Hogwarts

Mit klopfendem Herzen wachte ich an diesem Morgen auf… ein Traum würde heute wahr werden…

Da wir nichts zum Frühstücken hatten, hielten wir schnell bei Burger King und aßen einen Burger mit Ei. Dann parkten wir unser Auto am Metroparkplatz. Das soll zwar eigentlich nicht erlaubt sein. Aber 50 $ für den offiziellen Parkplatz war uns einfach zu fett.

Wir liefen ein kleines Stück zum Eingang. Dort mussten wir durch eine kleine Sicherheitskontrolle und dann konnten wir unsere Tickets kaufen. Beim Preis muss man schon kurz Schlucken.Aber wir waren uns sicher – es würde sich lohnen dieses Geld auszugeben. Und besser habe ich mein Geburtstaggeld wirklich nicht anlegen können.

Kurz vor 10 öffneten sich dann die Tore und wir konnten schon einmal ein kleines Stück in den Park hineingehen. Dann wurde man gefragt, ob man heut etwas besonderes feiert und da diese Reise ja quasi unsere Hochzeitsreise ist, bekamen wir einen Button mit „Just Married“ geschenkt.

Und dann wurde runter gezählt… 10… 9… 8…

Willkommen in den UNIVERSAL STUDIOS!!!Wir standen ganz vorne und wir flitzen los – erstes Ziel! Ganz klar: HOGWARTS 💚Und als wir durch das Tor gingen, schlug mein Herz höher. Alles sah so echt aus. Wir liefen durch Hogsmeade (für Muggel: das magische Dorf) und alles war Weihnachtlich dekoriert. Ich kam mir wirklich vor wie im Film. Es wurde auf jedes Detail geachtet. Und dann gingen wir um die Ecke und da stand das Schloss in seiner ganzen Schönheit. Im Hintergrund lief die wunderbare Filmmusik und wirklich jeder Vollblutfan war in diesem Moment sprachlos!Wir liefen in das Schloss, denn dort startet die Animierte Achterbahn. Ich hätte stundenlang dort lang laufen können. Es ging vorbei an Dumbledores Büro, durch den Schulgarten vorbei an den sprechenden Gemälden. Alles war unglaublich schön.Da wir immer noch die ersten waren, mussten wir nicht lange anstehen, sondern konnten gleich in die Bahn einsteigen. Und dann startete eine magische Fahrt. Gemeinsam mit Harry flogen wir durch die Luft. Er rettete uns vor einem Drachen und den kalten Dementoren. Es ging auf und ab. Alex lachte neben mir nur – er hatte total Spaß. Und ich saß mit weit aufgerissen Augen da und konnte mein Glück nicht fassen!Nach dieser Fahrt suchte ich mir ein Aufnäher aus – denn auch dieses Abenteuer darf auf unserer Patchworkdecke später nicht fehlen.Wir kauften uns ein Butterbier und tranken es mit Blick auf Hogworts und ich konnte mich nicht sattsehen. Und auch das Bier schmeckte einfach fantastisch. Mit klassischem Hermine Butterbierbart gab es noch ein Erinnerungsbild und dann ging es zu Olivanders.In einer kleinen Show konnte man zusehen wie einer aus dem Publikum seinen perfekten Zauberstand findet. Alles war so perfekt nach gestellt. Ich fühlte mich wie in der Winkelgasse, bereit alles fürs neue Schuljahr zu besorgen 😍Nach über zwei Stunden hatten wir in der Harry Potter Welt dann wirklich alles entdeckt und waren nun natürlich auch neugierig auf den Rest.Über Springfield und einen Besuch bei Moe‘s ging es zu den Studio Touren. In einer kleinen Bahn fährt man durch die Filmsets und kann sich in seine Lieblingsfilme träumen. Und auch hier wird man wieder durch animierte Bahnen gefahren.Alles ist unglaublich gut gemacht! Wirklich der Wahnsinn!Nach den Touren nahmen wir noch jede Bahn mit – wir wurden zu Minions und mussten danach vor Zombies flüchten.In Jurassic World fuhren wir mit einem Boot durch die Dinowelt und entkamen nur ganz knapp einem „tödlichen“ Tyranorex Angriff!

Diese Bahn fuhren wir auch gleich zwei Mal hintereinander – weil wir einfach beide solch einen Spaß hatten 😄

Und auch die Mumie ließen wir nicht aus!Jede Bahn war etwas besonderes. Alle waren bis aufs kleinste Detail dekoriert und geschmückt. Wir fühlten uns den Tag als wären wir in mehreren Welten gewesen.Ganz am Ende ging es natürlich noch mal zurück nach Hogwarts. Langsam wurde es dunkel und das Schloss leuchtete mystisch.Und in dem Moment überkam mich das Glück: und eine Träne rollte über mein Gesicht.Das hier ist mein absoluter Kindheitstraum gewesen und ich kann nicht in Worte fassen wie toll es sich angefüllt hat, sich das erfüllt zu haben. Gemeinsam mit meinem Mann. 💚

Los Angeles

Der Highway 1 – ist wohl neben der Route 66, die bekannteste Strecke und auch wir wollten diese natürlich lang fahren.

Wir träumten von wilder Küstenromantik, unglaublichen Weiten und wunderbaren Ausblicken. Und wurden nicht enttäuscht.

Zwei Tage nahmen wir uns Zeit, um die kurvige Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles zu entdecken.

Auf der ganzen Strecke gibt es unzählige Stopps um die Aussicht zu genießen. An einigen Stelle kann man auch Wanderungen starten. An den Strand kommt man leider meist nur schwer und auch Plätze zum Schlafen sind schwer zu finden. Aber trotzdem hat uns die Fahrt beeindruckt.

Wir haben jeden Morgen mit Blick aufs Meer gefrühstückt und sogar unseren ersten Delfin in der Ferne entdecken können. Was für ein Glücksmoment. Über Malibu ging es dann weiter nach Santa Monica und zum berühmten Pier. Dort endet auch die Route 66. Und es tummeln sich eine Menge Menschen am Strand und auf dem kleinen Vergnügungspark. Aber auch eine Menge Armut lässt sich dort sehen. Denn viele Obdachlose Menschen haben sich an dem Strand ein Lager aufgebaut. Die Klufft zwischen Arm und Reich ist deutlich sichtbar.

