Es war erst Nachmittags, deswegen entschieden wir uns „kurz“ mal zu einem Aussichtspunkt zu laufen. Daraus wurde aber wieder eher eine kleine Wanderung. Maria hatten natürlich wieder das ideale Schuhwerk an! Birkenstocks! Am Ziel angekommen, befanden wir uns am Länderdreieck zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay. Ziemlich beeindruckenden. Und ein kleiner Handwerksmark lud noch zum schlendern ein.

Zurück im Hostel dann die Ernüchterung. Jemand hatte Alex Bett „geklaut“ und all seine Sachen dort rauf geworfen. Na Prima. Also doch nicht in einem Bett. Alex musste auf das andere ausweichen und wir schliefen nun beide oben. Mit uns im Zimmer, ein netter Spanier und der Bettdieb. 😄 Ein junger Mann aus New York, der sich die nächsten zwei Tage noch als Freak entpuppen sollte. (Er hat immer in Jeans geschlafen – sehr kuschlig 😄)

Nach der ersten Nacht, in welcher der eine Typ geschnarcht hat und der andere ständig im Schlaf Spanisch geschnattert hat, klingelte unser Wecker um 6.30. ( sehr zur Freunde unserer Mitbewohner, da es draußen auch noch dunkel war)

Aber wir wollten so früh es geht bei den Wasserfälle sein um den Massen etwas aus den Weg zu gehen. Wir fuhren wieder mit dem Bus und waren um kurz nach 8 am Nationalpark. Dort war aber schon einiges los. Am Vorabend hatten wir uns schon überlegt welche Routen wir laufen wollen. Zuerst wählten wir aber die kleine Eisenbahn des Parks, um zur „ Hauptattraktion“ zu fahren. Am größten Wasserfall steht man an der Abbruchkante und den Wassermassen zu sehen. Definitiv noch mal beeindruckender als auf der brasilianischen Seite. Wir konnten uns kaum satt sehen. Dank der frühen Zeit, konnten wir diesen Ausblick auch noch ohne großes Gedrängel genießen. Nach diesem tollen Start liefen wir die nächsten zwei Trails ganz ihr Ruhe ab. Auf gut ausgebauten Wegen läuft man entlang wunderbarer Natur und unzähligen Wasserfällen. Leider haben wir keine Krokodile entdecken können. Der letzte Trail war eine Empfehlung aus dem Hostel, da dieser zu einem Wasserfall führen soll, in dem man baden kann. Trotz müder Füße, wollten wir dort natürlich hin. Also wanderten wir 3,5 km, einen sehr viel natürlicheren Weg durch den Dschungel zu dem Wasserfall. Auf diesem Weg waren sehr sehr viel weniger Touristen unterwegs. Wir waren teilweise ganz allein. Ein Traum💚. Aber auch ein bisschen unheimlich. Überall raschelte es. Und dann stand dort auf dem Weg ein kleines Tier, dass wir nicht kannten. Wir schlichen uns langsam ran, doch es rannte in den Urwald und war in Sekundenschnelle nicht mehr zu sehen. Mit dem Wissen, dass in dieser Gegend noch Leoparden leben, liefen wir weiterhin aufmerksam den Weg entlang. Entdecken aber „nur“ tolle Pflanzen, wie riesigen Klee oder Mandarinenbäume und freche Affen.

Am Wasserfall waren wir ein wenig enttäuscht. Baden hieß, nur mit den Beinen rein. Ein Ranger pfiff einen sonst sofort raus. Also genossen wir nach vielen Stunden, einfach die erste Pause und die schöne, erfrischende Luft am Wasser.

Auf dem Rückweg, dann großes Schweigen. Alex war sauer. Ich hatte seinen aufgesammelten Stock leider ein bisschen angebrochen. ( hatte nur kurz so getan, als sei es ein Zauberstab und schon hat das Ding geknackt – upsi! 🙈)

Aber keine Panik – wir haben uns wider vertragen 😄

Denn du bist nicht DU – ohne deinen Puschel.

Am Abend fielen wir müde und glücklich ins Bett. Empfohlen werden 2 Tage für den Park. Wir sind in 9,5 Stunden alles abgelaufen und fanden es so perfekt. Und wir haben den zweiten Eintritt gespart. 😄 Insgesamt haben für uns beide 37.31 Euro bezahlt. Hat sich definitiv gelohnt.

