Ein Sprung in die Tiefe – Bungee Jump in Queenstown

Heute fahren wir nach Queenstown – Baby. Warum ich mich so freue? Weil ich mich schon von Anfang an unserer Reise auf Queenstown hingefiebert habe. Warum? Weil ich hier unbedingt einen Bungeesprung machen will. Schon vor unserer Reise habe ich mir gewünscht, dass irgendwann mal zu machen.

Als gut zuhörende Frau, ist das an Maria natürlich nicht vorbei gegangen und so hat sie mir zu meinem 30 Geburtstag einen Tandemsprung in Queenstown geschenkt. Es überraschte mich, dass Maria mit mir zusammen springen will. Aber Sie meinte, wenn ich alleine springen würde und mir etwas passiert, würde sie oben stehen, zu sehen müssen und wäre dann ganz alleine. Also entschloss sie sich lieber mit mir springen zu wollen. Deswegen also der Tandemsprung.Ich dachte mir, naja gut, wenn sie das unbedingt machen möchte. Tief im inneren habe ich mir aber schon gedacht, dass sie eh nicht springt und das ganze abbrechen wird.

In Queenstown mussten wir dann auch erstmal wieder tanken. Die Legendäre Brücke wo angeblich der Kommerzielle Bungee Sprung erfunden wurde, befindet sich etwas außerhalb von Queenstown. Eigentlich dachte ich, wir fahren einfach mal gucken und würden uns entscheiden wann wir springen wollen. Aber Maria meinte, wenn dann springen wir gleich. Darauf war ich nicht gefasst, denn ich hatte mich auf morgen oder so eingestellt.

Auf der Fahrt zur Brücke war Maria ganz still, dass heißt sie war mega aufgeregt. Am Center angekommen, stellte sich heraus das ein Tandemsprung nicht möglich sei, weil es die letzten Tage so viel geregnet hatte, dass der Fluss jetzt zu viel Wasser führt. Und man wird auch nur am Oberkörper festgeschnallt. Deshalb ist ein Tandemsprung nicht möglich.

Nun gut, für mich war eh klar ich springe – mit oder ohne Maria. Aber für Maria war das erstmal eine Enttäuschung, denn hatte sie doch jedem groß und breit erzählt das sie springen wolle. Sie brauchte erstmal eine kurze Bedenkpause. Wir gingen raus und schauten uns die Springer von der Brücke an.

Manche schrien um ihr Leben, manche machten ein auf super cool. Ich machte ein paar Bilder von einer unteren Beobachtungsplattform. Plötzlich rief mich Maria zu ihr und meinte: „Scheiß drauf, wir ziehen das JETZT durch“

Okay!!! Und dann ging alles ganz schnell. Ales wir die Tickets gekauft hatten, standen wir auch schon im nächsten Moment beim Personal auf der Brücke. Sie waren uns beim anlegen der Gurte behilflich und alle schauten locker flockig und Obercool, ohne eine Mine zu verziehen. Als wenn das hier pille palle wäre und nichts besonderes. Dabei schlugen unsere Herzen bereits heftig!

Maria wollte unbedingt vor mir springen, mein Gott war sie aufgeregt. Sie hatte nur noch einen Tunnelblick. Als sie dann auf der Sprungplattform war, stand ich an der Seite, schaute ihr zu und machte ein paar Aufnahmen von ihr.

Und dann hieß es 5, 4, 3, 2, …Maria schrie… sie schrie als wenn sie einer abstechen will. 😄Aber diese verrückte Muschel ist doch tatsächlich gesprungen, dass hätte ich nie für möglich gehalten! Und dann noch alleine – der Knaller!!!Da war ich schon stolz auf sie. Als ich sie begrüßte und sie fragte wie es war :!lachte und weinte sie gleichzeitig und konnte garnicht genau sagen wie sie es fand! Völliges Gefühlschaos.

Und nun war ich an der Reihe… Plötzlich fand ich mich auf der Sprungplattform wieder. Als ich nach unten schaute wurde mir ganz anders… Mir gingen Gedanken durch den Kopf wie:

„Oh man willst du das wirklich durch ziehen?“

„Verdammt ein zurück gibt es nicht mehr, du willst ja aber auch springen!“

„Maria ist gesprungen, dann schaffst du das auch.“

Das lässige Personal erklärte mir noch einmal alles: Kamera hier, Kamera da, einmal Lächeln und winken und dann hieß es

5, 4, 3, 2 …Geronimoooo, ich schrie alles zusammen.

Das war der Hammer, wie ein Adler stieg ich empor und breitete meine Flügel aus.

Nur leider war alles viel viel zu schnell vorbei. Aber es war der Wahnsinn, diese Aufregung, die Angst vor dem Sprung zu spüren. Während des Sprunges die Schwerelosigkeit zu spüren und dann danach dieses Gefühl der Unbesiegbarkeit, dass man alles schaffen kann.

Maria und ich waren super glücklich das wir das gemacht haben. Und vor allem extrem stolz.

Nach diesem Adrenalin Kick erkundeten wir die Stadt etwas. Denn wir wollten zur berühmten Ferburger Bude. Diese Burger Bude ist mittlerweile zu einem richtigen Hype geworden, den wir unbedingt spüren und probieren wollten. Die Burger Bude war schnell gefunden – ist auch bei den Menschenmassen nicht zu übersehen!

Wir bestellten uns eine Cola, ein Bier, zwei Burger und einmal Curlyfries. Cola und Bier bekamen wir gleich, dass Bier durfte ich aber leider nicht mit auf die Straße nehmen, da in Neuseeland der Alkohol Konsum außerhalb von Gaststätten nicht gestattet ist.

Nun gut so versüßten wir uns die Wartezeit mit unseren Getränken. Als wir an der Reihe waren, schnappten wir unseren Burgerbeutel und nichts wie weg. Denn die Burgerbude war brechend voll und wir wollten unsere Burger viel lieber entspannt genießen. Zwei Straßen weiter gab es einen kleinen Park, wo in der Mitte ein kleiner Bach durch floss. Hier konnte man ganz entspannt sitzen, wenn einem grade die Enten nicht nerven würden.

Oh man waren wir voll gefuttert. Wenn man in Queenstown ist, können wir Ferburger wirklich empfehlen. Neben der Burgerbude gibt es noch ein Eis und Bäckerladen von der gleichen Kette.

Zum Abschluss schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen, Gassen und schauten mal hin und wieder in das eine oder andere Geschäft. Ein Örtchen wo man auch mal ein oder zwei Nächte verbringen könnte. Uns hat das kleine Städtchen wirklich gefallen. Nur leider mussten wir nun weiter, da wir noch einiges sehen wollten und uns die Zeit davon rennen würde.

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