Mitten in der Nacht kamen wir in Puno an und machten uns auf den Weg zu Fuß zu unserer Unterkunft. Wir mobilisierten unsere letzten Kräfte, da wir nach der langen Anreise wirklich kaputt waren. Die Einreise nach Peru war ein Glück ziemlich unkompliziert.

Wir waren froh, als wir in unserem Hostel angekommen waren und freuten uns auf unser Zimmer. Doch leider bekamen wir ein Vier Bett Zimmer statt einem Doppelzimmer. Also wieder runter. Doch in dieser Nacht konnten wir nicht mehr wechseln und einfach nur hoffen, dass nicht noch jemand ins Zimmer kommt. Und wir hatten Glück, wir blieben die Nacht allein und konnten am nächsten Morgen in ein Doppelzimmer wechseln. Vor allem das Frühstück in der Unterkunft war super. Es gab sogar Käse und etwas Wurst und viele Sorten frisches Obst.
Am ersten Tag in Puno erkundeten wir ein bisschen den Ort, gingen am berühmten Titicaca-See spazieren und bemerkten, die Stadt ist doch ganz nett. Es gibt viele kleine Lokale in denen man gut essen gehen kann, man kann durch die Läden bummeln und es gibt einige Tour Anbieter, welche Aktivitäten in und um die Stadt anbieten. Wir erkundigen uns und entschieden uns schnell für eine Tour zu alten Inka Grabstätten und überlegten eine Nacht auf einer Schilfinsel von Uros zu schlafen. Wir verglichen die Angebote und entdeckten, dass auch auf Aribnb Übernachtungen auf den Inseln angeboten werden. Das fanden wir besser als eine Tour und entschieden uns dazu.
Am zweiten Tag machten wir aber erstmal eine Halbtagestour nach Sillustani. Wir starteten um kurz vor zwei mit einem kleinen Bus und holten erstmal andere Touristen ab. Die waren aber eindeutig keine Deutschen, denn sie kamen einfach 40 min zu spät – ohne sich zu schämen! Wir waren genervt. Schließlich ist die Zeit bei Touren immer knapp bemessen und wir lassen uns gern Zeit beim anschauen! Als wir dann endlich unterwegs waren, dauerte es auch nicht lange und unser Guide erzählte auf Spanisch und Englisch etwas über das Leben in Puno. Die Menschen hier leben hauptsächlich vom Tourismus, der Alpakazucht und einige auch vom Schwarzmarkt. Das billige und nahgelegene Bolivien motiviert viele zum Schmuggeln.

Auf dem Weg zu den Grabstätten, hielten wir bei einer Familie an. Diese lebt ganz traditionell in kleinen Steinhütten und verkauft selbstgemachte Alpakawaren. Wir konnten vor Ort auch ein paar Bilder mit den tollen Tieren machen und leckeren selbstgemachten Käse probieren. Und wirklich, dieser Käse, war einer der beste die wir je gegessen haben! Nur ein kleines Stück weiter war dann auch die alte Inkagrabstätte. Um genau zu sein, erbaute diese das Colla Volk und die Inkas übernahmen diesen Ort später für Ihre Zwecke. Die Bauten sind wirklich riesig.


Wir genossen die wunderschöne Aussicht dort und machten viele Erinnerungsfotos. Es war ein wirklich schöner Nachmittag und auch wenn die Zeit am Ende etwas knapp war, gefiel uns die Tour sehr gut. (Übrigens sind wir im Dauerlauf zum Bus, waren 3 Minuten zu spät – und es wurde schon nach uns gehupt! Als die anderen 40 min zu spät waren, war das natürlich gar kein Ding!)

Am Abend teilten wir uns eine Familienpizza (naja wir würden sagen Normale Pizza) und diese war einfach köstlich und fielen dann ins Bett. Morgen wollten wir früh raus um möglichst viel Zeit auf der Insel zu haben.