Wir schlenderten natürlich auch am Venice Beach entlang, schließlich freute ich mich auf halbnackte, starke Männer die dort trainieren. Doch es waren nur „Schlappis“ da und mein Mann wollt sich nicht präsentieren! 😄 Er schaute lieber die durchtrainierten Damen an 😄Am Skaterpark beobachteten wir die coolen Jungs – die stundenlang die neusten Tricks mit ihren Skateboards trainierten. Ziemlich cool, was sie so drauf haben!Dann wurde es langsam Abend und wir machten uns auf den Weg zum Griffith Observatory um von dort die hell erleuchtete Stadt zu sehen. Es war auch ganz schön. Doch mehr als die Stadt hat uns eigentlich der Blick durch ein Teleskop gefallen. Dort konnte man den Mond nämlich extrem nah sehen. Sah verdammt spannend aus!

Wir begaben uns dann auf die Suche nach einem Schlafplatz. Gar nicht so leicht. Denn am liebsten wollten wir auch gleich in der Nähe der Universal Studios stehen. Doch dort wurden wir im dunklen nicht so recht fündig. Und so landeten wir wieder auf einem Walmart parkplatz und was passierte natürlich?Genau. Es klopfte nachts an unserer Scheibe und wir mussten wieder in Windeseile verschwinden um Ärger am besten aus dem Weg zu gehen. Danach war der Schlaf noch unruhiger, als sowieso schon.Am nächsten Morgen ging es dann in die Universal Studios. Doch dazu im nächsten Blog mehr… dieses Highlight verdient nämlich seinen ganz eigenen Beitrag!

Ansonsten haben wir uns am Abreisetag natürlich noch den Walk of Fame angesehen und sind über die Sterne gelaufen. Wusstet ihr, das selbst Winnie Pooh einen Stern bekommen hat?

Als Amerika Abschluss gab es dann noch einen dicken Burger und riesigen Milchshake und dann hieß es schon – Abschied nehmen! Wir gaben unser Auto und „zu Hause“ auf Zeit am Flughafen ab und machten uns bereit. Denn das nächste Land und viele Abenteuer warteten bereits…

San Francisco

Wir mussten noch ein Stück bis nach San Francisco fahren, da wir am Abend nicht mehr die komplette Strecke schafften.

So kamen wir gegen Mittag an und fuhren als erstes in DIE Hippie Straße. Hier reiht sich ein fancy Laden neben dem nächsten und alle sind voll happy!

So happy, dass aus manchen Läden, bunt gekleidete Damen hüpfen und wie wild Handküsschen an die vorbeifahrenden Touribusse werfen. Aaaah ja!

Hier tummeln sich außerdem die Hiebster, um sich in den vielen Second Hand Läden mit Retro Hemden und Adidas Jacken einzudecken. Aber natürlich nur zum doppelten Preis von damals. 😄

Aber wer uns kennt weiß, wir stehen einfach aufs Bummeln und die Leute dabei zu beobachten. Und eine Sachen kauften auch wir: ein Wachstuch um Schnitten oder andere Dinge umweltfreundlich einzupacken.

Dann wurde es ziemlich frisch und Nebel zog auf. Keine Seltenheit in San Francisco. Wir zogen uns schnell lange Sachen an und fuhren weiter, in quasi eine andere Welt: Chinatown.

Ab nun hörten wir nur noch Asiatisch. Um uns aufzuwärmen, gab es dort eine große Suppe.

Danach fuhren wir zum Walmart, doch wunderten uns bereits beim rauf fahren auf den Parkplatz. Überall waren Kameras und ein Auto mit Gelben Licht fuhr Kontrolle.

Hm das wird wohl nichts mit hier schlafen.

Wir beobachteten die Sache eine Weile und stellten fest, auf dem Parkplatz daneben, von einem anderen Laden, wurde nicht kontrolliert.

Also entschlossen wir kurzerhand uns dort hin zu stellen und schliefen schnell tief und fest ein…

Bumm, Bumm …. „Haaaaaaach“ – war das erste was ich hörte. Alex holte so tief Luft, mein Herz blieb fast stehen. Ich öffnete die Augen und sah nun auch die Gestalt vor Alex Fenster stehen, die ihm so einen Schrecken eingejagt hat.

„No Overnight Parking“ rief die Person.

Alex brüllte zurück! „Sorry – wie Go!“ und fing an den Autoschlüssel zu suchen.

Die Person stieg wieder in ihren mucksmäuschenstillen Wagen zurück und fuhr weiter und ließ uns mit klopfendem Herzen zurück.

Wir steigen schnell aus, räumten die Rucksäcke nach hinten und fuhren vom Parkplatz. Gegenüber war eine Tankstelle, auch mit einem großen Parkplatz. Und so versuchten wir dort unser Glück.

Es war zwar taghell dort und ein enormer Verkehr und wir waren so aufgeregt, dass wir ganz unruhig schliefen, aber wir wurden wenigstens nicht ein zweites Mal in dieser Nacht rausgeklopft.

Nach dieser Aufregung waren wir früh wach und fuhren schnell weiter zum Traget. Den Laden hatte uns Sina in Mexiko empfohlen und wir wollten mal nach einem richtig schönen kitschigen Weihnachtspulli schauen. Wir entdeckten auch den ein oder anderen – entschlossen aber doch keinen zu kaufen. Die Rucksäcke platzen leider bald. Und auch unsere Reisekasse ist in diesem Monat überlastet 😄

Weiter ging es zur Ablegestelle für das Boot nach Alcatraz. Doch zuerst der Schock: Tagesticket Parken – 40 $! Puh!

Ich weigerte mich das zu zahlen und überzeugte Alex weiter zu schauen und siehe da: nicht mal 20 Meter weiter fanden wir einen kostenlosen Parkplatz.

Wir fühlten uns wie wahre Glückspilze und gingen zum Ticketverkauf! Dort wurde uns das Glücksgefühl gleich wieder geraubt!

Ausverkauft!

Alex Mundwinkel hingen fast am Boden.

Danach konnte ihn auch wirklich nichts mehr aufmuntern. Weder die Aussicht auf etwas zu essen noch die Seelöwen am Fishermans Wharf. Ach je!

Wir entschieden uns noch die Golden Gate Bridge anzusehen und dann weiter den Highway 1 entlang zu fahren. Uns war mal wieder nach Meer.

