San Francisco

Wir mussten noch ein Stück bis nach San Francisco fahren, da wir am Abend nicht mehr die komplette Strecke schafften.

So kamen wir gegen Mittag an und fuhren als erstes in DIE Hippie Straße. Hier reiht sich ein fancy Laden neben dem nächsten und alle sind voll happy!

So happy, dass aus manchen Läden, bunt gekleidete Damen hüpfen und wie wild Handküsschen an die vorbeifahrenden Touribusse werfen. Aaaah ja!

Hier tummeln sich außerdem die Hiebster, um sich in den vielen Second Hand Läden mit Retro Hemden und Adidas Jacken einzudecken. Aber natürlich nur zum doppelten Preis von damals. 😄

Aber wer uns kennt weiß, wir stehen einfach aufs Bummeln und die Leute dabei zu beobachten. Und eine Sachen kauften auch wir: ein Wachstuch um Schnitten oder andere Dinge umweltfreundlich einzupacken.

Dann wurde es ziemlich frisch und Nebel zog auf. Keine Seltenheit in San Francisco. Wir zogen uns schnell lange Sachen an und fuhren weiter, in quasi eine andere Welt: Chinatown.

Ab nun hörten wir nur noch Asiatisch. Um uns aufzuwärmen, gab es dort eine große Suppe.

Danach fuhren wir zum Walmart, doch wunderten uns bereits beim rauf fahren auf den Parkplatz. Überall waren Kameras und ein Auto mit Gelben Licht fuhr Kontrolle.

Hm das wird wohl nichts mit hier schlafen.

Wir beobachteten die Sache eine Weile und stellten fest, auf dem Parkplatz daneben, von einem anderen Laden, wurde nicht kontrolliert.

Also entschlossen wir kurzerhand uns dort hin zu stellen und schliefen schnell tief und fest ein…

Bumm, Bumm …. „Haaaaaaach“ – war das erste was ich hörte. Alex holte so tief Luft, mein Herz blieb fast stehen. Ich öffnete die Augen und sah nun auch die Gestalt vor Alex Fenster stehen, die ihm so einen Schrecken eingejagt hat.

„No Overnight Parking“ rief die Person.

Alex brüllte zurück! „Sorry – wie Go!“ und fing an den Autoschlüssel zu suchen.

Die Person stieg wieder in ihren mucksmäuschenstillen Wagen zurück und fuhr weiter und ließ uns mit klopfendem Herzen zurück.

Wir steigen schnell aus, räumten die Rucksäcke nach hinten und fuhren vom Parkplatz. Gegenüber war eine Tankstelle, auch mit einem großen Parkplatz. Und so versuchten wir dort unser Glück.

Es war zwar taghell dort und ein enormer Verkehr und wir waren so aufgeregt, dass wir ganz unruhig schliefen, aber wir wurden wenigstens nicht ein zweites Mal in dieser Nacht rausgeklopft.

Nach dieser Aufregung waren wir früh wach und fuhren schnell weiter zum Traget. Den Laden hatte uns Sina in Mexiko empfohlen und wir wollten mal nach einem richtig schönen kitschigen Weihnachtspulli schauen. Wir entdeckten auch den ein oder anderen – entschlossen aber doch keinen zu kaufen. Die Rucksäcke platzen leider bald. Und auch unsere Reisekasse ist in diesem Monat überlastet 😄

Weiter ging es zur Ablegestelle für das Boot nach Alcatraz. Doch zuerst der Schock: Tagesticket Parken – 40 $! Puh!

Ich weigerte mich das zu zahlen und überzeugte Alex weiter zu schauen und siehe da: nicht mal 20 Meter weiter fanden wir einen kostenlosen Parkplatz.

Wir fühlten uns wie wahre Glückspilze und gingen zum Ticketverkauf! Dort wurde uns das Glücksgefühl gleich wieder geraubt!

Ausverkauft!

Alex Mundwinkel hingen fast am Boden.

Danach konnte ihn auch wirklich nichts mehr aufmuntern. Weder die Aussicht auf etwas zu essen noch die Seelöwen am Fishermans Wharf. Ach je!

Wir entschieden uns noch die Golden Gate Bridge anzusehen und dann weiter den Highway 1 entlang zu fahren. Uns war mal wieder nach Meer.

Auf dem Weg verfuhren wir uns dann, und fanden uns plötzlich auf der Golden Gate Bridge wieder! Nun gut – das war nicht geplant. Aber wenn wir nun eh auf der anderen Seite sind, können wir zum berühmten Aussichtspunkt für die Brücke.Wir parkten unser Auto, wanderten einen kleinen Berg hoch und plötzlich erhellte sich Alex Gesicht wieder! Dort stand ein Expeditionsmobil. Schon seit einiger Zeit träumt Alex auch von einem Expeditionsmobil, einem LKW als Wohnmobil für zukünftige Offroadabenteuer und eine Weltreise 2.0!

Und als er dann noch das deutsche Nummerschild sah, war er völlig hin und weg!

Die Aussicht über die Stadt und die weltberühmte Brücke war nun nebensächlich! Alex wollte gern die Bestitzer kennen lernen. Und so schauten wir uns um, zu wem denn dieses Mobil passen könnte. Doch so Recht passte niemand.

Also entschlossen wir einen Zettel zu schreiben und ihn ans Auto zu hängen. Wir hinterließen unsere Kontaktdaten und wollten grad zurück zum Auto – da öffnete sich die Tür von innen! Ein Mann stieg aus. Und wir gingen zurück und wollten Hallo sagen. In diesem Moment, laß er schon kurz in dem Zettel, schaute uns an und fragte: „ Alex und Maria?“

Und Zack waren wir schon im Gespräch. Und es war einfach toll. Jasmin und Kai waren so nett und sympathisch und beantwortet gleich alle Fragen zu ihrem Fahrzeug. Wir warfen einen Blick in die Garage und es war einfach wirklich richtig nett. Wir fühlten uns wohl und waren nun doppelt so froh, diesen Zettel geschrieben zu haben.

Nach einer ganzen Weile verabschiedeten wir uns herzlich und als wir ein paar Tage später eine so liebe Mail bekamen, dachte wir mit einem Lächeln an diesen schönen Moment in San Francisco zurück!

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