Unser Hostel Zimmer

Am Länderdreieck

Iguazú Falls – Brasilen

Nachdem wir die Nacht am Flughafen verbracht hatten und 17 Stunden auf den Flieger gewartet hatten (wir wollten uns das Geld für das Zimmer sparen), stiegen wir um 7 Uhr in den Flieger nach Foz do Iguaçu.

Dort angekommen mussten wir noch die Zeit bis 14 Uhr rum bekommen, erst dann war unser Zimmer zum Beziehen bereit. Wir schlenderten noch mal durch den Ort und fanden einen Supermarkt um unsere Vorräte aufzufüllen. Da das Brot gefühlt wie Watte ist, macht es null satt. Deswegen steigen wir nun auf Haferbrei mit Obst um. Ist auch deutlich billiger.

Punkt 14 Uhr standen wir am Zimmer bereit. Wir sehnten uns nach einer Dusche und einem Bett. Die Besitzer des Häuschen in dem wir ein kleines Zimmer für 16 Euro die Nacht gebucht haben, begrüßte uns am Tor mit einem bunten Papageien auf dem Arm. Leider ist dieser nur der Freund vom Besitzer. Alle anderen Leute beißt er. Den Papageien konnte man auch bereits die ganze Straße lang hören, er plapperte und pfiff vor sich hin, was das Zeug hielt. Auch die Frau hatte ein Tier, ein kleiner Hund Namens Billi sprang auf dem Grundstück umher und freute sich über Streicheleinheiten. Ihr Sohn, ungefähr in unserem Alter, sprach auch Englisch und konnte uns all unsere Fragen beantworten. Alle waren sehr freundlich und wir fühlten uns in ihrem sehr sauberen Haus super wohl. Mit uns wohnten auch noch 6 andere Reisende dort. Die Familie vermietet sehr regelmäßig ihre Zimmer.

Am Samstag machten wir uns dann auf den Weg zu den Iguazúwasserfälle auf der brasilianischen Seite. Im Park angekommen waren wir erstmal nicht ganz überzeugt. Nachdem wir in Island einige riesige Wasserfälle hautnah erlebt hatten, kam uns die Aussicht nicht ganz spektakulär vor. Wir wanderten dem vorgegeben Weg mit vielen anderen entlang und entdeckten plötzlich einen kleinen Nasenbären. Ein paar Meter weiter tauchten immer mehr auf. Auf der Suche nach Futter, schlichen sie zwischen den Beinen der Touris umher und erhofften sich einen Krümel. Sobald man etwas zu essen auspackte, eine Chipstüte raschelte, (hier gibt es immer und überall Chips) oder etwas nur ansatzweise nach Futter roch, kamen die Tiere angerannt und kletterten teilweise an den Beinen nach oben. Dann kamen die „Supertouris“, die Kekse auspackten und die Tierchen bewusst damit fütterten. Wie ein wütender Momp kämpften die Nasenbären um das „fressen“. Die Menschen kreischten und freuten sich. Uns war das eher zu viel. Niemand schien zu akzeptieren, dass dies wilde Tiere sind und diese keine Süßigkeiten zum fressen benötigen.

Wir gingen lieber schnell weiter. Je näher wir an die Wasserfälle heran kamen, desto beeindruckter waren wir. Die vielen tausenden Menschen, erschwerten zwar das genießen, doch die Wassermassen die dort herunterschossen und die Chance auf einem

Steg bis zur Abbruchkante ran zu treten, ließen uns den Atem anhalten. Das war schon mächtig cool. Nass vom Wasser, waren wir nach diesem Ausflug wirklich begeistert und freuten uns noch mehr auf die Argentinische Seite.

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro – eine DER Megastädte auf der Welt, ist Heimat für ca 11,9 Millionen Menschen. Und wir sind nun mitten unter ihnen.

Mit großen Augen und etwas Aufregung verlassen wir Montag früh das Haus, auf der Suche nach einem Supermarkt und etwas zum Frühstück. Als erstes entdecken wir aber, dass wir direkt vor der Haustür einen Strand haben mit wunderbaren Blick auf den Zuckerhut und die berühmte Christusstatur. Unsere Herzen hüpfen kurz vor Glück – denn wir können es selbst noch gar nicht fassen, hier zu sein.

