Geburtstag auf Reisen!

Einen Cocktail in der Hand, die Sonne scheint und ich feier mein Geburtstag am Strand, gemeinsam mit meinem Puschel. So war die Traumvorstellung!

Die Realität sah aber erstmal anders aus.

Denn kurz nachdem ich die Augen aufgemacht hatte und Alex mir gratulierte, kullerten auch schon die Tränen!

Das fiese und gemeine Heimweh hatte mich gepackt! Alex musste mich erstmal trösten und bereitete danach ein tolles Frühstück für mich vor.

Ich sollte mir einen kitschigen Mädchenfilm ansehen und entspannen. Doch mich erreichten so viele liebe Nachrichten und Anrufe, dass ich immer wieder mit den Tränen zu kämpfen hatte.

Obwohl ich an einem traumhaften Ort war, mein Mann mir Frühstück ans Bett brachte und wir später an den Strand fahren wollten, wünschte ich mich nach Deutschland.

Ins Oktoberwetter, was ich so gern mag. Zu meiner Familie, wo eine Geburtstagkerze auf dem Tisch brennt und Oma mir einen leckeren Kuchen gebacken hat. Ich wünschte mir eine traditionelle Lagerfeuerparty mit meinen Freunden und nicht nur Virtuelle Umarmungen.

Andere denken sich nun: heul nicht! (Ich weiß es Basti! 😄) aber für mich sind diese Momente, Jahr für Jahr ein Highlight!

Trotzdem versucht ich irgendwie den Tag zu genießen und das Heimweh beiseite zu schieben. Ich freute mich zum Beispiel sehr über mein Geschenk: zwei wiederverwendbare Strohhalme von Alex.

Aber als wir auch den Weg zum Strand waren und es in Strömen Regnet, kamen auch meine Tränen zurück. Diese Heimweh ist wirklich tückisch.

Zum Glück ist es aber auch wie das Wetter – in der einen Sekunde regnerisch und schrecklich! In der anderen Sekunde nur noch halb so schlimm und wieder sonnig.

Und so war der Tag ein ständiges auf und ab! Armer Alex!

Die Zeit am Strand mit einem kühlen Getränk tat zum Glück sehr gut. Und ich konnte den Cocktail mit meinem neuen Strohhalm genießen.

Am Abend ging es dann in ein schickes Restaurant essen. Die letzten Tränen waren bis dahin getrocknet. Und ich war froh, dass morgen wieder ein ganz normaler Tag war, an dem das Heimweh sich ja nicht raus trauen darf!

Neue Freunde & Cenoten Tauchen

Heute wollten wir noch einmal ganz entspannt den Tag am Strand verbringen. Kurz vor dem aufstehen meldete sich ein deutsches Pärchen bei uns, dass sie gestern auch auf der Insel „Isla Mujeres“ waren. Maria und ich staunten nicht schlecht, was für ein Zufall. Nach einer Weile hin und her schreiben ergab sich dann, dass die beiden ein Hotel und der Hotelzone haben. Da wir mehr Kontakte knüpfen wollten, stand für uns fest, die wollen wir kennenlernen. Also fragten wir sie einfach ob wir uns nicht treffen wollen. Auf eine positive Antwort brauchten wir nicht lange warten.

Denn das Pärchen war ganz neugierig, etwas über unsere Entscheidung Weltreise zu höre. Also verabredeten wir uns kurzerhand am Strand. Manchmal muss man eben auch spontan sein (grade bei so etwas). Wir finden es immer wieder klasse, wenn sich „Follower“ bei uns melden und die sich für unsere Entscheidung interessieren, da trifft man sich doch gerne.

Also machten wir uns Strand fein und fuhren mit dem Bus zum verabredeten Treffpunkt. Zu erst ist für uns immer aufregend, neue Leute kennenzulernen und neue Bekanntschaften zu schließen aber so etwas macht das reisen aus. Man bereist nicht nur für sich neue Länder/Gebiete, sondern lernt auch neue interessante Leute kennen. Am Strand erwarteten uns dann Sina und Sven. Beide waren uns auf Anhieb sympathisch. So quatschten wir eine Weile und es stellte sich heraus, dass die beiden in Amerika, Cleveland leben. Sven arbeitet dort für zunächst 3 Jahre, was wir natürlich auch sehr spannende fanden. Und weil die Chemie passte, haben wir uns dann noch einmal zum Abend verabredet. Wir trafen uns in einem Center, schlenderten umher und gingen dann schließlich noch etwas trinken. Es passte wunderbar zwischen uns!

Am nächsten Tag sollte dann wieder etwas mehr Action für mich sein. Ich würde noch einmal tauchen gehen, diesmal aber in einer Cenote. Riffe, Korallen und tolle Fische kann man überall auf der Welt entdecken, die Cenoten jedoch gibt es nur hier in México. Ich wäre auch gerne mit den Bullenhaien oder den Wallhaien getaucht, hierfür waren wir jedoch nicht zur richtigen Zeit in México. Leider. Vielleicht kann ich ja aber noch in Asien mit welchen tauchen gehen.

Zurück zum Tag. Wir sind recht früh aufgestanden, damit wir rechtzeitig den Bus nach Playa de Carmen erwischen. So früh waren nur Einheimische unterwegs und keine Touristen, die guckten erstmal nicht schlecht und dachten sich wohl, was wollen die denn hier? Pünktlich in Playa angekommen, haben wir uns gleich auf den Weg zum Tauchshop gemacht. Glücklicherweise ist der Tauchshop gleich neben dem ADO Busterminal. Im Tauchshop hatten Hanna und Jerry schon alles für uns vorbereitet, so dass wir gleich starten konnten. Wir fuhren zu einer Cenote namens „Eden“ diese befindet sich in der Nähe von Tulum, also fuhren wir auch nur ca. 30min.

Die Cenote selbst wird viel für die Ausbildung zum Höhlen tauchen verwendet. Zum Schnorcheln war sie jedoch auch optimal, da das Wasser dort glasklar ist, was für Maria und mich ausgezeichnet war. Da Maria während der Zeit Schnorcheln würde.

