Die Gegend um das Örtchen Rotorua ist ein Magnet für Touristen, denn hier verzaubert Neuseeland seine Besucher mit geothermischen Quellen, Gysieren und unterschiedlichsten Aktivitäten.
Ob Entspannen im Polynesian Spa oder ein bisschen Staunen im Waiotapu Thermal Wonderland – hier ist für jeden etwas dabei. 
Wir entschieden uns für letzteres und spazierten durch das brodelnde Gebiet. Der Geruch erinnerte an die Hölle. Naja jedenfalls stellten wir es uns so in der Hölle vor. Überall lag Schwefel in der Luft. 
Über einen gut zu laufenden Pfad kommt man an verschiedenen Highlights des Parks vorbei.Besonders bekannt ist wohl der Champagne Pool; mit seinen orangefarbenen Ablagerungen. Seinen Namen hat er, durch die vielen kleinen Bläschen die an der Wasseroberfläche treiben, bekommen. Da genau diese Gasbläschen an ein Glas Champagne erinnern.
Doch das eigentliche Highlight ist der Giftgrüne See. Hier braucht man keine Bildbearbeitung. Dieses Wasser sieht wirklich so giftig aus. Es faszinierte uns, was die Natur so erschaffen hatte und wir standen eine ganze Weile und starrten regelrecht aufs Wasser.
Wow. Dafür hatte sich dieser Ausflug gelohnt. Da es heut ziemlich warm war, legten wir eine kleine Siesta ein. 
Denn wir wollten heute noch dem Tipp nachgehen, den wir vor ein paar Tagen bekamen. Und wir sagten ja – dieser Tipp war heiß!
Also warteten wir die Mittagshitze ab, entspannten ein bisschen mit offener Heckklappe im Vanbett und düsten am späten Nachmittag los.
Und nach einer kurzen Fahrt fanden wir in mitten eines Kuhfeldes einen Pool. Einen heißen Thermalpool. Und wir waren ganz allein dort. Das Wasser sah ein bisschen „schmutzig“ aus – aber das ist wohl durch die Mineralien so.
Vorsichtig steigen wir ins extrem warme Wasser. Das war ziemlich cool.
Doch nach kurzer Zeit kam ein Motorrad angefahren. Fuhr einmal im Kreis und haute wieder ab. Nur kurze Zeit später ein zweiten Motorrad. Diesmal auf der anliegenden Kuhwiese und mit einem Mann und einer Frau drauf. Und nur 10 Minuten danach kam ein Auto mit voll Gas angebrettert. Aber wirklich mit voll Gas. Wir waren grad dabei uns ab zutrocknen und anzuziehen.
Aus dem Auto stiegen ein Mann und eine Frau. Die doch ebend noch auf dem Motorrad saßen. Sie schauten grimmig drein. Alex grüßte. Darauf kam eine knappe Antwort.
Also machten wir uns einfach weiter fertig. Dabei wurden wir aus den Augenwinkeln beobachtet. Aber es wurde nichts gesagt. Doch wir spürten deutlich. Hier waren wir nicht so Recht erwünscht.
Der Pool ist öffentlich. Wird sogar mit einem kleinen unscheinbaren Schild markiert. Doch die Anwohner wollen wohl nicht so Recht, dass Touristen ihn nutzen. Vielleicht haben sie auch schlechte Erfahrungen gemacht. Leider halten sich viele nicht an Grundregeln und verlassen solche Plätze wie Müllhalden.
Wir konnten daher verstehen, dass die Freude uns mit unserer Molly dort zu sehen, nicht groß war.
Ohwohl wir den Grundsatz verfolgen: „Verlassen einen Platz immer besser, als du ihn vor gefunden hast.“ Und uns nicht zu fein sind, Müll auf zu heben und mit zu nehmen.
Und somit entschlossen wir, weiter zu fahren. Und den Standort dieses heißen Pools für uns zu behalten. Diesen Tipp nicht weiter zu geben um den Locals ihr Plätzchen zu lassen…

