Nachdem wir Abends in Uyuni in einen wirklich sehr günstigen Bus gestiegen sind, (25 € für uns beide) kamen wir morgens um 5 in La Paz an und wurden kurz vorm Busbahnhof an einer Straße „rausgeworfen“. Wir schnappten schnell unsere Sachen und machten uns auf den Weg in den Busterminal. Auf den Weg dort hin lernten wir gleich mal eine „interessante“ Sitte kennen. Die Menschen hocken & stellen sich gern einfach überall hin, um Wasser zu lassen. Und so stand direkt vor uns eine alte Dame, stellte sich etwas breitbeinig hin und ließ ihrer Notdurf freien Lauf. Wir waren schockiert. Und mussten sowas die kommende Tagen leider häufiger sehen.
Etwas unwohl warteten wir nun ein paar Stunden auf einer Bank des Busbahnhofs. Unser Hostel war leider erst ab 14 Uhr zum Check in bereit und die Lokale hatten noch alle zu. Als es langsam heller wurde, brachen wir aber auf in Richtung Hostel und Innenstadt. Und wir hatten Glück. Wir konnten unser Gepäck schon einmal in der Unterkunft unterstellen und somit nur mit den kleinen Rucksäcken los ziehen um uns etwas zu essen zu suchen.
Am Nachmittag konnten wir dann unser Zimmer beziehen, endlich heiß duschen und verkrochen uns gleich ins Bett. Wir waren super kaputt und schliefen uns erstmal ausgiebig aus.

„Ihr habt die Uhr erfunden – aber wir die Zeit“
La Paz ist nicht nur der höchste Regierungssitz der Welt sondern auch Schauplatz des größten Marktes. Auf unendlichen Quadratkilometern kann man alles kaufen. Wirklich ALLES. Jedes erdenkliche Autoteile, Teppiche, Lebensmittel, Badartikel oder doch eher kleine Ferkel? Kein Problem. Und ne selbstgebrannte CD kannst du gleich daneben bekommen. Es war wirklich der pure Wahnsinn. Wir entschieden uns aber eher dem Streetfood unsere Aufmerksamkeit zu schenken und kosteten uns durch. Wir probierten eine super leckeren Fisch mit Nudeln und kleinen violetten Kartoffeln. Später gab es zwei frisch gepresste Organgensäfte für 26 Cent. Alex kostet noch ein zuckersüßes Getränk mit einem kleinen Apfel drin und zum Abschluss gab es dann noch eine Art Wassereis.

Mit der Seilbahn ging es wieder zurück ins Centrum und wir machten eine kleine Siesta. Nach langer Überzeugungsarbeit sah auch Alex ein, dass es nicht schaden kann sich auch mal ein bisschen auszuruhen. Deswegen wollten wir ja auch 5 Tage hier in La Paz bleiben. Ein bisschen ausruhen, neu sortieren und Wäsche waschen.
Nachdem wir einen kleinen Mittagsschlaf gemacht hatten, tauchten wir Abends noch einmal in die Stadt ein. Wir gingen zu verschieden Agenturen um uns Informationen über eine Dschungeltour zu holen. Wir wollten die Angebote ein bisschen vergleichen und ließen uns in drei Stelle beraten.
Später schlenderten wir dann noch zum berühmten Hexenmarkt. Dort kann man so einige Kuriositäten kaufen. Das speziellste jedoch sind wohl die vielen Lama Föten, die überall hängen. Von ganz klein bis relativ groß. Mit Fell oder Ohne. Die Menschen kaufen die toten Tiere um sie unter ihre Häuser zu vergraben. Das soll nämlich Glück bringen. Ein bisschen unheimlich sieht es schon aus – die vielen Tiere dort hängen zu sehen und Maria fand es riecht dort ganz eigenartig süß.

Wir schlenderten durch die unzähligen Shops und entdecken einige schöne Andenken. Vor allem Alpakakleidung kann man hier in Massen kaufen. Aber auch viele andere schöne Dingen. Und wir gönnten uns ein paar schöne Erinnerungsstücken. Zwei neue Pullover fanden den Weg in unserem Besitz, jeder eine warme Mütze und dicke Socken. Nie wieder Abends frieren! Abends kühlt es sich hier nämlich rasant ab. Auch eine tolle neue Lederhandtasche mit kleinen Lamas gehört nun zu Marias Reisegepäck und ein kleines Lamakuscheltier musste auch mit. Den bekommt in ein paar Jahren Mini Puschel geschenkt 😄

Wir hätten noch so viel mehr kaufen können, mussten aber unser Konto und Gepäck im Blick behalten. Hierbei ein kleiner Gruß an unsere Familien. Bitte lasst Platz im Koffer wenn ihr uns in Vietnam besuchen kommt 😄 wir wollen euch was mit nach Hause schicken 😉


Vielen Dank für die tollen Reiseberichte. Bleibt gesund. Viele Liebe Grüße
Elke und Familie
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