Auf dem Weg verfuhren wir uns dann, und fanden uns plötzlich auf der Golden Gate Bridge wieder! Nun gut – das war nicht geplant. Aber wenn wir nun eh auf der anderen Seite sind, können wir zum berühmten Aussichtspunkt für die Brücke.Wir parkten unser Auto, wanderten einen kleinen Berg hoch und plötzlich erhellte sich Alex Gesicht wieder! Dort stand ein Expeditionsmobil. Schon seit einiger Zeit träumt Alex auch von einem Expeditionsmobil, einem LKW als Wohnmobil für zukünftige Offroadabenteuer und eine Weltreise 2.0!

Und als er dann noch das deutsche Nummerschild sah, war er völlig hin und weg!

Die Aussicht über die Stadt und die weltberühmte Brücke war nun nebensächlich! Alex wollte gern die Bestitzer kennen lernen. Und so schauten wir uns um, zu wem denn dieses Mobil passen könnte. Doch so Recht passte niemand.

Also entschlossen wir einen Zettel zu schreiben und ihn ans Auto zu hängen. Wir hinterließen unsere Kontaktdaten und wollten grad zurück zum Auto – da öffnete sich die Tür von innen! Ein Mann stieg aus. Und wir gingen zurück und wollten Hallo sagen. In diesem Moment, laß er schon kurz in dem Zettel, schaute uns an und fragte: „ Alex und Maria?“

Und Zack waren wir schon im Gespräch. Und es war einfach toll. Jasmin und Kai waren so nett und sympathisch und beantwortet gleich alle Fragen zu ihrem Fahrzeug. Wir warfen einen Blick in die Garage und es war einfach wirklich richtig nett. Wir fühlten uns wohl und waren nun doppelt so froh, diesen Zettel geschrieben zu haben.

Nach einer ganzen Weile verabschiedeten wir uns herzlich und als wir ein paar Tage später eine so liebe Mail bekamen, dachte wir mit einem Lächeln an diesen schönen Moment in San Francisco zurück!

Hoover Damm & Death Valley

Was für eine Nacht – bunt, schrill und vor allem kurz. Das Aufstehen fiel heut zweifach schwer, nicht nur der wenige Schlaf, sondern auch das bequeme Bett, hielten uns vom Aufstehen ab.

Doch nachdem wir es endlich geschafft hatten, uns aus dem Luxusbett zu reißen, starteten wir zu Fuß zum berühmten Vegas Zeichen. (übrigens sind wir nun 6,5 Jahre zusammen und es war unsere erste Nacht in einem Luxushotel 😍)

Aber zurück zum Schild: schon von weitem sah man eine Schlange. Also hieß es warten.

Das Motiv ist einfach sehr beliebt und so steht auch jemand bereit der gegen ein kleines Trinkgeld ein Bild für dich macht. Und so ließen wir für einen Doller ein paar Erinnerungsfotos an unsere Nacht in Vegas schießen.

Danach verließen wir die Stadt in Richtung Hoover Damm, berühmt aus dem Film San Andreas. Es ist der größte Damm der USA und wird streng bewacht. So wurde unser Auto raus gezogen, durch geschaut und wir wurden befragt ob wir Waffen oder Sprengstoff dabei haben!

Als ob man da „Ja“ sagen würde? 🙈

Naja wir konnten rein und sollten erstmal gleich 10 $ fürs Parken zahlen. Doch wir haben gelernt. Fahre 10 Meter weiter. Und wirklich auch hier wieder: ein kleines Stück weiter, eine kostenlose Parkmöglichkeit.

Der Damm war wirklich riesig, man kann wohl auch Touren buchen und sich das Innere Ansehen, doch die fanden an dem Tag nicht statt. Aber auch von außen überzeugt dieses Bauwerk.

Zurück ging es einmal quer durch Vegas in Richtig Death Valley. Und weil die Fahrt so lang war, hielten wir unterwegs an und kochten noch bevor die Sonne unterging. Zogen uns schon unsere Schlafis an und fuhren weiter zum Besucherzentrum des Parks.

Und unterwegs sahen wir wirklich einen Coyoten. Wie cool.

Am Besucherzentrum war einiges los – es spielte eine Countryband und unzählige Camper standen dort. Wir schauten uns noch ein bisschen um und beobachteten die Menschen. Es war wie im Film. Die Leute saßen mit Campingstühlen und Decken über den Knien dort und wippten zu Musik mit. Wir fielen ins Bett und lauschten von dort aus den Klängen…

Am nächsten Morgen ließen wir uns dann beraten, welche Punkte im Park interessant für uns wären. Und so ein Mist – so viel hörte sich gut an! Doch wir mussten uns entscheiden, denn eigentlich war dies nur ein kleiner Zwischenstopp auf den Weg in den Yosemite Nationalpark. Bei der Planung dieses Roadtrips hatten wir nicht bedacht, dass die Sonne hier spätestens um 17 Uhr untergeht und man danach so gut wie nichts mehr machen kann.

Die Mitarbeiter sind sehr nett gewesen und durch unsere Nationalpasskarte war der Eintritt wieder problemlos.

Wir füllten noch den Tank und unsere Wasservorräte auf – wie es empfohlen wird und fuhren weiter ins Tal des Todes.

Wir besuchten den tiefsten Punkt unter dem Meeresspiegel in ganz Nordamerika. Dieser liegt 85,5 Meter tiefer als das Meer. Verrückt wenn man bedenkt, dass wir vor ein paar Wochen noch in Peru auf über 5000 Höhenmeter standen und das man selbst mit Tauchschein nicht so tief an den „Meeresgrund“ tauchen kann. Doch hier waren keine Fische sondern nur viiiiel Salz.

Danach waren wir noch auf einem Geröllfeld, wo nur der Teufel persönlich Golf spielen könnte. Und fuhren durch ein Gebiet in dem Star Wars gedreht wurde. (nicht ganz unsere Filme 🙈)

Und dann war es auch schon wieder Nachmittag und wir verließen den Park leider schon wieder. Wir wollten noch zum Yosemite Park weiter fahren. Doch die Zeit saß uns im Nacken und die Strecke war lang. Und dann kam ein neues Problem hinzu. Im Park sollten es diese Nacht minus 4 Grad werden… definitiv zu kalt für unsere dünnen Decken.

