Vom Busbahnhof Foz de Iguazu nahmen wir den Bus nach Puerto Igazu. Beim Einstiegen waren wir ein bisschen aufgeregt. Wir hatten nur noch 21 Real. Doch wir hatten Glück, für 16 Real (umgerechnet 3,80 Euro) konnten wir beide nach Argentinien reisen. Der Bus fuhr bis zur Grenze, dort mussten alle aussteigen, zur Pass und Gepäck Kontrolle. Der Bus wartet bereits auf der anderen Seite und die Fahrt ging weiter. Wir stiegen am Busbahnhof aus und liefen von dort aus ein kleines Stück zu unserem Hostel. Dies war eher ein Einfamilienhaus, mit vielen Mehrbettzimmern. Wir hatten 2 Betten in einem gemischten 4 Bettzimmer gebucht. Da wir die ersten waren, suchten wir uns ein Doppelstockbett aus und verstauten unsere Sachen.
Es war erst Nachmittags, deswegen entschieden wir uns „kurz“ mal zu einem Aussichtspunkt zu laufen. Daraus wurde aber wieder eher eine kleine Wanderung. Maria hatten natürlich wieder das ideale Schuhwerk an! Birkenstocks! Am Ziel angekommen, befanden wir uns am Länderdreieck zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay. Ziemlich beeindruckenden. Und ein kleiner Handwerksmark lud noch zum schlendern ein.
Zurück im Hostel dann die Ernüchterung. Jemand hatte Alex Bett „geklaut“ und all seine Sachen dort rauf geworfen. Na Prima. Also doch nicht in einem Bett. Alex musste auf das andere ausweichen und wir schliefen nun beide oben. Mit uns im Zimmer, ein netter Spanier und der Bettdieb. 😄 Ein junger Mann aus New York, der sich die nächsten zwei Tage noch als Freak entpuppen sollte. (Er hat immer in Jeans geschlafen – sehr kuschlig 😄)
Nach der ersten Nacht, in welcher der eine Typ geschnarcht hat und der andere ständig im Schlaf Spanisch geschnattert hat, klingelte unser Wecker um 6.30. ( sehr zur Freunde unserer Mitbewohner, da es draußen auch noch dunkel war)
Aber wir wollten so früh es geht bei den Wasserfälle sein um den Massen etwas aus den Weg zu gehen. Wir fuhren wieder mit dem Bus und waren um kurz nach 8 am Nationalpark. Dort war aber schon einiges los. Am Vorabend hatten wir uns schon überlegt welche Routen wir laufen wollen. Zuerst wählten wir aber die kleine Eisenbahn des Parks, um zur „ Hauptattraktion“ zu fahren. Am größten Wasserfall steht man an der Abbruchkante und den Wassermassen zu sehen. Definitiv noch mal beeindruckender als auf der brasilianischen Seite. Wir konnten uns kaum satt sehen. Dank der frühen Zeit, konnten wir diesen Ausblick auch noch ohne großes Gedrängel genießen. Nach diesem tollen Start liefen wir die nächsten zwei Trails ganz ihr Ruhe ab. Auf gut ausgebauten Wegen läuft man entlang wunderbarer Natur und unzähligen Wasserfällen. Leider haben wir keine Krokodile entdecken können. Der letzte Trail war eine Empfehlung aus dem Hostel, da dieser zu einem Wasserfall führen soll, in dem man baden kann. Trotz müder Füße, wollten wir dort natürlich hin. Also wanderten wir 3,5 km, einen sehr viel natürlicheren Weg durch den Dschungel zu dem Wasserfall. Auf diesem Weg waren sehr sehr viel weniger Touristen unterwegs. Wir waren teilweise ganz allein. Ein Traum💚. Aber auch ein bisschen unheimlich. Überall raschelte es. Und dann stand dort auf dem Weg ein kleines Tier, dass wir nicht kannten. Wir schlichen uns langsam ran, doch es rannte in den Urwald und war in Sekundenschnelle nicht mehr zu sehen. Mit dem Wissen, dass in dieser Gegend noch Leoparden leben, liefen wir weiterhin aufmerksam den Weg entlang. Entdecken aber „nur“ tolle Pflanzen, wie riesigen Klee oder Mandarinenbäume und freche Affen.
Am Wasserfall waren wir ein wenig enttäuscht. Baden hieß, nur mit den Beinen rein. Ein Ranger pfiff einen sonst sofort raus. Also genossen wir nach vielen Stunden, einfach die erste Pause und die schöne, erfrischende Luft am Wasser.
Auf dem Rückweg, dann großes Schweigen. Alex war sauer. Ich hatte seinen aufgesammelten Stock leider ein bisschen angebrochen. ( hatte nur kurz so getan, als sei es ein Zauberstab und schon hat das Ding geknackt – upsi! 🙈)
Aber keine Panik – wir haben uns wider vertragen 😄
Denn du bist nicht DU – ohne deinen Puschel.
Am Abend fielen wir müde und glücklich ins Bett. Empfohlen werden 2 Tage für den Park. Wir sind in 9,5 Stunden alles abgelaufen und fanden es so perfekt. Und wir haben den zweiten Eintritt gespart. 😄 Insgesamt haben für uns beide 37.31 Euro bezahlt. Hat sich definitiv gelohnt.

Unser Hostel Zimmer

Am Länderdreieck






