Nachdem wir mehr Mals hin und her gerechnet haben, entschieden wir uns dazu von La Paz nach Rurreabaque zu fliegen (45min, 1100 Bob) und mit dem Bus (14-17h, 300 Bob) zurück nach La Paz zu fahren. Die Tour selbst kostete 750 Bob, viel mehr sollte man nicht bezahlen, da die meisten Anbieter einem die Tour zu diesem Preis anbieten. Unsere Anbieterin wollte uns erst einen Preis von 790 Bob geben, worauf wir hin sagten, dass alle andere Anbieter die Tour für 750 Bob verkaufen würden.
Nachmittags um 13:15 Uhr ging unser Flieger von La Paz, El Alto. So konnten wir entspannt morgens noch frühstücken und dann unsere großen Rucksäcke zum Reiseveranstalter „MylBolivian“ bringen, denn wir reisen nur mit leichten Gepäck. Ein bisschen mulmig ist uns schon, unsere Sachen bei jemanden Fremden zu lassen. Jedoch muss man den Menschen auch vertrauen können und das beste hoffen. Also ab zum Reiseveranstalter, die Rücksäcke abgeben und weiter zur Seilbahn, die uns in das Viertel El Alto bringt. Der Flughafen liegt nämlich in der Nähe wo auch das Cholita Wrestling stattfand. Glücklicherweise war heute nicht Markttag, denn jeden Donnerstag und Sonntag verwandelt sich das Viertel El Alto in einem einzigen Markt, dem größten der Welt. So mussten wir uns nur durch kleinere Märkte und verschiedene Menschenansammlungen kämpfen. Rechtzeitig erreichten wir den Flughafen und konnten so entspannt einchecken. Selbst ein weiteres deutsches Pärchen wollte mit seinen beiden Kindern in den Jungelort Rurrenabaque (die Deutschen sind aber auch überall 😄). Dieses Mal sollte es eine kleine Maschine sein, vor der Maria etwas Angst hatte, da sie noch nie mit so einem kleinen Flugzeug geflogen ist.

So wie wir ein gestiegen sind, stiegen wir auch gleich wieder aus, der Flug ging ja auch grade mal 45min. Der Start war etwas wackelig, die Maschine erreichte jedoch recht schnell einen stabile Flugposition. Aus dem Flieger hatte man einen herrlichen Ausblick auf die um liegenden Berge. La Paz selbst liegt nämlich umgeben von verschiedenen riesigen Gebirgen. Maria kämpfte währenddessen mit Übelkeit und Angst.
In Rurrenabaque angekommen war es wundervoll warm, schöne 30-35grad Celsius „ein Traum“, waren es sonst immer nur 20-25grad. Hosenbeine ab gezippt und Sommermodus eingeschaltet. Nachdem wir meinen Rucksack eingesackt haben, Maria’s Rucksack war nämlich Handgepäck, zerrissen uns gefühlt gleich die Taxifahrer. Es war echt nervig. Glücklicherweise hat uns ein Englischsprachiger Taxifahrer angesprochen, welcher nicht so aufdringlich war. Für 20 BOB (ca. 2,61€) fuhr uns dieser, mit einem weiteren Pärchen, direkt zum Hostel „El Curichal“. Ein Doppelzimmer für 37,23€, Top. Leider hatten wir kein eigenes Bad aber für die zwei Nächte war das nicht so schlimm, zu mal alles eh nicht so sauber war. Das Hostel hatte jedoch einen Pool was bei der Hitze sehr cool ist (der Hauptgrund weshalb wir uns für dieses Hostel entschieden haben). An der Bar ein erster Eindruck vom Dschungel, ein riesiger Schädel von einem Krokodil, unvorstellbar, dass das Krokodil eine Größe von 5-6m hatte. Nachdem wir unser Zimmer bezogen erkundeten wir die Stadt nach etwas essbaren.

Lange mussten wir nicht suchen, denn überall gibt es vereinzelt immer wieder kleine Lokale, Bar‘s oder Restaurant‘s. Das beste Preisleistungsverhältnis in solchen Lokalen hat das „menú del día“ zu deutsch „Tagesmenü“, man wählt eine Vorspeise meistens eine Suppe und dann das Hauptgericht aus. Das ganze kostet grade mal 15 – 20 Bobs. Nachdem wir uns gestärkt hatten erkundeten wir ein wenig die Stadt und erledigten kleinere Besorgungen wie Wasser oder Cola. Abends planschten wir noch eine Runde im Pool und fielen dann erschöpft ins Bett.
Ausgeschlafen und mit Energie starteten wir in den Tag hinein. Das Frühstück war ok und das Wetter sowie so super. Am Abend zu vor erzählte uns der Barmann von einer Lagune wo Krokodile und Schlangen sich sonnen. Maria und ich waren hell auf begeistert diese Lagune zu suchen. So machten wir uns nach dem Frühstück auf dem Weg zur Lagune. In der brütenden Hitze marschierten wir dann durch den Staub in Richtung vermeintlicher Lagune. Tatsächlich haben wir nach ca. 20min Fußweg eine Lagune/Sumpf entdeckt, Krokodile oder Schlagen haben wir jedoch keine gesehen. Die Verständigung mit den Lokals gestaltete sich auch schwierig, so machten wir ein paar Fotos von der Umgebung und gingen enttäuscht zum Hostel zurück. Vor allem der viele Müll unterwegs fiel uns auf.

Im Hostel kühlten wir uns erst einmal eine Runde im Pool ab. Gegen Mittag gingen wir ein neues Restaurant aus probieren und bestellten für uns beide ein Tagesmenü für 24 Bob (3,14€) – Mega gut. Nach dem Mittagessen erkundeten wir weiter die Stadt. Ich wollte noch einen Berg hinauf, Maria war davon nicht so überzeugt (kann ich garnicht verstehen). Jedenfalls haben wir den Weg nicht gefunden. Maria glücklich, ich ein wenig enttäuscht. So gingen wir die Promenade (wenn man das die Promenade nennen kann) entlang zurück zum Hostel und entspannten am Pool.
