Wresling, Magenverstimmung & viel Erholung!

Tag 3 & 4 in La Paz stellte sich eine Zwangspause ein. Wir waren krank. Alex schleppte schon seit der Uyunitour eine Magenverstimmung mit sich umher und nun erwischte es auch Maria. So blieben wir einfach im Bett. Tranken & Schliefen viel und sammelten neue Energie. Und das tat uns beiden wirklich gut.

Sonntag ließen wir es uns dann aber trotzdem nicht nehmen, zum berühmten Cholitas Wrestling zu gehen. Wir entschieden uns gegen eine der vielen Tourangebote und machte uns allein auf den Weg zur Arena.

Dort angekommen waren wir erstmal eine ganze Weile allein. Wir waren viel zu früh da! Nach und nach trudelten aber immer mehr Locals ein und wir waren überrascht. Wir dachten es sei mehr so ein „Touriding“, freuten uns aber, dass auch die Einheimischen Spaß an diesen Shows haben.

Nach einem ersten „Kampf“ mit Männern, kamen dann auch schon die ersten Damen in ihren weiten Röcken auf die Bühne. Übrigens tragen Cholitas bis zu 10! Röcke übereinander, um ein schönes breites Becken zu bekommen. Das gilt nämlich als besonders sexy.

Im Eintrittspreis inklusive, eine Tüte Popcorn, eine Cola und ein Souvenir für jeden. Und während wir unsere Snacks genossen, tanzten die Cholitas durch die Arena um sich vorzustellen. Schnell wurde die Stimmung ausgelassener. Vor allem die Locals feierten ihre Ladys. Das Prinzip der Show – es gab immer eine „gute“ und eine „böse“. Die Gute, hieß natürlich Maria und wurde gefeiert. Die anderen ausgebuht. Die letztere „rastete“ dann aus, schimpfte mit dem Publikum und spuckte mit geklauten Wasser, Bier oder auch Cola aus dem Publikum, um sich.

Wir hatten Plätze in der ersten Reihe und erlebten alles haut nah mit. Die Show hat uns gefallen. Die Darsteller bemühten sich sehr und wir hatten eine Menge Spaß. Das nächste Mal würden wir aber noch Ohropax mit nehmen. Es war nämlich extrem laut.

Da es uns trotzdem immer noch nicht perfekt ging, buchten wir zwei weitere Nächte im Hostel. Eine zum erholen und die zweite, da an diesem Tag kein Flug zu unserem Nächsten Ziel frei war. Die beiden Tage nutzen wir um auszuschlafen und in einem kleinen süßen Café Tee zu trinken und ein bisschen unsere Route weiter zu planen. Es gefiel uns dort so gut, dass wir auch am letzten Tag unseren Nachmittag dort bei warmen Schokokuchen verbrachten. Unseren Bäuchen ging es endlich wieder gut. Genau richtig um uns am letzten Tag noch mal mit Beate und Armin zu treffen. Die beiden hatten wir in San Pedro de Atacama kennengelernt, gemeinsam mit Ihnen die Uyunitour gemacht und uns nun in La Paz verabredet. Die beiden Ösis – haben wir wirklich gern gewonnen. Ein Besuch in Österreich zum Apfelfest, welches die beiden uns schmackhaft gemacht haben, planen wir definitiv ein!

La Paz war ungewollt unser längster Aufenthalt an einem Ort bislang. Doch es tat uns gut, ein bisschen zu Ruhe zu kommen. Lecker essen zu gehen. In einem Café zu sitzen. Bummeln zu gehen. Freunde zu treffen.

Und nun haben wir neue Energie für das nächste große Abenteuer!

Let’s Go to the Dschungel!

Willkommen in La Paz

Nachdem wir Abends in Uyuni in einen wirklich sehr günstigen Bus gestiegen sind, (25 € für uns beide) kamen wir morgens um 5 in La Paz an und wurden kurz vorm Busbahnhof an einer Straße „rausgeworfen“. Wir schnappten schnell unsere Sachen und machten uns auf den Weg in den Busterminal. Auf den Weg dort hin lernten wir gleich mal eine „interessante“ Sitte kennen. Die Menschen hocken & stellen sich gern einfach überall hin, um Wasser zu lassen. Und so stand direkt vor uns eine alte Dame, stellte sich etwas breitbeinig hin und ließ ihrer Notdurf freien Lauf. Wir waren schockiert. Und mussten sowas die kommende Tagen leider häufiger sehen.

Etwas unwohl warteten wir nun ein paar Stunden auf einer Bank des Busbahnhofs. Unser Hostel war leider erst ab 14 Uhr zum Check in bereit und die Lokale hatten noch alle zu. Als es langsam heller wurde, brachen wir aber auf in Richtung Hostel und Innenstadt. Und wir hatten Glück. Wir konnten unser Gepäck schon einmal in der Unterkunft unterstellen und somit nur mit den kleinen Rucksäcken los ziehen um uns etwas zu essen zu suchen.

Am Nachmittag konnten wir dann unser Zimmer beziehen, endlich heiß duschen und verkrochen uns gleich ins Bett. Wir waren super kaputt und schliefen uns erstmal ausgiebig aus.

„Ihr habt die Uhr erfunden – aber wir die Zeit“

La Paz ist nicht nur der höchste Regierungssitz der Welt sondern auch Schauplatz des größten Marktes. Auf unendlichen Quadratkilometern kann man alles kaufen. Wirklich ALLES. Jedes erdenkliche Autoteile, Teppiche, Lebensmittel, Badartikel oder doch eher kleine Ferkel? Kein Problem. Und ne selbstgebrannte CD kannst du gleich daneben bekommen. Es war wirklich der pure Wahnsinn. Wir entschieden uns aber eher dem Streetfood unsere Aufmerksamkeit zu schenken und kosteten uns durch. Wir probierten eine super leckeren Fisch mit Nudeln und kleinen violetten Kartoffeln. Später gab es zwei frisch gepresste Organgensäfte für 26 Cent. Alex kostet noch ein zuckersüßes Getränk mit einem kleinen Apfel drin und zum Abschluss gab es dann noch eine Art Wassereis.