Was machen wir nur?

Erstmal bei Jack in the Box anhalten und einen Burger essen. 😄🙈

Wir hatten nämlich den ganzen Tag nur ein paar Cornflakes genascht.

Und auf die Burger hier stehen wir einfach 😄.

Dort gingen wir auch noch unsere nächsten Tage durch und entschieden schweren Herzens, heut Abend noch durch den Park zu fahren und in Richtung San Francisco zu düsen.

12 Tage in den USA sind einfach zu kurz. Aber länger konnten wir nicht – da in unserer Auslandsreiseversicherung nur zwei Wochen inklusive sind. Nun gut. Man muss halt leider immer wieder ein paar kleine Abstriche machen…

Gut gestärkt und mit dem Weltbesten Milchshake in der Hand fuhren wir weiter. Schon bei der Fahrt durch den Park lässt sich erahnen wie toll es dort sein muss.

Wir schafften zum Glück noch ein gutes Stück Strecke und freuten uns morgen San Francisco zu erkunden.

Antilopen Canyon & Vegas Baby!

Nachdem wir am Vortag keine Tickets mehr für den Antilopen Canyon bekommen haben, sind wir heute pünktlich aufgestanden, damit wir morgens gleich die Tour durch den Canyon bekommen. Gott sei Dank klappte das auch gleich und wir mussten nicht lange warten.

Gemeinsam mit dem Guide gingen wir in die Wüste und dachten: Wo bitte soll hier der Antilopen Canyon sein? Doch plötzlich sah man im Gestein einen Spalt, indem wir über eine Treppe steil hinab stiegen. Und dann standen wir mitten drin, in dieser so unreal wirkenden Welt. Es war magisch, auf Bildern sieht der Canyon schon toll aus aber in der Realität unbeschreiblich schön.

Doch leider wollten nicht nur Wir diese Schönheit der Natur bewundern, sondern tausende von anderen Leuten auch. Weshalb man durch den Canyon regelrecht durch gepresst wird. Wir ließen uns etwas zurück fallen, um ein paar schöne Fotos zu machen. Doch hinter uns war gleich die nächste Gruppe mit Asiaten.

Diese nahmen keine Rücksicht und krochen uns förmlich in den Allerwertesten, sowas können wir ja leiden. Zum Glück hatten wir einen sehr engagierten Guide, der nicht nur viel über den Canyon erzählte, sondern auch tolle Fotos von uns gemacht hat. Völlig vom Canyon verzaubert krochen wir aus einem kleinen Spalt an die Oberfläche zurück. Was für ein tolles Naturphänomen. Lange Zeit zum Pause machen hatten wir aber nicht, denn wir haben ein straffes Programm.Weiter ging es zum „Horseshoe“ (Hufeisen), der Colorado River macht einen Schlenker, dass es so aussieht als wenn ein Pferd seinen Hufabdruck dort hinterlassen hat.

Eine gigantische Schlucht und was für ein Ausblick. Doch lange konnten wir nicht bleiben, es kamen immer mehr Menschen und es war bereits Mittag. Wir mussten ja noch gute 4h Auto fahren nach Vegas.

Vegas Baby, eine Stadt die nie schläft. Doch eine Bleibe hatten wir immer noch nicht. Mit dem Auto fuhren wir, bis wir endlich Internet mit meinem Handy hatten und buchten uns ein Hotelzimmer.

Wir entschieden uns ein Hotelzimmer im Hotel „Luxor“ zu nehmen. Wenn wir schon in Vegas sind, dann sollten wir auch ein schickes Zimmer am Strip nehmen. Teuer ist sowie so alles in Vegas.

Jedoch mussten wir noch auf die Bestätigung vom Hotel warten, also hieß es Daumen drücken. Nach gut einer Stunde hatten wir auch endlich die Bestätigungsmail und es hieß endgültig „Vegas wir kommen“. Nun wartete ein tolles Zimmer und eine heiße Dusche auf uns.

In Vegas angekommen, ein riesiges Verkehrsaufkommen und ein Stau nach dem anderen. Doch zum Glück brauchten wir nicht lange suchen, die große schwarze Pyramide war es nämlich, zu der wir mussten. Schnell ins Parkhaus und zum Check-in. Mit unseren Rucksäcken mussten wir einmal quer durchs Casino, wie uns alle anstarrten.

Als wir dann die Zimmertür aufschlossen erwartete uns ein traumhaftes Zimmer, mit einem riesigen Badezimmer. Ein Traum wurde war. Sehnte sich doch am allermeisten Maria nach etwas Luxus. Bevor es in das wilde Nachtleben ging, duschten wir erst einmal so richtig und machten uns dann fertig. Zunächst erkundeten wir unser Hotel, Wahnsinn wieviele Automaten es gab und überall gab es was zu entdecken.

Zick verschiedene Shows und Futterbuden. Aber das sollte zunächst nur der Anfang sein. Ohne das Hotel zu verlassen ging es als nächstes in das Hotel „Exkalibur“, wo gefühlt noch mehr Menschen an den zahlreichen Automaten und Tischen spielten. Man könnte hier ein ganzes Wochenende verbringen ohne dabei Tageslicht zu sehen (Man muss natürlich das nötige Kleingeld haben).

Weiter ging es auf den Vegas Strip. Menschen über Menschen, bunte Reklameschilder erhellten die Nacht, Reiz Überflutung pur. Am liebsten hätte ich mich zerrissen um alles zu entdecken aber dazu reichte die Zeit auch einfach nicht aus. Getunte Autos dröhnten über den Strip um den leicht bekleideten Mädels zu imponieren. Jedes Hotel bzw. Casino hat sein eigenes Thema, es wurden ganze Städte wie New York, Venedig oder Atlantis nach gebaut.

Auch wir versuchten unser Glück an den zahlreichen Automaten. So hatten wir vor der Reise einen Betrag festgelegt welcher zum spielen verwendet wird. Eigentlich halten wir von so etwas ja nichts aber wenn man schon mal in Vegas ist, dann muss auch mal gezockt werden. Ich persönlich wollte auch immer mal an einem Black Jack Tisch spielen. Einmal war ich sogar im Plus und hab dann jedoch nach und nach alles verloren.

