Ek Balam

Heute ist wieder einmal Abreisetag, denn es soll für uns nach Mérida gehen. Dieses mal waren wir jedoch nicht zu zweit unterwegs, sondern zu dritt.

Nein, wir haben kein Zuwachs bekommen. 😄Wir nehmen Steffi mit, die wir am Vortag in der Cenote kennengelernt haben.

Pünktlich nach dem Frühstück ging es morgens zu Steffis Unterkunft, welche am A**** der Welt lag. Einmal komplett quer durch Valladolid ans andere Ende der Stadt. Wir fragten uns wie sie die Stadt unsicher gemacht hat, wenn doch soweit außerhalb ihre Unterkunft war. Wie besprochen stand sie mit ihren Koffern und Taschen ab hol bereit vor der Tür. Oh man, wie sollten wir das nur alles in unsere Knutschkugel reinbekommen?

Tetris spielen war angesagt aber irgendwie hat dann doch alles gepasst. Dann hieß es „Freie Bahn mit Marzipan“ und los ging es mit dem Endziel Mérida. Doch zunächst peilten wir die Maya Ruine „Ek Balam“ als Zwischenziel an.

In Ek Balam mussten wir dann überraschend feststellen, dass der Eintrittspreis von 213 pesos nicht mehr stimmt. Denn Anfang des Jahres wurden viele Eintrittspreise einfach um das doppelte erhöht. Zunächst überlegten wir ob wir wirklich rein gehen sollten. Gemäß dem Spruch, „Wann sind wir schon mal wieder hier“ oder „Was soll der Geiz“ gingen wir rein. Beim Eingang dann traf Steffi einen Schamanen den sie bereits kannte. Denn Steffi wollte unbedingt an ein Spirituelles Ritual, wo ihre Seele mit Hilfe von Weihrauch reingewachsen wird, teilnehmen. Zunächst erkundeten wir jedoch die Ruinen Stadt.

Sehr schön erhaltene Ruinen erwarteten uns. Links und rechts der Dschungel und wir mitten drin. Höhepunkt der Ruinen war die große Ruine Akropolis, bekannt auch als Sac Xoc Naj (Weißes Haus des Lernens). Von dort oben hatte man einen wundervollen Ausblick über den gesamten umliegenden Dschungel. Steffi unterhielt sich mit einem Einheimischen, welcher uns erklärte, dass die Maya Geschichte auf Grund von neuen Funden schon mehr Mals umgeschrieben werden musste. Bis heute ist noch nicht alles geklärt und entdeckt worden.

Nach unserer Entdeckungstour durch die Ruinen, wollten wir uns etwas in der nahe liegenden Cenote abkühlen. Steffi hatte genug vom Baden und ließ sich vom Schamanen reinigen. Wir hingegen wollten, nein wir brauchten eine Erfrischung. So fuhren wir mit dem Maya Taxi (quasi ein Tuc Tuc Fahrrad) zu der Cenote und verabredeten uns später mit Steffi am Auto.

Die Abkühlung tat uns gut und die Cenote war wirklich sehr schön. Hierbei handelte es sich um eine „offene“ Cenote, also keine Höhle. Von oben herab plätscherte ein kleiner Wasserfall (Wir glauben dieser wurde künstlich erzeugt) und für die kleinen faulen konnte man sich einen schwimmreifen ausleihen. Für den gewissen Kick sorgten die Springplattform, eine Zippline und ein Seil zum hinein schwingen. Schnorcheln lohnte sich nicht wirklich, es gab zwar ein paar Fische aber den Cenotengrund konnte man nicht sehen, weil sie 15-20m tief war.

Nach unserer Erfrischung trafen wir Steffi an unserer kleinen Knutschkugel und setzten unsere Reise nach Mérida fort. Gerne hätte ich noch eine Tequila Destille besucht, jedoch war es schon zu spät dafür. Nachtfahrten in México sollte man nämlich meiden. Die Fahrt dauerte gute 3 Stunden und unsere Airbnb Buchung wurde immer noch nicht bestätigt, das heißt wir haben immer noch keine Unterkunft. Glücklicherweise hatte Steffis Airbnb Vermieter noch ein weiteres Zimmer frei, weshalb wir kurzer Hand unsere Buchungsanfrage stornierten und uns mit im Haus von Steffi einquartieren.

Als wir Mérida erreichten, dachten wir nicht das es so eine riesige Stadt ist aber als Hauptstadt von Yucatan, hätte man sich das auch denken können. Gemeinsam wurden wir von unserem Vermieter begrüßt. Wir hatten eine ganze Wohnung für uns allein. Die Zimmer waren groß und wir hatten sogar eine Hängematte im Zimmer. Merida wird inoffiziell auch die Hauptstadt der Hängematten genannt und wir liebäugelten schon eine Weile mit einer.

Wir entspannten etwas und zogen dann nochmal, los in die Stadt um etwas zu essen. Unser Vermieter empfahl uns das „Mercador 60“, denn dort gab viele kleine Essensstände in gemütlicher Atmosphäre. Also tigerten wir los, vorbei an einer Bar, wo Salsa gespielt wurde. Dort wurde getanzt und gefeiert, mitten in der Woche, aber das ist hier normal. Wir entschieden uns jedoch weiter zum Mercador 60 zu gehen und wurden nicht enttäuscht. Viele kleine Stände mit super leckerem Essen, in einer tollen Atmosphäre. So ließen wir gemütlich den Abend ausklingen.

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