Mit der Seilbahn ging es wieder zurück ins Centrum und wir machten eine kleine Siesta. Nach langer Überzeugungsarbeit sah auch Alex ein, dass es nicht schaden kann sich auch mal ein bisschen auszuruhen. Deswegen wollten wir ja auch 5 Tage hier in La Paz bleiben. Ein bisschen ausruhen, neu sortieren und Wäsche waschen.

Nachdem wir einen kleinen Mittagsschlaf gemacht hatten, tauchten wir Abends noch einmal in die Stadt ein. Wir gingen zu verschieden Agenturen um uns Informationen über eine Dschungeltour zu holen. Wir wollten die Angebote ein bisschen vergleichen und ließen uns in drei Stelle beraten.

Später schlenderten wir dann noch zum berühmten Hexenmarkt. Dort kann man so einige Kuriositäten kaufen. Das speziellste jedoch sind wohl die vielen Lama Föten, die überall hängen. Von ganz klein bis relativ groß. Mit Fell oder Ohne. Die Menschen kaufen die toten Tiere um sie unter ihre Häuser zu vergraben. Das soll nämlich Glück bringen. Ein bisschen unheimlich sieht es schon aus – die vielen Tiere dort hängen zu sehen und Maria fand es riecht dort ganz eigenartig süß.

Wir schlenderten durch die unzähligen Shops und entdecken einige schöne Andenken. Vor allem Alpakakleidung kann man hier in Massen kaufen. Aber auch viele andere schöne Dingen. Und wir gönnten uns ein paar schöne Erinnerungsstücken. Zwei neue Pullover fanden den Weg in unserem Besitz, jeder eine warme Mütze und dicke Socken. Nie wieder Abends frieren! Abends kühlt es sich hier nämlich rasant ab. Auch eine tolle neue Lederhandtasche mit kleinen Lamas gehört nun zu Marias Reisegepäck und ein kleines Lamakuscheltier musste auch mit. Den bekommt in ein paar Jahren Mini Puschel geschenkt 😄

Wir hätten noch so viel mehr kaufen können, mussten aber unser Konto und Gepäck im Blick behalten. Hierbei ein kleiner Gruß an unsere Familien. Bitte lasst Platz im Koffer wenn ihr uns in Vietnam besuchen kommt 😄 wir wollen euch was mit nach Hause schicken 😉

Uyuni – die größte Salzwüste der Welt

Der letzte Tag brach früh heran. Bereits um 5.30 Uhr sollten wir unsere Taschen auf den Geländewagen verladen. Danach ging es sofort los in die größte Salzwüste der Welt und das Highlight dieser Tour.

Da es noch ziemlich dunkel war, machte der größte Teil noch mal die Augen zu. Vor allem Alex – dem ging es heut nämlich gar nicht gut. Er hatte sich den Magen verdorben. Vielleicht war der viele Rotwein gestern doch nicht die beste Idee.

Wir fuhren durch die Weite der Salzwüste bis Paolo irgendwo im nirgendwo hielt. Wir stiegen in die Kälte aus -und konnten in alle Richtungen unendlich weit schauen. Und am Horizont ging ganz langsam die Sonne auf. Es war unglaublich romantisch… bis Paolo die Popmusik im Auto aufdrehte 😄

Wir genossen trotzdem diesen Moment aneinander gekuschelt und wiederholten einen Satz den wir in den letzten Tagen mehrere Mal gesagt haben: „Wir haben so ein Glück hier zu sein!“

Wir sind vor einem Monat aufgebrochen & so unendlich glücklich und dankbar diesen Schritt gewagt zu haben! 💚

Nachdem die Sonne aufgegangen war und sofort anfing uns aufzuwärmen, machten wir die ersten Bilder und Alex ließ noch die Drohne steigen.

Danach fuhren wir ein Stück weiter zu einem riesigen Hügel auf welchem lauter Kakteen wachsen. Diese waren riesig – selbst Alex sah daneben aus wie ein kleiner Zwerg!

Und während wir durch die Kakteenlandschaft schlenderten, bereitete Paolo ein leckeres Frühstück in der Wüstensonne für uns vor. Auf einem Salztisch und kleinen Salzhockerchen gab es einen leckeren Kuchen, Cornflakes mit Jogurt & heißem Tee. Wir waren sehr zufrieden.

Und während Paolo alles wieder in unseren 4×4 verstaute, konnten wir den Horizont entlang laufen. Es war eine gute Gelegenheit, wo einem bewusst wurde, wie riesig dieses Wunder der Natur ist.

Irgendwann wurden wir wieder eingesammelt und fuhren mit Paolo immer weiter in die Salzwüste. Um die Natur zu schonen fahren die vielen Geländewagen über gleiche Fahrspuren und nicht Kreuz & Quer. Unter dem Salz befindet sich Wasser und darunter wieder Salz. Es sind unvorstellbare Massen.

Irgendwo im nirgendwo hielten wir dann an. Endlich standen die berühmten Fotos an. Gemeinsam mit den anderen hatten wir schon beim Abendessen überlegt, was für Bilder wir machen wollen. Die Wüste eignet sich aufgrund ihrer Weite nämlich wunderbar um mit Größenunterschiede zu spielen.

Und ein Glück ist Paolo nicht nur Fahrer, Guide & wunderbarer Frühstücksmacher, sondern auch Profifotograf. 😄 Wie beschrieb Alex ihn in unserem Tagebuch: „ruhiger Typ – sympathisch“ Und wirklich, mit einer Engelsgeduld setzte er all unsere Ideen um & brachte seine eigenen mit ein. Wir hatten eine Menge Spaß & raus kamen so lustige Resultate :

Nach einem langen Shooting, einer „ Inka Toilette“ (MERKE: gelbes Salz – ist wie gelber Schnee! Ungenießbar 😄) fuhren wir zu einem kleinen Touristenmarkt. Dort hatten wir die Chance Salz zu kaufen und kleine Andenken. Und zwischen all dem Kitsch, fanden auch wir ein kleines Erinnerungsstück.