In der Cenote angekommen, gab uns Hanna erst mal eine kurze Einweisung und erklärte uns die Gegebenheiten. Die Cenote in der wir Tauchen/Schnorcheln würden ist nämlich tunnelartig mit einer weiteren Cenote verbunden. Wir werden also durch einen Tunnel Tauchen, was für mich die Sache mega interessant macht. Nach der Einführung ging es dann ganz entspannt los, denn es war doch ziemlich viel los in der Cenote. Im Wasser dann war es richtig kalt aber zum Glück hatten wir einen dicken Neopren Anzug an. Außer Maria – die fror beim Schnorcheln!

In der Cenota erwartete mich eine Komplett andere Welt als im Ozean. Es sah wie die Stadt Atlantis aus. Im ersten Tauchgang erkundeten wir zunächst den offenen Bereich, um sich mit der Cenote und den Gegebenheiten vertraut zu machen. Ich denke Hanna wollte auch sehen, wie ich auf die Dunkelheit unter Wasser reagiere. Weil tauchen hungrig macht, sind wir nach dem ersten Tauchgang erst einmal Mittag essen gegangen. Lecker Burritos.

Gestärkt ging es zurück in die Cenote, Riesenslalom durch den Tunnel bis zur anderen Cenote. Zum Glück hatten wir Taschenlampen dabei, denn ansonsten wäre es ziemlich finster gewesen. Überall gab es was zu sehen, wie versteinerte Muscheln. Überall kleine Löcher und Höhlen. Am liebsten hätte ich in jede einzelne herein geschaut. Aber man darf nur als ausgebildeter Höhlen Taucher den Weg verlassen und schon garnicht alleine. Leider verging der Tauchgang rasend schnell und wir mussten wieder zurückkehren.

Hannah lachte nach dem Tauchgang über meine Entdeckerlust. Aber es war einfach alles so spannend und dieses Ereignis werde ich so schnell nicht vergessen!

Danach hieß es Abschied nehmen von Hannah und auch Jerry. Diesmal würden wir nicht so schnell zurück kommen. Aber wir wissen – irgendwann kommen wir wieder nach Playa del Carmen!

Tulum

Nachdem wir Cozumel verlassen hatten und zurück in Playa del Carmen waren, machten wir uns auf den Weg zur Tauchbasis, da wir da noch eine Tasche von uns gelagert hatten.

Und wie es der Zufall will, trafen wir dort auf zwei andere Weltenbummler, welche wir durch Instagram „kennen“. Die letzten Wochen hatten wir uns per Nachrichten über Mexiko ausgetauscht und wir hatten Ihnen die Tauchschule empfohlen.

Training mit Wasserflaschen! 😄

Wir fingen gleich an zu schnattern und stellten fest, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Und deswegen zogen wir noch gemeinsam weiter in ein Café um etwas zu trinken und uns auszutauschen.

Die beiden haben bereits die USA bereits und konnten uns Tipps geben und wir konnten ihnen mit unseren Erfahrungen aus Südamerika weiterhelfen. Wunderbar.

Von den beiden kauften wir auch den Nationalparkpass ab und sparten so noch mal 40 Doller. (Der Pass kostet 80 Doller neu, ist ein Jahr gültig und man kann in sehr viele Nationalparks reisen)

Nachdem wir mehrere Stunden gequatscht hatten, war es Zeit für Alex und mich weiter zu ziehen. Es wurde bereits dunkel und wir wollten mit dem Bus noch nach Tulum fahren. Dort hatten wir uns für 3 Tage ein Zimmer gebucht um nochmal an den schönen Strand gehen zu können.

Unsere Unterkunft in Tulum

Und auch wenn unsere Unterkunft in Tulum wirklich am Arsch der Welt war, hatten wir Glück. Alles war super sauber und schön eingerichtet. Wir fühlten uns gleich wohl. Und für die weiten Strecken konnten wir kostenlos zwei Räder nutzen. Wunderbar.

Mit dem Rad zum Strand

Morgens wurde wir allerdings von Bohrgeräuschen geweckt. Über uns wurde gebaut und an ausschlafen war so nicht zu denken. Doch wir bekamen eine nette Nachricht von der Weltreisefamilie „Vegund“. Auch sie waren zur Zeit in Tulum und schickten uns ihren Standort am Strand.

Und so schwangen wir uns auf die Räder und düsten 45 min zum Meer. Die Strecke fuhr sich größtenteils ganz gut und wir wurden am Ende mit einem absoluten Traumstrand belohnt.

Glasklares Wasser, blauer Himmel, weißer Strand. Was will man mehr. Und gemeinsam mit Micha und Mats, dem größten Sohn der Familie, pflügten wir Kokosnüsse und tranken sie ganz frisch am Meer.

Es war ein toller Nachmittag und wir freuen uns immer andere Reisende zu treffen, die all unsere Gefühle, Träume und Gedanken quasi aus erster Hand verstehen.

In der Nacht regnete es ordentlich, wodurch der Himmel auch am Morgen noch ziemlich behangen war. Und so entschieden wir, zu erst den Ort Tulum ein wenig zu erkunden.

Die Stadt an sich, ist nicht wirklich schön. Aber wir entdeckten einige kleine Läden mit tollen individuellen Dingen. Und so gönnte ich mir, echte Perlenohrringe aus dem Meer von Mexiko für besondere Anlässe und die kommenden Hochzeiten.

Am Abend gönnten wir uns noch ein Bier am Strand. Und genossen die Aussicht auf das tolle Meer. Unsere Tage in Tulum waren nun schon wieder rum. Wir hatten uns noch einmal in Cancún eingemietet. In der ersten Wohnung dort haben wir uns so wohl gefühlt, dass wir dort noch einmal ein paar Tage verbringen.

Von dort aus konnten wir auch wunderbar noch mal auf die Isla Mujeres fahren. Die Fähre war nicht weit weg von unserer Wohnung und so verbrachten wir einen Tag auf der dritten Mexikanischen Insel. Hier gefiel es uns auch sehr gut. Wir entdeckten einen schönen Strand und gingen ein bisschen Schnorcheln. Mittlerweile haben wir beide eine Tauchermaske um die Unterwasserwelt zu erkunden.