Ein sehr nettes Pärchen, was wir in México kennengelernt hatten empfahl uns in Las Vegas eine Torten Pizza zu probieren. Was wir dann auch machten. Und wir wurden nicht enttäuscht. Käse über Käse, die ganze Pizza so dick wie eine Schwarzwälder Kirsch Torte. Maria schaffte grade einmal 1 Stück und ich 3 Stücke. Die Pizza war super lecker, jedoch passte nichts mehr in uns rein. Wir ließen uns den Rest einpacken.

Erschöpft von so vielen neuen Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel, wo wir noch einmal unser Glück an einem Roulette Automaten versuchten. Aber das Glück sollte nicht auf unserer Seite sein. Pech im Spiel dafür Glück in der Liebe. Mit diesem Gefühl gingen wir beruhigt schlafen.

Grand Canyon

Nachdem wir kurz nach Sonnenuntergang am Grand Canyon angekommen waren, sahen wir noch ganz kurz im schwachen Licht den Canyon. Wir waren beeindruckt. Wie gewaltig.

Die Freude auf morgen wuchs nun noch mehr.

Für den Eintritt hatten wir uns die Nationalparkkarte besorgt. Mit dieser kann man für 80 $ viele der Nationalparks für ein Jahr lang besuchen. Und wir hatten die Karte von einem anderen Weltenbummlerpaar.

Wir suchten uns ein Plätzchen an dem wir eine Nudelsuppe kochten und aßen diese im Stehen. Mittlerweile war es dunkel. Schnell zogen wir uns unsere dicken Sachen an, um heut Nacht nicht wieder zu frieren und fuhren in eine andere dunkle Ecke um zu schlafen.

Der Wecker klingelte verdammt früh und auch die ersten Autos fuhren auf den Parkplatz. Wir wollten den Sonnenaufgang im Canyon sehen und viele andere wohl auch.

Das Aufstehen fiel aber erstmal schwer. Es war so verdammt kalt. Für die nächste Nacht würde ich die thermounterwäsche und die gute Alpakamütze raus kramen.

Als es immer heller wurde, sprangen wir dann doch in Windeseile aus dem Auto, zogen schnell noch eine Jacke über und rannten zum Aussichtspunkt. Dort war es mittlerweile schon ganz gut gefüllt, doch wir fanden noch ein Plätzchen an dem wir die Sonne gut sehen konnten.

Und sie ließ auch nicht mehr lange auf sich warten. Es sah so schön aus. Wie die Sonne ganz langsam hinter den Bergen hervor kam und den Canyon in ein warmes Licht tauchte. Es war sehr romantisch… bis ein Asiatischer Reisebus ankam und der Guide lauthals Infos zum Canyon raus schmetterte. Ach Nö!

Das dachten sich wohl auch alle anderen! Denn Ruck Zuck, verließen alle den Look Out und ließen die Reisegruppe zurück.

Wir machten uns schnell Wanderfertig und fuhren mit dem Auto ans andere Ende des Parks. Ziemlich ungewohnt durch einen Nationalpark mit Auto zu fahren.

Wir wollten gern ein Stück des Rim Trails gehen, leider nicht den ganzen, da dies 8 Stunden dauert, aber wenigstens einen Teil hatten wir geplant.

Der Abschnitt zwischen Powell Point und Monument Creek Vista gilt als schönster Teil. Mit einem Bus ging es das letzte Stück zum Start des Trails und schon während der Fahrt wurde uns bewusst wie gewaltig der Grand Canyon wirklich ist. Auch der Busfahrer schien ganz verliebt in seinen Arbeitsplatz und meinte immer wieder: „Look at my Work – ooooh year!“

Und so wanderten wir drauf los. Der Weg ist angenehm zu laufen und man hat die ganze Zeit den Ausblick auf den Canyon. Überall gibt es Picknick Stationen und man kann die Wanderung richtig genießen. Durch die Größe fällt auch die Menschenmasse gar nicht auf.

Es war wirklich toll und wir finden der Grand Canyon ist ein großartiger Nationalpark.

Nachdem wir uns am Nachmittag noch einen Stempel in unseren Pass geben lassen haben, ähnlich wie beim Machu Picchu, machten wir uns auf den Weg zum Antilopen Canyon. Dort bekamen wir aber erst Tickets für den nächsten Morgen. Also hieß es warten.

Wir nutzen die Zeit am Lake Powell und kochten das erste Mal noch im hellen. Und während die Sonne unterging, ließen wir uns Mac & Cheese schmecken…

Willkommen auf der Route 66

Der Flug nach Los Angeles verging ziemlich schnell – jedenfalls hab ich nicht viel von mit bekommen, da ich seelenruhig schlief.

Doch beim Aussteigen war ich dann doch ein bisschen nervös.

Die Einreisebestimmungen in die USA sollen ja immer so streng sein und ich hatte einfach keine Lust – rausgezogen zu werden und mein ganzen Rucksack auszupacken 🙈

Doch entgegen all unserer Erwartung ging alles sehr schnell und als wir auf die Frage, ob wir etwas zu Essen mit hätten antworteten, dass wir noch Pancakes vom Frühstück im Rucksack haben, wurde nur gelacht.

Und so standen wir ziemlich schnell bei Sixt, bereit für unseren Mietwagen. Leider mussten wir vor Ort noch einmal 200 $ zuzahlen um den vollen Versicherungsschutz zu haben. Doch bei sowas sind wir lieber vorsichtig und bezahlten. Lohnte sich dieses Mal auch wirklich – denn bereits am ersten Tag hatten wir einen kleinen Steinschlag.

Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und auch das Auto passte perfekt. Denn die Fenster waren verdunkelt und die Rückbank konnte man wunderbar gerade umklappen. Gute Voraussetzungen für unsere Nächte im Wagen.

Als alles geklärt und verladen war, starten wir als erstes in Richtung Walmart.

Dort deckten wir uns nicht nur mit Lebensmitteln ein. (Haben die viele M&M Sorten 😍)

Sondern kauften auch eine Luftmatratze und Pumpe, ein Topfset und einen Gaskocher. Und ganz wichtig beim Abenteuercampen: feuchte Babytücher! Die braucht man immer!

Das sollte für 12 Tage reichen.