Alex litt leider immer noch sehr & verbracht mehr Zeit im örtlichen WC. Der arme litt wirklich. Auch beim anschließenden Lunch konnte er nicht zuschlagen.

Seine letzten Kräfte mobilisierte er auf dem Eisenbahnfriedhof. Die letzte Station unserer Tour. Hunderte Waggons & Eisenbahnen stehen dort und gammeln vor sich hin. Wir nutzen die Chance für ein paar letzte Erinnerungsbilder.

Und dann brachte uns Paolo zur Busstraße. Von dort aus konnten wir nun alle selbstständig weiter reisen.

Beate & Armin wollten gern weiter nach Sucre um dort Spanischstunden zu nehmen. Shannen & Helene wollten eine Nacht in Uyuni bleiben um dann nach Potosí und wir wollten den Nachtbus nach La Paz nehmen.

Doch bevor wir Abschied nehmen wollten, genoßen wir die letzten gemeinsamen Stunden noch in einem kleinen Lokal und unterhielten uns, lernten neue Spiele kennen und genossen es, uns gefunden zu haben.

Uyuni 2.0

Nach einer kurzen und kalten Nacht quälten wir uns alle nach und nach aus dem Bett. Alex war als erster bereit für den neuen Tag, schnappte sich unsere Drohe und wollte beim Sonnenaufgang fliegen gehen. Maria stand als letztes auf, sie hatte am meisten mit der Höhe zu kämpfen. Ihr war super schlecht und der Kopf dröhnte.

Am Frühstückstisch trafen sich dann aber alle. Alex mit erfrorenen Fingern, da er eine Stunde versucht hatte die Drohne in die Luft zu bringen. Der war es aber anscheinend zu kalt. Maria versuchte einen Pancake zu knabbern und auch die anderen kämpften noch mit den Nachwirkungen der letzten Nacht.

Sonnenaufgang an unserer Unterkunft

Und trotz allem, wir wollten weiter und mehr dieser unglaublichen Natur sehen. Und so düsten wir durch die karge Weite, wirbelten wieder ordentlich Staub auf und kamen vorbei an vielen verrückten Gesteinsformationen. Beispielsweise „the World Cup“ – ein riesiger Stein, der aussieht wie der Pokal der Fußballweltmeisterschaft.

Wir entdecken zwischen all dem Stein aber etwas viel besseres: den Opa aus dem Film „Oben“ 😄 einer unser liebsten Filme. Die Botschaft ist einfach toll & der Film war ausschlaggebend für unseren Blog Namen.

World Cup & das Kamel

Der Disney Opa aus dem Film „Oben“

Die Tour führte uns auch zu einem Kamelstein und „Lost Italy“ – Paolo erzählte und erzählte. Doch außer Vatikan, verstand keiner aus der Gruppe was.

Und wir selbst konnten uns auch nicht erklären, warum diese Steine dort nun „Lost Italy“ heißen. Aber wir nutzen alle die Gelegenheit unsere Beine zu vertreten. Alex und Armin hatten sich bereits „gefunden“ – zwei verrückte Abenteurer an einem Ort. Also wurde erstmal geklettert. Später wurden die beiden von einer junge Frau angesprochen. Was ihnen denn einfällt? Wenn alle auf den Stein klettern, dann würde der kaputt gehen.

Also ich wusste schon immer, mein Mann ist der Stärkste – aber Felsen kaputt machen? 😄

Na gut. Wir fuhren weiter zu einer Traumhaften Lagune. Dort war es so idyllisch. Doch wen mussten wir wieder treffen? Die „Gesteinspolizistin“ – doch was tat sie da? Sie kletterte auf einen Stein 😮 und brüllte von dort aus eine andere Reisegruppe an, sie sollen gefälligst vom Wasser weg gehen. Die Natur muss geschützt werden! Lustig das ihr Vater, der nun neben ihr auf dem Stein stand, vorher eiskalt auf den Moosbewachsenen Flächen lang lief, die ausdrücklich zum Schutz abgesperrt waren.

Ihr Gedanke – die Natur zu schützen unterstützen wir gern! Auch wir sind der Meinung, es ist wichtig ordentlich mit unser Umwelt umzugehen. ABER – andere Leute zu tadeln, obwohl man vor seiner eigenen Haustür kehren muss, mögen wir gar nicht!

Zurück zur tollen Lagunen – die wir ja eigentlich genießen wollten: dort hatten wir einen wunderbaren Ausblick. Auf dem Wasser vergnügte sich eine kleine Entenfamilie und davor grasten einige Lamas und genossen die Sonne & das ruhige Leben.

Wir hatten Zeit, einfach eine Weile dort zu sitzen und zu schauen. Das tat auch mal gut. Der Nachteil an einer Tour ist nämlich oftmals, wenig Zeit zum genießen zu haben.

Von dort aus schlenderten wir zu einer kleinen Häusersiedlung, dort wartete bereits Paolo auf uns, denn dort gab es ein sehr leckeres Lunch. Maria hatte leider immer noch mit ihrer Übelkeit zu kämpfen, Glück für Alex der gleich das doppelte Essen konnte.

Danach fuhren wir eine ganze Weile durch die Steppe. Gut um kurz die Augen zu schließen und neue Energie zu sammeln.

Der nächste Stop war dann der Anaconda Canyon, leider gibt es dort keinen Anacondas (Marias Traum: ein Krokodil & eine Anaconda zu sehen), sondern der Fluss der sich durch den Canyon wie eine Schlange schlängelt, ist für den Namen verantwortlich. Der Blick in die Tiefe ist aber auch ohne Riesen Schlange ziemlich cool.

