Abel Tasman Wanderung

Heut wollten wir früh starten, doch das Bett war so bequem… also ging es doch eine Stunde später als geplant in Richtung Nationalpark.Der Abel Tasman Park ist der kleinste Nationalpark in Neuseeland und auch der Meistbesuchte. Ein 60 km langer Wasserweg führt entlang der wunderschönen Küste und zu versteckten Buchten. Als Besucher hat man die Möglichkeit in 5 Tagen den kompletten Wanderweg zu erkunden und in Hütten und Zelten zu schlafen. Oder mit einem Wassertaxi sich zu einer Bucht kutschieren zu lassen. Auch Kajaktouren sind in dem Gebiet sehr beliebt. Doch die Preise ließen unsere Kasse weinen.

Eine kurze Wassertaxifahrt sollte 44 $ pro Person kosten und ein Kajak zu leihen sogar 90 $. Das war uns schlichtweg zu viel. Und so kam uns die großartige Idee:Wir laufen einfach alles! 😄 Gesagt getan. Die Rucksäcke waren voll gepackt mit Getränken und Proviant. Die Wandersandalen wurden angezogen und los ging es.Molly ließen wir am Parkplatz zurück.Der Weg lief sich sehr gut. Nur ein paar kleine Steigungen waren zu überwinden und ansonsten verlief der Weg flach. Und so wanderten und wanderten wir und hatten schnell die ersten 10 km geschafft.

Als Ziel steuerten wir den Cleopatra Pool an. Auf den Weg dorthin entdeckten wir eine kleine Bucht, die für die Mehrtages Wanderer auch als Zeltplatz dient. Wie traumhaft. Wir ärgerten uns ein bisschen, dass wir kein Zelt dabei hatten und auch die lange Tour hätten machen können. Nach einer kurzen Trinkpause ging es von der Bucht wieder ein Stück hoch, zurück auf den Wanderweg und weiter in Richtung „Pool“. Das Tempo wurde auch schneller, langsam knurrten nämlich unsere Mägen!

Und so machten wir in kurzer Zeit die restlichen 10 km zu unserem Ziel und langsam wurde auch der Park immer voller. Immer mehr Menschen, die das Wassertaxi nutzen, kamen uns entgegen.

Wir hatten trotzdem noch die Hoffnung, dass es am Cleopatra Pool nicht so voll ist. Doch natürlich lagen wir falsch und einige Menschen machten dort ihre Pause und genossen das frische Wasser.

Auch wir suchten uns ein schattiges Plätzchen und packen endlich unsere Schnitten aus. Was schmeckten die gut nach 20 km. Wir nahmen uns genug Zeit zum Essen und Alex traute sich auch ins kalte Wasserfallbecken. Hier ist auch eine natürliche Wasserrutsche entstanden, die natürlich auch gleich mehrmals getestet wurde. Und so verging die Zeit und es war langsam Nachmittag.

Zeit den Rückweg anzutreten.

Wir liefen zur großen „Anchorage“ Bucht und setzten uns dort noch einmal an den Strand. Wir beobachten wie viele andere Touristen angehetzt kamen. Die mussten nämlich das letzte Wassertaxi schaffen. Wir allerdings konnten uns ja so viel Zeit lassen wie wir wollten und so ging Alex noch mal den Strand entlang und ich düste ein wenig im Schatten.Der Rückweg von der Bucht zum Wanderweg war dann doch noch mal ein gutes Stück steil, wurde uns aber von einer kleinen Vogelfamilie, welche mit seinen winzigen Kücken, den Weg kreuzte, versüßt. Alex wäre am liebsten in den Busch hinterher gekrochen um die Daumengroßen Babys zu fotografieren 🙈Langsam wurde es wieder ruhiger um uns herum. Der Wanderweg war wieder angenehm leer und wir liefen und liefen… immer mit Blick auf das türkisfarbene Meer und begleitet von vielen Vögeln am Wanderweg.

Doch so schön es auch war, nach 34 km brannten die Beine und die letzten 3 waren eine Qual. Die Lust war weg und man wollte einfach nur noch den Rucksack abstellen, die Beine hoch packen und eine groooooße Portion Nudeln essen!

Dieser Ausblick trieb uns voran und kurz nach 19.30 waren wir dann auch wieder am Ziel und ließen uns in die Sitze fallen. Puh was für eine Wanderung. 37,4 km. So viele Eindrücke und Wunderschöne Natur und kein Cent bezahlt. Prima. Da es noch hell war, fuhren wir noch zum Spilt Appel Rock. Doch als ich sah, das man auch hier noch 15 min hin laufen musste, war meine Energie am Ende und Alex lief allein hin um noch ein Bild zu machen. Ich musste dringend die Beine hoch halten! 😄Als Alex wieder am Auto war, suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen um uns ein bisschen frisch zu machen. Wir „duschten“ und zogen bequeme Sachen an. Dann ging es im Sonnenuntergang zum Stellplatz. Dieser war ziemlich voll, doch wir fanden noch einen Platz für uns. Schnell ein paar Nudeln und dann hieß es: tief und fest schlafen!

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