Der Flug von LA nach Auckland dauerte 13 h und verging sehr schnell und da wir Nachts flogen haben wir viel geschlafen oder einen Film geschaut. Wir hatten Air Newzealand gebucht und waren begeistert. Jeder Platz hatte einen Monitor und eine wirklich tolle Film und Spiele Auswahl.
In Auckland angekommen wurden wir herzlich von Marias „Patchwork Verwandtschaft“ empfangen. Jessica war nämlich so lieb uns an einem Sonntag morgen um 7 Uhr vom Flughafen abzuholen.
Gleich wollten wir auch erstmal in die falsche Seite vom Auto einsteigen. In Neuseeland ist ja Linksverkehr, da ist ebend alles bisschen anders. Auf dem Weg zum Haus von Jessica merkten wir auch gleich das Auckland nicht eine Großstadt ist wie wir sie kennen, alles ist irgendwie kleiner und niedlicher. Keine riesigen Hochhäuser in denen hunderte von Menschen leben, hier hat jeder sein eigenes kleines Häuschen. Vereinzelt gibt es Hochhäuser im Zentrum, dies sind jedoch Bürogebäude. Auch Jessica und Bruce, ihr Lebensgefährte leben in einem kleinen schnuckeligen Haus. Wir fühlten uns sofort wohl.
Nachdem wir ihr Gästezimmer bezogen hatten und erstmal ordentlich duschen waren, erkundeten wir zunächst zu dritt die Stadt. In einem Café trafen wir dann noch Martin, ein Freund von Jessica und Bruce. Martin ist derzeit Arbeitsbedingt in Neuseeland und hat hier ein Forschungsprojekt. Auf Anhieb verstanden wir uns und machten nun zu viert Auckland unsicher. Gerne wären wir noch auf einen Markt gegangen und hätten etwas geschnöckert aber hier in Neuseeland macht wirklich alles super früh zu, egal was es ist. So hatte der Markt ab 13 Uhr schon geschlossen. Also ging es für uns weiter Richtung Stadtzentrum und trotz des langen Fluges erklommen wir noch unseren ersten Vulkan.

Am nächsten Tag mussten Maria und ich auf eigene Faust los ziehen. Wir hatten einiges zu erledigen. Ich benötigte mal wieder einen Haarschnitt und Maria hatte Probleme mit ihrem Zeh. Ein Friseur war schnell gefunden, für Marias Problem mussten wir noch ein bisschen suchen. Wir fuhren kreuz und quer, doch alles hatte zu oder man hätte sich anmelden müssen. In der Stadt wurden wir dann fündig und Maria konnte geholfen werden. Nachdem wir alles wichtige erledigt hatten erkundeten wir noch den Strand und die Stadt, doch irgendwie hatte das meiste schon zu und es war grade mal 16:00 Uhr.
Eigentlich wollten wir noch ein Stück Kuchen besorgen aber wie gesagt, so gut wie alles hatte zu. Also wurde es doch eine Flasche Wein für den Abend. Wir machten uns auf den Rückweg und bereiteten uns für den morgigen Tag vor, wo wir unseren Camper abholen würden. Wir verbrachten den letzten Abend gemeinsam mit Bruce und Jessica und freuten uns sehr die beiden auf unsere Reise besucht zu haben. 💚

Und dann war es endlich soweit, wir holten unseren Camper ab. Da wir das Campen/Vanlife ja wirklich lieben, freuten wir uns schon riesig auf diesen Tag. Gleich früh morgens riefen wir uns einen Uber-Fahrer, da der Bus nicht wesentlich günstiger war. Ein Fahrer war schnell gefunden und los ging es zu unserem Camper.
Bei „Happy Campers“, unserer Vermietung, angekommen wussten wir zunächst erst einmal nicht wen wir ansprechen sollten. Im Büro wurde ich dann von einer jungen Frau mit einem Baby auf dem Arm gefragt, wie sie mir denn helfen könnte. Sie erklärte mir noch einmal alle Einzelheiten und machte neben bei Selfies mit dem Baby- super dachte ich mir, wie professionell hat sie noch nie eine Baby gesehen? Nach dem kleinen Fotoshooting mit dem Kind hatte sie dann auch mal Zeit für uns und konnte uns unseren Camper zeigen. Das meiste kannten wir bereits von unserem Bulli. Fragen die wir jedoch hatten, wurden schnell abgeschmettert oder nicht so richtig beantwortet. Nach der Besichtigung stellte sich heraus das zum einen die Klappe zum Tankdeckel kaputt war und die Handpumpe am Waschbecken nicht funktionierte. Na super, da bucht man einen Camper ein Jahr im Voraus und gefühlt ist die Hälfte defekt. 
Ändern können wir es jetzt nicht mehr, also Zack Zack reparieren, dass wir hier schnell los kommen. Das Problem mit der Tankklappe war schnell behoben. Jedoch musste unser Camper erstmal auf die Hebebühne und das Problem mit der Pumpe zu beheben. Wir warteten und warteten, unsere Laune wurde immer schlechter und wir wurden immer wütender. Nach 3h Verzögerung platzte uns der Kragen und wir machten uns Luft. Zu mindest bot man uns an, dass wir 1/2 Tag erstattet bekommen, mal sehen ob wir das auch wirklich bekommen. Ganz plötzlich war dann auch der Camper fertig und wir konnten endlich los. Super, nicht mal voll getankt. Über sowas kann ich mich regelrecht aufregen, da im Vertrag drin steht, wenn man den Camper nicht Vollgetankt oder in dem Zustand zurück bringt wie man ihn bekommen hat, muss man eine saftige Gebühr zahlen. Da frage ich mich doch, warum ist das Fahrzeug nicht voll getankt? Wozu die Gebühr wenn es dann doch nicht voll getankt wird?
Nun gut wir haben uns genug aufgeregt, wir wollten endlich genißen! Doch erstmal schnell einkaufen und den Bulli voll laden.
„Pak‘n Save“ ist eine große Supermarktketten und ideal für Einkäufe in Neuseeland, da es vieles gibt und für Neuseeland recht günstig ist. Wir staunten nicht schlecht als wir den Betrag zu hören bekamen aber es war ja auch unser Wocheneinkauf. Schnell verstauten wir alles und fuhren nochmal volltanken. Mit guten drei Stunden Verzögerung hieß es dann, freie Bahn mit Marzipan…