Der letzte Stop des Tages war dann an der Julaca Trail Station. Drum herum ein kleines Dorf. Hier angekommen, hatten wir deutlich an Höhenmeter hinter uns gelassen und Maria ging es endlich besser. In dem Dorf wird man vor einem kleinen Lokal abgesetzt. Dort konnte man nun Kokabier kaufen (die Kokapflanze ist hier von großer Bedeutung, die Blätter sollen gegen Müdigkeit, Kälte & die Höhenkrankheit helfen) Dann sollte ein Bier doch Wunder bewirken oder?

Keine Sorge – Maria entschied sich doch eher für ein Eis und nur Alex nahm ein Bier. Tat unserem Portmonee auch besser 😄 das Eis kostet nur 0.26 € – ein kleines Bier 2,60 €.

Danach ging es endlich in Richtung Unterkunft. Langsam wuchs die Neugier: Angekündigt war es als „Salz Hotel“. Die Mädels versuchten die Erwartungen gering zu halten, sehnten sich insgeheim aber nach einer warmen Dusche und einer sauberen Toilette.

Als wir dann in die Einfahrt zum Hotel einbogen und am Horizont bereits ein unfertiges Haus sahen, schwanden all unsere Hoffnungen.

Doch wir wurden überrascht. Als wir rein gingen und Paolo uns lässig fragt ob für jeden Paar ein Doppelzimmer ok wäre, war die Freude schon groß. Und als wir die Räume sahen und bemerkten das jedes Zimmer ein eigenes Bad hatte, mussten wir kurz jubeln. Und dann war da auch noch ein kleiner Ofen. Unser Glück war perfekt!

Im Zimmer waren viele Dinge aus Salz hergestellt. Die Bilder an den Wänden, das Nachttischchen und sogar die Betten. Wir fanden es ganz toll.

Am Abend gab es dann noch ein leckeres Dinner, Tee und eine Flasche Rotwein.

Wie gut das alles doch tat!

Der Start in die Uyuni Tour

Mit verschlafenen Augen stiegen wir am 11.8 um 6.30 in einen Minivan der uns nach Bolivien und zu unserem 3 tägigen Abenteuer bringen sollte.

Gemeinsam mit einigen anderen wurden wir durch die Wüste zur Grenze gebracht. Zwischendurch ein kleiner Stopp zum Sonnenaufgang inklusive Avocadobroten. Fing schon mal sehr gut an.

Nach dem Grenzübergang, der wirklich unkompliziert war, denn wir mussten nicht mal unser Gepäck vorzeigen, wurden wir in die Gruppen für die nächsten Tage aufgeteilt. Und wir hatten solch ein Glück. Wir wurden gemeinsam mit zwei anderen Paaren in unserem Alter in ein Auto gesteckt. Beate und Armin aus Österreich kannten wir bereits. Dazu kamen noch Shannon und Helene, zwei liebe Australier aus Sydney. Helene hat sogar deutsche Wurzeln und vergnügte uns während der nächsten Tage mit einigen deutschen Sätzen.

Unser Auto & unsere super Gruppe! 😍

Nachdem unser Gepäck auf dem Geländewagen verstaut war, starten wir in unser Off Road Abenteuer. Es ging Kreuz und quer durch die trockene Gegend und wir wirbelten ordentlich Staub auf. Doch es dauerte nicht lange, da tauchte die erste Lagune am Horizont auf.

Unser Guide & Fahrer Paolo, erklärte uns, er könne nur Spanisch. Trotzdem versuchte er uns zu jedem Besichtigungspunkt etwas zu erklären und holte im Laufe der nächsten Tage immer mehr Englischkenntnisse raus. 😄

Seine Lieblingswörter waren: „ Picture!“ oder „Okay, and now Jump!“

Nach dem wir uns die ersten zwei Lagunen angesehen hatten und beeindruckt waren von der Schönheit dieser Natur, fuhren wir weiter zu einem Hot Spring. Letztes Jahr auf Island, waren wir auch in einem baden und freuten uns nun erneut in ein Heißes Becken springen zu können.

Für 6 Bobs pro Person konnten wir in zwei Becken baden und es war so entspannend. 😍 Wir hätten ewig bleiben können. Doch Paolo, holte uns aus der natürlichen Wanne. Wir hatten heut noch mehr vor!

Das Wasser war so warm!

Und so düsten wir in unserem 4×4 weiter zu den Geysiren. Naja, so richtig spuckten diese aber nicht. Wir sind etwas verwöhnt aus Island! Trotzdem war es spannend und wir befanden uns dort auch am höchsten Punkt unserer Tour mit fast 5000 Höhenmeter.

Mittlerweile war es auch schon ziemlich spät und wir hatten alle Hunger und sehnten uns nach dem Lunch. Paolo brachte uns daraufhin zu unserer Unterkunft. Das „Haus“, hatte einen Flur in welchem ein paar Tische standen zum Essen, ein paar Mehrbettzimmer mit Steinbetten, zwei klapprige Toiletten und einen Raum in welchen die Gastgeber lebten, schliefen und für uns kochten. Und das war wirklich gut! Das Essen war sehr lecker.

Das „Haus“, die Betten aus Stein & Badezimmer 😄

Nach dem späten Lunch ging es noch einmal auf Tour. Wir fuhren zur Laguna Colorada, welche durch ihre pinke Farbe, definitiv ein Hingucker ist. Und die Hunderten Flamingos die dort leben, setzen dem ganzen das I-Pünktchen auf. Und obwohl der kalte Wind uns um die Ohren bließ, genossen wir alle die Aussicht auf das farbige Wasser und die viele Vögel. Als wir dann noch Lamas entdeckten, die ganz entspannt dort lagen, war unser Glück für diesen Tag perfekt.

Am Abend wärmten wir uns mit heißem Tee & einem leckeren Abendessen. Wir vermuteten, dass wir Lama gegessen haben 😄🙈 aber so genau wussten wir es nicht!