Und nachdem wir nun mehrere Insel besucht haben, können wir für uns sagen, alle waren schön, aber die schönste war wirklich Holbox!

Fazit: schönste Insel Holbox!

Cozumel

Gleich gegenüber von Playa del Carmen liegt die Insel Cozumel. Diese ist vor allem durch seine Riffe und die vielen Kreuzfahrtschiffe die dort anlegen bekannt.

Nach dem Tauchkurs wollten wir hier nun 3 Tage ausspannen und die Insel erkunden. Ein Teil unserer Sachen konnten wir zum Glück in der Tauchbasis lagern, sodass wir uns nicht ganz so abbuckeln mussten. Denn mittlerweile hatten wir so einiges an Sachen zusammen gesammelt. (Liebe Familie – denkt bloß an den leeren Koffer zu Weihnachten! 😄)

Ein Fährticket war schnell gekauft, da am Hafen alle 2 Meter ein Verkaufsstand ist. Es gibt zwei Anbieter nach Cozumel: beide kosten gleich viel und fahren zu exakt den selben Zeiten. Ziemlicher Blödsinn!

Schon beim einsteigen schaukelte das Schiff hin und her. Die letzten Tage war schon einmal der Hafen gesperrt, wegen zu starkem Wellengang und auch heut hatte sich das Wasser noch nicht beruhigt.

Mir wurde natürlich gleich flau im Magen, denn wer mich kennt, weiß: ich bin Seekrank.

Zum Glück habe ich in jahrelangem Training mir angeeignet in Sekundenschnelle Einzuschlafen 😄, also drei Mal tief und ruhig atmen und Zack war ich weg…

Dieser fantastische Trick funktioniert auch im Flugzeug – bislang hab ich auf unserer ganzen Reise nur einen Start mit bekommen. 🙈

Naja zurück auf die Insel:

Alex weckte mich nach dem Anlegen und ich war froh geschlafen zu haben. Selbst Alex war ein bisschen schlecht. Doch trotzdem kam er auf die grandiose Idee zu unserer Unterkunft zu laufen. Und so schleppten wir unsere Taschen mal wieder kilometerweit durch die Gegend, lehnte alle Taxi’s ab und ich bekam von anderen mitfühlende Blicke.

Nachdem wir eine Weile die Unterkunft gesucht hatten, fanden wir uns in einem Gartenhaus einer Villa wieder. Dort hatten wir ein Zimmer für uns und eine kleine Gemeinschaftsküche und Bad. Doch das Highlight war definitiv der große Garten mit tollem Pool. Wir flitzen nur schnell einkaufen und sprangen dann gleich ins kühle Nass.

Am nächsten Tag erkundeten wir die Insel zu Fuß. Es hatten mehrere Kreuzfahrtschiffe angelegt und so war im Zentrum der Stadt eigenes los. Wir informierten uns über die Preise für einen Roller oder Fahrräder, da wir um die Insel fahren wollten.

Meistens bekommt man übrigens ein besseres Angebot, wenn man sagt, dass man auf der Insel schläft und nicht von einem der Schiffe kommt. Nach einigem Vergleichen entschieden wir uns für einen Anbieter, für den nächsten Tag.

Und außer Tacos essen und im Pool abhängen und dort einen Film schauen, machten wir auch nichts weiter. Wir wollten ja entspannen.

Am nächsten Morgen ging es wieder 30 Minuten zu Fuß ins Stadtzentrum. Wir wollten nun den Roller mieten. Doch der Ort war fast wie ausgestorben. Keine Schiffe = geschlossene Läden! Also mussten wir neu suchen, bis wir schließlich einen Anbieter fanden der uns einen Roller für 24 Stunden für 35 Doller vermietete. Ziemlich teuer. Aber zwei Räder hätten 30 Doller gekostet.

Nach einer kleinen Einweisung konnte es dann auch schon los gehen. Und bereits nach kurzer Zeit fuhren wir an der Küste entlang um die Insel. Die Aussicht war großartig. Am Anfang war das Meer ganz ruhig und auf dieser Seite der Insel kann man viele Beachclubs finden, die mit unterschiedlichen Angeboten nach Touristen buhlen. Wir fuhren an ihnen aber nur vorbei, auf der Suche nach Stränden ohne andere Menschen. Auf der anderen Inselseite wurde das Meer dann wilder und die Küste steinig. Es war viel naturbelassener, sehr grün und ruhig. Hier gefiel es uns und wir hielten regelmäßig an um die Wellen zu beobachten, Fotos zu machen und am Strand spazieren zu gehen. Wir badeten in einer kleine Bucht und genossen einfach die Sonne. (Das wir uns nicht eingecremt hatten, würde sich noch rächen!)

Später fanden wir noch einen schönen Sandstrand und ließen das Kind in uns raus. Wir bauten Kleckerburgen und buddelten uns ein. Und wir hatten einfach eine Menge Spaß.

Am Abend gönnten wir uns super leckere Burger. Der Laden war in der Nähe unserer Unterkunft und ziemlich weit weg von den anderen Touristen. So gab es gutes Essen zu super Preisen!

Da wir unseren Roller auch noch am nächsten Morgen hatten, düsten wir noch einmal los um mit der Drohne ein paar Aufnahmen zu machen. Und dann gab es Frühstück am Strand.

Was für ein toller Abschluss dieses Inseltage.

Open Water Tauchkurs

Oh endlich ist es soweit: wir machen den Open Water Diving Kurs! Ich sehnte mich auch schon danach wieder Aktion zu haben. Und nachdem wir uns vor einer Woche zum Tauchkurs angemeldet haben, ist heute der erste Tag an dem wir tauchen werden und hoffentlich auch bald ausgebildete Taucher sein werden.

Im Wasser habe ich mich schon immer wohl gefühlt und die Unterwasserwelt interessierte mich eh schon immer. Zwar geht es zunächst erstmal nur in den Pool aber immerhin es geht ins Wasser. Für den Kurs haben wir uns das DiveMex in Playa del Carmen aus gesucht. Warum? Das DiveMex ist eine deutsch sprachige Tauchschule, wir wollten einfach alle Fachbegriffe auf Anhieb verstehen können und haben uns bei dem Gedanken wohl gefühlt, dass eine Gruppe maximal aus 3 Schülern besteht.