Am Auto probierten wir alles aus und stellten fest das Batterien für die Luftpumpe fehlten. Also wieder rein! Wir waren froh, dass uns das nicht erst heut Nacht aufgefallen war.

Die Luftmatratze passte prima und wir fanden auch für alles andere einen guten Platz.

So waren wir Nachmittags mit einrichten fertig und wussten: nach zwei Nächten würde sich diese „Konstruktion“ bereits lohnen!

Nach einem kleinen Sub Way Stop düsten wir dann los in Richtung Route 66 und Grand Canyon. Wir waren beide kaputt und wollten Los Angeles lieber am Ende unserer Reise erkunden.

Die riesigen Highways überforderten uns erstmal ein bisschen. Auf welcher Spur darf man nun fahren? Wo ist die Abfahrt? Denn wenn man die verpasst, ist man erstmal Ewigkeiten zusätzlich unterwegs. Wie wir am eigenen Leib erfahren mussten. Und so dauerte es ewig, ehe wir aus der Stadt raus fahren und uns einen Schlafplatz suchen konnten. Auf einem Restaurantparkplatz fanden wir ein kleines Eckchen und krochen schnell ins Bett um nicht entdeckt zu werden.

Etwas zerknittert krochen wir ein paar Stunden später wieder aus dem Auto. Die Sonne ging grad auf und uns war kalt. Unsere Schlafsäcke waren doch zu dünn. Deswegen ging es auf direktem Weg zum nächsten Walwart – noch einen Schlafsack für uns kaufen. Denn auf frieren hatten wir keine Lust.

Auf dem Parkplatz gab es dann gleich noch eine Schüssel Cornflakes und wir machten uns ein bisschen frisch, aber dann ging es schnell los.

Die Route 66 rief uns nämlich – und nach den riesigen Straßen, waren wir froh auf der ruhigen Strecken unterwegs zu sein und das berühmte „Roadtrip Feeling“ zu spüren. Die Fenster runter, hörten wir Musik, der Wind bließ durch unsere Haare und wir fühlten es: unbegrenzte Freiheit!

Im Ort … hielten wir an und machten eine kleine Pause, kauften ein paar Andenken und entdeckten viele alte Fahrzeuge. So stellten wir uns die Strecke vor.

Alt. Wild und Wunderbar!

Ps. Und Teuer! 🙈 tanken kostet dort einfach mal 6,50 $ pro Galione – statt 3!

Abschied aus Mexiko

Eigentlich hätten wir gern bis Nachmittags schlafen können, nach dem langen Tag gestern und den vielen verschiedenen Eindrücken. Doch da es unser letzter Tag in Mexiko City war, standen wir nach nur ein paar Stunden Schlaf auf und machten uns mit der Subway auf den Weg zu einem Metalmarkt.

Dieser findet immer Samstag statt und bereits am Vormittag spielen dort Live Bands und man kann so einigen Abgefahren Mist kaufen. Alex war in seinem Element.

Gegen 12.30 klingelte dann Alex Handy. Mein Papa wollte unbedingt zu dieser Zeit anrufen, um mir noch einmal zu einem Geburtstag zu gratulieren.

Doch uns strahlten nicht nur Papa, Anke und Becci an, sondern auch Anne, Carli, Alex Eltern und so viele andere.

Sie veranstalten gemeinsam mein traditionelles Geburtstags Lagerfeuer. Sie dachten an uns. Und feierten gemeinsam.

Da kämpfte sich kurz das Heimweh durch.

Und die Tränchen kehrten zurück.

Aber nicht nur aus Traurigkeit, sondern auch aus Freude, so tolle Menschen als Familie und Freunde zu haben. Es ist wunderbar zu wissen, dass in Deutschland so viele Menschen an uns denken, uns vermissen und stolz auf uns sind.

Nachdem die Tränchen getrocknet waren und Alex mich 20 mal auf unterschiedlichste Weise umarmt hatte. (Um „zu Hause“ nach zu stellen 😄) ging es für uns weiter. Wir wollten gern noch in einen speziellen Laden, wo man besonderes Geschirr kaufen kann.

Dieses hatten wir bereits in Playa del Carmen gesehen und wollten nun mehr! Und wirklich – die Auswahl hier war größer und so schlugen wir einen Teil meines Gebutstagsgeldes auf den Kopf. Und freuten uns nun zwei ganz besondere Teller, Schüsseln und Schnapsbecher zu haben.So und nun aber schnell auf zur großen Parade. Mit schnell Schritt liefen wir weiter in Richtung Centrum. Doch warum kamen uns alle anderen Menschen entgegen? Das war doch die falsche Richtung.

An der Hauptstraße angekommen sahen wir warum.Die Parade war an dieser Stelle bereits vorbei gezogen und wir sahen am Ende der Straße nur noch die Rücklichter der Sicherheitsfahrzeuge. Mist und nun? Wir dachten nicht lange nach! Sondern rannten los. Denn der Vorteil einer großen Parade – sie ist immer langsam.

Und so joggten wir an den extremen Menschenmassen vorbei um wenigstens noch ein bisschen was zu sehen. Und wir kamen trotz des Andrangs ganz gut voran. Nach einer Weile waren wir dann so weit vor gekommen, dass wir wirklich noch den Großteil der Schausteller und Wagen erleben konnten.

Welch ein Glück.

Ich musste allerdings auf Alex Schutern sitzen um etwas zu sehen. Zum Glück hab ich solch einen starken Mann.Nach der Parade trafen wir uns noch mit einem Paar, dass wir über Instagram kennen gelernt haben. Sie führen eine Reise Food Blog und wollen gern mindestens zwei Jahre unterwegs sein.Wir suchten uns eine kleine Bar und tranken das eine oder andere Bier. Wir hatten eine Menge Spaß und freuten uns schon wieder neue Freunde gefunden zu haben.

Irgendwann schrieb uns Lilly aber, dass sie müde sei. Also fuhren wir wieder zu ihrem Haus, bedankten uns für die gemeinsamen Tage und haben ihr ein kleines Geschenk übergeben als Dankeschön.

Morgens um 4 stiegen wir dann in ein Uber, dass uns zum Flughafen brachte. Und um 10 waren wir bereits wieder in unserer Liebingsunterkunft in Cancún.