Als es dann ins Bett ging, wurde es spannend. Jeder hatte ein Steinbett. Doch es war mittlerweile so kalt, dass wir quasi komplett angezogen ins Bett stiegen. Maria ging es mittlerweile durch die Höhe immer schlechter. Sie kämpfte mit Übelkeit & Kopfschmerzen und wollte auf keinen Fall allein schlafen. Also zwangen wir uns zu zweit in ein Bett. Was bei der Kälte auch wirklich das Beste war.

Die erste Nacht war trotzdem ziemlich Schlaflos für uns alle. Eine Nebenerscheinung der Höhenkrankheit.

Die Lamas können immer schlafen! 😄

Atacama Wüste

Wir träumten schon eine ganze Weile von der trockensten Wüste der Welt. Die Atacama Wüste faszinierte uns, da es dort in einigen Regionen seit Jahrhunderten nicht geregnet hat. Irgendwie unvorstellbar. Und wir freuten uns die nächsten Tage, ein eigenes Bild machen zu können. Wir träumten eigentlich von einer Tour mit einem Van durch die Region, da wir aber unser monatliches Budget nicht überziehen wollten, entschieden wir uns für die Variante Hostel & Fahrrad.

Diesmal übernachteten wir in einem 6 Bettzimmer. Erst mit Australier & später mit Briten und einem netten Paar aus Österreich.

Im Hostel wurden wir gut beraten, was das große Tourangebot anging. Von Anfangs 5 Touren entschieden wir uns aber nach etwas Recherche und einem Kassensturz für eine Fahrt mit Rad ins Valle de da Luna auf eigene Faust und einen verkürzten Aufenthalt in Touristenort San Pedro de Atacama. Stattdessen buchten wir eine Tour in die Salzwüste Boliviens. Diese sollte 2,5 Tage gehen und 150 Euro pro Person kosten. Da wir auf dieser Tour ähnliche Dinge wie in der Atacamawüste machen würden, war unser abgespeckte Tourauswahl für uns okay.

Nachdem unsere Entscheidung gefallen war, erkundeten wir den Ort San Pedro de Atacama. Von hier starten eigentlich fast alle Touren, weswegen der Ort aus allen Nähten mit Touristen platzt. Ein Minisupermarkt, reiht sich an den nächsten. Zwischendurch unzählige Soviniershops und Touranbieter. Und nicht zu vergessen, überteuerte Restaurants und Bars.

Zwischen all dem Angeboten, fanden wir ein kleines Lokal das Menüs angeboten hat. Für 5000 Pesos (6.32) gab es eine Vorspeise und einen Hauptgang. Und wir waren begeistert. Wir bestellten zwei unterschiedliche Suppe. Beide riesig und super lecker. Und zwei Hauptspeisen, ebenfalls sehr gut. Wir waren super satt und zufrieden mit unser Wahl.

Am Abend gingen wir früh ins Bett, da es einfach überall super kalt war. Hier gibt es leider nirgends Heizungen und sobald die Sonne weg ist kühlt es sich innerhalb von Minuten ab.

Am zweiten Tag liehen wir uns zwei Räder aus. Der Preis war wirklich unschlagbar. Für zwei Räder bezahlten wir 6000 Pesos und konnten den ganzen Tag fahren. Und das machten wir dann auch.

Bewaffnet mit Wasser und Snacks ging es in die trockenste Wüste und zum Valle de la Luna. Die Landschaft dort soll am ehesten an den Mond erinnern. Am Eingang mussten wir einen kleinen Eintritt bezahlen, bekamen eine Karte und die schlechteste Nachricht des Tages: der Canyon ist gesperrt! Genau diesen wollten wir aber sehen. Wir waren enttäuscht. Versuchten dem Nationalpark aber trotzdem eine Chance zu geben. So radelten wir durch die staubtrockene Gegend. Kletterten auf einen Berg, genossen die Aussicht. Aber die Enttäuschung wich leider nicht. Trotz des tollen Ausfluges, hätten wir unglaublich gern den Canyon durchwandert.

Die Tour strengte uns körperlich ziemlich an. Die Wüste liegt ca. 2500 Höhenmeter über den Meeresspiegel und bei körperlicher Anstrengung spürt man die dünne Luft deutlich.

So geschah es auch, das Maria mit zu wenig Anlauf durch einen kleinen Bach fuhr, umkippte und ein nasses Bein bekam. Und das in der TROCKENSTEN Wüste der Welt! 🙈

Am Abend lernten wir Beate & Armin aus Österreich kennen. Sie waren neu in unser Zimmer gezogen. Ebenfalls auf Langzeitreise, planten auch sie die Tour nach Boliven zu machen. Und sie sollten glücklicherweise in unsere Gruppe kommen. Dazu aber im nächsten Blog mehr! 😊

Unseren letzten Tag in San Pedro de Atacama gingen wir ganz entspannt an. Wir chillten in den Hostel Hängematten. Gingen noch mal zum Menüessen und probierten neue Gerichte aus. Wir bummelten durch die Läden, kauften noch ein paar kleine Erinnerungen. (Zwei Bulliaufkleber 😍 – ich sag nur Alpaka 😄) Und besorgten uns für die morgige Tour noch dicke Socken und eine Thermostrumpfhose.

Wir tauschten Pesos (Chile) in BoBs (Bolivien) und waren dann bereit für die 3-tägige Abenteuertour!

La Serena

Mit dem Bus ging es von Valparaíso nach La Serena. Der Ort liegt an der Küste und eignet sich wunderbar als Zwischenstopp in die Atacamawüste. Wir wollten die lange Strecke nämlich lieber teilen, denn die Distanzen hier sind nicht vergleichbar mit Deutschland.

Das Reisen mit dem Bus ist für uns nun auch schon selbstverständlich geworden und nicht nur umweltfreundlicher als ein Flug, sondern auch deutlich günstiger.