Aufgeregt wie ein Schuljunge ging es für uns früh morgens zum Tauchshop. Hannah unsere Tauchlehrerin erwartete uns schon, Jerry der auch ein Tauchlehrer werden möchte, assistiert ihr. Für uns war das ideal gleich zwei erfahrene Taucher an unserer Seite zu haben, die uns Tipps geben können. Bevor es los ging zum Pool testete Johanna unser Wissen und ob wir uns die ersten drei Kapitel auch angeschaut haben. Das hatten wir natürlich auch, in guter alter Deutscher Gründlichkeit hatten wir 12 Seiten Notizen ausgearbeitet, mit denen wir lernen wollten. Johanna staunte nicht schlecht, als sie unsere Zettel sah, denn sowas ist ihr auch noch nicht unter gekommen. Dafür haben wir aber auch alle Antworten gewusst.

Nach den Testfragen ging es dann auch zum Pool. Zunächst aber Trocken Übungen: das Equipment zusammen bauen, auseinander bauen und wieder zusammen bauen, denn nur durch Wiederholung lernt man. Im Pool ging es dann Unterwasser und wir mussten die ersten Übungen absolvieren. Maske halb/ganz fluten und ausblasen, Maske absetzen und Maske aufsetzen. Ich absolvierte die Übungen recht gut und schnell, Maria hatte etwas zu kämpfen unter Wasser, sie fühlte sich Unterwasser einfach nicht wohl. Später in der Pause entschied sie dann für sich, den Tauchtag zu beenden. Ob sie den Kurs abbrechen würden, würde sie morgen entscheiden. Ich absolvierte weiterhin die restlichen Übungen im Pool, um am nächsten Tag endlich im Freiwasser tauchen gehen zu können.

Für uns viel zu früh ging es am nächsten Tag zum Tauchshop. Hannah ging mit uns wieder die Fragen aus den Kapiteln durch. Maria war sich immer noch unsicher, ob sie weiter machen will. Nach dem Mittagessen sollte sie sich entscheiden, ob sie mit aufs Meer raus kommt oder nicht. Also beratschlagten wir uns beide und kamen zu dem Schluss, dass es besser sei wenn sie den Kurs abbrechen würde. Im Meer würde sie sich einfach noch in unwohler fühlen. Die Angst war einfach zu groß. Und auch wenn sie sich schwer mit der Entscheidung tat, war es sicherer den Kurs abzubrechen. Denn eine Angstattacke unter Wasser würde niemanden von uns gut tun. Hannah akzeptierte ihre Entscheidung, sie hätte Maria zwar nochmal gerne die Unterwasserwelt gezeigt aber sie akzeptierte auch unsere Entscheidung. So ging es nur für mich Richtung Hafen.

Meine Freude auf den ersten Freiwasser Tauchgang sollte jedoch schnell verflogen sein, denn als ich mein Equipment checkte stellte ich fest, dass ein Ventil in meinem Jacked fehlte. Somit mussten wir die geplanten Tauchgänge abbrechen und zurück kehren. Damit der Tag nicht ganz verschenkt war, schlug Hanna vor, dass ich meine Prüfung heute schon schreiben soll. Waaaas? Prüfung? Heute?

Prüfungsangst machte sich breit. Hannah beruhigte mich, falls ich durchfallen würde, könnte ich es am nächsten Tag nochmal probieren. Also easy peasy hab ich den Test gemacht und mit 2 falschen Antworten bestanden. Nur noch 4 Freiwasser Tauchgänge und ich bin ein Taucher. 😍

Am nächsten Tag sollte es dann aber endlich soweit sein. Mein erster Freiwasser Tauchgang. Da ich die Prüfung ja nun schon absolviert habe, ging es gleich raus aufs Wasser. Es war atemberaubend schön unter Wasser. Bevor ich jedoch die Fische und Korallen in Ruhe bestaunen konnte, musste ich noch ein paar Übungen absolvieren. Also Maske halb/ganz fluten, absetzen und wieder aufsetzen. Zum Schluss dann noch einmal ein kleines Notfall Szenario durchgespielt und ich konnte endlich genießen. Was für wundervolle bunte, große und kleine Fische ich entdeckte. Sogar eine tolle bunte Schnecke, Muränen und Lobster entdeckten wir. Für mich stand fest, tauchen ist klasse.

Da sich ja nun alles zeitlich nach hinten verschoben hat, durch den fehlgeschlagenen Tauchgang, rückten Maria und ich in voller Montur, voll bepackt morgens im Tauchshop an. Denn am Nachmittag wollten wir ja schon auf die Insel Cozumel. Maria vertrieb sich die Zeit in der Stadt und ich fuhr raus aufs Wasser. Bei meinen letzten Tauchgänge zeigte Hannah mir noch die einfache Navigation mit dem Kompass. Unter Wasser hatte ich dieses Mal nicht so ein Glück mit der Sicht, was der Übung mit dem Kompass jedoch zu gute kam.

So musste ich mich ganz auf den Kompass konzentrieren, um zurück zu finden und Jerry, den wir auf den Grund abgesetzte hatten, wieder abzuholen.

Alles verlief ganz entspannt und gut. Nach dem absolvierten Tauchgängen fühlte ich mich sicher genug um sagen zu können, dass ich mich nun trauen würde alleine tauchen zu gehen. Naja nicht wirklich alleine aber mit jemanden der die gleiche Ausbildung hatte. Ich war glücklich nun ein Open Water Taucher zu sein.

Im Tauchshop angekommen wartete Maria auch schon auf uns. Zum Abschluss aßen wir noch alle zusammen Mittag und quatschten eine Weile.

Die Zeit im Tauchshop war wirklich toll, das Motto „ Tauchen mit Freunden“ stimmt. Mit Hannah und Jerry haben wir wirklich neue Freunde gefunden und wir sind uns sicher : wir kommen wieder!