Wir hatten auch noch einiges zu tun. Wir beantragten das Neuseeland Esta. Sicherten noch mal alle Daten. Das letzte Mal Beauty vor den USA stand an. Wäsche wurde gewaschen. Blog geschrieben und und und…Irgendwann fielen wir erschöpft ins Bett, blickten auf 42 Tage in der Karibik zurück und wusste ab morgen wartet ein neues Abenteuer auf uns…

Mexiko – du warst toll!

1. 11 – Dia de Muertos

Nachdem wir etwas länger als die letzten Tage geschlafen hatten, frühstückten wir gemeinsam mit Lilly und machten uns dann auf den Weg zu der Familie von Rudolfo, Lilly’s Mann. Er war leider zur Zeit Dienstlich unterwegs. Diese lebt außerhalb der Stadt, eher etwas dörflich. Daher fuhren wir auch über eine Stunde mit der Bahn. An der Endhalte Stelle wurden wir dann von Rudolfos Vater mit dem Auto abgeholt und zu Ihnen nach Hause mit genommen.

Erstmal ein komische Gefühl, im Wohnzimmer einer völlig fremden Familie zu stehen, dessen Sprache man nicht spricht. Doch wir wurden sehr herzlich aufgenommen und der jüngere Bruder Rudi fing gleich auf Englisch an mit uns zu quatschen. So verflog die erste Nervosität schnell und gemeinsam mit Lilly und Rudi zogen wir los auf einen Markt.

Dieser findet in dem Ort extra zum Anlass des Dia de Muertos statt und man kann sowohl Dekoration sowie unzählige Köstlichkeiten kaufen.

Als kleines Dankeschön für die Gastfreundschaft kauften wir süßen Kürbis, den man hier als Süßigkeit isst. Lilly besorgte fürs Mittagessen/ Abendbrot noch frische Trotillas und Käse. Die beiden erklärten uns nebenbei viel über die Tradtion des Todenfestes und über typisches mexikanisches Essen. Wir saugten alles Wissen auf und probierten kleine Köstlichkeiten. Am besten war das Eis…

Chili Eis

Für die Feierlichkeiten gibt es extra ein Gebäck, dass traditionell auf jedem Altar liegt und gern von den Menschen gegessen wird. Das süße Brot, mit reichlich Zucker drauf, gibt es in verschieden Größen, Formen und Farben. Dazu gehört es aber definitiv immer.

Viele Haushalte sind übrigens offen – das heißt man kann ins Haus gehen und sich die Altare ansehen. Damit die Toten den Weg zum Haus und zum Altar finden, hängen draußen große Sterne und auf dem Boden Blumenblätter als Wegweiser.

Nachdem wir den Markt unsicher gemacht hatten und viel Dekoration gesehen haben, machten wir uns auf den Rückweg zum Haus der Schwiegereltern von Lilly. In dem Ort waren wir wohl die einzigsten Touristen. Wir wurden oft neugierig angeschaut und immer herzlich begrüßt.

Dann gab es ein spätes Mittagessen, dass Rudolfos Vater zubereitet hatte. Und es schmeckte köstlich. Es gab Tortillas mit Avocado, Salat, Hähnchen, Schweinehaut und Kaktus und eine leckere Suppe. Alex konnte kaum aufhören zu essen 🙈

Gut gestärkt fuhren wir dann nach Mixquic. Dort war ein riesiges Fest, überall gab es etwas zu essen. Massenweise Menschen waren unterwegs und alles war farbenfroh dekoriert. Wir wussten gar nicht wo wir zu erst hin schauen sollten.

Wir gingen die Straßen entlang und entdeckten einen Stand mit gebackenen Insekten. Rudolfos Bruder war gleich hin und weg und wir kauften eine kleine Tüten zum kosten. Was hatten die beiden einen Spaß uns beim Essen unserer ersten Insekten zu beobachten.

Und wie es geschmeckt hat?

Eigentlich nur nach Salz und Limette. Und das alles kross.

Es ist eigentlich mehr die Überwindung sich ein Insekt in den Mund zu stecken. Schlecht

schmecken tut es eigentlich nicht.

Danach sahen wir uns ein traditionelles Maya Ball Spiel an. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an und versuchen einen Ball durch einen Ring zu bekommen, mit den Unterarmen. Es erinnert ein bisschen an Faustball. In Runde zwei brannte der Ball und der Ring sogar und das Publikum war im wahrsten Sinne : Feuer und Flamme!

Übrigens wurde der Gewinner damals nach dem Spiel als Opfergabe für die Götter getötet. Da hätte ich wohl lieber verloren.

Nachdem dieses Spektakel zu Ende war, standen wir erstmal in einer ellenlange Schlange an um den Schauplatz zu verlassen. Das muss man ja sagen: die Mexikaner stehen immer brav an. Ob beim Bus oder bei sowas! 😄

Wir fuhren zurück zum Elternhaus von Rudolfo und holten seinen Vater ab. Denn nun sollte es auf den Friedhof gehen. Im Dorf feiert man nämlich am 1. November die Ankunft der Toten. In vielen anderen Orten wird eher am 2. November der Abschied auf dem Friedhof gefeiert.

Schon auf dem Weg, war die Hölle los. Tausende Menschen waren unterwegs – obwohl es Nachts um 12 war. Überall lief Musik und es gab unzählige Stände mit Essen.

Auf dem Friedhof selbst: das gleiche Bild.

Musik. Menschen über Menschen. Über all brannten Kerzen und teilweise kleine Lagerfeuer vor den Gräbern. Die Menschen versammelten sich. Tranken. Feierten und aßen an und auf den Gräbern. Die ganzen Familie waren dort. Jung und Alt. Alles war geschmückt mit unzähligen bunten Blumen und auch Luftballons und andere Dekoration konnte man sehen. Wahnsinn!

Wir wussten nicht wo wir zuerst hin sehen sollten und es dauerte auch nicht lange, da hatten wirl wieder ein süßes Brot in der Hand. Die Familie nahm uns so lieb auf. Und auch alle anderen waren neugierig auf uns.

Wir waren wohl weit und breit die einzigen Touristen. Und man erkannte uns wohl auch gleich an unseren großen Augen.

Wir fanden einfach alles so spannend.

