Buenos Aires – die ersten Tage…

Buenos Aires, die größte Stadt in Argentinien und eine der best entwickeltsten Lateinamerikas. Uns zog nicht nur ein gutes Steak sondern auch der Friedhof Recoleta und La Boca in die Megametropole.

Schon bei der Ankunft fiel uns auf, hier wird mehr auf Sauberkeit und Ordnung geachtet. Einzig die vielen Hundehaufen, da jeder Einwohner hier einen Hund zu haben scheint, störten das saubere Stadtbild.

Wir entschieden uns trotz bewölktem Himmel am ersten Tag der „Promenade“ Avenida Intendente Hernan M. Giralt zu folgen und dort ein Bondiola zu essen. Wir haben die Empfehlung aus einer Doku gehabt und suchten nach dem richtigen Grillstand. Dort angekommen, gab es ein Brötchen mit argentinischem Steak, Käse, Schinken, Spiegelei und einem speziellen Gewürz. Sehr lecker. Wir bezahlten 600 Peso und dachten uns noch so „Wurden wir über den Tisch gezogen?“

Es schmeckt super und trotz der Kälte genossen wir unser Mittag.

Wir schlenderten weiter in Richtung Innenstadt, durch eine Einkaufsstraße und verschickten die ersten Karten. (Die wir im übrigen seid Rio mit uns schleppen)

Unser erstes Bondiola

Durch Zufall entdeckten wir dann den 67m hohen Obelsik auf dem Plaza de la Republica. Er steht in mitten der breitesten Straße der Welt. Um von der einen zur anderen Straßenseite zu gelangen, muss man nämlich 16 Fahrspuren überqueren.

Leider fing es nun auch leicht an zu tröpfeln und wir entschieden uns weiter zu ziehen. Ich wollte unbedingt zu einer ganz besonderen Buchhandlung. Diese ist in einem ehemaligen Theater und verzauberte mich als Leseratte sofort. Alex schien eher irritiert, wo er nun gelandet ist. Mir zuckte es in den Fingern, wie gern hätte ich ein Buch dort gekauft. Doch der Nachteil an den Backpacks – man muss alles schleppen! 😄

Nach Alex Aussage, einer halben Unendlichkeit, sollte es wieder zur Unterkunft gehen. Der Regen wurde allerdings immer stärker und der Weg irgendwie nicht kürzer.

Mein Gesicht wurde immer länger. Seit ein paar Tagen hatte ich schon mit einer Erkältung zu tun und nun durch den eisigen Regen zu rennen, gab mir den Rest. Meine Glieder schmerzten! Meine Nase lief. Und da waren Sie! Die ersten Tränen der Weltreise! Alex lief gefühlt zwei Meter vor mir, das Ziel fest vor Augen. Als ob diesem Typen der Regen nichts ausmacht!

Nach einigen Kilometern und wirklich tropfenden Klamotten, endlich eine Pause und die erlösende Frage! „Wollen wir ein Taxi nehmen?“

In unserem Zimmer angekommen, bekam Alex dann seine „Strafe“ – ich streckte meine Eisfüße unter seine Decke und nutze ihn als persönliche „Wärmflasche“.

Ein Haus nach unserem Geschmack 😄

Auch der zweite Tag startete mit Nieselregen. Das kann doch nicht wahr sein! Noch wärmer angezogen, ging es nun auf die Suche nach einem Lokal fürs Abendessen und zum bekannten Friedhof Recoleta. Das Lokal stand schnell fest, ein Restaurant mit argentinischen Grill Buffet und auch der Weg zum Friedhof war schnell gefunden. Unterwegs hielten wir noch am Präsidenten Palast und träumten von einem Eigenen. 😄 und machten halt am Busbahnhof um unser Weiterreisetticket zu kaufen. Wir wollten nach Santiago de Chile nicht wieder Semi Cama reisen, sondern uns die Luxus Sitze gönnen. (Essen + Luxus Sitze? – der Kassensturz am Vorabend hatte ergeben, wir liegen gut im geplanten Monatsbudget)

Leider waren diese auch diesmal ausgebucht und wir konnten nur die mittlere Kategorie buchen. Breite Sitze, einige Fernseher, 160 Grad zu kippen, mit Verpflegung für 5400 Peso (111 Euro für uns beide).

Zufrieden mit unserer Buchung ging es weiter Richtung La Recoleta.

Wir mussten unterwegs immer mal kurze Zwangspausen wegen dem Regen machen.

Diesmal wollten wir nicht klitschnass werden.

Der Friedhof, der für die Oberschicht der Stadt ist, zog uns mit seinen riesigen Mausoleen gleich in seinen mystischen Bann. Teilweise sind die Grabstätten sehr runtergekommen, man sieht die Särge und überall hängen Spinnennetze. Es ist fast ein bisschen gruselig, im Nieselregen durch die kleinen Gassen voller Ruhestätten zu laufen. Auf dem Friedhof liegen viele bekannte Menschen Argentiniens begraben und hält die eine oder andere Schauergeschichte bereit.

So wurde die 19 jährige Rufina Cambaceres angeblich lebendig begraben. Kurz nach der Beerdigung fand man ihren Grabstein verschoben auf, innen voll mit Kratzspuren!

Auch heut ist es noch möglich, sich hier beisetzen zu lassen. Allerdings nur gegen seeeehr viel Geld!

Vom Viertel La Recoleta ging es wieder in Richtung Centrum zum Abendessen. Wir bekamen einen netten Tisch, machten es uns bequem, bestellten ein großes Bier und wurden stutzig. 17.30 und wir waren ganz allein. Das Buffet war reichlich gefühlt, doch irgendwie bauten die Kellner alles um? Wir waren also anscheinend genau in dem Wechsel vom „Mittagstisch“ zum „Abendbrot“. Ein bisschen unsicher, tasteten wir uns zu den Vorspeisen. Am Grill, wussten wir nicht so Recht wie wir bestellen. Also gaaaaanz langsam essen, auf andere Gäste warten und dann mal schauen wie die das machen 😄

Am Ende waren wir 3 Stunden dort, konnten uns bei anderen abgucken, was man bestellt und waren seeehr satt. Wir haben super leckeres Steak gegessen, viele gute Beilagen, Chorizo (Wurst) und einen leckeren Nachtisch.

(Alles Zusammen für: 29 Euro) Der Spaziergang durch die beleuchtetet Stadt war danach genau das Richtige und wir freuten uns, dass wir uns das Essen mal gegönnt haben!

Die Aussicht beim nach „Hause“ laufen

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