Heute wollten wir noch einmal ganz entspannt den Tag am Strand verbringen. Kurz vor dem aufstehen meldete sich ein deutsches Pärchen bei uns, dass sie gestern auch auf der Insel „Isla Mujeres“ waren. Maria und ich staunten nicht schlecht, was für ein Zufall. Nach einer Weile hin und her schreiben ergab sich dann, dass die beiden ein Hotel und der Hotelzone haben. Da wir mehr Kontakte knüpfen wollten, stand für uns fest, die wollen wir kennenlernen. Also fragten wir sie einfach ob wir uns nicht treffen wollen. Auf eine positive Antwort brauchten wir nicht lange warten.

Denn das Pärchen war ganz neugierig, etwas über unsere Entscheidung Weltreise zu höre. Also verabredeten wir uns kurzerhand am Strand. Manchmal muss man eben auch spontan sein (grade bei so etwas). Wir finden es immer wieder klasse, wenn sich „Follower“ bei uns melden und die sich für unsere Entscheidung interessieren, da trifft man sich doch gerne.
Also machten wir uns Strand fein und fuhren mit dem Bus zum verabredeten Treffpunkt. Zu erst ist für uns immer aufregend, neue Leute kennenzulernen und neue Bekanntschaften zu schließen aber so etwas macht das reisen aus. Man bereist nicht nur für sich neue Länder/Gebiete, sondern lernt auch neue interessante Leute kennen. Am Strand erwarteten uns dann Sina und Sven. Beide waren uns auf Anhieb sympathisch. So quatschten wir eine Weile und es stellte sich heraus, dass die beiden in Amerika, Cleveland leben. Sven arbeitet dort für zunächst 3 Jahre, was wir natürlich auch sehr spannende fanden. Und weil die Chemie passte, haben wir uns dann noch einmal zum Abend verabredet. Wir trafen uns in einem Center, schlenderten umher und gingen dann schließlich noch etwas trinken. Es passte wunderbar zwischen uns!

Am nächsten Tag sollte dann wieder etwas mehr Action für mich sein. Ich würde noch einmal tauchen gehen, diesmal aber in einer Cenote. Riffe, Korallen und tolle Fische kann man überall auf der Welt entdecken, die Cenoten jedoch gibt es nur hier in México. Ich wäre auch gerne mit den Bullenhaien oder den Wallhaien getaucht, hierfür waren wir jedoch nicht zur richtigen Zeit in México. Leider. Vielleicht kann ich ja aber noch in Asien mit welchen tauchen gehen.

Zurück zum Tag. Wir sind recht früh aufgestanden, damit wir rechtzeitig den Bus nach Playa de Carmen erwischen. So früh waren nur Einheimische unterwegs und keine Touristen, die guckten erstmal nicht schlecht und dachten sich wohl, was wollen die denn hier? Pünktlich in Playa angekommen, haben wir uns gleich auf den Weg zum Tauchshop gemacht. Glücklicherweise ist der Tauchshop gleich neben dem ADO Busterminal. Im Tauchshop hatten Hanna und Jerry schon alles für uns vorbereitet, so dass wir gleich starten konnten. Wir fuhren zu einer Cenote namens „Eden“ diese befindet sich in der Nähe von Tulum, also fuhren wir auch nur ca. 30min.

Die Cenote selbst wird viel für die Ausbildung zum Höhlen tauchen verwendet. Zum Schnorcheln war sie jedoch auch optimal, da das Wasser dort glasklar ist, was für Maria und mich ausgezeichnet war. Da Maria während der Zeit Schnorcheln würde.

In der Cenote angekommen, gab uns Hanna erst mal eine kurze Einweisung und erklärte uns die Gegebenheiten. Die Cenote in der wir Tauchen/Schnorcheln würden ist nämlich tunnelartig mit einer weiteren Cenote verbunden. Wir werden also durch einen Tunnel Tauchen, was für mich die Sache mega interessant macht. Nach der Einführung ging es dann ganz entspannt los, denn es war doch ziemlich viel los in der Cenote. Im Wasser dann war es richtig kalt aber zum Glück hatten wir einen dicken Neopren Anzug an. Außer Maria – die fror beim Schnorcheln!

In der Cenota erwartete mich eine Komplett andere Welt als im Ozean. Es sah wie die Stadt Atlantis aus. Im ersten Tauchgang erkundeten wir zunächst den offenen Bereich, um sich mit der Cenote und den Gegebenheiten vertraut zu machen. Ich denke Hanna wollte auch sehen, wie ich auf die Dunkelheit unter Wasser reagiere. Weil tauchen hungrig macht, sind wir nach dem ersten Tauchgang erst einmal Mittag essen gegangen. Lecker Burritos.

Gestärkt ging es zurück in die Cenote, Riesenslalom durch den Tunnel bis zur anderen Cenote. Zum Glück hatten wir Taschenlampen dabei, denn ansonsten wäre es ziemlich finster gewesen. Überall gab es was zu sehen, wie versteinerte Muscheln. Überall kleine Löcher und Höhlen. Am liebsten hätte ich in jede einzelne herein geschaut. Aber man darf nur als ausgebildeter Höhlen Taucher den Weg verlassen und schon garnicht alleine. Leider verging der Tauchgang rasend schnell und wir mussten wieder zurückkehren.

Hannah lachte nach dem Tauchgang über meine Entdeckerlust. Aber es war einfach alles so spannend und dieses Ereignis werde ich so schnell nicht vergessen!

Danach hieß es Abschied nehmen von Hannah und auch Jerry. Diesmal würden wir nicht so schnell zurück kommen. Aber wir wissen – irgendwann kommen wir wieder nach Playa del Carmen!

