Waipu Cave & Waipoua Forest

Unser erstes Ziel sollten die „Waipu Caves“ sein, eine Höhle mit tausenden von Glühwürmchen, naja eigentlich sind es Larven aber Glühwürmchen hört sich ja auch viel schöner an.Gut 2h Fahrt lagen vor uns. Unterwegs bemerkten wir, dass ein Teilabschnitt der Strecke eine Mautstraße ist. Sparfüchse wie wir sind haben wir 30min extra in Kauf genommen und umfuhren die Mautstraße. Das restliche Stück Straße bestand aus Schotter und konnte nur langsam befahren werden. Einige Kurven und Straßenabschnitte konnten nur einzeln befahren werden. Wir hatten schon Sorge, dass wir uns verfahren hätten. Ab und zu sah es so aus als wären wir im Dschungel unterwegs. Nach ein holprigen Fahrt kamen dann die ersten Schilder und kurz darauf waren wir auch schon da. Großer Parkplatz mit Toiletten und Campen darf man auch, perfekt.Wir konnten es kaum aushalten die Höhle zu entdecken (naja ich zumindest). Also ratzfatz Jacke an, Taschenlampen raus und los. Kurzer Weg übers Feld und schon standen wir vor dem Eingang der Höhle. Sie schaute schon ein wenig unheimlich aus. Höhlen haben für mich immer was Geheimnisvolles und wollen entdeckt werden. Also entdecken wir sie mal. Durch die Höhle fließt ein kleiner Bach, den man drei mal überqueren muss. Ist aber nicht schlimm, es liegen genügend Steine herum auf die man treten kann. Und dann sah man dann schon eine Hand voll Larven leuchten. Das sah schon verrückt aus. Doch wir mussten weiter in die Rein,da es war noch viel zu hell war. Wir gingen immer weiter bis wir unsere Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnten.

Und dort waren sie, aber tausend blau leuchtende Glühwürmchen/Larven. Es war einfach nur magisch. Als wenn jemand tausende von LEDs in die Felswand gemacht hätte, wahnsinnig schön und kaum zu glauben. Zum Glück konnten wir ein paar Bilder von diesem tollen Anblick machen. Wir staunten ewig über dieses Naturwunder und waren uns sicher, das war ein Highlight fürs Leben. Am nächsten Morgen frühstückten wir entspannt und wollten dann anschließend noch einmal in die Höhle. Aber dann das. Plötzlich kam ein Transporter, eine Hand voll Menschen packte allerhand Equipment aus und baute ein Pavillon auf. Zunächst dachten wir es wären Höhlenforscher oder sowas aber dann kamen drei weitere Transporter, alle bis oben hin voll mit Kindern. Na toll. Dann hat sich unser Gang in die Höhle damit erledigt. Super! Danke Kinder. 😄Also ging es nachdem Frühstück gleich weiter in den Waipoua Forest, Bäume angucken. Hört sich etwas langweilig an, war es aber garnicht. Denn dort stehen 2000 Jahre alte Kauri-Fichten. Zu den Bäumen läuft man durch dichten Wald und fühlt sich wie in Jurassic World.

Am Ende der einzelnen Tracks dann ein unvorstellbar alter riesiger Baum. Das Highlight war der Baum „Tane Mahuta“ (Gott des Waldes). Mit seinen 51m Höhe und 13m Durchmesser in Bodennähe ist er einer der größten der Welt. Dort saßen wir erstmal eine Weile und starten diesen wunderschönen Baum an. Wir wurden ganz ruhig und der Moment tat so gut! Übrigens muss man sich bevor man den Wald betritt und auch beim verlassen, gründlich die Schuhe putzen. Alles zum Schutz dieser besonderen Bäume. Auf der Suche nach einem Schlafplatz kamen wir dann zum 90 Meilen Strand. Dort darf man auch mit dem Auto lang fahren, jedoch nicht mit dem Mietwagen! Schade! Also blieb uns nur ein Spaziergang, aber auch das war auch schon ein tolles Erlebnis! Denn genau so hatten wir uns Neuseeland vorstellt: unglaublich vielseitig. Wunderschön. Weit. Ruhig.

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