In La Serena angekommen, sollten wir den Schlüssel für unsere gebuchte Wohnung ( 5 Betten, Küche und Bad für uns allein = 16 Euro die Nacht 😄) beim Hausmeister abholen. Dieser war einfach herrlich 😍, er fragte uns gleich wo wir her kommen und als er Rostock hörte, strahlte er und sagte „Hansa Rostock“. Die nächsten Tage, ganz egal zu welcher Uhrzeit wir an seinem kleinen Aufsichtshäuschen vorbei gingen, lächelte er, winkte wie wild und hielt seinen Daumen in die Höhe und fragte: „Bien?“ Gefühlt hatte er nie Feierabend – lächelte aber trotzdem IMMER!

Die Wohnung war okay, der viele Platz war Luxus für uns. Die Sauberkeit war zwar nicht die beste, aber ausreichend. Und wir freuten uns, da es Waschmaschinen geben sollte. Doch im Waschraum angekommen, die Ernüchterung. Beide kaputt. Also hieß es mal wieder Handwäsche.

Ansonsten verbrachten wir in La Serna die Zeit am menschenleeren Strand. Unsere Wohnung lag mittig von Kilometerweiten Strand und so liefen wir am ersten Tag in die eine Richtung und am zweiten in die andere. Wir genossen die Ruhe, da hier ja Winter ist, ist alles ziemlich leer. Im „Jumbo“ – quasi Real bei uns, füllten wir unsere Nudelvorräte auf 😄 – dennNudeln gehen immer!

Am Strand entdeckten wir viele Vögel, leere Krabenpanzer, unglaublich schöne Muscheln, einen toten Seelöwen und beobachteten viele Taucher, die Seealgen aus dem Wasser zogen um diese dann zu verkaufen.

Im Ort Copuimbo konnten wir dann auch lebendige Seelöwen beobachten. Diese liegen ungelogen mitten auf dem Gehweg der Promenade und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Neben ihnen donnern LKWs und hupende Auto lang, doch die Tiere lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Nur wenn man zu nah an sie ran geht, brüllen sie kurz los, lassen sich aber ganz schnell wieder auf die faule Haut fallen.

Wir machten ganz in Ruhe Fotos und beobachtet die Meeresbewohner ausgiebig.

Danach bummelten wir noch durch ein Einkaufscenter und besorgten einen Block und gönnten uns einen Burger. Hier sind nämlich keine Salatblätter oder Gurke drauf – nein, viel besser: schön dick Avocado 😄

Als wir wieder den Rückweg antreten wollten, kam grad ein Fischer mit seinen Resten zu den Seelöwen. Er signalisierte uns, dass er sie nun füttern würde. Mit genügend Sicherheitsabstand beobachteten wir dieses Schauspiel. 3 Seelöwen und bestimmt 50 Pelikane sammelten sich um den Fischer. Dieser blieb ganz cool und quatsche auf die Tiere ein, als seien sie alte Kumpels. Als er die Fischreste dann aus dem Eimer holte, brüllten und kämpften die Seelöwen Und zwischendrin der Mann. Wir wären vor Angst gestorben. Er sprach weiterhin ganz ruhig auf die Tiere ein.

Zwischendurch versuchten die Pelikane sich auch was aus dem Eimer zu stibitzen. Dann kam der größte der Seelöwen aber gleich angerannt und brüllte sie zur Seite.

Nach 5 min war der Fisch leer und wir überzeugt – wir sind Glückspilze das gesehen zu haben 😄

Es war nämlich wirklich faszinierend.

Viña del Mar & unsere erste Servas Freundschaft

Der letzte Tag in Valparaíso stand an und wir hatten ein Treffen mit Irene, einer Spanierin, welche seit 5 Jahren in Chile lebt, vereinbart. Wir hatten bereits einige Tage mit ihr E-Mail Kontakt und nun wurde es Zeit für ein persönliches Kennenlernen.

Der Kontakt entstand über die Friedensorganisation Servas. Dort hatten wir uns vor der Reise vorgestellt und wurden in ein weltweite Community aufgenommen.

Die Idee, die Kulturen miteinander zu vernetzen. Neue Kontakte knüpfen. Beieinander wohnen. Zeit mit einander verbringen und neue Freundschaften schließen.

Irene bot uns nicht nur an den Tag mit ihr zu verbringen, wir hätten auch in ihrer Wohnung schlafen können. Leider passt das zeitlich nicht ganz zusammen. Aber wir freuten uns einfach auf einen gemeinsamen Tag.

Wir trafen uns um 13 Uhr an der bekannten „Blumenuhr“ in Vina del Mar. Die Begrüßung war gleich herzlich und Irene quasselte fröhlich drauf los.

Wir spitzen die Ohren, um alles zu verstehen. Ihr Englisch war sehr gut. Und wir stammelten uns erstmal einen ab 😄🙈 aber von Minute zu Minuten wurden wir selbstsicherer und es entstand ein sehr gutes Gespräch. Irene erzählte uns von ihrer Arbeit als Professorin und wie sie vor 5 Jahren nach Chile ausgewandert ist. Wir liefen an der Strandpromenade lang, genossen die Sonne und bekamen alles interessante gezeigt. Es war toll. Wirklich ein ganz toller Nachmittag. Irgendwann bekamen wir alle Hunger, nachdem wir sicherlich 8 km gelaufen waren, zeigte Irene uns einen kleinen Imbiss. An diesen wären wir sicherlich vorbei gegangen. Aber es lohnte sich, wir bekamen zwei riesige Hotdogs und Alex ein Sandwich. Es war ganz frisch, wieder individuell belegt und sehr lecker .

Währenddessen fragte Irene uns, ob wir die Seelöwen in Valparaíso gesehen hätten? An unseren großen Auge, erkannte sie gleich, dass wir keine Ahnung hatten und bot uns an dort noch mit uns hin zu gehen.

Also fuhren wir mit der Metro zurück nach Valpariso. Dort angekommen schauten wir uns um die 15 Seelöwen an, welche sich in der Sonne wärmten. Es war so schön. Im Hintergrund ging die Sonne unter und wir 3 genossen die Aussicht. Der ganz Tag war so harmonisch und interessant für uns und wir hoffen uns irgendwann bei Irene in Deutschland revanchieren zu können.