Eine Schnorcheltour & die Ruinen „Coba“

Wir hatten von Steffi erfahren, dass man in der Nähe von Playa del Carmen mit Schildkröten schnorcheln gehen kann. Das wollten wir uns natürlich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Und so fuhren wir mit dem Auto nach Akumal. Von dort aus kommt man an einen Gebührenpflichtigen Strand (100 Peso pro Person) und kann eine Schnorcheltour oder Ausrüstung buchen. Wir entschieden uns für eine Tour mit Guide und handelten auf 300 pro Person. (Man wird definitiv von mehreren Anbietern angesprochen, unbedingt handeln! Anfangspreis war bei uns 600 Peso pro Person!)

Nachdem wir unsere Sachen in ein Schließfach geschlossen hatten, bekamen wir unsere Ausrüstung. Eine schlecht sitzende Brille und eine Schwimmweste. Das hasste Alex ja 😄.

Dann ging es zu Fuß den Strand entlang und an einer Stelle dann ins warme Meerwasser. Hier am Strand gibt es verschiedene Seegrasarten, die den Schildkröten besonders gut schmecken und daher nicht wie üblich von Hotels entfernt werden.

Insgesamt waren wir zu 7 in unserer Gruppe – eigentlich ziemlich viel. Denn sobald der Guide etwas entdeckt und uns aufmerksam machte, waren natürlich alle auf einem Fleck und es wurde eng.

Zuerst sahen wir nur einige Fische, Alex und ich ließen uns ein bisschen zurück fallen um nicht mit in der Masse zu schwimmen. Doch dann winkte der Guide ganz aufgeregt. Und wirklich – da war unter Wasser eine wunderschöne und riesige Schildkröte. Sie frass ganz genüsslich Seegras und sah ganz entspannt aus. Ich hingegen schwamm über ihr, mit klopfendem Herzen und lachte durch den Schnorchel – weil ich so aufgeregt und glücklich war. 😄 Es war so ein magischer Moment.

Danach schnorchelten wir weiter und da wir keine Flossen anhatten, im Gegensatz zu den anderen. (die damit im Übrigen 0 umgehen konnten, einen ständig getroffen haben oder noch schlimmer die Korallen berührt haben) fielen Alex und ich ein Stück zurück. Der Guide bemerkte es, kam zu mir geschwommen, nahm mich bei der Hand und zog mich mit über die Korallen. Es sah fantastisch aus. Überall kleine bunte Fische und die Pflanzen bewegen sich in der leichten Strömung.

Ich war begeistert, dass gezeigt zu bekommen und dachte mir daher am Anfang auch nichts wegen den Berührungen. Bis die Hand des Guide in Regionen rückte, an denen sie definitiv nichts zu tun hatte. Trotzdem war ich mir unsicher, wollte er mir eigentlich nur zeigen, dass ich grade liegen muss, wegen den Korallen? Oder wollte er mich betatschen?

Doch eins war klar: ich fühlte mich unwohl. Das signalisierte ich ihm auch. Doch die Hand blieb. Wir schwommen auf ein Stück, wo keine Korallen waren und ich nutze die Chance, löste mich aus seinem Griff und suchte Alex. Danach blieb ich lieber auf Abstand.

Eins steht jeden Falls fest – die Mexikanischen Männern sind riesige Machos. Wenn ihnen eine Frau gefällt, wird gepfiffen, gezwinkert, genickt und wirklich geglotzt! Die Gefühle der Frau – leider nebensächlich!

Am nächsten Tag düsten wir mit unserer Knutschkugel zu den Ruinen „Coba“. Der Eintritt hier, auch wieder vergleichsweise günstig und somit ideal für unser Budget am Monatsende. Bis lang sind wir mit unseren geplanten 2000 pro Monat gut ausgekommen, nun wurde es aber langsam eng.

Deswegen mieteten wir uns im Park auch keine Räder wie alle anderen, sondern liefen die Strecken zu Fuß. War auch gar nicht so weit. Zwischen den Ruinen liegen meist 1 – 2 km. Die Wege sind gut ausgebaut und so schlenderten wir gemütlich durch den Dschungel zu den einzelnen Ruinen.

Das Highlight ist eine Pyramide, von welcher man einen unvergesslichen Ausblick über den Urwald hat. Lustig war hier wieder, wie erschöpft oben alle ankamen. Wir merken immer wieder, dass viele zu Fuß gehen hält uns fit.

Playa del Carmen & Ruinen in Tulum

Nachdem wir Holbox mit der Fähre verlassen hatten und in Chiquila unseren Mietwagen wieder vom bewachten Parkplatz abgeholt hatten, machten wir uns gegen Mittag auf den Weg in Richtung Playa del Carmen.

Während wir gemütlich Musik hörten und entlang des dicht bewachsenen Regenwaldes fuhren, sahen wir bereits von weiten etwas schwarzes über die Straße kriechen. Doch was war das? Wir kamen immer näher und fuhren dran vorbei. Schauten uns beiden mit großen Augen an und fingen uns gleichzeitig an zu schütteln. Was wir gesehen haben? Die wohl fetteste Vogelspinne in unserem ganzem Leben! Pfui Deiweil!

Und nur kurze Zeit später, das gleiche Spiel noch einmal. Die Spinnen waren so groß, dass man sie bereits viele Meter vorher richtig erkennen konnte. Wir waren schockiert! Entschieden aber – bei der nächsten halten wir an & machen „schnick schnack schnuck“, wer aussteigt und ein Foto macht 😄

Natürlich kam aber keine mehr. Die Frage ist nur: waren wir traurig oder insgeheim doch froh? 😄

In Playa del Carmen angekommen, bezogen wir ein nettes kleines 1 Zimmer Appartement. Wir hatten eine kleine Küche, ein Sofa, ein gutes Bad und ein bequemes Bett. Hier wollten wir die nächsten Tage bleiben. Wir sehnten uns nach einer festen Basis, nachdem wir die letzte Woche immer nur 2 Tage an einem Ort waren.

Und wie sich herausstellte, war die Wohnung wunderbar gelegen. Wir hatten es nicht weit in die Stadt, gleich um die Ecke war ein großer Supermarkt und auch zum Strand mussten wir nicht lange laufen. Außerdem war gleich eine super günstige Wäscherei neben dem Haus. Alles was das Herz höher schlagen lässt 😊

Und so standen erstmal die Alltäglichen Dinge an, Wäsche wegbringen, Friseur für Alex suchen und Einkaufen. In einem anderen Land aber immer wieder neu aufregend. Man weiß nie was man bekommt und findet 😄

Ab nun hatten wir auf jeden Fall ein kleines Zuhause und wollten die nächsten Tage von hier aus Tagesausflüge machen.