Nach einem kleinen Frühstück, wollen wir den ersten Tag eigentlich entspannt angehen und nur mal zum Strand schlendern. Schnell werden daraus 22 km entlang der Traumstrände von Rio. Mit den Füßen im Wasser, laufen wir die komplette Copacabana ab und gönnen uns unsere erste Kokosnuss. Auch den Ipanema Strand lassen wir uns nicht entgehen. Am Abend fallen wir erschöpft ins Bett. Die Zeitumstellung macht sich doch bemerkbar. Abends sind wir total müde, morgens sehr früh wach.

Am zweiten Tag, stellen wir uns extra einen Wecker. Den Strand vor der Haustür wollen wir natürlich nutzen um von dort aus den Sonnenaufgang mit dem Zuckerhut im Hintergrund zu sehen. Leider ist es ziemlich bewölkt. Doch wir genoßen trotzdem das Meeresrauschen.

Da die Wolken den Himmel besetzten, erkunden wir nicht den Zuckerhut sondern entscheiden uns für die Escadaria Selaron, eine 250 stufige Treppe die von einem Künstler über 23 Jahre lang mit Fliesen aus aller Welt bestückt wurde. Wir schlenderten die vielen Stufen langsam empor und entdecken dabei eine Rostocker Fliese. Wir fühlten uns gleich heimisch und freuten uns riesig.

Von dort aus, spazierten wir in Richtung Hafen. Dort, am Olympischen Boulevard kann man das größte Graffiti der Welt betrachten. Die 5 riesigen Gesichter, sollen die Ureinwohner der Kontinente darstellen, eine Anspielung auf die Olympischen Ringe sein und symbolisieren, dass wir alle gleich sind. Was für ein schöner Gedanke und ein gigantisches Kunstwerk.

Da wir hier noch kein mobiles Netz haben, blieb uns nichts anderes übrig, als zur Unterkunft zu laufen. Und mein Mann ist wirklich unerbittlich – selbst im strömenden Regen, wollte er kein Taxi rufen! Unser hart erspartes Geld soll nämlich seiner Meinung nach nur für Aktivitäten und Fleisch ausgegeben werden. 😄

Am dritten Tag wollten wir nun endlich DIE Wahrzeichen Rios erklimmen. Mit einem

Uber ging es zur Bahn die zum Christus hoch führt. Laut Internet total sehenswert. Wir fanden es lediglich okay, mit der Bahn dort hoch zu fahren. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass es bereits während der Fahrt anfing zu regnen und der Himmel sich mit Nebel bedeckte. Oben angekommen dann die große Ernüchterung. Es schüttete in Strömen und Maria hatte natürlich Sandalen an 😐 also erstmal warten und warten und noch länger warten. Zwischendurch mal einem Magneten als Andenken kaufen und ne Schnitte essen und dann weiter unter einem kleinen Dach mit 50 anderen warten. Auf den Regen starrend rätselten wir : wird es nun weniger?

Nach fast 1.5 Stunden wagten wir es und gingen die letzten

Stufen zum Christus hoch.

Doch was saß denn dort im Baum? Lauter kleine Äffchen die uns mit großen Augen ansahen. Wir mussten natürlich erstmal stehen bleiben und sie in Ruhe für „soooooo süüüüüß“ betiteln 😄 und als wir uns umdrehten war der Christus verschwunden. In der kurzen Zeit war Nebel aufgezogen und man konnte lediglich den Sockel noch sehen, alles andere war in der Nebelwand verschwunden.

Also hieß es wieder: waaaarten.

10 Minuten… 20 Minuten… 30…. und da war er wieder zu sehen. Nun aber Zack hin da und ihn endlich anschauen. Der Niesel wurde nun ignoriert. Wir machten ein paar Bilder, staunten über die Größe und machten uns bewusst, wir stehen nun wirklich hier!

Ein verdammt gutes Gefühl. Trotz der Warterei und des Regens.

