Iguazú Falls – Brasilen

Nachdem wir die Nacht am Flughafen verbracht hatten und 17 Stunden auf den Flieger gewartet hatten (wir wollten uns das Geld für das Zimmer sparen), stiegen wir um 7 Uhr in den Flieger nach Foz do Iguaçu.

Dort angekommen mussten wir noch die Zeit bis 14 Uhr rum bekommen, erst dann war unser Zimmer zum Beziehen bereit. Wir schlenderten noch mal durch den Ort und fanden einen Supermarkt um unsere Vorräte aufzufüllen. Da das Brot gefühlt wie Watte ist, macht es null satt. Deswegen steigen wir nun auf Haferbrei mit Obst um. Ist auch deutlich billiger.

Punkt 14 Uhr standen wir am Zimmer bereit. Wir sehnten uns nach einer Dusche und einem Bett. Die Besitzer des Häuschen in dem wir ein kleines Zimmer für 16 Euro die Nacht gebucht haben, begrüßte uns am Tor mit einem bunten Papageien auf dem Arm. Leider ist dieser nur der Freund vom Besitzer. Alle anderen Leute beißt er. Den Papageien konnte man auch bereits die ganze Straße lang hören, er plapperte und pfiff vor sich hin, was das Zeug hielt. Auch die Frau hatte ein Tier, ein kleiner Hund Namens Billi sprang auf dem Grundstück umher und freute sich über Streicheleinheiten. Ihr Sohn, ungefähr in unserem Alter, sprach auch Englisch und konnte uns all unsere Fragen beantworten. Alle waren sehr freundlich und wir fühlten uns in ihrem sehr sauberen Haus super wohl. Mit uns wohnten auch noch 6 andere Reisende dort. Die Familie vermietet sehr regelmäßig ihre Zimmer.

Am Samstag machten wir uns dann auf den Weg zu den Iguazúwasserfälle auf der brasilianischen Seite. Im Park angekommen waren wir erstmal nicht ganz überzeugt. Nachdem wir in Island einige riesige Wasserfälle hautnah erlebt hatten, kam uns die Aussicht nicht ganz spektakulär vor. Wir wanderten dem vorgegeben Weg mit vielen anderen entlang und entdeckten plötzlich einen kleinen Nasenbären. Ein paar Meter weiter tauchten immer mehr auf. Auf der Suche nach Futter, schlichen sie zwischen den Beinen der Touris umher und erhofften sich einen Krümel. Sobald man etwas zu essen auspackte, eine Chipstüte raschelte, (hier gibt es immer und überall Chips) oder etwas nur ansatzweise nach Futter roch, kamen die Tiere angerannt und kletterten teilweise an den Beinen nach oben. Dann kamen die „Supertouris“, die Kekse auspackten und die Tierchen bewusst damit fütterten. Wie ein wütender Momp kämpften die Nasenbären um das „fressen“. Die Menschen kreischten und freuten sich. Uns war das eher zu viel. Niemand schien zu akzeptieren, dass dies wilde Tiere sind und diese keine Süßigkeiten zum fressen benötigen.

Wir gingen lieber schnell weiter. Je näher wir an die Wasserfälle heran kamen, desto beeindruckter waren wir. Die vielen tausenden Menschen, erschwerten zwar das genießen, doch die Wassermassen die dort herunterschossen und die Chance auf einem

Steg bis zur Abbruchkante ran zu treten, ließen uns den Atem anhalten. Das war schon mächtig cool. Nass vom Wasser, waren wir nach diesem Ausflug wirklich begeistert und freuten uns noch mehr auf die Argentinische Seite.

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