Als erstes Ziel entschieden wir uns nach zwei Tage chillen und nur bummeln, nach Tulum zu fahren und uns dort die Ruinen direkt am Strand anzusehen.

Wir starteten früh am Morgen, wir wollten den Touristenmassen aus den Weg gehen. Und der Parkplatz sah auch noch schön leer aus.

Wir bezahlten 180 Peso und mussten noch ein kleines Stück laufen. Am Eingang kauften wir dann Tickets, die mit 150 Peso für uns beide zusammen wirklich ein Schnäppchen waren.

Die Anlange ist schön gepflegt und die Ruinen direkt am Meer, wirklich beeindruckend. Es sieht faszinierend aus, die alten Bauwerke und im Hintergrund das türkisfarbene Wasser. Alles ist sehr grün und viele Blumen blühen am Rand. Und es fliegen tausende Moskitos umher und warten nur auf die Touristen, die ihren Mückenschutz in der Unterkunft liegen lassen haben! So wie wir natürlich!

Umso mehr freuten wir uns, als wir einen Strandzugang entdeckten, ein paar Stufen runter kletterten und an einem tollen Sandstrand standen. Das Wasser war so klar und warm. Wir blieben ewig drin. Und entdeckten eine kleine Bucht, etwas weiter vom Hauptstrand entfernt. Es war perfekt. Wir beobachten vom Wasser aus die Leguane die sich am Strand entlang schlichen und die anderen Touristen erschreckten.

Nach dieser Abkühlung ging es für uns zurück nach Playa. Die Tage hier standen unter dem

Motto – Entspannung!

Über Instagram verabredeten wir uns noch mit einer Weltenbummler Familie am Strand von Playa. Antje, Boris und ihr kleiner Sohn Nolan reisen seit 5 Jahren. Sie bleiben immer ein halbes Jahr in einem Land und einem Ort und bauen sich ein Leben als Digitale Nomaden auf. Ziemlich spannend. Und während wir uns unterhielten – stellten wir fest, dass die Welt so klein ist. Denn Antje kommt aus Neuruppin. Die Chemie passte wunderbar zwischen uns und wir hielten fest: wir sehen uns wieder! Irgendwo auf der Welt oder halt in Neuruppin!

Durch die drei lernten wir auch noch eine weitere Familie kennen. „Vegund“ um die Welt: eine Weltreise mit drei kleinen Kindern! Wir haben mächtig Respekt vor Seffi & Micha. Und wir freuten uns mehr von ihnen über das Reisen als Familie zu erfahren. So hatten wir ja immer gesagt : „Wir machen es jetzt – mit Kindern macht man das nicht mehr!“

Doch dank dieser Begegnungen haben wir den Satz aus unserem Gebrauch gestrichen… Wir lernen dazu!

Holbox

Holbox wird oft als eine der schönsten Inseln Mexikos genannt und so wollten wir dort natürlich auch hin und dieses besondere Inselfeeling spüren, von dem alle sprechen.

Wir verabschiedeten uns von Steffi und waren nun wieder nur zu zweit unterwegs. Fast wieder ein bisschen komisch. 😄

Die Fahrt von Merida nach Holbox dauert eine ganze Weile, die Straßen sind einfach nicht so gut ausgebaut wie in Deutschland und man muss immer mehr Zeit einrechnen, denn zwischen durch sind ca. 350 Topper auf der Straße, über die man nur in Schrittgeschwindigkeit fahren kann. Also hieß es ständig, abbremsen!

Als wir dann endlich an der Fähre angekommen waren und die Tickets in der Hand hatten, freuten wir uns wieder am Meer zu sein. Das gefällt uns einfach immer am allerbesten.

Auf Holbox fahren keine Autos, nur Golfcars (und davon ziemlich viele) und Fahrräder. Die Straßen sind nur aus Sand und so sammeln sich so einige riesige Pfützen unterwegs. Die Uhren laufen hier gleich langsamer, alles scheint ruhiger und gemütlicher zu sein. Bloß kein Stress Leute! 😄

Wir schnallten unsere Rucksäcke auf und marschierten vom einen Ende der Insel ans andere – dauert hier nicht lange! Unsere kleines Hotelzimmer war sauber und nett eingerichtet. Leider wurde derzeit im Innenhof gebaut, weswegen wir den Pool und alles weitere nicht nutzen konnten.

Aber das war nicht weiter schlimm – denn bis zum Meer waren es nur 3 Minuten.

Und so stellten wir die Sachen gleich ab, schnappten die Badeklamotten und sprangen ins Meer. Passend zum Sonnenuntergang! Das Wasser war traumhaft warm, wir ließen uns treiben und schauten der Sonne beim verschwinden zu! Wie romantisch!

Mit einem Tequila und zwei drei Bierchen, ließen wir unseren ersten Abend ausklingen und waren bereits im Inselfeeling angekommen.

Am nächsten Morgen stand erst ein schönes Telefonat mit Alex ganzer Familie an. In diesen Momenten, kann der Ort um uns rum noch so schön sein und trotzdem wünschen wir uns einen Augenblick nach Deutschland um alle zu drücken.

Danach musste Ablenkung her und so erkundeten wir die Insel per Rad. Und bitte wie cool ist es, direkt am Meer mit dem Fahrrad zu fahren und die blauen Wellen zu beobachten?

Und so hielten wir regelmäßig an, gingen baden und sonnten uns. Wir wollten endlich braun werden! Das Wasser war wunderbar und an jeder Stelle irgendwie ein bisschen anders. Wir genossen den entspannten Tag.

Am Abend machten wir uns frisch, gingen lecker Tacos essen und bummelten durch die vielen kleine Läden. Wir kauften uns ein kleines Andenken an die Insel und erkundigten uns über eine Tour.

