Von unserem schönen Stellplatz starteten wir morgens in Richtung „Hot Water Beach“. Doch vorher hieß es noch einmal Tanken. Fast jeden Tag müssen wir tanken. oh man. Molly unser Camper ist aber auch durstig. Vollgetankt ging es zum Strand. Im Ort angekommen hatten wir Glück, dass wir gleich einen Parkplatz bekommen haben. Bezahlen muss man hier bei Hot Water Beach auf fast jedem Parkplatz. Für 2 Stunden haben wir 4,50 NZD bezahlt. Vor Ort kann man sich einen kleinen Spaten für 10 NZD ausleihen und weitere 10 NZD gibt man als Pfand.
Am Strand folgt man einfach den Menschen oder hält nach den Löchern Ausschau. Denn hier ist eine Menge los. Doch es ist nicht egal wo man gräbt. Unser erstes Loch war ein Reinfall, es war eisig kalt. Da wollten wir uns nicht rein legen. Unser zweites Loch war dann kochend heiß. Sobald man nur seinen großen Zeh ins Wasser steckte, hatte man das Gefühl zu verbrennen.
So kam es, dass ich insgesamt 4 „Badewannen“ und einige Testlöcher gebuttelt, tja wenn die Maschine läuft, dann läuft sie auch.
Letztendlich haben wir uns ein frisch verlassenes Loch geschnappt und es ein wenig ausgebaut. Denn dieses Loch war genau richtig, nicht zu kalt und nicht zu heiß. Wir hatten nämlich schon beobachtet, wie die „Vorbesitzer“ ganz entspannt darin lagen.
Man muss halt auch ein bisschen Glück haben, um die richtige Ader zu treffen. Selbst im Meer gab es Stellen, an welchen man sich die Füße verbrennen konnte, wenn man sich nur ein bisschen „einbuddelte“.
Da die Cathedral Cave in der Nähe des Hot Water Beach liegt, wollten wir uns diese auch gleich an schauen. Also düsten wir rüber. Im Ort angekommen, gab es einen großen Parkplatz, wo man kostenfrei stehen konnte. In Strand Nähe war das Parken verboten, weshalb man zu Fuß ca. 75 min oder mit einem Shuttle zum Trackbeginn fahren konnte. Das Shuttle selbst war zwar nicht teuer aber so ein kleiner Fußmarsch hält uns fit.
Zunächst gönnten wir uns jedoch ein paar Nudeln, da wir durch unseren kleinen Badespaß doch recht hungrig geworden waren. Na Gott sei Dank hat man in einem Camper immer alles dabei. Außerdem wollten wir ein bisschen warten, bis der Parkplatz sich leert, denn wir hatten keine Lust auf zu viele Menschen am Strand.
Doch kurz bevor wir los gehen wollten, fiel uns auf, dass um 19 Uhr das automatische Parktor zu gehen würde und wir eingesperrt wären. Also hieß es Parkplatz wechseln und glücklicherweise fanden wir auf Anhieb einen.
Der Fußmarsch zum Strand ging Berg auf, Berg ab durch atemberaubende Natur. Wieder fühlte ich mich in Jurassic Park versetzt. Uns kamen massenweise Menschen entgegen, die zurück zum Parkplatz mussten, da es mittlerweile kurz vor 19 Uhr war. Also hatten wir alles richtig gemacht. 
Am Ziel angekommen, waren wir erstaunt wie riesig die Cathedral Cove ist.Sie steht in mitten einer traumhaften Bucht. Und da sich der Strand nach und nach immer mehr leerte, hatten wir das Glück ein paar schöne Bilder machen zu können und die Aussicht ganz in Ruhe genießen zu können.
Zurück gingen wir dann relativ zügig, da wir für die Nacht noch ein gemütliches Plätzchen suchen mussten. Am Parkplatz bekamen wir dann von einem netten anderen Reisenden noch einen heißen Tipp für die nächsten Tage. Wir wollten uns nämlich nicht nur in Auenland sondern auch ins Geothermische Gebiet wagen…


