Cape Reinga und Bay of Islands

Wir hatten die Nacht auf einem Parkplatz von einem Imbissstand verbracht, da es in der Region vom Cape Reinga leider keine Freecamps gab. Da wir aber auch kein Geld für einen Campingplatz ausgeben wollten, stellten wir uns also spät Abends dort hin und fuhren kurz nach Sonnenaufgang zu einem Nahe gelegen Strand. Dort war Overnight Camping verboten – aber Frühstücken ein Glück nicht.Nachdem wir gut gestärkt waren und die Aussicht von unserem Frühstückstisch ausgiebig genossen hatten, spazierten wir noch eine Runde am breiten Sandstrand entlang und ließen unsere Drohne steigen.Dann ging es weiter: unser Ziel war der nördlichste Punkt Neuseelands an dem der Pazifische Ozean auf die Tasmanische See trifft.

Nach knapp einer Stunde, waren wir kurz vor dem Ziel und hielten an einem kleinen Aussichtspunkt. Vor uns war das blaue Meer und die weißen Wellen. Der Strand sah großartig aus und in diesem Moment kamen wir voll und ganz an in Neuseeland. Ein Glückstränchen konnte ich mal wieder nicht unterdrücken! Genau für diese Momente hat sich all das Sparen so sehr gelohnt!

Wir fuhren weiter und kamen am Cape Reinga an. Ein kleiner Weg führte zu einem Leuchtturm und einem Schild, auf dem die Entfernungen zu anderen Orten angegeben sind.Die Kilometer machten noch einmal deutlich: wir sind am anderen Ende der Welt! Wow!Der Ausblick war wunderbar und das Wetter zeigte sich von seiner aller besten Seite. Wir spazierten um das Cape herum und überlegten noch eine der zahlreichen Wanderungen zu machen. Doch die Zeit saß uns ein bisschen im Nacken. Bei der Routenplanung hatten uns alle gesagt, dass die Südinsel noch schöner sei als der Norden. Wir konnten es uns eigentlich kaum vorstellen, doch wir entschieden, im Norden ein bisschen Zeit zu sparen, um mehr Tage auf der Südinsel zu haben.Und so fuhren wir ein Stück weiter in den Ort Paihia. Der kleine Ort ist der ideale Ausgangspunkt um die Bay of Islands zu besichtigen.Doch auf den Weg dort hin, ließen wir es uns nicht nehmen, an einem kleinen Strand anzuhalten. Wir hatten gesehen, dass Kinder baden waren und wollten uns auch kurz ins kalte Nass wagen. Und kalt war es wirklich.Alex war ganz drin. Mir verging der Spaß, nachdem mich ein Sandfloh in den Po biss. Diese gemeinen Dinger!

In Paihia hatten wir das Glück, dass die vielen kleinen Geschäfte noch auf hatten. Was wirklich ein Wunder ist, denn eigentlich macht hier doch alles um 16 Uhr zu?

Wir bummelten noch ein Weilchen, kochten uns dann am Straßenrand eine große Portion Nudeln und aßen sie mit Blick auf die Bucht voller Inseln. Die Parkplatzsuche für die Nacht gestallte sich auch an diesem Abend wieder schwierig. Kein Freecamp und in fast allen Straßen standen Schilder, das Overnight Camping verboten sei.

Wir waren verwundert, hatten wir doch vorher gelesen, dass es hier ganz leicht sein soll zum Campen wenn man ein Mobil mit Wasser und Abwasser hat.

Nun gut, wir fanden eine Straße in der kein Verbotschild stand und nächtigten so vor einem Tennisclub.

Am nächsten Morgen, nutzen wir wieder die Technik – früh aufstehen und den Ort wechseln. So fuhren wir im Schlafi nun wieder zur Strandpromenade und genossen dort die Wärme der aufgehende Sonne und die öffentlichen WCs.Nach einem Picknick Frühstück, kauften wir uns zwei Fährtickets auf die kleine Halbinsel Russel. Für 14 $ pro Person schipperten wir hin und zurück in den kleinen Ort. Und hier ging unser Shoppingherz so richtig auf. Ein schöner Laden nach dem anderen, mit wunderbaren Einzelstücken. Und so landeten zwei goldene Gabeln in unserem Rucksack. Denn vor meinem inneren Auge, sah ich diese schon auf einer tollen Wurst und Käseplatte liegen.Auf einer Wanderkarte sahen wir noch den Lemontrack, fühlten uns aber ein bisschen veräppelt, als wir diesen „wandern“ wollten. Denn mit seinen 200 Metern, fanden wir hatte er den Namen „Track“ nicht ganz verdient. Ach und einen Lemonbaum sahen wir auch nicht. Deswegen wanderten wir ihn auch ganze zwei mal. 😄

Am Nachmittag ging es mit „Molly“ weiter. Unser neues Ziel war der Hot Water Beach. Da wir dafür aber wieder nach Auckland vorbei mussten und dort ein riesiger Stau uns angezeigt wurde, machten wir unser Abendbrot an einem kleinen Aussichtspunkt und aßen ganz entspannt dort.Danach hatte sich der Berufsverkehr aufgelöst und wir kamen deutlich schneller voran und fanden einen freien Campingplatz direkt am Meer…

Hinterlasse einen Kommentar