Gemeinsam mit Steffi frühstückten wir und machten uns dann relativ schnell auf den Weg nach Uxmal. Zu dieser Maya Ruine fährt man vom Merida ungefähr eine Stunde und als wir die ersten Reisebusse in die Richtung fahren sahen, ahnten wir schon böses! Nach und nach erschienen einige Hotels und uns wurde immer mehr bewusst, dass hier ist keine kleine Ruine.

Wir parkten für 80 Peso unser Auto und gingen an den Eingang. Dort wie gestern der Schock. Anstatt der knapp 200 Peso, war auch hier der Eintritt aufs Doppelte erhöht worden. Unser armes Reisekonto!

Doch nun waren wir extra hier her gefahren, also gingen wir natürlich auch rein. Trotz des ärgerlichen Eintrittspreises.
Die Stätte ist riesig und sehr hergerichtet. Viele Runinen wurden restauriert und neu aufgebaut um den Besucher zu verdeutlichen was für eine Leistung die Maya damals erbracht hatten. Die Anlange war sehr gepflegt und die Menschenmassen verliefen sich auf dem Gelände zum Glück.

Es gab viele Dinge zu entdecken. Totenköpfe, verstecke Schlangenfiguren und was lag da? An einer Stelle lag eine riesige Tode Vogelspinne. Wir quietschen alle drei los! 😄

Die eine der großen Pyramiden darf man besteigen und so kletterten wir in der Mittagssonne auf das riesige Bauwerk.
„Be careful“ sagte eine Frau zu mir und ich schaute zwei Stufen vor mir auf eine zweite tiefschwarze Vogelspinne! Pfui. Ich machte drei Sätze nach links und flitze die letzten Stufen hoch. Doch auch dieses Exemplar war Tod.

Der Ausblick von der Pyramide war wirklich toll und wir genossen ihn einen Weile. Danach machten wir uns langsam auch den Rückweg zum Auto. Da wir nur zwei Nächte in Merida geplant hatten, wollten wir heut unbedingt noch ein bisschen die Stadt erkunden.
Im Auto gönnten Steffi und ich uns eine kleine Mittagsruhe – Alex fuhr uns heil zu unserer Unterkunft. Hier blieben wir auch gar nicht lange, sondern spazierten in Richtung Centrum. Wir wollten uns auch ein Lokal zum Essen suchen, denn so langsam bekamen wir alle Hunger.
Doch bis wir endlich etwas zwischen den Zähnen haben würden, sollte es noch dauern…

Wir bummelten durch die Geschäfte und Alex hatte in Steffi die Shoppingpartnerin gefunden. Stundenlang schauten sie sich die kitschiges Dinge an 😄, ich setzte mich vor die Läden und schrieb Tagebuch. Weil ist ja nicht so, dass wir die meisten Dinge schon 300 Mal gesehen haben 🙈.

Doch dann entdeckten wir einen Laden, der all unsere Aufmerksamkeit weckte. Viele Hängematten hingen von der Decke und alles schien Handarbeit zu sein.
Merida gilt auch als Hauptstadt der Hängematte und Alex träumte schon seit der Reisplanung davon sich hier eine zu kaufen.

Schnell hatten wir einen Berater an unserer Seite, der uns seine Hängematte vorstellte. Das Exemplar, dass für uns in Frage kam, war für eine Person zum schlafen und für zwei zum Chillen, da sie 500 Kilogramm tragen kann.
Wir lagen Probe und ließen uns alles ausführlich zeigen. Alex hatte sich letzten bereits belesen, woran man eine gute Händematte erkennen kann und diese erfüllte alle Kriterien. Sie gefiel uns sehr gut, nur der Preis gab noch zu denken.

Mittlerweile lag Steffi in der Hängematte und fing lässig auf Spanisch mit dem Verkäufern an zu handeln für uns. Nach einige hin und her, einigten wir uns auf 1200 Peso. Immerhin hatten wir 300 gespart.
Wir gingen zur Kasse und bezahlten. Doch nun war Steffi weg.

Gemeinsam mit dem Verkäufer machte sie in einem kleinen Hinterzimmer ein Mayaritual. Wir warten geduldig, da wir schon während des Handeln gespürt hatten, dass die Chemie zwischen den beiden zu stimmen scheint.
Und wirklich – Steffi strahlte nach dem sie wieder zu uns zurück kam. Und so waren wir alle glücklich.
Wir schlenderten weiter durch Merida, auf der Suche nach etwas zu essen. Doch irgendwie wurden die anderen immer wieder in die Shops gezogen. So musste ich ein Verbot aussprechen 😄 sonst wären wir noch verhungert.
Wir suchten noch eine Bank und liefen dann endlich zur zweiten Restaurantempfehlungen unseres Vermieters.
Und es lohnte sich wirklich, dass Essen schmeckte köstlich.
Auf dem Rückweg, entdeckten wir noch eine Bar mit Live Musik und wir entschieden uns hier noch einen Drink zu nehmen. Die Stimmung wurde schnell immer besser und die Masse tanzte auf einer winzigen Fläche. Selbst Alex riss es vom Stuhl. 😄
Es war ein wunderbarer Tagesabschluss und ein toller letzter Abend mit Steffi. Und wir sind uns sicher – wir sehen uns wieder! Ob in Paris oder anderswo auf der Welt!
