MexicooO… als in México ankamen sind wir in México City zwischen gelandet und da sah es schon riesig aus, nun aber wollten wir die Stadt richtig erkunden. Eigentlich war Mexiko City garnicht auf unserer Route, es hat sich alles viel mehr spontan ergeben. Über die Organisation Servas hatten wir Lilly kennengelernt, bei der wir schlafen konnten und die uns das Fest der Toten näher bringen wollte.

Glücklicherweise holte Lilly uns vom Flughafen ab und wir mussten uns nicht darum kümmern wie wir zu ihrem Haus kommen würden. Am Flughafen begrüßten wir uns dann, als würden wir uns schon ewig kennen.

Mit der U-Bahn fuhren wir zu Lilly‘s Haus, um unsere Sachen ab zu legen und in Anschluss die Stadt zu erkunden. Neu für uns war, dass die Frauen in der U-Bahn und im Bus ein eigenes Abteil haben. Lilly erzählte uns, dass sei weil in México City so viele Übergriffe auf Frauen stattfinden.

In der Stadt selbst standen von verschiedenen Künstlern bunte Totenkopf Skulpturen. Leider mussten wir unsere erste Stadt Erkundung abbrechen, da es Maria zunehmend schlechter ging, weshalb wir kurzer Hand wieder zurück zum Haus gefahren sind. Dort musste Maria leider brechen und schlief danach den ganzen Tag um neue Energie zu sammeln.

Am nächsten Tag ging es Maria besser und wir nahmen uns vor das Haus von Frida Karlo zu besichtigen. Als wir gegen 10:30Uhr am Museum waren, fielen uns die Augen bald raus, Menschen über Menschen. Eine riesige Menschenschlange um das Anwesen von Frida Karlo. Jedoch mussten wir heute rein, denn wenn nicht heute wann dann? Maria hatten es sich doch so sehr gewünscht.
Also hieß es anstellen und warten und warten und nochmals warten. Ich hätte mich da schon irgendwie vorgedrängelt aber Maria ist in solchen Sachen immer ein kleiner Schisser. So warteten wir dann geschlagene 3 Stunden bis wir endlich drinne waren.
Gut anderthalb Stunden verbrachten wir dann im Museum. Leider war es nicht so toll wie wir es uns vorstellt hatten. Im Haus konnte man sich zwar ein paar ihrer Sachen, sowie alte Fotos anschauen, jedoch nur wenig berühmte Werke von ihr. Wir waren doch ziemlich enttäuscht, dass wir dafür auch noch so lange anstanden.

Nachdem wir fertig waren mussten hieß es dann, schnell zur Bahn, denn wir hatten uns zum Nachmittag mit Lilly und ein paar Freunden von ihr in der Stadt verabredet. Lieber wären wir ja in der Stadt noch ein bisschen umhergezogen aber nun gut, vielleicht bringt dieses Treffen ja auch seinen Vorteil. Im Kaffee angekommen stellten wir fest, dass es sich um ein nicht grade günstiges Cafe handelte und wir hatten Hunger. Nun gut, wir bestellten uns was zu Essen und zu trinken. Auf der Straße hätten wir deutlich günstiger und besser essen können. Nicht einmal Lilly‘s Freund hat ganz auf gegessen, er meinte nämlich, dass es hier eigentlich garnicht schmecken würde. Da fragen wir uns doch,warum um Himmels Willen hat der Typ dieses Kaffee ausgesucht? Denn er hatte nämlich das Cafe zum Treffen ausgesucht. -.- Maria und ich fassten uns innerlich an den Kopf, was für ein Hornochse. Weiß von vornherein, dass das Essen hier nicht schmeckt, will sich aber dort mit uns zum Essen treffen! Und dann auch noch voll teuer. Oh man!

Überall Vorbereitungen für die Feiertage
Naja egal. Nach dem Essen gingen wir noch in die Stadt denn es war Museumsnacht und die unterschiedlichsten Museen hatten geöffnet. Wir schauten uns verschiedene Ausstellungen an. Im Anschluss staunten wir über eine Tanzaufführung, die die Geschichte einer Mexikanischen Sage erzählte. Es ging um eine Frau, die aus Trauer über das Fremdgehen ihres Mannes, ihr Kind und sich tötet. Und danach als Geist zurück kehrt. Es war ziemlich gut gemacht!

Zu guter letzt führte Lilly uns zu einem tollen Frauenchor. Alle Frauen waren im Gesicht zur Hälfte wie der Tot geschminkt und traditionell gekleidet. Das war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und eine Sache die wir allein nicht erlebt hätten. Auch wenn das Treffen mit ihren „Freunden“ nicht ganz nach unserem Geschmack war. 🙈

Unser nächster Tagesausflug sollte zur Ruinen Stadt Teotihuacán gehen. Die gewaltige Ruinen Stadt mit der riesigen Mond und Sonnenpyramide beeindruckte mich gleich von Anfang an. Vorne am Eingang wieder verschiedenste Händler die ihr Zeug los werden wollen. Wir ahnten schlimmes, nicht dass das wieder so ein Jahrmarkt wie in Chichen Itza werden würde. 
Zum Glück waren auf dem Gelände nur ein paar kleine Stände die ihre nervigen Jaguar Pfeifen los werden wollten. Entlang der Straße der Toten gingen wir zur Mondpyramide. Die Straße heißt so, weil Links und rechts die Oberschicht ihre Gräber haben und man mittig zur Mondpyramide laufen kann. 
Viel größer, mit einem besseren Ausblick war aber die Sonnenpyramide. Ganz oben war ein kleines Loch wo jeder seinen Finger reinsteckte konnte, um den Spirit zu spüren. Ich musste ja schon ein bisschen lachen – aber Maria schimpfte mit mir! Da sprach wieder der Sozi aus ihr! Oder hatte sie den „Spirit“ gespürt?
Mit Bus und Bahn ging es zurück nach Mexiko City und dort luden wir Lilly noch zum Essen ein. Sie führte uns in ein traditionelles Lokal und wir genoßen wieder einmal das gute Mexikanische Essen!