Am Abend bereiteten wir unsere Abreise vor und waren ein bisschen traurig. Wir hatten Valparaiso und die Umgebung ins Herz geschlossen. Haben uns in der Wohnung richtig voll gefühlt.

Doch die Weiterreise nach La Serena war gebucht. Ein kleiner Zwischenstopp auf den Weg in die Atacama Wüste. Wir wollen noch mal an den Strand und zwei Tage die Seele baumeln lassen.

Valparaíso

Valparaíso schockte uns. Wir dachten es sei ein kleiner Ort? Doch wir fanden uns in einer großen Stadt wieder. Und wie soll es anders sein? Ein Verkäufer nach dem anderen, diesmal allerdings mit der Besonderheit das auch frischer Fisch angeboten wurde. Die Fischköpfe werden auf einem Holzbrett, was einfach auf einem Einkaufswagen gelegt wurde, abgehackt und in einen ollen Karton am Straßenrand geworfen. Was für ein Anblick und dieser Geruch! Traumhaft 😄

Wir schnallten schnell unsere Rucksäcke auf und machten uns auf den Weg in Richtung Unterkunft. Diese liegt auf einem Berg und unser Plan war, ein Stück in die Richtung zu gehen und dann ein Uber zu rufen. Wir wollten ein bisschen sparen.

Und so liefen und liefen wir. Nachdem wir das erste Stück des Berges geschafft hatten, sahen wir auf unser Karte, dass es nur noch 750 Meter zu Fuß waren. Naja das schaffen wir ja auch noch. Also weiter. Und dann kam der Hammer. Die 750 Meter bestanden nur aus Treppen 🙈 also mit den 4 Rucksäcken irgendwie da hoch. Zwischen durch arbeiteten ein paar Bauarbeiter an einer Straße – die haben sich wohl auch gedacht, diese dummen Touris 😄, die Einheimischen düsen nämlich alle mit Sammeltaxis die Berge nach oben. Völlig außer Atem und nach einer Ewigkeit, waren wir endlich am Ziel und wurden belohnt.

Wir fanden uns in einer wunderschönen Wohnung wieder. Die wir auch noch ganz für uns allein hatten. Alles war Biltzsauber, ganz neu eingerichtet und liebevoll dekoriert.

Wir fühlten uns auf Anhieb Wohl und waren so glücklich diese Wohnung auch für mehrere Nächte gebucht zu haben. Vom Esstisch aus, hatten wir einen wunderbaren Blick über die Stadt. Unsere Gastgeberinnen Madeleine & Daniela sind ganz lieb, gastfreundlich und versuchten uns den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen. Wir waren wirklich super begeistert und können diese Unterkunft aus ganzem Herzen empfehlen: https://abnb.me/RpEV2TrYXY

(Unbezahlte Werbung)

Den ersten Tag gingen wir entspannt an. Außer ein bisschen einkaufen und kochen, genossen wir hauptsächlich sie wunderbare Aussicht über den Ort.

Am zweiten Tag wollten wir der Stadt eine Chance geben, denn Valparaíso ist bekannt für seine Grafits. Wir spazierten durch die Straßen zum „Cerro Alegre“. Dort sind viele wunderbare Wandbilder zu entdecken und unzählige kleine Läden die Handmade Dinge verkaufen. Wir fühlten uns wohl und kauften ein paar kleine Erinnerungsstücke. Natürlich ein kleinen Magneten und zwei Sticker für unser Tagebuch.

Wir setzten uns am Hafen in die Sonne, beobachteten die Menschen und fühlten uns doch mittlerweile ganz wohl.

Am Abend kochten wir entspannt in unserer Wohnung, schrieben Tagebuch und sortierten Fotos. Der Wind war ziemlich stark seit gestern und pustete durch alle Ritzen. So stark das selbst der Tisch wackelte?

Nein – das war, wie wir später erfuhren ein Erdbeben in der Nähe der Stadt mit einer Stärke von 6,8. Wir selbst waren ein bisschen überrascht. An dem Abend hatten Alex es im Wohnzimmer mit bekommen, ich war grad im Bad. Gewundert hatten wir uns beide, darüber gesprochen nicht. Als es uns erzählt wurde, hatten wir beide aber ein mulmiges Gefühl. Ein Erdbeben? Schon ein bisschen verrückt und uns wurde wieder einmal bewusst: das hier ist wirklich eine ganz andere Welt!

Am zweiten Tag, klingelte unser Wecker sehr früh. Wir wollten in einen Nationalpark in der Nähe. Mit der Metro und dem Bus sollte es bis kurz vor den Parkeingang gehen. Im Internet hatten wir uns vorher schlau gemacht. Als wir dann aber im Bus saßen, fragten wir uns, ob wir die richtige Bushaltestelle auch erkennen würden? Alex verfolgte die Fahrt auf unserer Karte und meinte wir fahren immer weiter weg vom Park. Also stiegen wir aus. Dann laufen wir halt ein Stück. Ironischerweise bog der Bus kurz nachdem wir ausgestiegen sind, in die richtige Richtung ab.

Naja kann ja nicht so weit sein, dachten wir uns und liefen durch ein „Wohnviertel“ in Richtung Nationalpark. Überall liefen Straßenhunde umher. Die trifft man hier immer und sorgen regelmäßig für Angstzustände bei Maria. Es ging die ganze Zeit bergauf. Wir liefen am Ende fast 6 km durch den Ort, immer Berg auf, zum Eingang des Nationalparks.

Beim Kaufen der Tickets war Maria quasi schon das erste Mal kaputt!