Wir machten uns auf den Rückweg und liefen zu unserer Unterkunft. Wir spazierten durch ein „Villen“ Viertel. Hier ist alles super abgesichert. Überall sind Stromzäune und vor besondereren Häusern stehen immer Wachmänner. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist hier gewaltig. Wir haben so viele Obdachlose Menschen gesehen, die am Straßenrand liegen und sich irgendwie durch kämpfen. In diesen Momenten waren wir unglaublich dankbar in Deutschland groß geworden zu sein, abgesichert aufgewachsen zu sein und den Zugang zu genügend Lebensmittel und Bildung gehabt zu haben.

Am Nachmittag ging es für uns auf den Zuckerhut. Die Fahrt mit der Gondel bot eine tolle Aussicht und auf dem Berg wurde sie immer besser. Wir genossen mit einer kleinen Flasche Sekt den Sonnenuntergang und konnten unser Glück wieder einmal kaum fassen. Das Wetter meinte es diesmal sehr gut mit uns und wir konnten stundenlang die Aussicht auf die Stadt genießen. Als es dunkel wurde und die Menschen ihre Lichter anmachten, erstrahlte Rio. Wir waren wirklich gefesselt. Nur leider wurde es auch immer kälter. Die Temperaturen sollte man Abends nicht unterschätzen.

Nach diesem letzen Tag fielen wir müde ins Bett und waren uns sicher: Rio wir kommen wieder!

Unsere erste Kokosnuss

Die Rostocker Fliese

Ein Teil des größten Graffitis der Welt

Wir sind unbeschreiblich glücklich

Der Blick auf Rio vom Zuckerhut

Alex liebte die Welle an der Copacabana

Erste Ankunft…

Die ersten Flüge vergingen relativ schnell und sowohl Alex, als auch ich konnten ein wenig Schlaf nachholen. Die mitgegebenen Snacks retteten uns bis zum Flug von Porto nach Rio, denn erst dort erwartete uns eine Flugzeugmahlzeit.

Beim letzten Flug hatten wir zwar das Pech in der Mitte des Fliegers, weit weg von einem Fenster, zu sitzen. Hatten aber 3 Plätze für uns und somit etwas mehr Platz.

Um 19.40 Ortszeit landeten wir dann schließlich in Rio de Janeiro und betraten das erste Mal in unserem Leben brasilianischen Boden. Wir befürchteten nun, dass wir gleich zur Zollkontrolle rausgezogen werden, da wir vollbepackt an den Beamten vorbei marschierten. Doch wir hatten Glück, die Dame vor uns musste ran und wir konnten gleich weiter zur Passkontrolle. Und da war er dann, der erste Stempel im Pass. Das erste Land unserer Weltreise.

Und kaum waren wir aus dem Sicherheitsbereich raus, überfielen uns Taxifahrer die unbedingt uns „nach Hause“ fahren wollten. Wir verneinten mit starrer Miene, da wir bereits im Vorfeld gelesen hatten, dass die Fahrten eher unsicher und überteuert sein sollen.

Denize, unsere Vermieterin hatte uns „Uber“ und die passende Abholtstation auf der 2 Etage empfohlen. Also gingen wir dort hin, loggten uns in die App ein und bestellten uns einen Fahrer. Für 30 min Fahrt sollte es für 9.60 Euro zu unserer Unterkunft gehen. Und innerhalb weniger Minuten war „Manuel“ da und fuhr uns in seinem Auto zu unserem Zimmer. Im gebrochenen Englisch zeigte er uns den Christus und die die vielen Favelas. Er war super lieb und wir fühlten uns beide gleich wohl bei ihm im Auto.

An unserem Haus angekommen, mussten wir durch ein bewachtest Tor, vorbei an zwei Hausmeistern und zwängten uns in den kleines Fahrstuhl der Welt. Noch bevor dieser losfuhr beschlossen wir beide, ab morgen nehmen wir die Treppe 😄

Unser Zimmer konnten wir durch einen Zahlencode öffnen und standen in einem kleinen 1 Zimmerapartment, mit winziger Küche und einem komisch riechenden Bad. Aber das Bett war bequem, es gab eine Klimaanlage und wir waren nach 24 Stunden Anreise, für uns alleine.

