Routenänderung – auf in den Osten!

Diese Nacht war kalt. Nass. Und ungemütlich. Draußen stürmte es. Und dicke Regentropfen fielen auf unsere Molly. Man wollte gar nicht unter der dicken Bettdecke hervor kommen. Denn im Van war alles Klamm…

Doch irgendwann muss jeder auf hören sich unter seiner Bettdecke zu verstecken und so starteten auch wir in den grauen Tag. Zuerst machten wir uns auf den Weg zu einer Wäscherei. Unsere Sachen waren immer noch nass von gestern und so nutzen wir den Trockner vor Ort. Das bisschen Haushalt muss auch immer mal gemacht werden.

Wir entschlossen uns nach Hokitika zu fahren und dort ein Kiwi Center zu besuchen. Denn es regnete nach wie vor und das war eine gute Indoor Alternative.

Das Center ist nicht sehr groß und an einigen Stellen ein bisschen in die Jahre gekommen. Doch es besitzt einen Dunkelraum, in welchem zwei Kiwis leben. Das Gehäge ist schon sehr groß – aber man bekommt die süßen Vögel auf jeden Fall zu Gesicht. Und hören kann man sie definitiv auch 😄

Fotos darf man eigentlich nicht machen. Die Nachtaktiven Kiwis mögen das Licht nicht. Am Ende kommt man aber ein Bild geschenkt und wir haben unsere Kamera auch im Nachtsmodus kurz genutzt und so ein kleines Bildchen machen können.

Neben diesem absoluten Highlight, kann man vor allem noch viele Fische betrachten. Bei der Aalfütterung darf man sogar helfen. Ziemlich cool, so einen großen Fisch zu füttern.

Ein Vergnügen für Kinder – und für Alex, war das Krebs „angeln“. Aus einem kleinen Teich kann man mit etwas Futter und einer Schnur versuchen einen kleinen Krebs zu fangen. Dann darf man ihn anschauen und wieder ins Wasser setzen. Und Alex hatte wirklich einen an der Schnur.

Stolz wie Bolle verließen wir den kleinen Indoor Zoo. Alex wegen seinem Fang. Ich mit meinem neuen Kiwi Buch! Ich freue mich jetzt schon, das all den Babys von unseren Freunden vorzulesen…

Da es immer noch regnete wie aus Eimern und auch der Wetterbericht für die komplette nächste Woche 100 % Regenwahrscheinlichkeit anzeigte, entschieden wir spontan unsere Route zu ändern. Wir wollten über den Arthur Pass nach Osten fahren. Dort sollte die Sonne scheinen. Das Lieben wir so am Vanlife – spontan woanders hin fahren zu können.

Gesagt getan. Wir fuhren einmal quer durchs Land und kamen am Abend bei Sonnenschein in Christchurch an. Was für eine Wohltat. Es stürmte zwar ein wenig, aber das war egal! Wie freuten uns einfach, dass es nicht regnete.

Das gute Wetter feierten wir am Abend mit Kartoffeln und Klopsen! Oh war das mal wieder lecker!

Am nächsten Tag erkundeten wir ein wenig Christchurch. Nach einem schweren Erdbeben 2011, baut die Stadt immer noch ihre Innenstadt wieder auf. Damals sind viele Menschen gestorben und unzählige Gebäude gingen kaputt. Das sieht man der sonst sehr schönen Stadt noch sehr an.

Wir schlenderten durch den Botanischen Garten und die Innenstadt. Alles ist gut zu Fuß zu erreichen und wir genossen die Sonne.

Als Mittagssnack gab es dann einen Reisball. Quasi Sushi auf die Hand. Eigentlich kochen wir hier immer selbst – da essen gehen ziemlich teuer ist. Aber Sushi kann man vergleichsweise günstig essen.

Nach einem Nachmittag in der Stadt – zog es uns aber trotzdem weiter. Wir wollten an der Ostküste weiter entlang fahren nach Dunedin. Da sich unsere Route spontan geändert hatte, mussten wir erstmal schauen, was wir noch schönes machen können und wo das nächste Abenteuer auf uns warten könnte…

PS. Wie sich übrigens eine Woche später raus stellten – hatten wir genau im Richtigen Moment die Westküste abgebrochen. Durch den vielen Regen, gab es ein paar Tage nach uns einen Erdrutsch und viele Touristen saßen Tagelang fest. Die Straße wurde komplett gesperrt und wird erst im Januar 2020 wieder repariert.

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