Doch nun lag die eigentliche Wanderung, 5km und 1270 Höhenmeter erst noch vor uns! Über Geröll ging es im Entenmarsch rauf auf den Berg. Bei einer ersten kleinen Pause, erstmal einen guten Schluck Wasser! Doch was war das? Unser Wasser schmeckte schlecht! Wir hatten gestern keins mehr gekauft und deswegen zwei Liter abgekocht. Doch diese schmeckten quasi schon nach „Magen-Darm“. Das konnten wir auf keinen Fall trinken! Also hatten wir nur eine Dose Energie von Alex. Was für Vorraussetzungen für diesen Tag. Und auch das kleine Frühstück tat Marias Kreislauf nicht gut. Nach den ersten 2 km im Park musste eine längere Pause her. Zum Glück hatten wir genug Zeit. Um 17.30 mussten wir erst wieder raus sein. Wir genossen also die Sonne, eine gute Stulle und die Ruhe. Alex ließ unsere Drohne das erste mal steigen und filmte die schöne Gegend aus der Vogelperspektive.

Nach knapp 45 min griffen wir den Berg wieder an. Der Ehrgeiz hatte uns schließlich schon gepackt. Unsere erste Wanderung in Chile sollte schließlich ein Erfolg sein!

Bewaffnet mit einem Stock ging es also Schritt für Schritt nach oben. Alex bekam einiges zu lachen, durch mein Getottere. Ganz verstehen konnte ich diese Gewandere noch nicht 😄

Erst als wir oben angekommen waren und einen unglaublich schönen Ausblick genießen konnten, war auch ich überzeugt, dass sich der Weg gelohnt hatte.

Der Abstieg machte trotzdem mehr Spaß 😄

Santiago de Chile

Santiago de Chile – wieder eine Megastadt in Südamerika. Aber diesmal traf diese uns nicht mitten ins Herz. Vielleicht lag es auch daran, dass wir eigentlich genug vom Stadtrummel hatten.

Das Einchecken in unsere Unterkunft gestaltete sich auch als problematisch. Nachdem unser Bus wie gesagt Verspätung hatte, verpassten wir unsere Gastgeberin. Diese war nun arbeiten und wir mussten warten. Nach 2 Stunden im Mc Donalds, fuhren wir zur Unterkunft. Camilla wollt uns dort um 19.30 abholen. Pünktlich standen wir bereit und warteten. Und warteten. Weit und breit kein freies WLAN um Camilla zu kontaktieren.

Andere aus dem Haus, kamen und gingen, lächelten uns an und winkten. Aber weiterhin keine Sicht von unserer Vermieterin.

Nach einer Stunde ging Alex rein und fragte beim Hausmeister nach. Dieser rief in der Wohnung an und siehe da: Camilla war da. So viel dazu, sie holt uns unten ab! Wir waren dezent genervt von ihr. Vor allem als wir dann noch mit bekamen, dass in der Wohnung noch 2 andere wohnten, die uns sicherlich schon vor 3 Stunden die Tür hätten auf machen können. Und zu allem Übel kam dann noch der Hund von Camilla und knurrte uns an. Also lieber schnell ins Zimmer. Der mit tausend Flecken übersäte Teppich war uns in diesem Moment auch egal. Nach fast 31 Stunden Anreise, waren wir einfach kaputt und genossen die Aussicht aus dem Fenster.

Bereits am ersten Morgen in Santiago de Chile beschlossen wir, am nächsten Tag wieder zu ziehen. Wir schlenderten nur ein bisschen durch die Straßen und fühlten uns erschlagen von den vielen Verkaufsständen. Wirklich – ungelogen, alle 20 cm steht ein anderer und versucht dir seine Waren anzudrehen. Ganz egal ob Lebensmittel, Schlüppis, Klopapier oder doch lieber Popcorn? Wir fühlten uns nicht nur überfordert sondern waren auch schon genervt. Die Präsentation der Waren glich übrigens eher einem Horrorfilm:

Doch der Hunger trieb uns voran und wir entschieden und für einen Hot Dog. Hört sich öde an? War es aber definitiv nicht! Hier sind die Würstchen zum einen sehr viel würziger und zum anderen ist der Hot Dog mit frischen Tomaten und dick Avocado belegt 😍 oben drauf kommt noch ein Schuss Majo. Wir waren auch skeptisch – doch mittlerweile sind wir Fans! Generell lieben die Menschen hier Avocadocreme und wir freuen uns mit 😍

Zum Nachtisch gab es ein Eis und wir konnten kaum glauben wie groß diese Kugeln waren.

Wir kauften uns außerdem eine Simkarte für Chile, um nun auch unterwegs erreichbar zu sein. (Und keine Babynews zu verpassen! 😘)

Außerdem ist es unglaublich hilfreich unterwegs mal Netz zu haben, um ein Uber zu bestellen oder Kontakt mit unseren „Vermietern“ aufzunehmen.

Da die Stadt uns einfach nicht zusagte, spazierten wir in einen Park und genossen dort einfach die Sonne. Es war auch mal schön nichts zu machen.

Wir gingen noch schnell ein bisschen einkaufen und entdeckten doch wirklich etwas aus Alex Heimat. Eine gute Dose Darguner Bier. Da wurden Erinnerungen wach 😄

Zurück in unserem Zimmer, standen die Herausforderungen des Alltags an. Wäschewaschen und Kochen. Trotz Sprachbarrieren bekamen wir die Maschine zum laufen. Das Kochen gestaltet sich als schwieriger. Die Gesamte Spüle war bis oben voll mit dreckigen Geschirr. Und auch das Wasser funktionierte nicht.

In unserem Bad putzen wir provisorisch die Dinge die wir brauchten und zauberten uns einen Nudelsalat. Natürlich mit Avocado 🥑

Auch den Trockner bekamen wir schnell in Gang und waren so froh, frische Wäsche in den Händen zu halten. 😍

Für den nächsten Tag suchten wir uns noch eine Airbnb Wohnung. Meisten versuchen wir pro Nacht um die 16-18 Euro auszugeben. Nicht immer ganz leicht, aber machbar. In Valparaíso wurden wir fündig. Ein beliebter Ort in der Nähe von Santiago, bekannt für seine Graffitis und direkt am Meer. Danach sehnten wir uns. Wir vermissten das Meer, also sollte es am nächsten Tag ans Wasser gehen.