Gleich gegenüber von Playa del Carmen liegt die Insel Cozumel. Diese ist vor allem durch seine Riffe und die vielen Kreuzfahrtschiffe die dort anlegen bekannt.

Nach dem Tauchkurs wollten wir hier nun 3 Tage ausspannen und die Insel erkunden. Ein Teil unserer Sachen konnten wir zum Glück in der Tauchbasis lagern, sodass wir uns nicht ganz so abbuckeln mussten. Denn mittlerweile hatten wir so einiges an Sachen zusammen gesammelt. (Liebe Familie – denkt bloß an den leeren Koffer zu Weihnachten! 😄)

Ein Fährticket war schnell gekauft, da am Hafen alle 2 Meter ein Verkaufsstand ist. Es gibt zwei Anbieter nach Cozumel: beide kosten gleich viel und fahren zu exakt den selben Zeiten. Ziemlicher Blödsinn!
Schon beim einsteigen schaukelte das Schiff hin und her. Die letzten Tage war schon einmal der Hafen gesperrt, wegen zu starkem Wellengang und auch heut hatte sich das Wasser noch nicht beruhigt.
Mir wurde natürlich gleich flau im Magen, denn wer mich kennt, weiß: ich bin Seekrank.
Zum Glück habe ich in jahrelangem Training mir angeeignet in Sekundenschnelle Einzuschlafen 😄, also drei Mal tief und ruhig atmen und Zack war ich weg…
Dieser fantastische Trick funktioniert auch im Flugzeug – bislang hab ich auf unserer ganzen Reise nur einen Start mit bekommen. 🙈

Naja zurück auf die Insel:
Alex weckte mich nach dem Anlegen und ich war froh geschlafen zu haben. Selbst Alex war ein bisschen schlecht. Doch trotzdem kam er auf die grandiose Idee zu unserer Unterkunft zu laufen. Und so schleppten wir unsere Taschen mal wieder kilometerweit durch die Gegend, lehnte alle Taxi’s ab und ich bekam von anderen mitfühlende Blicke.
Nachdem wir eine Weile die Unterkunft gesucht hatten, fanden wir uns in einem Gartenhaus einer Villa wieder. Dort hatten wir ein Zimmer für uns und eine kleine Gemeinschaftsküche und Bad. Doch das Highlight war definitiv der große Garten mit tollem Pool. Wir flitzen nur schnell einkaufen und sprangen dann gleich ins kühle Nass.

Am nächsten Tag erkundeten wir die Insel zu Fuß. Es hatten mehrere Kreuzfahrtschiffe angelegt und so war im Zentrum der Stadt eigenes los. Wir informierten uns über die Preise für einen Roller oder Fahrräder, da wir um die Insel fahren wollten.
Meistens bekommt man übrigens ein besseres Angebot, wenn man sagt, dass man auf der Insel schläft und nicht von einem der Schiffe kommt. Nach einigem Vergleichen entschieden wir uns für einen Anbieter, für den nächsten Tag.
Und außer Tacos essen und im Pool abhängen und dort einen Film schauen, machten wir auch nichts weiter. Wir wollten ja entspannen.

Am nächsten Morgen ging es wieder 30 Minuten zu Fuß ins Stadtzentrum. Wir wollten nun den Roller mieten. Doch der Ort war fast wie ausgestorben. Keine Schiffe = geschlossene Läden! Also mussten wir neu suchen, bis wir schließlich einen Anbieter fanden der uns einen Roller für 24 Stunden für 35 Doller vermietete. Ziemlich teuer. Aber zwei Räder hätten 30 Doller gekostet.

Nach einer kleinen Einweisung konnte es dann auch schon los gehen. Und bereits nach kurzer Zeit fuhren wir an der Küste entlang um die Insel. Die Aussicht war großartig. Am Anfang war das Meer ganz ruhig und auf dieser Seite der Insel kann man viele Beachclubs finden, die mit unterschiedlichen Angeboten nach Touristen buhlen. Wir fuhren an ihnen aber nur vorbei, auf der Suche nach Stränden ohne andere Menschen. Auf der anderen Inselseite wurde das Meer dann wilder und die Küste steinig. Es war viel naturbelassener, sehr grün und ruhig. Hier gefiel es uns und wir hielten regelmäßig an um die Wellen zu beobachten, Fotos zu machen und am Strand spazieren zu gehen. Wir badeten in einer kleine Bucht und genossen einfach die Sonne. (Das wir uns nicht eingecremt hatten, würde sich noch rächen!)

Später fanden wir noch einen schönen Sandstrand und ließen das Kind in uns raus. Wir bauten Kleckerburgen und buddelten uns ein. Und wir hatten einfach eine Menge Spaß.

Am Abend gönnten wir uns super leckere Burger. Der Laden war in der Nähe unserer Unterkunft und ziemlich weit weg von den anderen Touristen. So gab es gutes Essen zu super Preisen!

Da wir unseren Roller auch noch am nächsten Morgen hatten, düsten wir noch einmal los um mit der Drohne ein paar Aufnahmen zu machen. Und dann gab es Frühstück am Strand.
Was für ein toller Abschluss dieses Inseltage.



