Oh endlich ist es soweit: wir machen den Open Water Diving Kurs! Ich sehnte mich auch schon danach wieder Aktion zu haben. Und nachdem wir uns vor einer Woche zum Tauchkurs angemeldet haben, ist heute der erste Tag an dem wir tauchen werden und hoffentlich auch bald ausgebildete Taucher sein werden.

Im Wasser habe ich mich schon immer wohl gefühlt und die Unterwasserwelt interessierte mich eh schon immer. Zwar geht es zunächst erstmal nur in den Pool aber immerhin es geht ins Wasser. Für den Kurs haben wir uns das DiveMex in Playa del Carmen aus gesucht. Warum? Das DiveMex ist eine deutsch sprachige Tauchschule, wir wollten einfach alle Fachbegriffe auf Anhieb verstehen können und haben uns bei dem Gedanken wohl gefühlt, dass eine Gruppe maximal aus 3 Schülern besteht.

Aufgeregt wie ein Schuljunge ging es für uns früh morgens zum Tauchshop. Hannah unsere Tauchlehrerin erwartete uns schon, Jerry der auch ein Tauchlehrer werden möchte, assistiert ihr. Für uns war das ideal gleich zwei erfahrene Taucher an unserer Seite zu haben, die uns Tipps geben können. Bevor es los ging zum Pool testete Johanna unser Wissen und ob wir uns die ersten drei Kapitel auch angeschaut haben. Das hatten wir natürlich auch, in guter alter Deutscher Gründlichkeit hatten wir 12 Seiten Notizen ausgearbeitet, mit denen wir lernen wollten. Johanna staunte nicht schlecht, als sie unsere Zettel sah, denn sowas ist ihr auch noch nicht unter gekommen. Dafür haben wir aber auch alle Antworten gewusst.

Nach den Testfragen ging es dann auch zum Pool. Zunächst aber Trocken Übungen: das Equipment zusammen bauen, auseinander bauen und wieder zusammen bauen, denn nur durch Wiederholung lernt man. Im Pool ging es dann Unterwasser und wir mussten die ersten Übungen absolvieren. Maske halb/ganz fluten und ausblasen, Maske absetzen und Maske aufsetzen. Ich absolvierte die Übungen recht gut und schnell, Maria hatte etwas zu kämpfen unter Wasser, sie fühlte sich Unterwasser einfach nicht wohl. Später in der Pause entschied sie dann für sich, den Tauchtag zu beenden. Ob sie den Kurs abbrechen würden, würde sie morgen entscheiden. Ich absolvierte weiterhin die restlichen Übungen im Pool, um am nächsten Tag endlich im Freiwasser tauchen gehen zu können.

Für uns viel zu früh ging es am nächsten Tag zum Tauchshop. Hannah ging mit uns wieder die Fragen aus den Kapiteln durch. Maria war sich immer noch unsicher, ob sie weiter machen will. Nach dem Mittagessen sollte sie sich entscheiden, ob sie mit aufs Meer raus kommt oder nicht. Also beratschlagten wir uns beide und kamen zu dem Schluss, dass es besser sei wenn sie den Kurs abbrechen würde. Im Meer würde sie sich einfach noch in unwohler fühlen. Die Angst war einfach zu groß. Und auch wenn sie sich schwer mit der Entscheidung tat, war es sicherer den Kurs abzubrechen. Denn eine Angstattacke unter Wasser würde niemanden von uns gut tun. Hannah akzeptierte ihre Entscheidung, sie hätte Maria zwar nochmal gerne die Unterwasserwelt gezeigt aber sie akzeptierte auch unsere Entscheidung. So ging es nur für mich Richtung Hafen.

Meine Freude auf den ersten Freiwasser Tauchgang sollte jedoch schnell verflogen sein, denn als ich mein Equipment checkte stellte ich fest, dass ein Ventil in meinem Jacked fehlte. Somit mussten wir die geplanten Tauchgänge abbrechen und zurück kehren. Damit der Tag nicht ganz verschenkt war, schlug Hanna vor, dass ich meine Prüfung heute schon schreiben soll. Waaaas? Prüfung? Heute?

Prüfungsangst machte sich breit. Hannah beruhigte mich, falls ich durchfallen würde, könnte ich es am nächsten Tag nochmal probieren. Also easy peasy hab ich den Test gemacht und mit 2 falschen Antworten bestanden. Nur noch 4 Freiwasser Tauchgänge und ich bin ein Taucher. 😍

Am nächsten Tag sollte es dann aber endlich soweit sein. Mein erster Freiwasser Tauchgang. Da ich die Prüfung ja nun schon absolviert habe, ging es gleich raus aufs Wasser. Es war atemberaubend schön unter Wasser. Bevor ich jedoch die Fische und Korallen in Ruhe bestaunen konnte, musste ich noch ein paar Übungen absolvieren. Also Maske halb/ganz fluten, absetzen und wieder aufsetzen. Zum Schluss dann noch einmal ein kleines Notfall Szenario durchgespielt und ich konnte endlich genießen.
Was für wundervolle bunte, große und kleine Fische ich entdeckte. Sogar eine tolle bunte Schnecke, Muränen und Lobster entdeckten wir. Für mich stand fest, tauchen ist klasse.

Da sich ja nun alles zeitlich nach hinten verschoben hat, durch den fehlgeschlagenen Tauchgang, rückten Maria und ich in voller Montur, voll bepackt morgens im Tauchshop an. Denn am Nachmittag wollten wir ja schon auf die Insel Cozumel. Maria vertrieb sich die Zeit in der Stadt und ich fuhr raus aufs Wasser. Bei meinen letzten Tauchgänge zeigte Hannah mir noch die einfache Navigation mit dem Kompass. Unter Wasser hatte ich dieses Mal nicht so ein Glück mit der Sicht, was der Übung mit dem Kompass jedoch zu gute kam.

So musste ich mich ganz auf den Kompass konzentrieren, um zurück zu finden und Jerry, den wir auf den Grund abgesetzte hatten, wieder abzuholen.

Alles verlief ganz entspannt und gut. Nach dem absolvierten Tauchgängen fühlte ich mich sicher genug um sagen zu können, dass ich mich nun trauen würde alleine tauchen zu gehen. Naja nicht wirklich alleine aber mit jemanden der die gleiche Ausbildung hatte. Ich war glücklich nun ein Open Water Taucher zu sein.

Im Tauchshop angekommen wartete Maria auch schon auf uns. Zum Abschluss aßen wir noch alle zusammen Mittag und quatschten eine Weile.


Die Zeit im Tauchshop war wirklich toll, das Motto „ Tauchen mit Freunden“ stimmt. Mit Hannah und Jerry haben wir wirklich neue Freunde gefunden und wir sind uns sicher : wir kommen wieder!

