Mount Cook & Lake Pukaki

Puh, Roys Peak lag uns doch noch ganz schön in den Knochen. Ich hatte mir an dem Tag natürlich die Hacken wieder auf gescheuert und das brannte.Der Lake Pukaki ist so ja schon wunderschön aber heute scheint einfach mal die Sonne und keine Wolke ist zu sehen und alles wirkt gleich noch besser. Eigentlich wollten wir heute gleich wieder eine Wanderung auf den Mount Cook machen. Da das Wetter und unser Campingplatz jedoch so was von traumhaft waren entschieden wir uns kurzer Hand einen entspannten Tag einzulegen.Also pennten wir erstmal ordentlich aus und entspannten in der Sonne, und war uns zu heiß – gingen wir uns im eiskalten See abkühlen. Es war einfach nur herrlich und das ganze immer mit Blick auf die Bergkette und den Mount Cook. Wir genossen es einfach. Spielten Schiffe versenken und schliefen am Abend glücklich und entspannt ein…

Guten Morgen guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein…denkste…es regnet. Dabei wollten wir doch heute einen 4h Track laufen. Naja mal schauen vielleicht verbessert sich das Wetter ja noch. Also sind wir erstmal die halbe Stunde zum Mount Cook Village gefahren und warteten dort auf besseres Wetter, vergebens.Plötzlich schrieben uns Senta und Chris, ob wir schon los sind wandern. Die beiden sind auch ein junges Pärchen, welche wir über Instagram kennengelernt haben. Ursprünglich wollten wir uns schon nach dem Tongario Alpin Crossing Track treffen. Da wir nach dem Track jedoch sowas von kaputt waren, hatten wir damals unser Treffen abgesagt. Heute sollte es aber soweit sein, da es eh die ganze Zeit nur schüttete und wir nur im Auto saßen und warteten. Spontan entschieden wir uns in einem Restaurant zu treffen. Die beiden waren nämlich zur selben Zeit im selben Ort und warteten eigentlich auch nur auf besseres Wetter. Gesagt getan trafen wir uns im nächsten Restaurant. Immer wieder ein tolles Erlebnis Gleichgesinnte auf der Reise zu treffen und sich ein wenig aus zu tauschen.

Wir erzählten übers Reisen, Gott und die Welt. Die Zeit verging wie im Flug und Ratz Fatz saßen wir einfach mal 6h in Restaurant und quatschten. Und siehe da, es hörte auf zu regnen. Wir entschlossen, gemeinsam eine kleine Wanderung zu unternehmen, um nicht den ganzen Tag nur rum zu hocken. So wanderten wir einen halbstündigen Track, mit Blick auf den Tasman Gletscher und den Mount Cook. Wunderschön dieser Ausblick, diese Berge mit ihren weißen Mützen sind schon was besonderes und wir mitten drin. So endete Tag mit einem Abschied, doch wer weiß vielleicht sollten sich unsere Wege ja noch mal kreuzen. Denn mit den beiden haben wir uns wirklich sehr gut verstanden und würden uns freuen sie auch wieder zu treffen.Das es mittlerweile halb 9 war, wollten wir in der Nähe vom Mount Cook irgendwo schwarz campen, denn der nächste offizielle Freecamp war eine halbe Stunde entfernt. Es wurde auch schon dunkel und am nächsten Tag wollten wir wieder früh hoch um den nächsten Wanderversuch zu starten. Also musste schnell ein passender Platz her. Unser Plan war es irgendwo an der Straße über Nacht zu stehen, denn hier waren zahlreiche Buchten wo man hätte stehen können. Als wir ein vermeidlich ruhiges Plätzchen gefunden haben, machten wir uns schnell Bettfertig. Doch dann wurde wie wild gehupft. Das erste und zwei mal dachten wir uns noch nichts weiter bei, als dann aber der dritte und vierte hupte, fühlten wir uns unwohl und entschieden doch noch die halbe Stunde weiter zu fahren. Wahrscheinlich wollten die Einheimischen nicht das wir dort stehen…Naja nun gut, dann müssen wir den Weg morgen früh halt doch nochmal fahren.Am nächsten Morgen mussten wir so also wieder zurück ins Mount Cook Village fahren, da von dort die Wanderwege starten. Auf der Hälfte des Weges, sah ich dann wie die Tankanzeige sich immer mehr verabschiedete. Ich dachte mir, dass schaffen wir schon und fuhr weiter. Maria erzählte ich erstmal nichts von der drohenden Misere. Kein Ende in Sicht und mittlerweile leuchtet die Tankanzeige schon. Naja nun sind wir auch eh bald da, also ging es weiter des Weges. Plötzlich blinkte es, oh shit, meinte ich nur. Maria fragte ganz aufgeregt was ist los? Ach nichts, antwortete ich. Sie glaubte mir natürlich nicht und hakte nach. „Der Tank ist so gut wie leer.“ Problem – im Mount Cook Village gibt es keine Tankstelle. Wir standen nun zwar auf dem Parkplatz zu Wanderung. Mussten aber nachher noch 60 km zurück fahren um zur nächsten Tankstelle zu kommen.

