Grand Canyon

Nachdem wir kurz nach Sonnenuntergang am Grand Canyon angekommen waren, sahen wir noch ganz kurz im schwachen Licht den Canyon. Wir waren beeindruckt. Wie gewaltig.

Die Freude auf morgen wuchs nun noch mehr.

Für den Eintritt hatten wir uns die Nationalparkkarte besorgt. Mit dieser kann man für 80 $ viele der Nationalparks für ein Jahr lang besuchen. Und wir hatten die Karte von einem anderen Weltenbummlerpaar.

Wir suchten uns ein Plätzchen an dem wir eine Nudelsuppe kochten und aßen diese im Stehen. Mittlerweile war es dunkel. Schnell zogen wir uns unsere dicken Sachen an, um heut Nacht nicht wieder zu frieren und fuhren in eine andere dunkle Ecke um zu schlafen.

Der Wecker klingelte verdammt früh und auch die ersten Autos fuhren auf den Parkplatz. Wir wollten den Sonnenaufgang im Canyon sehen und viele andere wohl auch.

Das Aufstehen fiel aber erstmal schwer. Es war so verdammt kalt. Für die nächste Nacht würde ich die thermounterwäsche und die gute Alpakamütze raus kramen.

Als es immer heller wurde, sprangen wir dann doch in Windeseile aus dem Auto, zogen schnell noch eine Jacke über und rannten zum Aussichtspunkt. Dort war es mittlerweile schon ganz gut gefüllt, doch wir fanden noch ein Plätzchen an dem wir die Sonne gut sehen konnten.

Und sie ließ auch nicht mehr lange auf sich warten. Es sah so schön aus. Wie die Sonne ganz langsam hinter den Bergen hervor kam und den Canyon in ein warmes Licht tauchte. Es war sehr romantisch… bis ein Asiatischer Reisebus ankam und der Guide lauthals Infos zum Canyon raus schmetterte. Ach Nö!

Das dachten sich wohl auch alle anderen! Denn Ruck Zuck, verließen alle den Look Out und ließen die Reisegruppe zurück.

Wir machten uns schnell Wanderfertig und fuhren mit dem Auto ans andere Ende des Parks. Ziemlich ungewohnt durch einen Nationalpark mit Auto zu fahren.

Wir wollten gern ein Stück des Rim Trails gehen, leider nicht den ganzen, da dies 8 Stunden dauert, aber wenigstens einen Teil hatten wir geplant.

Der Abschnitt zwischen Powell Point und Monument Creek Vista gilt als schönster Teil. Mit einem Bus ging es das letzte Stück zum Start des Trails und schon während der Fahrt wurde uns bewusst wie gewaltig der Grand Canyon wirklich ist. Auch der Busfahrer schien ganz verliebt in seinen Arbeitsplatz und meinte immer wieder: „Look at my Work – ooooh year!“

Und so wanderten wir drauf los. Der Weg ist angenehm zu laufen und man hat die ganze Zeit den Ausblick auf den Canyon. Überall gibt es Picknick Stationen und man kann die Wanderung richtig genießen. Durch die Größe fällt auch die Menschenmasse gar nicht auf.

Es war wirklich toll und wir finden der Grand Canyon ist ein großartiger Nationalpark.

Nachdem wir uns am Nachmittag noch einen Stempel in unseren Pass geben lassen haben, ähnlich wie beim Machu Picchu, machten wir uns auf den Weg zum Antilopen Canyon. Dort bekamen wir aber erst Tickets für den nächsten Morgen. Also hieß es warten.

Wir nutzen die Zeit am Lake Powell und kochten das erste Mal noch im hellen. Und während die Sonne unterging, ließen wir uns Mac & Cheese schmecken…

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