Atacama Wüste

Wir träumten schon eine ganze Weile von der trockensten Wüste der Welt. Die Atacama Wüste faszinierte uns, da es dort in einigen Regionen seit Jahrhunderten nicht geregnet hat. Irgendwie unvorstellbar. Und wir freuten uns die nächsten Tage, ein eigenes Bild machen zu können. Wir träumten eigentlich von einer Tour mit einem Van durch die Region, da wir aber unser monatliches Budget nicht überziehen wollten, entschieden wir uns für die Variante Hostel & Fahrrad.

Diesmal übernachteten wir in einem 6 Bettzimmer. Erst mit Australier & später mit Briten und einem netten Paar aus Österreich.

Im Hostel wurden wir gut beraten, was das große Tourangebot anging. Von Anfangs 5 Touren entschieden wir uns aber nach etwas Recherche und einem Kassensturz für eine Fahrt mit Rad ins Valle de da Luna auf eigene Faust und einen verkürzten Aufenthalt in Touristenort San Pedro de Atacama. Stattdessen buchten wir eine Tour in die Salzwüste Boliviens. Diese sollte 2,5 Tage gehen und 150 Euro pro Person kosten. Da wir auf dieser Tour ähnliche Dinge wie in der Atacamawüste machen würden, war unser abgespeckte Tourauswahl für uns okay.

Nachdem unsere Entscheidung gefallen war, erkundeten wir den Ort San Pedro de Atacama. Von hier starten eigentlich fast alle Touren, weswegen der Ort aus allen Nähten mit Touristen platzt. Ein Minisupermarkt, reiht sich an den nächsten. Zwischendurch unzählige Soviniershops und Touranbieter. Und nicht zu vergessen, überteuerte Restaurants und Bars.

Zwischen all dem Angeboten, fanden wir ein kleines Lokal das Menüs angeboten hat. Für 5000 Pesos (6.32) gab es eine Vorspeise und einen Hauptgang. Und wir waren begeistert. Wir bestellten zwei unterschiedliche Suppe. Beide riesig und super lecker. Und zwei Hauptspeisen, ebenfalls sehr gut. Wir waren super satt und zufrieden mit unser Wahl.

Am Abend gingen wir früh ins Bett, da es einfach überall super kalt war. Hier gibt es leider nirgends Heizungen und sobald die Sonne weg ist kühlt es sich innerhalb von Minuten ab.

Am zweiten Tag liehen wir uns zwei Räder aus. Der Preis war wirklich unschlagbar. Für zwei Räder bezahlten wir 6000 Pesos und konnten den ganzen Tag fahren. Und das machten wir dann auch.

Bewaffnet mit Wasser und Snacks ging es in die trockenste Wüste und zum Valle de la Luna. Die Landschaft dort soll am ehesten an den Mond erinnern. Am Eingang mussten wir einen kleinen Eintritt bezahlen, bekamen eine Karte und die schlechteste Nachricht des Tages: der Canyon ist gesperrt! Genau diesen wollten wir aber sehen. Wir waren enttäuscht. Versuchten dem Nationalpark aber trotzdem eine Chance zu geben. So radelten wir durch die staubtrockene Gegend. Kletterten auf einen Berg, genossen die Aussicht. Aber die Enttäuschung wich leider nicht. Trotz des tollen Ausfluges, hätten wir unglaublich gern den Canyon durchwandert.

Die Tour strengte uns körperlich ziemlich an. Die Wüste liegt ca. 2500 Höhenmeter über den Meeresspiegel und bei körperlicher Anstrengung spürt man die dünne Luft deutlich.

So geschah es auch, das Maria mit zu wenig Anlauf durch einen kleinen Bach fuhr, umkippte und ein nasses Bein bekam. Und das in der TROCKENSTEN Wüste der Welt! 🙈

Am Abend lernten wir Beate & Armin aus Österreich kennen. Sie waren neu in unser Zimmer gezogen. Ebenfalls auf Langzeitreise, planten auch sie die Tour nach Boliven zu machen. Und sie sollten glücklicherweise in unsere Gruppe kommen. Dazu aber im nächsten Blog mehr! 😊

Unseren letzten Tag in San Pedro de Atacama gingen wir ganz entspannt an. Wir chillten in den Hostel Hängematten. Gingen noch mal zum Menüessen und probierten neue Gerichte aus. Wir bummelten durch die Läden, kauften noch ein paar kleine Erinnerungen. (Zwei Bulliaufkleber 😍 – ich sag nur Alpaka 😄) Und besorgten uns für die morgige Tour noch dicke Socken und eine Thermostrumpfhose.

Wir tauschten Pesos (Chile) in BoBs (Bolivien) und waren dann bereit für die 3-tägige Abenteuertour!

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