Willkommen auf der Route 66

Der Flug nach Los Angeles verging ziemlich schnell – jedenfalls hab ich nicht viel von mit bekommen, da ich seelenruhig schlief.

Doch beim Aussteigen war ich dann doch ein bisschen nervös.

Die Einreisebestimmungen in die USA sollen ja immer so streng sein und ich hatte einfach keine Lust – rausgezogen zu werden und mein ganzen Rucksack auszupacken 🙈

Doch entgegen all unserer Erwartung ging alles sehr schnell und als wir auf die Frage, ob wir etwas zu Essen mit hätten antworteten, dass wir noch Pancakes vom Frühstück im Rucksack haben, wurde nur gelacht.

Und so standen wir ziemlich schnell bei Sixt, bereit für unseren Mietwagen. Leider mussten wir vor Ort noch einmal 200 $ zuzahlen um den vollen Versicherungsschutz zu haben. Doch bei sowas sind wir lieber vorsichtig und bezahlten. Lohnte sich dieses Mal auch wirklich – denn bereits am ersten Tag hatten wir einen kleinen Steinschlag.

Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und auch das Auto passte perfekt. Denn die Fenster waren verdunkelt und die Rückbank konnte man wunderbar gerade umklappen. Gute Voraussetzungen für unsere Nächte im Wagen.

Als alles geklärt und verladen war, starten wir als erstes in Richtung Walmart.

Dort deckten wir uns nicht nur mit Lebensmitteln ein. (Haben die viele M&M Sorten 😍)

Sondern kauften auch eine Luftmatratze und Pumpe, ein Topfset und einen Gaskocher. Und ganz wichtig beim Abenteuercampen: feuchte Babytücher! Die braucht man immer!

Das sollte für 12 Tage reichen.

Am Auto probierten wir alles aus und stellten fest das Batterien für die Luftpumpe fehlten. Also wieder rein! Wir waren froh, dass uns das nicht erst heut Nacht aufgefallen war.

Die Luftmatratze passte prima und wir fanden auch für alles andere einen guten Platz.

So waren wir Nachmittags mit einrichten fertig und wussten: nach zwei Nächten würde sich diese „Konstruktion“ bereits lohnen!

Nach einem kleinen Sub Way Stop düsten wir dann los in Richtung Route 66 und Grand Canyon. Wir waren beide kaputt und wollten Los Angeles lieber am Ende unserer Reise erkunden.

Die riesigen Highways überforderten uns erstmal ein bisschen. Auf welcher Spur darf man nun fahren? Wo ist die Abfahrt? Denn wenn man die verpasst, ist man erstmal Ewigkeiten zusätzlich unterwegs. Wie wir am eigenen Leib erfahren mussten. Und so dauerte es ewig, ehe wir aus der Stadt raus fahren und uns einen Schlafplatz suchen konnten. Auf einem Restaurantparkplatz fanden wir ein kleines Eckchen und krochen schnell ins Bett um nicht entdeckt zu werden.

Etwas zerknittert krochen wir ein paar Stunden später wieder aus dem Auto. Die Sonne ging grad auf und uns war kalt. Unsere Schlafsäcke waren doch zu dünn. Deswegen ging es auf direktem Weg zum nächsten Walwart – noch einen Schlafsack für uns kaufen. Denn auf frieren hatten wir keine Lust.

Auf dem Parkplatz gab es dann gleich noch eine Schüssel Cornflakes und wir machten uns ein bisschen frisch, aber dann ging es schnell los.

Die Route 66 rief uns nämlich – und nach den riesigen Straßen, waren wir froh auf der ruhigen Strecken unterwegs zu sein und das berühmte „Roadtrip Feeling“ zu spüren. Die Fenster runter, hörten wir Musik, der Wind bließ durch unsere Haare und wir fühlten es: unbegrenzte Freiheit!

Im Ort … hielten wir an und machten eine kleine Pause, kauften ein paar Andenken und entdeckten viele alte Fahrzeuge. So stellten wir uns die Strecke vor.

Alt. Wild und Wunderbar!

Ps. Und Teuer! 🙈 tanken kostet dort einfach mal 6,50 $ pro Galione – statt 3!

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