Was für eine Nacht – bunt, schrill und vor allem kurz. Das Aufstehen fiel heut zweifach schwer, nicht nur der wenige Schlaf, sondern auch das bequeme Bett, hielten uns vom Aufstehen ab.
Doch nachdem wir es endlich geschafft hatten, uns aus dem Luxusbett zu reißen, starteten wir zu Fuß zum berühmten Vegas Zeichen. (übrigens sind wir nun 6,5 Jahre zusammen und es war unsere erste Nacht in einem Luxushotel 😍)

Aber zurück zum Schild: schon von weitem sah man eine Schlange. Also hieß es warten.
Das Motiv ist einfach sehr beliebt und so steht auch jemand bereit der gegen ein kleines Trinkgeld ein Bild für dich macht. Und so ließen wir für einen Doller ein paar Erinnerungsfotos an unsere Nacht in Vegas schießen.

Danach verließen wir die Stadt in Richtung Hoover Damm, berühmt aus dem Film San Andreas. Es ist der größte Damm der USA und wird streng bewacht. So wurde unser Auto raus gezogen, durch geschaut und wir wurden befragt ob wir Waffen oder Sprengstoff dabei haben!
Als ob man da „Ja“ sagen würde? 🙈

Naja wir konnten rein und sollten erstmal gleich 10 $ fürs Parken zahlen. Doch wir haben gelernt. Fahre 10 Meter weiter. Und wirklich auch hier wieder: ein kleines Stück weiter, eine kostenlose Parkmöglichkeit.

Der Damm war wirklich riesig, man kann wohl auch Touren buchen und sich das Innere Ansehen, doch die fanden an dem Tag nicht statt. Aber auch von außen überzeugt dieses Bauwerk.

Zurück ging es einmal quer durch Vegas in Richtig Death Valley. Und weil die Fahrt so lang war, hielten wir unterwegs an und kochten noch bevor die Sonne unterging. Zogen uns schon unsere Schlafis an und fuhren weiter zum Besucherzentrum des Parks.
Und unterwegs sahen wir wirklich einen Coyoten. Wie cool.

Am Besucherzentrum war einiges los – es spielte eine Countryband und unzählige Camper standen dort. Wir schauten uns noch ein bisschen um und beobachteten die Menschen. Es war wie im Film. Die Leute saßen mit Campingstühlen und Decken über den Knien dort und wippten zu Musik mit. Wir fielen ins Bett und lauschten von dort aus den Klängen…
Am nächsten Morgen ließen wir uns dann beraten, welche Punkte im Park interessant für uns wären. Und so ein Mist – so viel hörte sich gut an! Doch wir mussten uns entscheiden, denn eigentlich war dies nur ein kleiner Zwischenstopp auf den Weg in den Yosemite Nationalpark. Bei der Planung dieses Roadtrips hatten wir nicht bedacht, dass die Sonne hier spätestens um 17 Uhr untergeht und man danach so gut wie nichts mehr machen kann.

Die Mitarbeiter sind sehr nett gewesen und durch unsere Nationalpasskarte war der Eintritt wieder problemlos.
Wir füllten noch den Tank und unsere Wasservorräte auf – wie es empfohlen wird und fuhren weiter ins Tal des Todes.

Wir besuchten den tiefsten Punkt unter dem Meeresspiegel in ganz Nordamerika. Dieser liegt 85,5 Meter tiefer als das Meer. Verrückt wenn man bedenkt, dass wir vor ein paar Wochen noch in Peru auf über 5000 Höhenmeter standen und das man selbst mit Tauchschein nicht so tief an den „Meeresgrund“ tauchen kann. Doch hier waren keine Fische sondern nur viiiiel Salz.

Danach waren wir noch auf einem Geröllfeld, wo nur der Teufel persönlich Golf spielen könnte. Und fuhren durch ein Gebiet in dem Star Wars gedreht wurde. (nicht ganz unsere Filme 🙈)

Und dann war es auch schon wieder Nachmittag und wir verließen den Park leider schon wieder. Wir wollten noch zum Yosemite Park weiter fahren. Doch die Zeit saß uns im Nacken und die Strecke war lang. Und dann kam ein neues Problem hinzu. Im Park sollten es diese Nacht minus 4 Grad werden… definitiv zu kalt für unsere dünnen Decken.
Was machen wir nur?

Erstmal bei Jack in the Box anhalten und einen Burger essen. 😄🙈
Wir hatten nämlich den ganzen Tag nur ein paar Cornflakes genascht.
Und auf die Burger hier stehen wir einfach 😄.


Dort gingen wir auch noch unsere nächsten Tage durch und entschieden schweren Herzens, heut Abend noch durch den Park zu fahren und in Richtung San Francisco zu düsen.
12 Tage in den USA sind einfach zu kurz. Aber länger konnten wir nicht – da in unserer Auslandsreiseversicherung nur zwei Wochen inklusive sind. Nun gut. Man muss halt leider immer wieder ein paar kleine Abstriche machen…

Gut gestärkt und mit dem Weltbesten Milchshake in der Hand fuhren wir weiter. Schon bei der Fahrt durch den Park lässt sich erahnen wie toll es dort sein muss.
Wir schafften zum Glück noch ein gutes Stück Strecke und freuten uns morgen San Francisco zu erkunden. 