Und der Gedanke, das die Toten Jahr für Jahr zurück kommen, gefiel uns. Wir dachten wohl

beide an die Lieben Menschen die uns so sehr fehlten… ❤️

Gegen 2 Uhr Nachts verabschiedeten wir. Und die Mexikaner würden noch bis zum Sonnenaufgang auf ihre Lieben warten…

Mexiko City

MexicooO… als in México ankamen sind wir in México City zwischen gelandet und da sah es schon riesig aus, nun aber wollten wir die Stadt richtig erkunden. Eigentlich war Mexiko City garnicht auf unserer Route, es hat sich alles viel mehr spontan ergeben. Über die Organisation Servas hatten wir Lilly kennengelernt, bei der wir schlafen konnten und die uns das Fest der Toten näher bringen wollte.

Glücklicherweise holte Lilly uns vom Flughafen ab und wir mussten uns nicht darum kümmern wie wir zu ihrem Haus kommen würden. Am Flughafen begrüßten wir uns dann, als würden wir uns schon ewig kennen.

Mit der U-Bahn fuhren wir zu Lilly‘s Haus, um unsere Sachen ab zu legen und in Anschluss die Stadt zu erkunden. Neu für uns war, dass die Frauen in der U-Bahn und im Bus ein eigenes Abteil haben. Lilly erzählte uns, dass sei weil in México City so viele Übergriffe auf Frauen stattfinden.

In der Stadt selbst standen von verschiedenen Künstlern bunte Totenkopf Skulpturen. Leider mussten wir unsere erste Stadt Erkundung abbrechen, da es Maria zunehmend schlechter ging, weshalb wir kurzer Hand wieder zurück zum Haus gefahren sind. Dort musste Maria leider brechen und schlief danach den ganzen Tag um neue Energie zu sammeln.

Am nächsten Tag ging es Maria besser und wir nahmen uns vor das Haus von Frida Karlo zu besichtigen. Als wir gegen 10:30Uhr am Museum waren, fielen uns die Augen bald raus, Menschen über Menschen. Eine riesige Menschenschlange um das Anwesen von Frida Karlo. Jedoch mussten wir heute rein, denn wenn nicht heute wann dann? Maria hatten es sich doch so sehr gewünscht.

Also hieß es anstellen und warten und warten und nochmals warten. Ich hätte mich da schon irgendwie vorgedrängelt aber Maria ist in solchen Sachen immer ein kleiner Schisser. So warteten wir dann geschlagene 3 Stunden bis wir endlich drinne waren. Gut anderthalb Stunden verbrachten wir dann im Museum. Leider war es nicht so toll wie wir es uns vorstellt hatten. Im Haus konnte man sich zwar ein paar ihrer Sachen, sowie alte Fotos anschauen, jedoch nur wenig berühmte Werke von ihr. Wir waren doch ziemlich enttäuscht, dass wir dafür auch noch so lange anstanden.

Nachdem wir fertig waren mussten hieß es dann, schnell zur Bahn, denn wir hatten uns zum Nachmittag mit Lilly und ein paar Freunden von ihr in der Stadt verabredet. Lieber wären wir ja in der Stadt noch ein bisschen umhergezogen aber nun gut, vielleicht bringt dieses Treffen ja auch seinen Vorteil. Im Kaffee angekommen stellten wir fest, dass es sich um ein nicht grade günstiges Cafe handelte und wir hatten Hunger. Nun gut, wir bestellten uns was zu Essen und zu trinken. Auf der Straße hätten wir deutlich günstiger und besser essen können. Nicht einmal Lilly‘s Freund hat ganz auf gegessen, er meinte nämlich, dass es hier eigentlich garnicht schmecken würde. Da fragen wir uns doch,warum um Himmels Willen hat der Typ dieses Kaffee ausgesucht? Denn er hatte nämlich das Cafe zum Treffen ausgesucht. -.- Maria und ich fassten uns innerlich an den Kopf, was für ein Hornochse. Weiß von vornherein, dass das Essen hier nicht schmeckt, will sich aber dort mit uns zum Essen treffen! Und dann auch noch voll teuer. Oh man!

Überall Vorbereitungen für die Feiertage

Naja egal. Nach dem Essen gingen wir noch in die Stadt denn es war Museumsnacht und die unterschiedlichsten Museen hatten geöffnet. Wir schauten uns verschiedene Ausstellungen an. Im Anschluss staunten wir über eine Tanzaufführung, die die Geschichte einer Mexikanischen Sage erzählte. Es ging um eine Frau, die aus Trauer über das Fremdgehen ihres Mannes, ihr Kind und sich tötet. Und danach als Geist zurück kehrt. Es war ziemlich gut gemacht!

Zu guter letzt führte Lilly uns zu einem tollen Frauenchor. Alle Frauen waren im Gesicht zur Hälfte wie der Tot geschminkt und traditionell gekleidet. Das war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und eine Sache die wir allein nicht erlebt hätten. Auch wenn das Treffen mit ihren „Freunden“ nicht ganz nach unserem Geschmack war. 🙈

Unser nächster Tagesausflug sollte zur Ruinen Stadt Teotihuacán gehen. Die gewaltige Ruinen Stadt mit der riesigen Mond und Sonnenpyramide beeindruckte mich gleich von Anfang an. Vorne am Eingang wieder verschiedenste Händler die ihr Zeug los werden wollen. Wir ahnten schlimmes, nicht dass das wieder so ein Jahrmarkt wie in Chichen Itza werden würde.

Er liebt diese Bearbeitung! 🙈

Zum Glück waren auf dem Gelände nur ein paar kleine Stände die ihre nervigen Jaguar Pfeifen los werden wollten. Entlang der Straße der Toten gingen wir zur Mondpyramide. Die Straße heißt so, weil Links und rechts die Oberschicht ihre Gräber haben und man mittig zur Mondpyramide laufen kann.

Viel größer, mit einem besseren Ausblick war aber die Sonnenpyramide. Ganz oben war ein kleines Loch wo jeder seinen Finger reinsteckte konnte, um den Spirit zu spüren. Ich musste ja schon ein bisschen lachen – aber Maria schimpfte mit mir! Da sprach wieder der Sozi aus ihr! Oder hatte sie den „Spirit“ gespürt?

Mit Bus und Bahn ging es zurück nach Mexiko City und dort luden wir Lilly noch zum Essen ein. Sie führte uns in ein traditionelles Lokal und wir genoßen wieder einmal das gute Mexikanische Essen!