Maria war erstmal total aufgelöst, da sie nur daran denken musste wie wir stehen bleiben können, doch ändern können wir es eh nicht. Erstmal gehen wir wandern und dann sehen wir weiter, sagte ich.

Und siehe da wer steht nur zwei Autos vor uns? Genau, Senta und Chris. Wir freuten uns die beiden zu sehen und erzählten gleich von unserem Problem. Chris schlug uns sofort vor, dass sie mit uns mit ihrem Auto bis zur nächsten Tankstelle begleiten würden. Falls wir stehen bleiben würden, könnte er mich dann zur Tankstelle bringen und wieder zum Camper. Was für ein Glück! Und wie unglaublich nett.Gemeinsam ging es für uns dann auch den Hooker Valley Track entlang. Mit von der Partie war noch Debby, eine allein reisende junge Frau, die Senta und Chris in ihrer Unterkunft kennengelernt haben. So waren wir dann ein Fünfer Gespann und zogen gemeinsam los. Für den Track waren ca. 3h für Hin- und Rückweg angegeben. Wir benötigten jedoch 5h, weil wir soviel gequatscht und getrödelt haben.Der Track führte uns über 3 Hängebrücken mit Blick auf den Mount Cook. Am Ende kann man dann einen wundervollen Blick auf einen Gletscher genießen. Doch auch hier waren wieder viele viele Menschen unterwegs, die die Natur bewundern wollten. Der Track ist nämlich aufgrund seiner leichten Beschaffenheit ein beliebtes Ziel für Jung und Alt.

Übrigens ist der Mount Cook der Höchste Berg in Neuseeland und hier trainierte Sir Edmund Hillary für seinen Aufstieg auf den Mount Everest. Und das mit Erfolg – ihm gelang es als ersten Mensch, den riesigen Berg zu erklimmen. Doch auch der Mount Cook ist nicht ohne – nach wir vor, gibt es hier Vermisste Wanderer. Deswegen genossen wir nur den Blick von unten.

Als wir wieder an Parkplatz waren, verabschiedeten wir uns von Debby. Denn unser Ziel war nun die nächste Tankstelle. Wir fuhren vor, Chris und Santa hinter uns. Die Fahrt war ziemlich aufregend, denn jeden Moment hätten wir stehen bleiben können. Laut Tankanzeige war kein Tropfen Benzin mehr im Tank aber wir fuhren noch. Bis wir dann die rettende Tankstelle erreichten und wir die teuerste Benzinrechnung des ganzen Monats hatten. Zum Glück waren zur Sicherheit Santa und Chris hinter uns, ohne sie wäre das ganze noch aufregender, als so schon, gewesen. Vielen Dank nochmals für die tolle Eskorte.Für den Rest des Tages hieß es dann nur noch einkaufen, Wäsche waschen… Das bisschen Haushalt halt…

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