Nachdem wir am Vortag keine Tickets mehr für den Antilopen Canyon bekommen haben, sind wir heute pünktlich aufgestanden, damit wir morgens gleich die Tour durch den Canyon bekommen. Gott sei Dank klappte das auch gleich und wir mussten nicht lange warten.
Gemeinsam mit dem Guide gingen wir in die Wüste und dachten: Wo bitte soll hier der Antilopen Canyon sein? Doch plötzlich sah man im Gestein einen Spalt, indem wir über eine Treppe steil hinab stiegen. Und dann standen wir mitten drin, in dieser so unreal wirkenden Welt. Es war magisch, auf Bildern sieht der Canyon schon toll aus aber in der Realität unbeschreiblich schön.
Doch leider wollten nicht nur Wir diese Schönheit der Natur bewundern, sondern tausende von anderen Leuten auch. Weshalb man durch den Canyon regelrecht durch gepresst wird. Wir ließen uns etwas zurück fallen, um ein paar schöne Fotos zu machen. Doch hinter uns war gleich die nächste Gruppe mit Asiaten.
Diese nahmen keine Rücksicht und krochen uns förmlich in den Allerwertesten, sowas können wir ja leiden. Zum Glück hatten wir einen sehr engagierten Guide, der nicht nur viel über den Canyon erzählte, sondern auch tolle Fotos von uns gemacht hat. Völlig vom Canyon verzaubert krochen wir aus einem kleinen Spalt an die Oberfläche zurück. Was für ein tolles Naturphänomen. Lange Zeit zum Pause machen hatten wir aber nicht, denn wir haben ein straffes Programm.
Weiter ging es zum „Horseshoe“ (Hufeisen), der Colorado River macht einen Schlenker, dass es so aussieht als wenn ein Pferd seinen Hufabdruck dort hinterlassen hat. 
Eine gigantische Schlucht und was für ein Ausblick. Doch lange konnten wir nicht bleiben, es kamen immer mehr Menschen und es war bereits Mittag. Wir mussten ja noch gute 4h Auto fahren nach Vegas.
Vegas Baby, eine Stadt die nie schläft. Doch eine Bleibe hatten wir immer noch nicht. Mit dem Auto fuhren wir, bis wir endlich Internet mit meinem Handy hatten und buchten uns ein Hotelzimmer.
Wir entschieden uns ein Hotelzimmer im Hotel „Luxor“ zu nehmen. Wenn wir schon in Vegas sind, dann sollten wir auch ein schickes Zimmer am Strip nehmen. Teuer ist sowie so alles in Vegas.
Jedoch mussten wir noch auf die Bestätigung vom Hotel warten, also hieß es Daumen drücken. Nach gut einer Stunde hatten wir auch endlich die Bestätigungsmail und es hieß endgültig „Vegas wir kommen“. Nun wartete ein tolles Zimmer und eine heiße Dusche auf uns.
In Vegas angekommen, ein riesiges Verkehrsaufkommen und ein Stau nach dem anderen. Doch zum Glück brauchten wir nicht lange suchen, die große schwarze Pyramide war es nämlich, zu der wir mussten. Schnell ins Parkhaus und zum Check-in. Mit unseren Rucksäcken mussten wir einmal quer durchs Casino, wie uns alle anstarrten.

Als wir dann die Zimmertür aufschlossen erwartete uns ein traumhaftes Zimmer, mit einem riesigen Badezimmer. Ein Traum wurde war. Sehnte sich doch am allermeisten Maria nach etwas Luxus. Bevor es in das wilde Nachtleben ging, duschten wir erst einmal so richtig und machten uns dann fertig. Zunächst erkundeten wir unser Hotel, Wahnsinn wieviele Automaten es gab und überall gab es was zu entdecken.


Zick verschiedene Shows und Futterbuden. Aber das sollte zunächst nur der Anfang sein. Ohne das Hotel zu verlassen ging es als nächstes in das Hotel „Exkalibur“, wo gefühlt noch mehr Menschen an den zahlreichen Automaten und Tischen spielten. Man könnte hier ein ganzes Wochenende verbringen ohne dabei Tageslicht zu sehen (Man muss natürlich das nötige Kleingeld haben).

Weiter ging es auf den Vegas Strip. Menschen über Menschen, bunte Reklameschilder erhellten die Nacht, Reiz Überflutung pur. Am liebsten hätte ich mich zerrissen um alles zu entdecken aber dazu reichte die Zeit auch einfach nicht aus. Getunte Autos dröhnten über den Strip um den leicht bekleideten Mädels zu imponieren. Jedes Hotel bzw. Casino hat sein eigenes Thema, es wurden ganze Städte wie New York, Venedig oder Atlantis nach gebaut.

Auch wir versuchten unser Glück an den zahlreichen Automaten. So hatten wir vor der Reise einen Betrag festgelegt welcher zum spielen verwendet wird. Eigentlich halten wir von so etwas ja nichts aber wenn man schon mal in Vegas ist, dann muss auch mal gezockt werden. Ich persönlich wollte auch immer mal an einem Black Jack Tisch spielen. Einmal war ich sogar im Plus und hab dann jedoch nach und nach alles verloren.
Ein sehr nettes Pärchen, was wir in México kennengelernt hatten empfahl uns in Las Vegas eine Torten Pizza zu probieren. Was wir dann auch machten. Und wir wurden nicht enttäuscht. Käse über Käse, die ganze Pizza so dick wie eine Schwarzwälder Kirsch Torte. Maria schaffte grade einmal 1 Stück und ich 3 Stücke. Die Pizza war super lecker, jedoch passte nichts mehr in uns rein. Wir ließen uns den Rest einpacken.
Erschöpft von so vielen neuen Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel, wo wir noch einmal unser Glück an einem Roulette Automaten versuchten. Aber das Glück sollte nicht auf unserer Seite sein. Pech im Spiel dafür Glück in der Liebe. Mit diesem Gefühl gingen wir beruhigt schlafen.