Denn auf der Insel kann man in der Nacht, Biolumineszenz Licht sehen. Dadurch leuchtet bei Bewegung im Wasser ein helles Licht. Das stellten wir uns besonders vor. Doch die Touren waren relativ teuer.

Nach langem Suchen im Internet fanden wir einen Beitrag in dem Stand, dass man es auch allein machen kann.

Nun war nur noch die Frage, wie kommen wir dort hin?

Wir fragten in einem Laden eine Einheimische und diese meinte, wir sollten erstmal nicht versuchen zum Standartspot der Touren zu laufen, sondern selbst am Wasser lang gehen.

Das machten wir dann auch, doch am Strand war leider nichts zu sehen und es war eher ein bisschen unheimlich. Über uns blitzte der Himmel und es war verdammt dunkel.

Also zurück in die Stadt.

Doch auf den Weg entdeckten wir eine große Gruppe junger Leute die zu Fuß auf den Weg in Richtung Meer war.

Wir überlegten kurz. Und hingen uns dann einfach hinten ran.

Vorn lief ein Mann – der die Gruppe zu führen schien. Also ein Guide. Das war eine Walking Tour zu den Lichtern und wir hatten das Glück uns unauffällig anschließen zu können.

Und so fanden wir wirklich die Stelle & das Licht. Und was sollen wir sagen? Es sah unglaublich aus. Leider konnte man keine Fotos machen, aber glaubt uns – es ist definitiv ein Highlight und ein unvergessliches Erlebnis.

Am nächsten Tag verließen wir Holbox und es ist definitiv eine schöne Insel – ob die schönste, versuchen wir in den nächsten Wochen noch raus zu finden…

Uxmal & Hängematte kaufen

Gemeinsam mit Steffi frühstückten wir und machten uns dann relativ schnell auf den Weg nach Uxmal. Zu dieser Maya Ruine fährt man vom Merida ungefähr eine Stunde und als wir die ersten Reisebusse in die Richtung fahren sahen, ahnten wir schon böses! Nach und nach erschienen einige Hotels und uns wurde immer mehr bewusst, dass hier ist keine kleine Ruine.

Wir parkten für 80 Peso unser Auto und gingen an den Eingang. Dort wie gestern der Schock. Anstatt der knapp 200 Peso, war auch hier der Eintritt aufs Doppelte erhöht worden. Unser armes Reisekonto!

Doch nun waren wir extra hier her gefahren, also gingen wir natürlich auch rein. Trotz des ärgerlichen Eintrittspreises.

Die Stätte ist riesig und sehr hergerichtet. Viele Runinen wurden restauriert und neu aufgebaut um den Besucher zu verdeutlichen was für eine Leistung die Maya damals erbracht hatten. Die Anlange war sehr gepflegt und die Menschenmassen verliefen sich auf dem Gelände zum Glück.

Es gab viele Dinge zu entdecken. Totenköpfe, verstecke Schlangenfiguren und was lag da? An einer Stelle lag eine riesige Tode Vogelspinne. Wir quietschen alle drei los! 😄

Die eine der großen Pyramiden darf man besteigen und so kletterten wir in der Mittagssonne auf das riesige Bauwerk.

„Be careful“ sagte eine Frau zu mir und ich schaute zwei Stufen vor mir auf eine zweite tiefschwarze Vogelspinne! Pfui. Ich machte drei Sätze nach links und flitze die letzten Stufen hoch. Doch auch dieses Exemplar war Tod.

Der Ausblick von der Pyramide war wirklich toll und wir genossen ihn einen Weile. Danach machten wir uns langsam auch den Rückweg zum Auto. Da wir nur zwei Nächte in Merida geplant hatten, wollten wir heut unbedingt noch ein bisschen die Stadt erkunden.

Im Auto gönnten Steffi und ich uns eine kleine Mittagsruhe – Alex fuhr uns heil zu unserer Unterkunft. Hier blieben wir auch gar nicht lange, sondern spazierten in Richtung Centrum. Wir wollten uns auch ein Lokal zum Essen suchen, denn so langsam bekamen wir alle Hunger.

Doch bis wir endlich etwas zwischen den Zähnen haben würden, sollte es noch dauern…

Wir bummelten durch die Geschäfte und Alex hatte in Steffi die Shoppingpartnerin gefunden. Stundenlang schauten sie sich die kitschiges Dinge an 😄, ich setzte mich vor die Läden und schrieb Tagebuch. Weil ist ja nicht so, dass wir die meisten Dinge schon 300 Mal gesehen haben 🙈.

Doch dann entdeckten wir einen Laden, der all unsere Aufmerksamkeit weckte. Viele Hängematten hingen von der Decke und alles schien Handarbeit zu sein.

Merida gilt auch als Hauptstadt der Hängematte und Alex träumte schon seit der Reisplanung davon sich hier eine zu kaufen.

Schnell hatten wir einen Berater an unserer Seite, der uns seine Hängematte vorstellte. Das Exemplar, dass für uns in Frage kam, war für eine Person zum schlafen und für zwei zum Chillen, da sie 500 Kilogramm tragen kann.

Wir lagen Probe und ließen uns alles ausführlich zeigen. Alex hatte sich letzten bereits belesen, woran man eine gute Händematte erkennen kann und diese erfüllte alle Kriterien. Sie gefiel uns sehr gut, nur der Preis gab noch zu denken.

Mittlerweile lag Steffi in der Hängematte und fing lässig auf Spanisch mit dem Verkäufern an zu handeln für uns. Nach einige hin und her, einigten wir uns auf 1200 Peso. Immerhin hatten wir 300 gespart.

Wir gingen zur Kasse und bezahlten. Doch nun war Steffi weg.

Gemeinsam mit dem Verkäufer machte sie in einem kleinen Hinterzimmer ein Mayaritual. Wir warten geduldig, da wir schon während des Handeln gespürt hatten, dass die Chemie zwischen den beiden zu stimmen scheint.

Und wirklich – Steffi strahlte nach dem sie wieder zu uns zurück kam. Und so waren wir alle glücklich.

Wir schlenderten weiter durch Merida, auf der Suche nach etwas zu essen. Doch irgendwie wurden die anderen immer wieder in die Shops gezogen. So musste ich ein Verbot aussprechen 😄 sonst wären wir noch verhungert.

