Eine Schnorcheltour & die Ruinen „Coba“

Wir hatten von Steffi erfahren, dass man in der Nähe von Playa del Carmen mit Schildkröten schnorcheln gehen kann. Das wollten wir uns natürlich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Und so fuhren wir mit dem Auto nach Akumal. Von dort aus kommt man an einen Gebührenpflichtigen Strand (100 Peso pro Person) und kann eine Schnorcheltour oder Ausrüstung buchen. Wir entschieden uns für eine Tour mit Guide und handelten auf 300 pro Person. (Man wird definitiv von mehreren Anbietern angesprochen, unbedingt handeln! Anfangspreis war bei uns 600 Peso pro Person!)

Nachdem wir unsere Sachen in ein Schließfach geschlossen hatten, bekamen wir unsere Ausrüstung. Eine schlecht sitzende Brille und eine Schwimmweste. Das hasste Alex ja 😄.

Dann ging es zu Fuß den Strand entlang und an einer Stelle dann ins warme Meerwasser. Hier am Strand gibt es verschiedene Seegrasarten, die den Schildkröten besonders gut schmecken und daher nicht wie üblich von Hotels entfernt werden.

Insgesamt waren wir zu 7 in unserer Gruppe – eigentlich ziemlich viel. Denn sobald der Guide etwas entdeckt und uns aufmerksam machte, waren natürlich alle auf einem Fleck und es wurde eng.

Zuerst sahen wir nur einige Fische, Alex und ich ließen uns ein bisschen zurück fallen um nicht mit in der Masse zu schwimmen. Doch dann winkte der Guide ganz aufgeregt. Und wirklich – da war unter Wasser eine wunderschöne und riesige Schildkröte. Sie frass ganz genüsslich Seegras und sah ganz entspannt aus. Ich hingegen schwamm über ihr, mit klopfendem Herzen und lachte durch den Schnorchel – weil ich so aufgeregt und glücklich war. 😄 Es war so ein magischer Moment.

Danach schnorchelten wir weiter und da wir keine Flossen anhatten, im Gegensatz zu den anderen. (die damit im Übrigen 0 umgehen konnten, einen ständig getroffen haben oder noch schlimmer die Korallen berührt haben) fielen Alex und ich ein Stück zurück. Der Guide bemerkte es, kam zu mir geschwommen, nahm mich bei der Hand und zog mich mit über die Korallen. Es sah fantastisch aus. Überall kleine bunte Fische und die Pflanzen bewegen sich in der leichten Strömung.

Ich war begeistert, dass gezeigt zu bekommen und dachte mir daher am Anfang auch nichts wegen den Berührungen. Bis die Hand des Guide in Regionen rückte, an denen sie definitiv nichts zu tun hatte. Trotzdem war ich mir unsicher, wollte er mir eigentlich nur zeigen, dass ich grade liegen muss, wegen den Korallen? Oder wollte er mich betatschen?

Doch eins war klar: ich fühlte mich unwohl. Das signalisierte ich ihm auch. Doch die Hand blieb. Wir schwommen auf ein Stück, wo keine Korallen waren und ich nutze die Chance, löste mich aus seinem Griff und suchte Alex. Danach blieb ich lieber auf Abstand.

Eins steht jeden Falls fest – die Mexikanischen Männern sind riesige Machos. Wenn ihnen eine Frau gefällt, wird gepfiffen, gezwinkert, genickt und wirklich geglotzt! Die Gefühle der Frau – leider nebensächlich!

Am nächsten Tag düsten wir mit unserer Knutschkugel zu den Ruinen „Coba“. Der Eintritt hier, auch wieder vergleichsweise günstig und somit ideal für unser Budget am Monatsende. Bis lang sind wir mit unseren geplanten 2000 pro Monat gut ausgekommen, nun wurde es aber langsam eng.

Deswegen mieteten wir uns im Park auch keine Räder wie alle anderen, sondern liefen die Strecken zu Fuß. War auch gar nicht so weit. Zwischen den Ruinen liegen meist 1 – 2 km. Die Wege sind gut ausgebaut und so schlenderten wir gemütlich durch den Dschungel zu den einzelnen Ruinen.

Das Highlight ist eine Pyramide, von welcher man einen unvergesslichen Ausblick über den Urwald hat. Lustig war hier wieder, wie erschöpft oben alle ankamen. Wir merken immer wieder, dass viele zu Fuß gehen hält uns fit.

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