Uyuni – die größte Salzwüste der Welt

Der letzte Tag brach früh heran. Bereits um 5.30 Uhr sollten wir unsere Taschen auf den Geländewagen verladen. Danach ging es sofort los in die größte Salzwüste der Welt und das Highlight dieser Tour.

Da es noch ziemlich dunkel war, machte der größte Teil noch mal die Augen zu. Vor allem Alex – dem ging es heut nämlich gar nicht gut. Er hatte sich den Magen verdorben. Vielleicht war der viele Rotwein gestern doch nicht die beste Idee.

Wir fuhren durch die Weite der Salzwüste bis Paolo irgendwo im nirgendwo hielt. Wir stiegen in die Kälte aus -und konnten in alle Richtungen unendlich weit schauen. Und am Horizont ging ganz langsam die Sonne auf. Es war unglaublich romantisch… bis Paolo die Popmusik im Auto aufdrehte 😄

Wir genossen trotzdem diesen Moment aneinander gekuschelt und wiederholten einen Satz den wir in den letzten Tagen mehrere Mal gesagt haben: „Wir haben so ein Glück hier zu sein!“

Wir sind vor einem Monat aufgebrochen & so unendlich glücklich und dankbar diesen Schritt gewagt zu haben! 💚

Nachdem die Sonne aufgegangen war und sofort anfing uns aufzuwärmen, machten wir die ersten Bilder und Alex ließ noch die Drohne steigen.

Danach fuhren wir ein Stück weiter zu einem riesigen Hügel auf welchem lauter Kakteen wachsen. Diese waren riesig – selbst Alex sah daneben aus wie ein kleiner Zwerg!

Und während wir durch die Kakteenlandschaft schlenderten, bereitete Paolo ein leckeres Frühstück in der Wüstensonne für uns vor. Auf einem Salztisch und kleinen Salzhockerchen gab es einen leckeren Kuchen, Cornflakes mit Jogurt & heißem Tee. Wir waren sehr zufrieden.

Und während Paolo alles wieder in unseren 4×4 verstaute, konnten wir den Horizont entlang laufen. Es war eine gute Gelegenheit, wo einem bewusst wurde, wie riesig dieses Wunder der Natur ist.

Irgendwann wurden wir wieder eingesammelt und fuhren mit Paolo immer weiter in die Salzwüste. Um die Natur zu schonen fahren die vielen Geländewagen über gleiche Fahrspuren und nicht Kreuz & Quer. Unter dem Salz befindet sich Wasser und darunter wieder Salz. Es sind unvorstellbare Massen.

Irgendwo im nirgendwo hielten wir dann an. Endlich standen die berühmten Fotos an. Gemeinsam mit den anderen hatten wir schon beim Abendessen überlegt, was für Bilder wir machen wollen. Die Wüste eignet sich aufgrund ihrer Weite nämlich wunderbar um mit Größenunterschiede zu spielen.

Und ein Glück ist Paolo nicht nur Fahrer, Guide & wunderbarer Frühstücksmacher, sondern auch Profifotograf. 😄 Wie beschrieb Alex ihn in unserem Tagebuch: „ruhiger Typ – sympathisch“ Und wirklich, mit einer Engelsgeduld setzte er all unsere Ideen um & brachte seine eigenen mit ein. Wir hatten eine Menge Spaß & raus kamen so lustige Resultate :

Nach einem langen Shooting, einer „ Inka Toilette“ (MERKE: gelbes Salz – ist wie gelber Schnee! Ungenießbar 😄) fuhren wir zu einem kleinen Touristenmarkt. Dort hatten wir die Chance Salz zu kaufen und kleine Andenken. Und zwischen all dem Kitsch, fanden auch wir ein kleines Erinnerungsstück.

Alex litt leider immer noch sehr & verbracht mehr Zeit im örtlichen WC. Der arme litt wirklich. Auch beim anschließenden Lunch konnte er nicht zuschlagen.

Seine letzten Kräfte mobilisierte er auf dem Eisenbahnfriedhof. Die letzte Station unserer Tour. Hunderte Waggons & Eisenbahnen stehen dort und gammeln vor sich hin. Wir nutzen die Chance für ein paar letzte Erinnerungsbilder.

Und dann brachte uns Paolo zur Busstraße. Von dort aus konnten wir nun alle selbstständig weiter reisen.

Beate & Armin wollten gern weiter nach Sucre um dort Spanischstunden zu nehmen. Shannen & Helene wollten eine Nacht in Uyuni bleiben um dann nach Potosí und wir wollten den Nachtbus nach La Paz nehmen.

Doch bevor wir Abschied nehmen wollten, genoßen wir die letzten gemeinsamen Stunden noch in einem kleinen Lokal und unterhielten uns, lernten neue Spiele kennen und genossen es, uns gefunden zu haben.

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