Uyuni 2.0

Nach einer kurzen und kalten Nacht quälten wir uns alle nach und nach aus dem Bett. Alex war als erster bereit für den neuen Tag, schnappte sich unsere Drohe und wollte beim Sonnenaufgang fliegen gehen. Maria stand als letztes auf, sie hatte am meisten mit der Höhe zu kämpfen. Ihr war super schlecht und der Kopf dröhnte.

Am Frühstückstisch trafen sich dann aber alle. Alex mit erfrorenen Fingern, da er eine Stunde versucht hatte die Drohne in die Luft zu bringen. Der war es aber anscheinend zu kalt. Maria versuchte einen Pancake zu knabbern und auch die anderen kämpften noch mit den Nachwirkungen der letzten Nacht.

Sonnenaufgang an unserer Unterkunft

Und trotz allem, wir wollten weiter und mehr dieser unglaublichen Natur sehen. Und so düsten wir durch die karge Weite, wirbelten wieder ordentlich Staub auf und kamen vorbei an vielen verrückten Gesteinsformationen. Beispielsweise „the World Cup“ – ein riesiger Stein, der aussieht wie der Pokal der Fußballweltmeisterschaft.

Wir entdecken zwischen all dem Stein aber etwas viel besseres: den Opa aus dem Film „Oben“ 😄 einer unser liebsten Filme. Die Botschaft ist einfach toll & der Film war ausschlaggebend für unseren Blog Namen.

World Cup & das Kamel

Der Disney Opa aus dem Film „Oben“

Die Tour führte uns auch zu einem Kamelstein und „Lost Italy“ – Paolo erzählte und erzählte. Doch außer Vatikan, verstand keiner aus der Gruppe was.

Und wir selbst konnten uns auch nicht erklären, warum diese Steine dort nun „Lost Italy“ heißen. Aber wir nutzen alle die Gelegenheit unsere Beine zu vertreten. Alex und Armin hatten sich bereits „gefunden“ – zwei verrückte Abenteurer an einem Ort. Also wurde erstmal geklettert. Später wurden die beiden von einer junge Frau angesprochen. Was ihnen denn einfällt? Wenn alle auf den Stein klettern, dann würde der kaputt gehen.

Also ich wusste schon immer, mein Mann ist der Stärkste – aber Felsen kaputt machen? 😄

Na gut. Wir fuhren weiter zu einer Traumhaften Lagune. Dort war es so idyllisch. Doch wen mussten wir wieder treffen? Die „Gesteinspolizistin“ – doch was tat sie da? Sie kletterte auf einen Stein 😮 und brüllte von dort aus eine andere Reisegruppe an, sie sollen gefälligst vom Wasser weg gehen. Die Natur muss geschützt werden! Lustig das ihr Vater, der nun neben ihr auf dem Stein stand, vorher eiskalt auf den Moosbewachsenen Flächen lang lief, die ausdrücklich zum Schutz abgesperrt waren.

Ihr Gedanke – die Natur zu schützen unterstützen wir gern! Auch wir sind der Meinung, es ist wichtig ordentlich mit unser Umwelt umzugehen. ABER – andere Leute zu tadeln, obwohl man vor seiner eigenen Haustür kehren muss, mögen wir gar nicht!

Zurück zur tollen Lagunen – die wir ja eigentlich genießen wollten: dort hatten wir einen wunderbaren Ausblick. Auf dem Wasser vergnügte sich eine kleine Entenfamilie und davor grasten einige Lamas und genossen die Sonne & das ruhige Leben.

Wir hatten Zeit, einfach eine Weile dort zu sitzen und zu schauen. Das tat auch mal gut. Der Nachteil an einer Tour ist nämlich oftmals, wenig Zeit zum genießen zu haben.

Von dort aus schlenderten wir zu einer kleinen Häusersiedlung, dort wartete bereits Paolo auf uns, denn dort gab es ein sehr leckeres Lunch. Maria hatte leider immer noch mit ihrer Übelkeit zu kämpfen, Glück für Alex der gleich das doppelte Essen konnte.

Danach fuhren wir eine ganze Weile durch die Steppe. Gut um kurz die Augen zu schließen und neue Energie zu sammeln.

Der nächste Stop war dann der Anaconda Canyon, leider gibt es dort keinen Anacondas (Marias Traum: ein Krokodil & eine Anaconda zu sehen), sondern der Fluss der sich durch den Canyon wie eine Schlange schlängelt, ist für den Namen verantwortlich. Der Blick in die Tiefe ist aber auch ohne Riesen Schlange ziemlich cool.

Der letzte Stop des Tages war dann an der Julaca Trail Station. Drum herum ein kleines Dorf. Hier angekommen, hatten wir deutlich an Höhenmeter hinter uns gelassen und Maria ging es endlich besser. In dem Dorf wird man vor einem kleinen Lokal abgesetzt. Dort konnte man nun Kokabier kaufen (die Kokapflanze ist hier von großer Bedeutung, die Blätter sollen gegen Müdigkeit, Kälte & die Höhenkrankheit helfen) Dann sollte ein Bier doch Wunder bewirken oder?

Keine Sorge – Maria entschied sich doch eher für ein Eis und nur Alex nahm ein Bier. Tat unserem Portmonee auch besser 😄 das Eis kostet nur 0.26 € – ein kleines Bier 2,60 €.

Danach ging es endlich in Richtung Unterkunft. Langsam wuchs die Neugier: Angekündigt war es als „Salz Hotel“. Die Mädels versuchten die Erwartungen gering zu halten, sehnten sich insgeheim aber nach einer warmen Dusche und einer sauberen Toilette.

Als wir dann in die Einfahrt zum Hotel einbogen und am Horizont bereits ein unfertiges Haus sahen, schwanden all unsere Hoffnungen.

Doch wir wurden überrascht. Als wir rein gingen und Paolo uns lässig fragt ob für jeden Paar ein Doppelzimmer ok wäre, war die Freude schon groß. Und als wir die Räume sahen und bemerkten das jedes Zimmer ein eigenes Bad hatte, mussten wir kurz jubeln. Und dann war da auch noch ein kleiner Ofen. Unser Glück war perfekt!

Im Zimmer waren viele Dinge aus Salz hergestellt. Die Bilder an den Wänden, das Nachttischchen und sogar die Betten. Wir fanden es ganz toll.

Am Abend gab es dann noch ein leckeres Dinner, Tee und eine Flasche Rotwein.

Wie gut das alles doch tat!

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