Doch was stand dort am Klo? Kein Toilettenpapier runterspülen? Na Geil! 😄 neben der Toilette stand ein winziger Eimer. Alex meinte das reicht nicht mal für einmal aufs Klo gehen 😄🙈

Das würde noch interessant werden die nächsten Tage.

Doch für diesen Moment freuten wir uns erstmal auf eine Dusche und dann ins Bett zu fallen…

Das erste Lächeln, nachdem die Tränen getrocknet waren
Unser Schlafplatz für die ersten 4 Nächte

Abschied nehmen…

2.30 Uhr und der Wecker klingelt. Nach ein paar Stunden Schlaf in unserem geliebten Bulli, öffnen wir die Augen und wissen. Nun ist es soweit: unser Abenteuer beginnt. Die Aufregung ist mit einem Mal unermesslich, der Magen grummelt und beim Gedanken an den nahenden Abschied werden die Augen wieder glasig.

Auf der Terrasse versammeln sich alle, bereit

für die Fahrt zum Flughafen Tegel. Mit drei Autos geht es die 45 Minuten in Richtung Berlin. Alex im Auto seiner Familie, ich Sitz bei meinen Lieben und hinterher kommen noch unsere lieben Freunde Anne und Carli.

Wir sind nun also das letzte Mal getrennt von einander, im nächsten Jahr bleiben wir beieinander. Nach 6 Jahren permanenter Teilzeittrennung durch die Jobs, freuen wir uns auf viel gemeinsame Zeit.

Am Flughafen angekommen, finden wir schnell das richtige Terminal und nun wird gewartet, die letzten Fotos gemacht, kleine Geschenke verteilt und angestoßen auf diesen Moment. Das Gepäck wird abgegeben und nun ist der Moment da: Abschied. Die Tränen rollen und wir drückten unsere Lieben noch einmal so fest es geht. Die letzten lieben Worte die uns in die Ohren geflüstert werden, gehen direkt ins Herz.

Danke – an alle die dabei waren. ❤️

Und auch noch mal ein riesiges Danke, an all unsere Gäste auf der Abschiedsparty. Die

vielen Überraschungen, Geschenke und Glückwünsche zu unserer Reise. Es war ein wunderschöner Abend. Ein dickes Danke auch an meine lieben Kollegen, die sich so viele Mühe gegeben haben, uns gut in die Welt los zu schicken.

Und Danke an all die persönlichen Verabschiedungen in den letzten Tagen. ❤️

All die Liebe und Freundschaft die uns entgegengebracht wurde, haben uns völlig umgehauen. 💚

Und trotz dieses schweren Abschieds, gingen wir kurz nach 6 durch die Sicherheitskontrolle und starteten in das Abenteuer…

Die Reise beginnt…

Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an.

Nach monaterlanger Vorbereitung, vielen Entbehrungen und zusätzlichen Arbeitsstunden beginnt in 3 Tagen unser Abenteuer Weltreise. Lange haben wir auf diesen Moment hingearbeitet, uns erträumt wie es sich anfühlt ein Langzeitreisender ohne Wohnung und festen Job zu sein. Nun ist es soweit. Unsere Wohnung ist gekündigt, die Jobs beendet und wir nehmen Abschied von unseren Lieben in Deutschland. Im Augenblick defintiv die härteste Probe für uns. Wir waren gern auf unseren Arbeitsstellen und werden unsere Kollegen sehr vermissen, wir haben gern Zeit mit all unseren Freunden verbracht und sind eigentlich beide große Familienmenschen. Doch nun verabschieden wir uns. Nehmen all unseren Mut zusammen, um unsere schönste Geschichte zu schreiben.

Hier nehmen wir euch alle mit, ob liebgewonnener Kollege, beste Freunde, Mutti und Papa oder dich als Leser. Begleitet uns auf unserem Abenteuer!

Über Uns:

Wir sind Alex und Maria. 2013 haben wir uns ineinander verliebt und gehen seither gemeinsam durchs Leben.

Die Entscheidung einer Weltreise kam vor fast 2 Jahren auf und wir schufteten seither unerbittlich um uns diesen Traum zu erfüllen. Es wurde gearbeitet, gespart, geplant und noch mehr gespart.

Am 14.7.2019 war es dann endlich so weit und wir machten uns auf den Weg in die große weite Welt.

Viel Spaß beim lesen und mit reisen!