Tunnel Beach & Milford Sound

Nachdem wir die Nacht, Van an Van, mit Silke und Alex verbracht hatten, entschieden wir gemeinsam noch zum Tunnel Beach zu Düsen.

Schnell wurden in Dunedin noch die Alltäglichen Dinge wie einkaufen und tanken erledigt und dann ging es los.

Der Wetterbericht sagte Regen an, doch es sah noch relativ stabil aus. Der Weg führte steil Bergab und bot bereits einen unglaublichen Ausblick auf die rauen Klippen und die Küste. Nach 20 Minuten erreichten wir den berühmten Tunnel, der durch Hand in einen riesigen Felsen geschlagen wurde um zu einer versteckten Bucht zu führen. Warum das Ganze?

Na um einen privaten Strand, geschützt von fremden Blicken zu haben! Ist doch klar 😄Wir wagten den Weg durch den Tunnel und fanden uns an einer kleinen Badebucht wieder. Geschützt vom Wind kann man es sich auf den vielen großen Steinen bequem machen und die Sonne genießen. So machte es auch eine kleine Robbe während wir da waren und sie war natürlich das Highlight der Touristen. Gekonnt legte sie sich auch in Pose!Langsam wurde es dann aber doch dunkler und wir entschieden uns auf den Rückweg zu machen. Zwecklos. Wir schafften es natürlich nicht trocken zum Bus – es fing nämlich wie aus Eimern an zu schütten und den steilen Berg hoch zu rennen, war gefühlt schlimmer als eine 20 km Wanderung!Als es kurz danach wieder aufhörte, wurden wir von Alex und Silke auf einen warmen Tee eingeladen. Und so flatterten unsere nassen Sachen im Wind und wir ließen uns Kuchen, Tee und Schoki schmecken.

Und weil Alex und Silke, uns erzählten, dass ihr nächstes Ziel Milford Sound sei und das Wetter dort besser als hier sein soll, entschieden Alex und ich ganz spontan, dass wir die beiden dort hin noch begleiten.

Also fuhren wir einmal quer durchs Land…

Wieder an die Westküste Neuseelands. Unsere Wegen trennten sich während der Fahrt, doch in Te Anau waren wir wieder vereint. Und die Suche nach einem Stellplatz gestalltete sich schwierig! Den ganzen Abend suchten wir eine Stelle an der wir für eine Nacht kostenlos stehen können. Doch es war einfach unmöglich und so fanden wir uns Nachts um 12 auf einer Campside wieder. Hier sollte man 15 Doller pro Person in einen Umschlag packen und in einen Kasten stecken.Wir hatten es aber zum einen nicht passend und zum anderen sahen wir es nicht ganz ein – für ein paar Stunden hier nun 30 Doller zu zahlen. Und so gingen wir einfach Schlafen. Um kurz vor 6 klingelte dann bereits der Wecker und wir verließen den Platz.

Unser Weg führte uns erstmal wieder nach Te Anau zurück. Wir mussten noch tanken und uns ein bisschen frisch machen. Und da wir ja ehrlich sein wollen: Wir huschten morgens um 6 auf einen Campingplatz und nutzen dort für ein paar Minuten die Warme Dusche. Und was sollen wir sagen? Auch wenn es ein bisschen illegal war – es war Mega mal wieder nach Wochen heiß zu duschen. Denn in letzter Zeit gab es nur kaltes Wasser.

Nun gut – jetzt reicht es aber auch mit „durch mogeln“ – wir verabredeten uns noch einmal mit Alex und Silke an einem Café in Te Anau. Sie wurden nämlich um kurz nach 7 geweckt und mussten 30 Doller auf dem Parkplatz zahlen. Glück gehabt.

In Te Anau gibt es ein Café, welches unzählige Lamas hat. Und man kann sie füttern. Der Erlös kommt dem Gebiet zu Gute und das waren die besten 3 Doller in meinem Leben! War das süüüß! Die kleinen Schnauzen auf meiner Hand. Ich bin fast geschmolzen!Doch irgendwann ist auch mal so ein Lama satt und wir fuhren nun endlich in Richtung unseres eigentlichen Ziels:

Milford Sound – die wohl berühmteste Fjordlandschaft und ein unvorstellbares Naturschauspiel.120 km führt die Straße zum Hafen und 100 km davon kommt man aus dem Staunen nicht raus.Zwischendurch gibt es zum Glück immer wieder Parkplätze zum Anhalten. Und gefühlt taten wir das auch an jedem. Den Überall sah es anders aus. Grüne Wiesen, Vögel, Spiegel glatte Seen, die Berge und Wasserfälle ohne Ende. Wir waren hin und weg. Und verliebten uns von Sekunde zu Sekunde mehr.Und als wir dann durch einen gewaltigen Tunnel fuhren und überall aus den Felswänden unzählige kleine Wasserfälle Meter Tief hinunter stürzten, war es um uns ganz gesehen. Wir verloren unser Herz – hier in Neuseeland.Ich kann es nicht in Worte fassen, wie unglaublich schön alles aussah und die Fotos können es nur zum Teil wieder geben!Vielleicht hatten wir auch ein bisschen Glück – in der Gegend regnete es eigentlich so gut wie Immer! Heut schien die Sonne! Und trotzdem waren die Wassefälle gut gefühlt, da es die letzten zwei Wochen ununterbrochen geschüttet hatte.Milford Sound gab also alles um uns zu gefallen! Und die Bootstour, die wir im übrigen 50 % Billiger auf Book.me gebucht hatten, war das Sahnehäubchen. 2 Stunden ging es durch den Fjord. Ganz nah an die Wasserfälle ran, so dass man das kalte Wasser spüren konnte.Es war zwar ziemlich windig und frisch, doch wir waren dick eingepackt und hatten einen warmen Tee in der Hand. Und standen die 2 Stunden komplett an Deck und genossen diesen Moment.Wir würden jedem Raten, der in Neuseeland ist, Milford Sound zu besuchen. Selbst mit Auto hin zu fahren und eine Bootstour zu machen.

Denn wir wissen zu 100 % – das werdet ihr, genauso wie wir – niemals wieder vergessen!

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