Wir suchten noch eine Bank und liefen dann endlich zur zweiten Restaurantempfehlungen unseres Vermieters.

Und es lohnte sich wirklich, dass Essen schmeckte köstlich.

Auf dem Rückweg, entdeckten wir noch eine Bar mit Live Musik und wir entschieden uns hier noch einen Drink zu nehmen. Die Stimmung wurde schnell immer besser und die Masse tanzte auf einer winzigen Fläche. Selbst Alex riss es vom Stuhl. 😄

Es war ein wunderbarer Tagesabschluss und ein toller letzter Abend mit Steffi. Und wir sind uns sicher – wir sehen uns wieder! Ob in Paris oder anderswo auf der Welt!

Ek Balam

Heute ist wieder einmal Abreisetag, denn es soll für uns nach Mérida gehen. Dieses mal waren wir jedoch nicht zu zweit unterwegs, sondern zu dritt.

Nein, wir haben kein Zuwachs bekommen. 😄Wir nehmen Steffi mit, die wir am Vortag in der Cenote kennengelernt haben.

Pünktlich nach dem Frühstück ging es morgens zu Steffis Unterkunft, welche am A**** der Welt lag. Einmal komplett quer durch Valladolid ans andere Ende der Stadt. Wir fragten uns wie sie die Stadt unsicher gemacht hat, wenn doch soweit außerhalb ihre Unterkunft war. Wie besprochen stand sie mit ihren Koffern und Taschen ab hol bereit vor der Tür. Oh man, wie sollten wir das nur alles in unsere Knutschkugel reinbekommen?

Tetris spielen war angesagt aber irgendwie hat dann doch alles gepasst. Dann hieß es „Freie Bahn mit Marzipan“ und los ging es mit dem Endziel Mérida. Doch zunächst peilten wir die Maya Ruine „Ek Balam“ als Zwischenziel an.

In Ek Balam mussten wir dann überraschend feststellen, dass der Eintrittspreis von 213 pesos nicht mehr stimmt. Denn Anfang des Jahres wurden viele Eintrittspreise einfach um das doppelte erhöht. Zunächst überlegten wir ob wir wirklich rein gehen sollten. Gemäß dem Spruch, „Wann sind wir schon mal wieder hier“ oder „Was soll der Geiz“ gingen wir rein. Beim Eingang dann traf Steffi einen Schamanen den sie bereits kannte. Denn Steffi wollte unbedingt an ein Spirituelles Ritual, wo ihre Seele mit Hilfe von Weihrauch reingewachsen wird, teilnehmen. Zunächst erkundeten wir jedoch die Ruinen Stadt.

Sehr schön erhaltene Ruinen erwarteten uns. Links und rechts der Dschungel und wir mitten drin. Höhepunkt der Ruinen war die große Ruine Akropolis, bekannt auch als Sac Xoc Naj (Weißes Haus des Lernens). Von dort oben hatte man einen wundervollen Ausblick über den gesamten umliegenden Dschungel. Steffi unterhielt sich mit einem Einheimischen, welcher uns erklärte, dass die Maya Geschichte auf Grund von neuen Funden schon mehr Mals umgeschrieben werden musste. Bis heute ist noch nicht alles geklärt und entdeckt worden.

Nach unserer Entdeckungstour durch die Ruinen, wollten wir uns etwas in der nahe liegenden Cenote abkühlen. Steffi hatte genug vom Baden und ließ sich vom Schamanen reinigen. Wir hingegen wollten, nein wir brauchten eine Erfrischung. So fuhren wir mit dem Maya Taxi (quasi ein Tuc Tuc Fahrrad) zu der Cenote und verabredeten uns später mit Steffi am Auto.

Die Abkühlung tat uns gut und die Cenote war wirklich sehr schön. Hierbei handelte es sich um eine „offene“ Cenote, also keine Höhle. Von oben herab plätscherte ein kleiner Wasserfall (Wir glauben dieser wurde künstlich erzeugt) und für die kleinen faulen konnte man sich einen schwimmreifen ausleihen. Für den gewissen Kick sorgten die Springplattform, eine Zippline und ein Seil zum hinein schwingen. Schnorcheln lohnte sich nicht wirklich, es gab zwar ein paar Fische aber den Cenotengrund konnte man nicht sehen, weil sie 15-20m tief war.

Nach unserer Erfrischung trafen wir Steffi an unserer kleinen Knutschkugel und setzten unsere Reise nach Mérida fort. Gerne hätte ich noch eine Tequila Destille besucht, jedoch war es schon zu spät dafür. Nachtfahrten in México sollte man nämlich meiden. Die Fahrt dauerte gute 3 Stunden und unsere Airbnb Buchung wurde immer noch nicht bestätigt, das heißt wir haben immer noch keine Unterkunft. Glücklicherweise hatte Steffis Airbnb Vermieter noch ein weiteres Zimmer frei, weshalb wir kurzer Hand unsere Buchungsanfrage stornierten und uns mit im Haus von Steffi einquartieren.

Als wir Mérida erreichten, dachten wir nicht das es so eine riesige Stadt ist aber als Hauptstadt von Yucatan, hätte man sich das auch denken können. Gemeinsam wurden wir von unserem Vermieter begrüßt. Wir hatten eine ganze Wohnung für uns allein. Die Zimmer waren groß und wir hatten sogar eine Hängematte im Zimmer. Merida wird inoffiziell auch die Hauptstadt der Hängematten genannt und wir liebäugelten schon eine Weile mit einer.

Wir entspannten etwas und zogen dann nochmal, los in die Stadt um etwas zu essen. Unser Vermieter empfahl uns das „Mercador 60“, denn dort gab viele kleine Essensstände in gemütlicher Atmosphäre. Also tigerten wir los, vorbei an einer Bar, wo Salsa gespielt wurde. Dort wurde getanzt und gefeiert, mitten in der Woche, aber das ist hier normal. Wir entschieden uns jedoch weiter zum Mercador 60 zu gehen und wurden nicht enttäuscht. Viele kleine Stände mit super leckerem Essen, in einer tollen Atmosphäre. So ließen wir gemütlich den Abend ausklingen.